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Integrierte Leitungsführung

Har²y

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Grüß euch,

ich bin nun (leider) gerade dabei, mein erstes Rennrad mit int. Leitungsführung (Bremsleitungen, Rest nicht nötig da AXS) durch den Steuersatz aufzubauen.

Lager oben ist ein 52mm Lager mit Leitungsführung direkt durch das Lager. Mich würde nun mal interessieren wie eigentlich nach 2 oder 3 Jahren der Gabelschaft bei diesen "freilaufenden" Leitungen so aussieht. Viel Bewegung an den Leitungen wird im Inneren nicht auftreten, trotzdem gibts Bewegung und es wird über kurz oder lang scheuern - passend dazu mal ein Video

Auch hab ich erst vor ein paar Wochen mal ein Videos eines Canyon gesehen wo die Bremsleitung das Steuerrohr beschädigt hat und sich ein kleines Loch Steuerrohr gerieben hat welches von außen zu sehen war, sehr unschön.

Mich würd nun interessieren wie die "Aufbauprofis" sowas machen.Es gab mal für die Di2 Kabelverlegung die "Cable Guides" EW-SD50. Sowas könnte man mit Kabelbindern ja einfach realisieren...dadurch sollte die Bremsleitung dann immer auf sichere Distanz zum Steuerrohr gehalten werden....

Oder verlegt ihr das einfach "ohne irgendwas", einfach runterstecken und fertig?
Gibts Tricks, Tips, Zubehör oder sonstiges was man besser machen könnte als einfach "alles runterstopfen und hoffen"?

Vielen Dank
 
Hallo Har²y,

Nein ich bin kein Aufbau Profi aber ich helfe gerne:

in deinem Video Link sind 4 Kabel durchgezogen -> bei deiner AXS hast Du nur 2 Bremskabel -> also 50% weniger Reibung...
Schau Dir mal das Bild im ersten Link unten an. Die Leitungsdurchführung ist so konstruiert, dass die Bremskabel an der Durchführung das Steuerrohr normal nicht berühren können.. Das dreht sich ja mit dem Lenkeinschlag mit. Das sind bei Vollausschlag ca. 5 mm mehr Kabelbedarf Du musst nur für eine spätere Tieferlegung der Brems/Schaltgriffe oder für ein Neuverpinnen etwas zu viel Bremsleitung in den Rahmen (bei der Hinterradbremse) bzw. in den Lenker (Vorderradbremse reinlegen. Die Noise Protection siehe Link oben die würde ich vom Tretlager Ende Oberrohr verwenden.
Du kannst ja die Bremsleitungen unten beim Steuersatz zusätzlich mit Silikonspray einsprühen -> dann reibst Du unten sicher kein Loch ins Steuerrohr.

Also wenn von unten links raufstecken bei der vorderen Bremsleitung -> sonst kommt die Bremsleitung nur mit Glück links unten raus....

Also einfach hab Mut google mal nach Rennrad und Dreambuild Video -> da sollten Dir ein paar vollintegrierte Aufbauvideos aus dem Netz schon helfen. Ich drück dir die Daumen bei deinem Selbstaufbau.

https://www.bike-discount.de/de/acros-is52/is47-steuerlager-set-cable-thru-fuer-cube

Musst du mal die hintere Bremsleitung mal ersetzen -> damit (siehe Link unten) geht es ohne Tretlagerausbau

https://www.fitstore24.com/de/rocks...lo_at&utm_medium=cpc&utm_campaign=idealo_feed

Normal ist ja beim vollintegriertem Rahmensatz eh der vollintegrierte Steuersatz mit dabei.
Es ist normal, dass dann nur bestimmte Cockpits oder auch nur ein Cockpit für vollintegriert passen.
Der Expander für vollintegriert war bei mir beim Cockpit dabei (Metron 5D ADV Evo.
Die Spacer die Hälfte beim Rahmen und die andere Hälfte beim Cockpit.

Die Kabel immer ohne allem durchschieben (also keine Pins Tüllen, Überwurfmutter etc -> da stehst spätestens beim Lenker sowieso an..
Ein DOT Entlüftungsset mit DOT schadet auch nicht..
Ein Bremsleitungscutter schadet auch nicht.

Hier kannst Du Bilder und Infos zu deinem Selbstaufbau posten.
https://www.rennrad-news.de/forum/forums/aufbau-von-rennrädern-und-gravel-bikes.180/

Nur Mut bei Fragen zu deinem Selbstaufbau einfach hier posten -> es helfen dir hier eh alle gern!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich würde nun mal interessieren wie eigentlich nach 2 oder 3 Jahren der Gabelschaft bei diesen "freilaufenden" Leitungen so aussieht. Viel Bewegung an den Leitungen wird im Inneren nicht auftreten, trotzdem gibts Bewegung und es wird über kurz oder lang scheuern
Das ist einer der Gründe, warum ich der integrierten Leitungsführung ebenfalls kritisch gegenüberstehe.

Mein Kinesis RTD ist zwar nicht vollintegriert, aber die Leitungen gehen von vorne durchs Steuerrohr. Der Hersteller hat an den Stellen wo die Leitungen vorbeigehen extra Edelstahlbleche auf den Carbongabelschaft geklebt und bittet zusätzlich um jährliche Zerlegung und optische Prüfung.
Auf der Anleitung zur Gabel sind auch Bilder, wo man es gut sieht:
https://kinesisbikes.co.uk/pages/tech-guides
=> Auf "RTD FORK GUIDE" klicken
 
Sowas um die Leitung für die Hinterradbremse und fertig. Dann schleift da nix durch.

1774770646926.png
 
Das ist einer der Gründe, warum ich der integrierten Leitungsführung ebenfalls kritisch gegenüberstehe.

Mein Kinesis RTD ist zwar nicht vollintegriert, aber die Leitungen gehen von vorne durchs Steuerrohr. Der Hersteller hat an den Stellen wo die Leitungen vorbeigehen extra Edelstahlbleche auf den Carbongabelschaft geklebt und bittet zusätzlich um jährliche Zerlegung und optische Prüfung.
Auf der Anleitung zur Gabel sind auch Bilder, wo man es gut sieht:
https://kinesisbikes.co.uk/pages/tech-guides
=> Auf "RTD FORK GUIDE" klicken

Das würde bedeuten, dass vollintegrierte Rahmen Nonsens sind und nur den Profit der Hersteller steigern, durch mangelnde Haltbarkeit der Rahmen und durch vorzeitigen Verschleiss, sowie das sich Radhändler und Fahrradmechaniker eine goldene Nase verdienen. Die jährliche Demontage der Fahrradgabel mit vollintegrierten Leitungen nur zur Kontrolle, würde mir jedes Radfahren vermiesen.
Interessante Betrachtungsweise, die mich erstmal beim meinem Fahrrad mit teilintegrierten Zügen und niedrigem Gewicht durch Felgenbremsen, bleiben lässt.
 
Das würde bedeuten, dass vollintegrierte Rahmen Nonsens sind und nur den Profit der Hersteller steigern, durch mangelnde Haltbarkeit der Rahmen und durch vorzeitigen Verschleiss, sowie das sich Radhändler und Fahrradmechaniker eine goldene Nase verdienen. Die jährliche Demontage der Fahrradgabel mit vollintegrierten Leitungen nur zur Kontrolle, würde mir jedes Radfahren vermiesen.
Interessante Betrachtungsweise, die mich erstmal beim meinem Fahrrad mit teilintegrierten Zügen und niedrigem Gewicht durch Felgenbremsen, bleiben lässt.

Was ich traurig finde: an Bikerahmen werden Röhrchen einlaminiert - auch bei Zugführungen die nicht über den Steuersatz laufen - um die Zugverlegung einfacher zu machen, wobei "einfach" aus meiner Sicht egal ist - wie oft verlegt man schon einen neuen Zug.....und wenn das alles zwei Jahre mal nicht "einfach" ist - wen kümmert das wirklich

Am Rennrad aber, da würde so ein Röhrchen den Zug sauber um den Gabelschaft führen könnte und jedes reiben verhindern könnte, hier wir das nicht gemacht....

Gleichzeitig mag dein Ansatz für dich ok sein, nicht jeder mag aber mit alter Technik rumfahren. Ich bin auch nicht besonders innovativ - trotzdem machen zb Scheibenbremsen und Elöktronilk ein Rennrad viel wartungsärmer. Ich fahre zb viel und bei jedem Wetter, nach paar 1000km merkst du halt schon wie die Schaltqualität abnimmt und ein kompletter ZUgwechsel pro Jahr ist Pflicht.....nervt auch irgendwie.

Darum ist mein altes Aethos auch so perfekt....leider ist die Zugführung beim neuen nun auch wieder über den Steuersatz - das sorgt auch dafür dass ich nun mein "altes" nicht ersetzen werde da das neue für mich persönlich nur Nachteile hat
 
Darum ist mein altes Aethos auch so perfekt....leider ist die Zugführung beim neuen nun auch wieder über den Steuersatz - das sorgt auch dafür dass ich nun mein "altes" nicht ersetzen werde da das neue für mich persönlich nur Nachteile hat
+1, sehe ich genauso.
 
Die Diskussion ist noch nichtmal eine Woche alt, und schon kommt ein krasser Fall in diesem Thread :-(
 
Die Diskussion ist noch nichtmal eine Woche alt, und schon kommt ein krasser Fall in diesem Thread :-(
Diese dort gegebene Schaltzugführung von Giant hat mit heute üblicher Integration und Leitungsverlegung nichts zu tun. Beim Giant verlaufen die Schaltzüge tangential zum Gabelschaft und umschlingen den z.T. ungünstig. Sowas gibt es bei heute üblicher Vollintegration in dieser Weise nicht. Ein solch schwerwiegendes Schadensbild wird sich daher nicht entwickeln. Schon gar nicht bei Hydraulikleitungen.
 
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