Kuba mitm Cyclocrosser 3 Wochen

Dieses Thema im Forum "Reisen, Routen und Reviere" wurde erstellt von Popelliese, 6 November 2017.

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Schlagworte:
  1. Popelliese

    Popelliese Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    6 November 2017
    Beiträge:
    1
    Hallo Ihr Lieben

    Am Freitag flieg ich nach Kuba und wollte mich gern 3 Wochen dort mit dem Cyclocrossrad amüsieren. Wer war schon mal dort und hat Tipps?

    Grüße

    Ricarda
     
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  3. kendo05

    kendo05 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27 März 2010
    Beiträge:
    877
    Na da fängst Du ja richtig zeitig an zu planen, wenn's erst am Freitag losgehen soll.

    Ich zittiere mich mal selbst, da wir 2015 mit MTB's auf der ganzen Insel unterwegs waren:

    Gute Reise! Würde gerne hinterher über Deine Erfahrungen lesen.
     
  4. dapf

    dapf Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 August 2016
    Beiträge:
    120
    Ich zitiere mich auch mal selbst, aber mit Änderungen/Anpassungen an die geplante Reisezeit:

    ... Das Thema Wasser ist wirklich wichtig: In Städten bekommst du für Devisen in Hotels usw. natürlich relativ problemlos Wasser oder zumindest verpackte Getränke. Unterwegs oder auf dem Land sieht das ganz anders aus. Die Kubaner kochen sich Wasser ab, was dann im Kühlschrank aufbewahrt wird. Da die Wasserversorgung "aus dem Hahn" nicht immer funktioniert, wird Wasser in großen Fässern, Kanistern u.ä. zwischengelagert. Bei dem Klima geht es natürlich ganz schnell, dass sich da was vermehrt.
    Du solltest NIEMALS an irgendeiner Stelle das "normale" Tafelwasser aus dem Krug trinken, auch wenn man dir versichert, dass es abgekocht wäre. Auch nicht im Restaurant. Die Einheimischen sind was bestimmte Erreger betrifft einfach abgehärtet bzw. sowieso Träger bestimmter Parasiten, z.B. Erreger der Amöbenruhr. Aber für dich würde die "Begegnung" einen sehr unangenehmen Einschnitt in den Urlaub bedeuten. Nimm dir Teebeutel aus D mit und bitte um heißes Wasser. Besser ist natürlich ein Wasserfilter, aber du wirst ja so schon genug Gepäck haben. Ich will keine Panik verbreiten, noch dazu wo Kuba ein Land mit sehr hohen hygienischen Standards und einer gebildeten Bevölkerung ist. Aber ich hab da einschlägige Erfahrungen... ;-)

    Ich würde - wenn es das Gepäck zulässt - auch immer ein Moskitonetz mitnehmen. Kuba ist malariafrei, aber Dengue-Schübe gibt es immer wieder, und auch so gibt es ein paar Blutsauger, die recht schmerzhafte Stiche verursachen. Kommt natürlich auch immer auf den Zustand deines Immunsystems an.

    Der Hinweis mit der Sprache war auch wichtig: Ein paar grundlegende Spanischkenntnisse sind immens wichtig, auch wenn von den jungen Leuten viele ein wenig Englisch sprechen. Kinder/Jugendliche sind außerhalb der Ferien kaum "greifbar", weil sie während der Schulzeit in Internaten sind. Die Beschilderung von Straßen usw. ist nicht mit Europa zu vergleichen, dafür trifft man überall Leute, die zu Fuß, zu Pferd oder Rad unterwegs sind, die man nach dem Weg fragen kann.

    Da du vermutlich auch mal außerhalb von Hotelstränden baden willst, noch ein kleiner Rat: So körperbewusst Kubaner(innen) auch sein mögen, es gilt als absolutes Nogo für erwachsene Frauen, die "was auf sich halten" ;-) im Bikinihöschen oder Badeanzug am Strand rumzulaufen - von oben ohne mal ganz zu schweigen. Nimm dir also Hotpants, Badeshorts oder sonstwas "mit Bein" mit. Ich könnte mich immer wieder darüber amüsieren: Die BH-Träger dürfen rausgucken, das Röckchen ganz kurz, auch so zeigt Frau jede Menge Haut, aber wehe eine trägt keinen BH... Als "puta" angesehen zu werden, kann unangenehm werden, Touristinnen haben da eh schon einen gewissen Ruf.

    Willst du allein reisen? Dürfte kein Problem sein, aber halte dich mehr an die Frauen, wenn es um Fragen, Hilfen usw. geht. Auch wenn Frauen in Kuba wirklich emanzipiert und selbständig sind: Der alte Machismo ist doch allgegenwärtig...
     
  5. elvi5

    elvi5 MItglied

    Registriert seit:
    18 Januar 2009
    Beiträge:
    99
    Hallo zusammen,

    dieser Thread trifft sich wirklich gut, da ich über Weihnachten und Neujahr auf Kuba sein werde :)

    @dapf , vielen Dank für das Teilen Deines Erfahrungsberichts. Lustigerweise schwebte mir eine sehr ähnliche Strecke wie die von Dir gefahrene vor. Vielleicht könntest Du mir ein wenig Feedback zu meiner Idee geben.

    • Havana nach Santiago mit dem BUS
    • Santiago über Baracoa nach Holguin mit dem Rad
    • Holguin nach Camaguey mit dem Bus
    • Camaguey nach Santa Clara mit dem Bus
    • Santa Clara über den Topes de Collantes nach Trinidad
    • Trinidad anschauen
    • Trinidad nach Cienfuegos mit dem Rad
    • Cienfuegos nach Playa Giron mit dem Rad
    • Playa Giron nach Havaba mit dem Bus
    Bezüglich des Wassers. Würdest Du empfehlen einen Wasserfilter mitzunehmen? Ausserdem spiele ich mit dem Gedanken einen kleinen Vorrat an Riegeln mitzunehmen, da Essen dort scheinbar nicht so der Hit ist.

    Freue mich auf Antworten und weiter Hinweise!

    Grüsse,

    Elvi5
     
  6. dapf

    dapf Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 August 2016
    Beiträge:
    120
    Das mit dem Radreise-Bericht war kendo05. Ich kann zu den von dir geplanten Stecken nicht viel sagen, höchstens zu einer Region, in der ich mich ganz gut auskenne: Wie viele Tage hast du von Santiago nach Holguin geplant? Ich würde von Santiago bis Tortuguilla fahren und dort übernachten (Villa Reve), traumhafte Bucht(en). Am nächsten Tag nach Baracoa, aber das ist echt heftig über die Berge. In Baracoa übernachten, dann weiter bis Cayo Saetia. Ist ein kleiner Schlenker, aber absolut zu empfehlen. Wenn du die Zeit hast, gönn dir dort einen Tag mehr. Ist ein riesiges Naturreservat, wo man jede Menge Tiere sehen kann. Na und dann den Rest nach Holguín.

    Dezember/Januar ist touristische Hauptreisezeit, da solltest du die Busse evtl. vorbuchen (Viazul).
    Mit Wasserfiltern hab ich keine Erfahrungen, soll es ja auch recht klein geben - warum nicht.
    Was die Riegel betrifft: Kann sicher nicht schaden für alle Fälle, aber das kommt auch darauf an, wie "anspruchsvoll" du bist. ;) Irgendwas Essbares bekommst du überall, und wenn es Reis mit Bohnen ist.
    Nimm vor allem Ersatzteile, Luftpumpe und Flickzeug mit. Da gibt es nix. Und ein kleines 1. Hilfe-Set inkl. Einwegspritze. Ärztliche Versorgung ist kein Problem, aber Material jeder Art ist Mangelware. Pyolysin-Salbe kann ich auch wärmstens empfehlen, universell einsetzbar bei Stichen, kleinen Kratzern und allem, was sich entzünden könnte.
    Und wenn du kleine Geschenke dabei haben willst, um einfach mal Danke sagen zu können: Luftballons für die Kinder, Kugelschreiber für die Erwachsenen...
     
  7. heseaseare

    heseaseare Neuer Benutzer

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    Dienstag
    Beiträge:
    2
    Was die Riegel betrifft: Kann sicher nicht schaden für alle Fälle, aber das kommt auch darauf an, wie "anspruchsvoll" du bist. ;) Irgendwas Essbares bekommst du überall, und wenn es Reis mit Bohnen ist.[​IMG]
     
  8. elvi5

    elvi5 MItglied

    Registriert seit:
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    99
    Hi Dapf,

    besten Dank für die Tipps.

    Was die Strecke betrifft, werde ich im Süden wohl Deiner beschriebenen Strecke folgen. Mein Plan ist von Santiago nach Holguin in fünf bis sechs Tagen (inkl. eines Ruhetages). Werde mir sicherlich einen freien Tag im Süden gönnen, da ich die Landschaft auch abseits vom Rad genießen möchte. Wie würdest Du die Etappen am besten legen?

    Werde sicherlich eine Menge Ersatzteile mitnehmen und auch kleine Geschenke für Kinder und Erwachsene. Denke das ist eine sehr gute Idee!

    Riegel werde ich wohl ein paar mitnehmen und eventuell einen Wasserfilter :)

    Viele Grüße,

    Elvi5

    PS: Medikamente werde ich alles notwendige einpacken!
     
  9. dapf

    dapf Aktives Mitglied

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    120
    5-6 Tage klingt gut. Und MTB nehme ich an? Da würde ich am ersten Tag an der Küste entlang fahren "von Strand zu Strand" ;-), also die "Carretera de Baconao". Wenn es dir dort gut gefällt, findest du dort auch ein schönes Plätzchen für einen Ruhetag. Dann evtl. noch eine Übernachtung bevor du ins Landesinnere musst, um die US-Militärbasis zu umfahren. Es kann sein, dass du fast bis nach Guantánamo (Stadt) fahren musst, je nachdem wie nah man jetzt an den Stützpunkt ran darf. Vor paar Jahren durfte man ohne Sonderpapiere nicht nach Caimanera/Boquerón, was für dich einen ziemlichen Umweg bedeuten würde. Die Stadt Guantánamo ist nicht so schön, dass man da unbedingt Station machen müsste. Ich würde also als zweites Etappenziel Tortuguilla nehmen. Du könntest dann eine kurze Etappe bis Cajobabo anschließen, dort gibt es einen Campingplatz mit Hütten. Ich weiß aber nicht, ob man auch als Tourist dort einfach so übernachten kann. Naja, und dann kommt die Strecke über die Berge nach Baracoa. Weiter wie oben schon geschrieben.
    Ich persönlich würde wahrscheinlich eher kurze Etappen fahren, dafür nicht unbedingt ganze Ruhetage. Also immer früh relativ zeitig los, und dann den Nachmittag schon am Zielort genießen. Es wird ja im Dezember auch schon gegen 17.00 Uhr dunkel.

    Wenn du "Meer-Fan" bist, nimm dir solche leichten Badeschuhe aus Neopren mit. An der Südküste ist alles voller Korallenfelsen, es gibt auch Kiesstrände (natürlich auch Sandabschnitte) - jedenfalls hat man damit mehr Spaß. Taucherbrille und Schnorchel wäre wahrscheinlich schon zu viel Gepäck, aber mit so einer kleinen Schwimmbrille kann man im flachen Wasser schon wunderbar bunte Fische beobachten.