Es gibt eine ganze Menge guter Videos auf den bekannten Plattformen.
Schwierig ist sicher, die guten Videos von den Schlechten zu unterscheiden.
Aber wenn man sich Zeit nimmt und zu jedem Schritt 2, 3 Videos schaut, dann bekommt man das schon raus.
Zudem sind zumindest bei
SRAM und
Shimano sehr gute Manuals verfügbar.
Problematisch wird es, wenn bestimmte Dinge an den Toleranzgrenzen oder darüber hinaus liegen.
Schaltauge richten bekommen die meisten ja noch hin, beim z.B. Planfräsen der Bremssattelaufnahme ist es schon schwieriger. Da wäre ich mir bei vielen Werkstätten aber auch nicht so sicher, ob die geeignetes
Werkzeug und Wissen dafür haben.
Wenn man plant auch in Zukunft kleinere Wartungsarbeiten zu machen, dann benötigt man gar nicht so viel zusätzliches
Werkzeug für den Aufbau. Hier mal eine (hoffentlich) vollständige Liste:
- einen Satz Inbus, evtl. Torx
- Kettennieter
- Kettenpeitsche
- Stecknuss für Centerlock/Kassettenverschluss
- Drehmomentschlüssel (ich hab den Proxxon 3-15Nm), evtl. auch einen zweiten mit höherem Drehmoment bis 40 Nm
- Einpresstool für Oliven (nur Shimano, SRAM wird geschraubt)
- Cutter für hydr. Bremsleitung (meist beim Einpresstool dabei)
- Entlüftungsset für hydr. Bremsen
- Reifenheber
- Pumpe
- Tool für das Innenlager (zum Einpressen oder Schrauben, je nach Lager)
- Einfädelhilfe für innenverlegte Züge (geht meist auch ohne, ist aber kein Spaß)
- Schablone zur Einstellung der B-Schraube des Schaltwerks (sollte bei SRAM der Schaltung beiliegen, bei Shimano reicht auch ein Meßschieber)
- Schere ( um das Lenkerband zu kürzen)
Dazu braucht's später noch eine Kettenlehre und evtl. ein Tool zum Richten des Schaltauges.
Paar Kleinigkeiten benötigt man noch: Carbonpaste, Anti Seize, Bike Grease (die Grüne), Montagepaste (die Weiße), Isolierband, evtl. paar Kabelbinder.
Klingt jetzt viel, aber wie bereits geschrieben:
In Zeiten wo ein einfacher Schlauchwechsel zw. 40 und 80 € kostet, da hat man das fix wieder raus.
Zudem lernt man was über sein Rad.