nee, 5min nachdem seat abgesagt hatte, fing es übermässig an zu schütten, ganze nacht durch, morgens weiter... ein nasses zelt wollte ich nicht einpacken weil es sonst beim nächsten aufbauen auch innen nass ist, und der walchensee ist zwar schön, aber 2tage...? dett loxi hat mir dann netterweise einen zugplan gesimmst, 40km durch den regen und per WE-ticket nach bonn. nächsten tag dann siegburger rtf gefahren und dann nach hause.
so, kurze reiseinfo:
1.tag:
nach zagreb gings erstmal nach karlovac, südroute, 120km, 37°C, 2bienenstiche, recht langweilige gegend.
2.tag:
karlovac-bosanci-skrad-delnice-rijeka-opatia, 37°, in den höheren lagen aber durchaus erträglich, sehr schöne gegend
3.tag:
opatia-einmal rund um istrien-verfahren und zwischen den küsten gelandet, verdurstet (37° im schatten, aber weit und breit kein baum), nach norden über buzet nach koper, slowenien.
4.tag:
war als ruhetag geplant, bin erst um 16:00 los
koper(slo)-muggia(ita)-trieste(ita)-nova gorica(slo)
sollte eigentlich nicht weit sein, aber trieste hat irgendwie wurmlöcher und scheiss schilder. auf autobahnbrücke gelandet, durch notausgang 8etagen runter, noch gefühlte 10.000km durch trieste geirrt. waren dann wahrscheinlich doch viel mehr als 100km bis nova gorica (ich gebe hier nur die grösseren orte an, die zeltplätze sind immer irgendwie 10-15km von den orten entfernt, km-angaben sind geschätzt aus kartenlesungen, hatte keinen tacho).
leckerste pizza aller zeiten gegessen. mein plan ging richtung alpen, um der hitze zu entkommen.
5.tag:
nova gorica-tolmin-bovec-trenta-vrsic-kranjska gora-jesenice
ich liebe slowenien... flüsterasphalt, autos die sich rücksichtsvoll verhalten und dann diese landschaft: smaragdgrünes flüsschen (soca), wasserfälle, dann der pass auf 16xxm, geilstes alpenpanorama... hätte ich einen fotoapparat gehabt, wäre ich keine 5km weit gekommen.
6.tag:
jesenice-kranjska gora-wurzenpass-nötsch(östereich)-hermagor
wurzenpass mit gepäck ist tötlich. musste die ganze zeit im stehen fahren, damit das vorderrad nicht hochgeht. runter genauso steil aber mit schlaglöchern im bodenseeformat.
in hermagor direkt neben einem radhändler reifenplatzer. der hat mich netterweise vor dem unwetter gewarnt, pässe am nächsten tag mit schneekettenpflicht!!!! also pension, zeltplatz war 4euro teurer, ohne frühstück...34°
7.tag:
zum rauchen auf die terasse, ups, fliessjäckchen holen, zurück, beinlinge hätten auch nicht geschadet. zigarette, stärksten regen meines lebens angeschaut, pension einen tag verlängert. tageshöchsttemperatur: 12°C
8.tag:
hermagor-kötschach-gailbergsattel-lienz-staller
sattel-irgendwo bei bruneck(ita)
schöner tag, staller
sattel ist endlos lang, auf dem obersee lag eine frostschicht, mit eingefrorenen füssen in italien angekommen. empfehlenswerte strecke...
9.tag:
bruneck-furkelpass-würzjoch-noch ein joch-brixen
sehr, sehr schön, aber mit 28kg und 30-23 auch sehr anstrengend. das dritte joch hatte ich auf der karte übersehen. die schätzungsweise härtesten 70km meines lebens. auf dem camp alles voller mtb-transalp-teams.
10.tag:
brixen-brenner-innsbruck
naja, inzwischen ärger ich mich, nicht einfach einen tag pause gemacht zu haben, um noch den jaufen und das timmelsjoch mitzunehmen, aber reisekasse schrumpfte...landschaftlich nicht so doll, braucht man eigentlich nicht so sehr
11.tag:
innsbruck-seefelder
sattel-garmisch
seefelder
sattel ist zumindest mit gepäck für masochisten. beim steilsten km musste ich alle 200m pause machen, danach wieder ein normaler pass mit viel verkehr.
12.tag:
sight-seeing in garmisch (war bei einem kollegen untergekommen)
13.tag:
garmisch-köchelsee-walchensee
seit ich auf deutschem boden weile, ist irgendwie das wetter ungeniesbar, siehe oben...
14.tag:
zugfahren
15.tag: rtf-siegburg und dann nach hause
davor natürlich die 6tage münchen-zagreb...
schönster urlaub aller zeiten, wenn mir jemand geld gibt, bin ich sofort wieder unterwegs...
gruss ulf