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Fausto Coppi Oldtimerrad

Olllli

यदि कश्चित् तैरितुं न जानाति, तत्र स्नानवस्त्रस्य
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Was haltet ihr von diesem Fahrrad?
https://www.karlinger-racingbikes.at/blank-10-3-1-1-2

Mir gehts darum, bei einem Vorarlberger Gaudirennen mitzufahren, bei dem nur alte Eisenräder erlaubt sind. Also so etwas dir die Erocia light.

Mir sagt weder der Markenname etwas noch kann ich es qualitativ einordnen. Dass Fausto Coppi ein Spitzensportler seiner Zeit war, weiß ich, dass er tragisch ums Leben kam (Malaria) auch.

Das Rad verfügt über eine Campagnolo Gruppe und Schlauchreifen.
Der Zustand des Rades ist recht nahe an neuwertig, ich habe es vor Ort gesichtet und es schaut wirklich wie geleckt aus.

Wie seht ihr das? Passt der Preis in etwas zum Rad?

https://www.komoot.com/de-de/tour/2...gvbrcMaPavexWqBhiV7o1ht0lZVxFH6PaZY38&ref=wtd
 

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Re: Fausto Coppi Oldtimerrad
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Don_Camillo

Hilfreich
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Fausto Coppi war im Radlg´schäft immer nur ein Markenname; also fremdproduzierte Rahmen auf die der "große Name" draufgepappt wurde. Die Vermarktung des Namens startete schon in der zweiten Hälfte der 50er Jahre; also noch zu seinen Lebzeiten. Damals (so ab ungefähr 1957) kamen die Rahmen von Fiorelli aus Novi Ligure.

Das von Dir verlinkte Angebot dagegen ist rund um einen von Masciaghi aus Monza gebauten Rahmen herum aufgebaut. Masciaghi gibt es seit ca. 1967 und man kaufte nach und nach Markenrechte auf, so auch jene von Coppi.

Ich empfinde das Angebot als sehr deutlich zu teuer. 1/3 bis max. die Hälfte würde ich als realistisch ansehen.

P.S.: Das Radl stammt imho auch eher nicht aus den 80ern sondern eher aus Mitte der Neunziger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke dir, also ist das kein Edelrad, wie der Preis vermuten lässt?
Naja, das kommt auf den Blickwinkel an. Das war schon ein qualititiv sehr gutes Rad und die Campa-Gruppe war damals was sehr Geiles. Allerdings ist Coppi als Radmarke halt nicht so gehypet, dass Sammlerherzen höher schlagen (wie bei Colnago, Bianchi, De Rosa, Masi, ...). Da der Radmarkt im Keller ist, ist dieser Preis zurzeit bei weitem nicht erzielbar, auch wenn das ein gutes Rad ist und für deinen Zweck schon geeignet. Auf der anderen Seite muss der Radladen natürlich auch leben und eine Garantie geben dafür. Das ist, wenn man nicht so die Ahnung hat, gar nicht verkehrt und einen Aufpreis wert. Bei einem Privatkauf kann man auch ganz schön reinfallen, wenn die Sattelstütze festgegammelt ist, der Steuersatz rastet, die Laufräder ne Acht haben oder der Rahmen von einem Sturz verzogen ist. Aber selbst mit Augenzudrücken würde ich nicht mehr als 1000 dafür ansetzen.
 
Solche Rahmen wurden ab Mitte der 90er produziert, preislich lagen die ähnlich wie Bianchi zu der Zeit im unteren Drittel, sahen aber besser aus. Erstmal rausfinden, welcher Rohrsatz das ist!
 
1/3 bis max. die Hälfte würde ich als realistisch ansehen.
So würde ich das auch einschätzen
Die Ausstattung ist nicht C-Record, zumindest nicht komplett.
Nicht sehr attraktiver Rahmen plus Campa Mix..., Schlauchreifen 😕
Das wird gut fahren, ist aber viel zu teuer
 
Was wäre besser? Schlauchlos gabs noch nicht und die Klebedinger sind nur aufwändig.
Einfach bisschen einlesen...
Gute Schlauchreifen sind inzwischen selten und meist teuer. Du willst nur Spaß haben und dafür sind Schlauchreifen eher nix, finde ich zumindest
 
Einfach bisschen einlesen...
Gute Schlauchreifen sind inzwischen selten und meist teuer. Du willst nur Spaß haben und dafür sind Schlauchreifen eher nix, finde ich zumindest
Dann habe ich es falsch geschrieben. Die Laufräder werden mit einem Mantel und darin einem extra Schlauch montiert.
 
Solche Reifen nannte man früher "Drahtreifen", auch wenn der Draht heute meist durch Aramidfasern ersetzt ist, dann nennt man sie traditionell "Faltreifen", da man sie im Gegensatz zu Drahtreifen mit Metalldraht falten kann, heute nennt man die Faltreifen auch und meist neudeutsch "Clincher". D.h. das Rad hat Faltreifen/Clincher.

Schlauchreifen/Tubular sind die zugenähten/geklebten. Deren Vorteil ist, dass Laufräder damit superleicht aufgebaut werden können und man damit auch platt weiterfahren kann, bis das Teamauto das Ersatzrad bringt, während bei platten Clinchern beim Weiterfahren der Reifen von der Felge springt, was übel ausgeht. Daher wurde bei den Pros bis vor ein paar Jahren nur Schlauchreifen gefahren (was übrigens auch die erste Reifenart für Fahrräder war und sich über 130 Jahre im Rennsport gehalten hat!). Amateure/Hobbyisten, die was auf sich hielten, fuhren natürlich auch Schlauchreifen. Ich habe auch noch solche Laufräder und einen Vorrat an Reifen und Kleber im Keller :) Klassische Rennräder aus dem letzten Jahrhundert haben daher häufig noch Schlauchreifen. Nachteil ist der Aufwand bei Montage und Flicken, daher sind sie heute nur noch auf der Bahn und beim Cyclocross im Einsatz, da dort extrem hohe bzw. niedrige Drücke gefahren werden, die mit tubeless nicht gehen (Schlauchreifen können aufgrund des geschlossenen Systems quasi alle Drücke ab und bleiben dabei sicher auf der Felge).

Allerdings gibt es auch schon lange für weniger anspruchsvolle Amateure auch Laufräder mit Faltreifen wie an dem Coppi-Rad. Man muss dann schon sehr genau hinsehen, um zu erkennen, was montiert ist.

Heute fährt man halt stattdessen tubeless mit Insert, wobei das Insert eine sehr wichtige Rolle spielt, denn nur damit kann man auch auf Tubeless-Reifen platt weiterfahren (man hat dann ohne Druck quasi einen Vollgummireifen). Allerdings muss man das immer noch selbst montieren, im Lieferzustand bei tubeless ist das nicht dabei.


Nochmal zu dem Rad. Das ist schon OK und da bei dir der Cent nicht den Unterschied macht und du gerne Garantie und Händlerservice hast, halte ich das für eine echte Option. Normalerweise schraubt man als Alteisenfan natürlich selbst. Du könntest dem Händler ja sagen, dass du seine Dienste in Anspruch nehmen wirst und nach einem Preisnachlass fragen.

Leider weiß ich nicht, obwohl ich da ja auch mal gelebt habe, ob es in deiner Gegend Händler gibt, die sich auf alte Rennräder spezialisiert haben und die auch fachgerecht warten. Wenn ja, würde ich da mal hinfahren und mir zeigen lassen, was die so haben. Aber auch die sind dann teurer als wenn du so ein altes Schätzchen günstig bei Ebay oder Kleinanzeigen.de oder hier im Forum etc. findest. Bei Kauf im Netz musst du dich dann aber auch um alles selbst kümmern.

Das einzige was für mich an dem Rad nicht gehen würde da schon deutlich zu modern, sind die Bremsen. Die würde ich alsbald durch Chorus Monoplaner oder Cobalto ersetzen und die Bremszüge nicht unter das Lenkerband verlegen. Delta-Bremsen wären auch schön, aber mittlerweile extrem teuer und pain in the ass in der Einstellung und Bremsleistung.

Mit dem Rad kannst du dann auch auf die Eroica-Veranstaltungen gehen. Die erfordern nämlich Räder bis 1986 oder vergleichbar, und ausreichend vergleichbar ist das allemal, wenn du das mit den Bremsen änderst.

Wenn es natürlich um echte Klassikerliebhaberevents geht, müsstest du was noch älteres mit historisch voll korrekter Ausstattung erwerben, mindestens vor Mitte der 80er in allen Teilen, besser noch älter, aber das ist dann schon wieder ein anderes Hobby.
 
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Normalerweise schraubt man als Alteisenfan natürlich selbst
Das kann ich etwas, bin mit selber Schrauben aufgewachsen, aber eben nur die simple alte Technik. Bowdenzug verlegen oder mal eine Schaltung einstellen geht, Kassettenwechsel, Kurbel und Bremsen servicieren auch.
Leider weiß ich nicht, obwohl ich da ja auch mal gelebt habe, ob es in deiner Gegend Händler gibt, die sich auf alte Rennräder spezialisiert haben und die auch fachgerecht warten. Wenn ja, würde ich da mal hinfahren und mir zeigen lassen, was die so haben. Aber auch die sind dann teurer als wenn du so ein altes Schätzchen günstig bei Ebay oder Kleinanzeigen.de oder hier im Forum etc. findest. Bei Kauf im Netz musst du dich dann aber auch um alles selbst kümmern.
Das verlinkte Rad kommt vom Händler aus Dornbirn/ Vorarlberg, ist 20min Fahrzeit von mir entfernt. Ich habe das Rad gesehen, bin oben gesessen und deshalb weiß ich, dass das Rad wirklich wie neu dasteht. Ich frage mich, wie man das so gut erhalten konnte. Das Rad aus dem Netz ist natürlich auch eine Idee, habe ich mir auch schon überlegt. Das Problem dabei ist, dass die Verkäufer oft einem gar keine Angabe machen können, was und wie verbaut ist. Nicht mal eine Rahmenhöhe. Dort heißt es oft: "Komm vorbei und sieh es dir an." Dazu kenne ich mich dann aber zu wenig aus, um Bremsen etc. zu beurteilen, ob das Jahrgangsmäßig dazu passt etc.
Mit dem Rad kannst du dann auch auf die Eroica-Veranstaltungen gehen. Die erfordern nämlich Räder bis 1986 oder vergleichbar, und ausreichend vergleichbar ist das allemal, wenn du das mit den Bremsen änderst
Der Händler fuhr da selber schon mit und verkauft mir ein Rad, dass ich dort auch verwenden kann. Aus einer anderen Quelle weiß ich auch (Teilnehmer von der Eroica), dass die dort jetzt auch kein Fass aufmachen und jeden Bremshebel auf den Jahrgang kontrollieren. Ich gebe nur weiter, was mir erzählt wurde.
Wenn es natürlich um echte Klassikerliebhaberevents geht, müsstest du was noch älteres mit historisch voll korrekter Ausstattung erwerben, mindestens vor Mitte der 80er in allen Teilen, besser noch älter, aber das ist dann schon wieder ein anderes Hobby.
Ich will da kein Hobby daraus machen, sondern einfach nur mal mitfahren und schauen, ob das lustig ist. Rennen sind das ja alles zusammen keine echten, auch wenn es eine Zeitnehmung gibt, ist das unwichtig dort.
Da ich bisher mit meinem Rennrad ein Einzelfahrer bin, das auch gut passt, da ich ja für die meisten viel zu langsam wäre, möchte ich doch das Gefühl, mit anderen zu fahren bekommen und dazu bieten sich Jedermannrennen an (Pfänder, Bazora, 3Ländergiro und Lenzerheide), Bikedays mit geschlossenen Passstraßen (Stelvio und Sella Ronda werden heuer angegangen). Dass ich zur Tour d´Alba einen alten Eisenhaufen brauche, hat mich auf dieses Rad gebracht.
Natürlich gibt es für diese Veranstaltungen (Tour d´Alba und Eroica) immer noch die Option, sich Vorort eines auszuleihen, kostet auch nicht die Welt (90 und 120 Euro).

Ich will also nicht unnötig Geld vergraben, aber dieses Fausto Coppi Rad gefiel mir im Geschäft und deshalb fragte ich nach. Ein neues Hobby da aufmachen, das strebe ich aber nicht an. Ich bin schon mit dem Hobby "mein Stoffwechsel", "meine Kondition" 🤣 genug beschäftigt und dazu habe ich ja schon (bald) drei Fahrräder.🚲

Danke für die genaue Ausführung der Reifenfachkunde. Das Prinzip geklebte Reifen kannte ich vom Hörensagen, aber dass man das "Schlauchreifen" nennt, wusste ich nicht. Deshalb habe ich für "Falt-Drahtreifen" den Begriff "falsch" verwendet. Wieder schlauer geworden. 😁
 
Den Rahmen gab es optisch fast identisch in mehreren Qualitäten. Für einen mit Columbus Gara Rohr wäre der aufgerufene Preis total überzogen. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, da der Sticker fehlt, dass es ein einfacher Rohrsatz ist.
 
Wundert mich, dass keiner auf unsere Handelsplattformen hinweist? Gibt hier doch genug Leute, die ganz gut über das aktuelle Angebot Bescheid wissen (ich nicht)
Muss natürlich bisschen zur alten Dornbirne mit Goetheanum (?) passen
 
So als Anhaltspunkt, ein Coppi Thron Rahmenset kostete Mitte der 90er um 650-700 DM, Gara war etwas günstiger. Die Genius einiges teurer. Für einen aus Columbus Foco 2-3 Jahre später, wurden schon über 2000 DM aufgerufen.


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In diesem Thread sind auch Infos zu Coppi Rädern zusammen getragen, u.a.noch ein Katalog:
 
Der Händler fuhr da selber schon mit und verkauft mir ein Rad, dass ich dort auch verwenden kann. Aus einer anderen Quelle weiß ich auch (Teilnehmer von der Eroica), dass die dort jetzt auch kein Fass aufmachen und jeden Bremshebel auf den Jahrgang kontrollieren. Ich gebe nur weiter, was mir erzählt wurde.
Naja, auf den Jahrgang schaut keiner, sonst würde das "vergleichbar" auch keinen Sinn ergeben, zumal z.B. Bianchi ein Neurad rausgebracht hat, das Eroica-approved war, alles niegelnagelneu aber halt ausreichend auf "alt" gemacht.

Aber fünf Sachen sind halt bei allen Eroica-Events ein MUSS und da kannst da mit nur etwas Pech rausgezogen werden:
  1. Stahlrahmen (max. Alurohrrahmen aus der Zeit), also KEIN Carbon
  2. Felgen alter Art, also Aluflachfelgen, keinesfalls Carbon, Aero etc.
  3. Hakenpedale
  4. Schalthebel an Rahmen oder Lenkerendschalthebel und
  5. Bremszüge NICHT unterm Lenker verlegt.
Letzteres hat das Rad nicht und ist daher NICHT Eroica-kompatibel.

Es fahren da auch vereinzelt respektlose Hanseln mit Clickpedalen mit, aber die werden normalerweise bei Start aussortiert, das klappt nur mit viel Glück weil der Kontrolleur grade woanders hingeschaut hat (ist halt nur eine oberflächliche Kontrolle im Vorbeischieben/Rollen).

Es ist aber auch eine Frage des Respekts. Wenn man sich nicht mal an die elementarsten Regeln halten will, was will man dann bitte auf einer solchen Veranstaltung? Man muss schon eine (mental) arme Sau sein, um sich und den andern das anzutun.

Wegen den Bremskörpern selbst würde dich vermutlich keiner raussortieren, aber sie sind von der Bauart aus 500 m als moderne Felgenbremsen zu erkennen. Ich würde mich schämen damit auf einer historischen Veranstaltung aufzutauchen, auch wenn es nur halber Jux ist.

Ist halt ein wilder Mix der da verbaut ist, und die Bremsen sind das unhistorischste Bauteil. Da du eh welche mit freiliegenden Zügen brauchst, würde ich daher auf passende wie die genannten gehen.

Das sind freilich nur die oberflächlichen Themen, die mindestens stimmen sollten.

Ansonsten sieht man ja schon an den weiteren Antworten, wie schnell daraus eine "Wissenschaft" wird, welche Rohre hat der Rahmen etc. Wann ist dann welcher Preis angemessen etc. Das ist auch alles korrekt so.

Aber auf das Rad bezogen und den Einsatzzweck: mit den genannten Änderungen an den Bremsen ist es ausreichend, es ist dann auch wirklich schick, die Kurbel z.B. ein Schmuckstück aus der Zeit. Zudem sehr guter Zustand und Händlermodell. Preis müsste noch verhandelt werden.

Dass man wenn man da tiefer reingehen will thematisch sehr viel Zeit, Knowhow etc. braucht, ist denke ich aus den Antworten auch klar geworden. Muss man halt wissen, ob man das auch noch als Hobby haben will oder pragmatisch ein nahe stehendes, ausreichend passendes Rad nimmt und gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
So als Anhaltspunkt, ein Coppi Thron Rahmenset kostete Mitte der 90er um 650-700 DM, Gara war etwas günstiger. Die Genius einiges teurer.
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Genius war (und ist) ein Oversized Rohrsatz und war imho bei Masciaghi muffenlos gelötet - das sieht auf den Bildern nicht so aus. Von den gezeigten Versionen passt die Strebenanlegung eher zu SLX oder Thron; Von Gara oder gar Oria sehen wir ja leider keine Katalogbilder; diese Rohrsätze wären aber auch möglich.

Letztendlich ist das aber imho doch eher Nebensache. Der Rohrsatz hat erfahrungsgemäß nämlich nur wenig Einfluss auf den Spaßfaktor. Und um´s Protzen vor der Eisdiele soll es ja explizit nicht gehen.

Ich bin zwar immer ein Vertreter der Fraktion "try to get the best bang for your bucks" und würde immer versuchen das hochwertigste Rahmenmaterial zu einem günstigen und auch realistischen Preis zu bekommen, anstatt Einsteigermaterial zu einem hohen und gehypten Preis einzukaufen.

In der jetzigen Marktsituation ist die Gruppe (eher Chorus, oder?) inkl. Laufradsatz je nach Zustand vielleicht €300 bis 400 wert, der Rahmen aber garantiert keine €1100. Selbst wenn man den lokalen Handel unterstützen wollen würde, wären €1k für das Komplettpaket bei Weitem das Oberste der Gefühle. Ich bin da also weiterhin bei €500 bis max. €750.

Und wenn da für die Teilnahme an der Veranstaltung noch die Bremsen (Bremskörper und Bremshebel nebst Zügen) getauscht werden müssten, dann ist das Angebot an sich sogar fast €1,5 k zu teuer.

Leider weiß ich nicht, obwohl ich da ja auch mal gelebt habe, ob es in deiner Gegend Händler gibt, die sich auf alte Rennräder spezialisiert haben

Von spezialisiert würde ich bei dem Händler übrigens nicht sprechen. Ansonsten könnte er die Komponenten zumindest korrekt datieren. :idee: Hier liegt er aber eine ganze Dekade daneben. :rolleyes:

P.S.: Der Carbon-Rahmen kommt übrigens nicht von Masciaghi sondern von C4 und ist ein Air One von Nicoletta und Marco Bonfanti aus Albiate; das liegt zwischen dem Südzipfel des Lago di Como und Mailand und quasi auch kurz vor Monza.

In der 1994er Saison wurden die Rahmen vom Polti Team eingesetzt - das war das Team mit den zeittypisch geschmacksverirrten gelben Laiberln. Laut Bildern aus der Saison wechselte man dort wild zwischen Genius, Aluminium K-14 und dem C4 Carbon-Rahmen hin und her.
 
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Genius war (und ist) ein Oversized Rohrsatz und war imho bei Masciaghi muffenlos gelötet - das sieht auf den Bildern nicht so aus. Von den gezeigten Versionen passt die Strebenanlegung eher zu SLX oder Thron; Von Gara oder gar Oria sehen wir ja leider keine Katalogbilder; diese Rohrsätze wären aber auch möglich.

Letztendlich ist das aber imho doch eher Nebensache. Der Rohrsatz hat erfahrungsgemäß nämlich nur wenig Einfluss auf den Spaßfaktor. Und um´s Protzen vor der Eisdiele soll es ja explizit nicht gehen.

Ich bin zwar immer ein Vertreter der Fraktion "try to get the best bang for your bucks" und würde immer versuchen das hochwertigste Rahmenmaterial zu einem günstigen und auch realistischen Preis zu bekommen, anstatt Einsteigermaterial zu einem hohen und gehypten Preis einzukaufen.

In der jetzigen Marktsituation ist die Gruppe (eher Chorus, oder?) inkl. Laufradsatz je nach Zustand vielleicht €300 bis 400 wert, der Rahmen aber garantiert keine €1100. Selbst wenn man den lokalen Handel unterstützen wollen würde, wären €1k für das Komplettpaket bei Weitem das Oberste der Gefühle. Ich bin da also weiterhin bei €500 bis max. €750.

Und wenn da für die Teilnahme an der Veranstaltung noch die Bremsen (Bremskörper und Bremshebel nebst Zügen) getauscht werden müssten, dann ist das Angebot an sich sogar fast €1,5 k zu teuer.



Von spezialisiert würde ich bei dem Händler übrigens nicht sprechen. Ansonsten könnte er die Komponenten zumindest korrekt datieren. :idee: Hier liegt er aber eine ganze Dekade daneben. :rolleyes:

P.S.: Der Carbon-Rahmen kommt übrigens nicht von Masciaghi sondern von C4 und ist ein Air One von Nicoletta und Marco Bonfanti aus Albiate; das liegt zwischen dem Südzipfel des Lago di Como und Mailand und quasi auch kurz vor Monza.

In der 1994er Saison wurden die Rahmen vom Polti Team eingesetzt - das war das Team mit den zeittypisch geschmacksverirrten gelben Laiberln. Laut Bildern aus der Saison wechselte man dort wild zwischen Genius, Aluminium K-14 und dem C4 Carbon-Rahmen hin und her.
Genius gabs sowohl als auch...

https://www.bikeforums.net/classic-vintage/1218420-fausto-coppi-reparto-corse.html

Die Alu für Pros und highend Stahl kamen von Pelizzoli.
 
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