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Lizenz- und Jedermannrennen - Training, Tipps und Taktik

Ganz ehrlich. Diese Fahrer, die immer mit dem RR bei den Zeitfahren erscheinen und dann da auf ihre Nachteile verweisen, meiden die Konkurrenz. Er kann ja auch um die Kurven fahren. Wenn die LVM gerade vor der Haustüre hat würde ich natürlich auch mitfahren. Aber sowas mit Rennrad und Scheibe beim KOTL ist doch klare Meidung der Konkurrenz. Da fährt man doch aus Fairnessgründen mit TT-Rad.
Ist mal so eine provokante Äußerung ich weiß und er hat noch kein Rad, das passt. Aber TT kann @Teutone wirklich gut und bei so viel Talent sollte man zur LVM doch ordentlich antreten.
Keine Ahnung wo Du hin willst oder worüber Du spekulierst über Gründe und Motivationen. Keine Ahnung was Du "ordentlich" findest oder was auch nicht. Hab überlegt, ob mich Antworten auf die Fragen interessieren. Tut es aber eigentlich nicht. Jeder macht was ihm Spass macht und am Ende kommt raus was rauskommt. Beim King gibt es übrigens extra eine RR Wertung, die übrigens bretthart besetzt ist. Wenn Du mit der Scheibe auf mich anspielst... schau mal was da teilweise in den Vorjahren in der RR Klasse gefahren wurde. Und schau mal, wie da teilweise die Leute aufm Lenker hängen. Entscheidung RR Klasse zu fahren ist da kurzfristig aus persönlichen Gründen gefallen. Hatte das mit der Scheibe aufgrund der Beobachtung der Vorjahre nicht aufm Schirm. Wurde dann nicht in der RR Klasse gewertet, was für mich OK war. Das Ergebnis hat mich da nicht sonderlich interessiert. Ich hatte einen guten Tag. Das war das was mich interessiert hat.

Grundsätzlich sind mehr Teilnehmer bei LVM immer gut. Was da gefahren wird ist erstmal zweitrangig. Jeder wie er kann und mag.
 

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Re: Lizenz- und Jedermannrennen - Training, Tipps und Taktik
Ganz ehrlich. Diese Fahrer, die immer mit dem RR bei den Zeitfahren erscheinen und dann da auf ihre Nachteile verweisen, meiden die Konkurrenz. Er kann ja auch um die Kurven fahren. Wenn die LVM gerade vor der Haustüre hat würde ich natürlich auch mitfahren. Aber sowas mit Rennrad und Scheibe beim KOTL ist doch klare Meidung der Konkurrenz. Da fährt man doch aus Fairnessgründen mit TT-Rad.
Ist mal so eine provokante Äußerung ich weiß und er hat noch kein Rad, das passt. Aber TT kann @Teutone wirklich gut und bei so viel Talent sollte man zur LVM doch ordentlich antreten.
Bei mir ist’s relativ einfach, ich mag die Haltung im Liegelenker nicht, es ist mir (wie Bernal und Walscheid mittlerweile) auch persönlich bissl zu gefährlich (oft sehr windig hier, enge Straßen mit Wellen und Rissen im Moor) und ich habe gemerkt, dass ich auf dem Aerorad so viel mehr Watt generieren kann, dass ich am Ende den Aeronachteil aufwiege und mit RR schneller bin.

Um das zu drehen, müsste ich richtig viel auf dem TT sitzen (zu großes 58er Slice), man wird einsam, man fährt dauernd mit diesem sehr spitzen Hüftwinkel, ohne dann aber trotzdem ganz vorne mit dabei zu sein.

Als Großer ist es zudem schwieriger, sein Rad UCI-konform, also schablonentauglich, einzustellen, ohne DI2 noch etwas mehr (OverAll-Länge der Extensions). Für „freie Veranstaltungen“ müsste ich es idealerweise dann wieder alles umschrauben. Kein Bock zu.

Ich habe momentan quasi die Wahl ob ich nen 42-43er Schnitt auf TT mit 310 Watt oder auf dem Rennrad mit 340-350 Watt fahre. Und da finde ich es für mich persönlich auf RR motivierender.

Und nebenher war ich schon immer ein Befürworter dessen, dass Zeitfahren im Lizenz- und Profisport auf normalen RRs ausgetragen werden sollten, da es sonst oft in eine Materialschlacht ausartet. Da darf es aber natürlich verschiedene Meinungen geben. In der U17-Klasse ist noch alles fein, und auf einmal trennt sich die Spreu vom Weizen (weil letzterer von Papa besser ausgestattet wurde). Fand ich immer sehr schade.

Aber streichen wir „außer Konkurrenz“, wer schneller war als ich, der war auch schneller, ich hätte ja auch ein TT nehmen können, und wäre dann ebenfalls langsamer gewesen. Und natürlich hoffe ich, vielleicht trotzdem irgendwie vernünftig im Mittelfeld zu landen. Ein eben gekaufter Zeitfahrhelm war der erste (marginale) Schritt zum Sieg.
 
Ich finde, das Teutone und @captain hook sehr interessante Antworten auf meine Fragen gaben und ich deshalb ihre Vorbemerkung wesentlich besser einordnen kann. Absolut in Ordnung, was sie auf meine Fragen und Statements schrieben. Und sehr interessante Hintergrundinfos zu LVM und KOTL..
 
Aber das ist doch für die meisten Teilnehmer gar nicht die Frage ob sie abgehängt werden. Du musst außergewöhnlich talentiert sein um dieses Segment unter 28 Minuten zu fahren.
https://www.strava.com/segments/1300995Sie werden auf jeden Fall abgehängt und die Frage ist doch, wie sie da möglichst oben so rauskommen, das sie später ein gutes Ergebnis für sich erzielen.
 
Aber das ist doch für die meisten Teilnehmer gar nicht die Frage ob sie abgehängt werden. Du musst außergewöhnlich talentiert sein um dieses Segment unter 28 Minuten zu fahren.
https://www.strava.com/segments/1300995Sie werden auf jeden Fall abgehängt und die Frage ist doch, wie sie da möglichst oben so rauskommen, das sie später ein gutes Ergebnis für sich erzielen.
Ich nehm mal als Beispiel den Ötzi. Wenn du dosierst und deshalb am Kühtai die Gruppe wg 10w fahren lässt obwohl du könntest, fährst du nach innsbruck bis zum Brenner alles alleine. Dann hast du dosiert, verlierst aber auf das von dir erwähnte persönliche Ergebnis wenns doof kommt 10min, was viel mehr ist, als dir das dosieren gebracht hat. Oberste Devise... Gruppe halten und dann im Windschatten ausruhen.
 
Ist denn die KOM Zeit realistisch? Das scheint ja ein Naturtalent mit 6000 Gesamtkilometern zu sein.
 
Ist denn die KOM Zeit realistisch? Das scheint ja ein Naturtalent mit 6000 Gesamtkilometern zu sein.
Nein, ist eine lange Gesichte, der Zweite, Jason Osborne (den gibt es tatsächlich, der ist auch tatsächlich schnell), hat irgendeinen "Hater", bzw. Mobber der ihn nicht mag, der am laufenden Band Fake-Profile mit gefakten Fahrten anlegt, um sich vor Osborne zu setzen. In der realen Welt genauso wie auf Zwift. Dazu noch immer diverse beleidigende Kommentare. Sobald Du seine Fahrt meldest, sind nächsten Tag zwei neue Fahrten mit neuen Profilen vorhanden.
 
Wenn man nicht zu den Top50 gehört würde ich am Feldberg schon eher mein eigenes Tempo fahren. Es bilden sich eh zig Grüppchen aber eine ewig lange Passage in der man stark von einer Gruppe profitiert gibts nicht wirklich. Dafür aber relativ steile Hügel die einen richtig kosten, wenn man am Feldberg zu viel investiert hat.
 
Hinter Dir kommen 1000sende. Und die überholen Dich alle mit einem netten Kommentar wenn Du am Feldberg schon platzt.
Ich dachte eher an Leistungsdaten pro Segment. Ich in mal 34 Minuten gefahren.
@eins4eins 28 Minuten. Man kann sich dann ja die Steigung in mindestens 2 Teile einteilen Oberursel - Sandplacken und Sandplacken bis Bergwertung.
Am besten in ich immer gefahren wenn ich mich an eine Gruppe gehängt habe ohne je zu führen. Irgendwann kommen von hinten sowieso sehr starke Fahrer auf, die man kaum noch halten kann. Mit denen oben rüberrollen verspricht dann auch eine gute Gruppe in den Abfahrten und späteren Flachstücken.
 
Hat eigentlich schon mal jemand versucht so was wie die Feldbergauffahrt mit Best Bike Split ausrechnen zu lassen?
 
Ich nehm mal als Beispiel den Ötzi. Wenn du dosierst und deshalb am Kühtai die Gruppe wg 10w fahren lässt obwohl du könntest, fährst du nach innsbruck bis zum Brenner alles alleine. Dann hast du dosiert, verlierst aber auf das von dir erwähnte persönliche Ergebnis wenns doof kommt 10min, was viel mehr ist, als dir das dosieren gebracht hat. Oberste Devise... Gruppe halten und dann im Windschatten ausruhen.
Ich bin mal gespannt wie das für mich dieses Jahr wird, fahre auch meine ersten zwei Rennen Rund um Köln und Ötztaler. Ist das bei so großen Rennen nicht am Ende so, dass man durch die vielen Teilnehmer immer eine Gruppe hat? Für Rund um Köln werde ich schon versuchen an einer schnellen Gruppe dran zu bleiben wenn ich da platze ists halt so für den Ötztaler hab ich aber schon eine Pacing Strategie wie viel drüber kann man da denn maximal gehen? Wenn ich da am Kühtai schon mit Schwellenleistung hoch trete um eine Gruppe zu halten ists wahrscheinlich schnell vorbei aber 10W drüber geht wohl schon. Gibt es da Gruppen die auf eine feste Zielzeit pacen?
 
Welche Strecke in Köln denn? Je kürzer ein Wettkampf und die Steigungen sind, um so mehr kann man über die Schwelle gehen. Und es ist natürlich auch relevant ob diese bei 280 oder 350W bei gleichem Körpergewicht liegt, bezogen auf das, was einen bei dem Rennen dann erwartet.
Bei si einer Aussage am Kühtei eine Gruppe wegen 10W zu viel fahren zu lassen ist natürlich auch wieder so eine Aussage. Wenn man da ab dem Start permanent über der Schwelle fährt und dann die komplette Steigung 10W drüber fährt kann das schon eine Auswirkung auf die Folgestunden haben. Aber klar, 10W ist nicht viel.
In Frankfurt hat man nach einem sehr aggressiven Start insgesamt 30km Anstieg bis zur ersten Bergwertung. Das ist schon eine lange Zeit. Nach meiner Erfahrung kommen da im letzten Teil des Berges immer wieder sehr gute Fahrer oder ganze Gruppen von hinten auf mit denen man dann in die nächsten Steigungen fahren kann.
In Köln müsste man die Kurz von der Langstrecke unterscheiden und schauen ob man da im letzten Teil nicht auf das Fahrerfeld der Kurzstrecke trifft.
 
Beim Ötztaler gibt es "Guides" für verschiedene Finisher Zeiten. Die stehen im Startblock an bestimmten Positionen und sind am Trikot erkennbar. Ich habe keine persönliche Erfahrung mit denen, aber der ein oder andere war mit dem Pacing recht unzufrieden, da es eher ungleichmäßig war. Erst getrödelt und dann hinten raus angezogen um die Zielzeit noch zu schaffen.

Es gibt dieses berühmte Excel Pacing Sheet. Das passt mMn sehr gut und auch viele andere bestätigen das.
Die Werte daraus sind natürlich nicht strikt einzuhalten, aber weit überschreiten würde ich die nicht. Das Kühtai ist bspw nicht komplett gleichmäßig und man kann im Flachen weniger treten als geplant und dafür in der steilen Galerie etwas mehr.
Ich würde andererseits aber nicht 3/4 vom Kühtai 15-20W über Plan fahren, um eine schnell wirkende Gruppe zu halten.
Alles was man an Kühtai, Brenner und Jaufen an Körnern spart, macht sich am TJ bezahlt.
 
Ich bin mal gespannt wie das für mich dieses Jahr wird, fahre auch meine ersten zwei Rennen Rund um Köln und Ötztaler. Ist das bei so großen Rennen nicht am Ende so, dass man durch die vielen Teilnehmer immer eine Gruppe hat? (...) für den Ötztaler hab ich aber schon eine Pacing Strategie wie viel drüber kann man da denn maximal gehen? Wenn ich da am Kühtai schon mit Schwellenleistung hoch trete um eine Gruppe zu halten ists wahrscheinlich schnell vorbei aber 10W drüber geht wohl schon. Gibt es da Gruppen die auf eine feste Zielzeit pacen?
Ich glaube, das Thema Alpenmarathons ist für diesen Thread etwas zu umfassend, da gibt es bessere, speziellere Bereiche im Forum. Aber kurz trotzdem, die 10 Watt hatte Captn. Hook ja relativierend in den Satz eingebaut, und das hatte auch seinen Sinn, sprich überpacen nur in sehr begrenztem Rahmen.

Wenn man nach Pacingtabelle mit den dort üblich 85% (Kühtai) fährt, sollte man es halt nicht übertreiben, bei 80% hat man noch etwas mehr Luft nach oben.. und manche routinierten/trainierten Cracks, die aber ihren Körper gut kennen, nehmen das Kühtai auch mit 90% in Angriff. Sollte man aber als Anfänger weißgott nicht nachmachen.

Und wichtig ist auch, bei der Pacingstrategie wirklich die realistische FTP für eine Stunde zu nehmen, nicht "mal eben per Ramp ermittelt", bzw. wenn, dann großzügig abrunden. Meine Empfehlung wäre, seine FTP per 20-Minuten zu testen, und dann nochmal per einstündiger 95%-Fahrt gegenzuchecken (die sollte sportlich, aber machbar sein, sonst FTP absenken).

Gruppen werden da kommen und gehen, es ist wohl eher so, dass man unterwegs immer mal wieder Leute hat, mit denen man irgendwie zusammen mit ähnlichem Tempo unterwegs ist, aber in der Regel keine 10er oder 20er Gruppe, die einen durch das gesamte Rennen geleitet.
 
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