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Schaltung einstellen Canyon Ultimate CF

Saarscha

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Hallo zusammen,
Ihr seid meine letzte Hoffnung! Ich habe ein Ultimate CF aufgebaut und alles hat auch soweit wunderbar geklappt. So schwierig ist das Ganze ja auch nicht ;) Aber wo ich dran verzweifle ist das Schaltwerk. Ich kann einfach nicht sauber schalten. Anschläge habe ich korrekt eingestellt, Beim oben Anschlag (L) bin ich allerdings mit der Schraube am maximalen, d.h. sie ist komplett reingeschraubt. Das schaltröllchen steht gerade so unter dem großen Ritzel. Schalte ich dann durch rasselt entweder das zweitgrößte Ritzel oder, wenn ich die Zugspannung dann verringer läuft das zweitgrößte aber das drittkleinste nicht mehr weil da dann zu wenig Spannung drauf ist. Ich hoffe Ihr könnt mir folgen. Schaltauge ist hundertprozent ok.. Grüße ausm Saarland

Achso, klar, es handelt sich um eine Ultegra 6700 mit kurzem Käfig
 
Mir scheint, als ob Du schon an allen Schräubchen gedreht hast und jetzt alles nicht mehr so recht stimmig ist. Vor allem haben die Anschlagschrauben erst mal nichts mit der Schaltbarkeit der einzelnen Ritzel zu tun. Deshalb rate ich Dir folgendes:
  1. Auf das kleinste Ritzel schalten und die Zugspannung soweit reduzieren, dass der Zug leicht "schlackert". Jetzt wird die Position des Schaltwerks ausschließlich von der Einstellschraube für den unteren Anschlag bestimmt.
  2. Mit der Einstellschraube für den unteren Anschlag das Schaltwerk so positionieren, dass das kleinste Ritzel sauber läuft, also das Schaltröllchen genau unter dem kleinsten Ritzel positioniert ist.
  3. Jetzt die Zugspannung so erhöhen, dass der Zug gerade gespannt ist, aber sich das Schaltwerk so eben noch nicht bewegt. Im Idealfall sollte die Einstellschraube jetzt in einer mittleren Stellung sein. Wenn nicht, ist der Spielraum zum nachjustieren eingeschränkt und man kann darüber nachdenken, die Zugklemmung zu lösen und je nach notwendiger Richtung den Zug um ein paar mm verschoben neu zu klemmen.
  4. Jetzt solltest Du mit dem STI sauber die ersten Ritzel durchschalten können. Kontrolliere ob Hoch- und Runterschalten gleichermaßen gut funktioniert. Wenn das Hochschalten nicht so gut funktioniert wie das Runterschalten: Zugspannung noch ein wenig erhöhen. Klappt das Herunterschalten schlechter als das Hochschalten: Zugspannung vermindern.
  5. Jetzt -- und erst jetzt! -- kannst Du auf das größte Ritzel gehen und den oberen Anschlag so einstellen, dass Du bei geschaltetem größten Ritzel das Schaltwerk nicht mehr weiter in Richtung Speichen bewegen kannst.
  6. Optional (weil Du daran wahrscheinlich noch nichts verstellt hast): Auf dem größten Ritzel mit der B-Schraube den Abstand des Schaltröllchens vom Ritzel so einstellen, dass das Schaltröllchen nicht aufliegt.
Wenn Du in der Reihenfolge "frisch von vorn" anfängst, dann solltest Du am Ende eine gut funktionierende Schaltung haben. Wenn es bei einem Punkt klemmt, sag Bescheid, dann kann man den Fehler einkreisen. Zunächst einmal gehe ich aber davon aus, dass Du kein technisches Problem hast, sondern lediglich alles falsch eingestellt ist.
 
Hallo WilliW!
Danke für Deine ausführliche Beschreibung!
hab das ganze Spiel dann wieder durchgespielt und es hat sich nicht wirklich was verändert. Die Anschläge waren ok. Was mich aber schon vom ersten Tag an stutzig macht ist, dass sich der Schalthebel nur ziemlich schwer betätigen lässt. Es ist ungefähr ein 3 facher Kraftaufwand zu meinen Ultegra 6600 erforderlich um das Schaltwerk zu bewegen. Habe ganz normale Züge genommen (ohne Teflon) wie sie bei der Komplettgruppe dabei waren. Irgendwie kommt mir das Schaltwerk auch "lahm" vor. Das Alte hat nach 5 Jahren immer noch gefühlt mehr Spannung irgendwie. Und nochmal zu den Anschlägen. Der "H" Anschlag ist jetzt ca 3-4 Umdrehungen draussen aber der "L" Anschlag ist wirklich bist zum maximum reingeschraubt. Drehe ich auch nur ein bisschen die Schraube raus, dann springt die Kette fast in die Speichen. Den ersten Gang bekomme ich noch schwerer rein, da muss ich schon richtig gegen drücken bis es klickt und die Kette dann nach oben springt. Also es fühlt sich irgendwie alles ein bisschen wie "am Limit" an bzw. alles ein bisschen verspannt..
 
Tretlagerwelle zu kurz? Dann steht der Umwerfer zu weit nach aussen.
Habe ein ähnliches Problem am Bike meiner Freundin. Passende Wellenlänge löst es.
 
Mein Tipp, prüfe erst mal den Schaltzug auf Leichtgängigkeit, ich denke, der Innenzug hat zuviel Reibung. So ein Problem hatte ich auch mal, besonders die neue Ultegra 6700 mit den am Lenker verlegten Zügen ist da sehr empfindlich.
Hast Du die Außenhüllen alle sauber gerade abgeschnitten und nicht am Ende zusammen gequetscht, kann auch die Reibung erhöhen. Nimm mal die Schaltzüge mit PTFE Beschichtung, besonders für das Schaltwerk, sind für die 6700 auch vom Hersteller empfohlen!
Hat der Schaltzug evtl. einen Knick, das passiert schon mal beim Einfädeln des Zuges am Schalthebel.
 
Hallo WilliW!
Danke für Deine ausführliche Beschreibung!
hab das ganze Spiel dann wieder durchgespielt und es hat sich nicht wirklich was verändert. Die Anschläge waren ok. Was mich aber schon vom ersten Tag an stutzig macht ist, dass sich der Schalthebel nur ziemlich schwer betätigen lässt. Es ist ungefähr ein 3 facher Kraftaufwand zu meinen Ultegra 6600 erforderlich um das Schaltwerk zu bewegen. Habe ganz normale Züge genommen (ohne Teflon) wie sie bei der Komplettgruppe dabei waren. Irgendwie kommt mir das Schaltwerk auch "lahm" vor. Das Alte hat nach 5 Jahren immer noch gefühlt mehr Spannung irgendwie. Und nochmal zu den Anschlägen. Der "H" Anschlag ist jetzt ca 3-4 Umdrehungen draussen aber der "L" Anschlag ist wirklich bist zum maximum reingeschraubt. Drehe ich auch nur ein bisschen die Schraube raus, dann springt die Kette fast in die Speichen. Den ersten Gang bekomme ich noch schwerer rein, da muss ich schon richtig gegen drücken bis es klickt und die Kette dann nach oben springt. Also es fühlt sich irgendwie alles ein bisschen wie "am Limit" an bzw. alles ein bisschen verspannt..
Wenn Du sagst, es habe sich etwas verändert: Sind die Schaltstufen jetzt ok? Laufen alle Ritzel jetzt ohne zu rasseln und lässt sich jetzt sauber hoch- und runterschlaten? Das wäre ja schon mal ein entscheidender Fortschritt. Wenn das geht, dann ist der Zug auch richtig geklemmt (Hinweis von nroman68). Falsche Klemmung hätte Einfluss auf das Übersetzungsverhältnis.

Zur Schwergängigkeit hat K_Racer ja schon alles gesagt. Die Verlegung der Züge unter dem Lenkerband und die Enden der Außenzüge würde ich mir da auch als erstes ansehen.
 
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