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Factor ONE Aero-Rennrad – erster Test: Revolutionäre Speed-Maschine

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Re: Factor ONE Aero-Rennrad – erster Test: Revolutionäre Speed-Maschine
Eigentlich ist es recht logisch. Tour nimmt nur den Bein-Dummy, einerseits da dann der Anteil des Fahrrads am Gesamtwiderstand größer ist und man dadurch die Unterschiede besser darstellen kann und andererseits, wie es schon erwähnt wurde, weil der Dummy nie 100% gleich positioniert werden kann, da jedes Rad eine unterschiedliche Sitzposition erfordert.
EBEN!
Und es ist nicht nur recht logisch, sondern schlicht korrekt. Und genau deshalb traue ich deren Daten noch am ehesten.
Abgesehen von der Reproduzierbarkeit ist das auch der Teil, den ich als Fahrer durch eigene Konzessionen und Vorlieben bezüglich Sitzposition/Überhöhung etc. am wenigsten beeinflussen kann.
Ebenso ist nur hier die Interaktion zwischen Fahrer und Rad bezüglich Verwirrbelungen etc. einigermaßen reproduzierbar zu modellieren wie zu messen.
Es ist m.E. auch gar nicht immer möglich, den Vollkörperdummy gleich zu plazieren, ohne z.B. einen anderen Vorbau zu verbauen, womit dann insbesondere solch' integrierte Lösungen wie bei Factor verschlimmbessert würden.
ERGO:
TOUR macht es richtig für einen generischen Ansatz.
Will ich wissen, wie ein Fahrer "komplett" in den Systemluftwiderstand eingeht, muß ich diesen individuellen Fahrer auf diesem einen bike in dieser einen Sitz/Lenkerposition messen. Aus solchen Messungen statement mit Gültigkeit für das bike abzuleiten, ist methodisch falsch; hier ist der Ansatz der TOUR klar überlegen.
 
dann kann ich aber theoretisch auch gleich nur das Rad nehmen ... es ist ja sogesehen ein Vergleich zwischen den Bikes ansich

wenn ich allerdings einen Dummy nicht gleich positionieren kann, ist ohnehin fraglich wie vergleichbar das ganze dann ist
wir sollten beides haben - Werte für das "nackte" bike - idealerweise über die Größen hinweg, weil es lineare Effekte (größerer Rahmen=mehr Widerstand) aber auch nichtlineare Effekte geben mag, die ich nicht von einem mittelgroßen Rahmen extrapolieren kann.
Dann aber auch das Zusammenspiel zwischen dem Teil des Fahrers, der am besten reproduzierbar meßbar ist, und der auch für uns alle am wenigsten durch Anpassungen bezüglich Überhöhung, Lenkerbreite, Eindrehen der Bremsgriffe etc. zu beeinflussen läßt.
 
wir sollten beides haben - Werte für das "nackte" bike - idealerweise über die Größen hinweg, weil es lineare Effekte (größerer Rahmen=mehr Widerstand) aber auch nichtlineare Effekte geben mag, die ich nicht von einem mittelgroßen Rahmen extrapolieren kann.
Dann aber auch das Zusammenspiel zwischen dem Teil des Fahrers, der am besten reproduzierbar meßbar ist, und der auch für uns alle am wenigsten durch Anpassungen bezüglich Überhöhung, Lenkerbreite, Eindrehen der Bremsgriffe etc. zu beeinflussen läßt.
Nein, bei dem Rad macht nur eine Messung Sinn, und zwar die mir Fahrer/Dummy.

Die Gabel ist ja bewusst so breit und hässlich gebaut, damit diese die Luft um die Beine lenkt bzw, Gabel und Beine in einer Linie sind, damit die Aerovorteil sich aus der Kombination ergeben. Es wäre deshalb absurd, wenn man das Factor ONE in der Aerodynamik ohne Fahrer in den Windkanal schickt.
 
Nein, bei dem Rad macht nur eine Messung Sinn, und zwar die mir Fahrer/Dummy.

Die Gabel ist ja bewusst so breit und hässlich gebaut, damit diese die Luft um die Beine lenkt bzw, Gabel und Beine in einer Linie sind, damit die Aerovorteil sich aus der Kombination ergeben. Es wäre deshalb absurd, wenn man das Factor ONE in der Aerodynamik ohne Fahrer in den Windkanal schickt.
joa leider bezweckt gerade dieser test halt das gegenteil :D vllt brauch das factor nen dummy ohne Beine xD
 
Nein, bei dem Rad macht nur eine Messung Sinn, und zwar die mir Fahrer/Dummy.

Die Gabel ist ja bewusst so breit und hässlich gebaut, damit diese die Luft um die Beine lenkt bzw, Gabel und Beine in einer Linie sind, damit die Aerovorteil sich aus der Kombination ergeben. Es wäre deshalb absurd, wenn man das Factor ONE in der Aerodynamik ohne Fahrer in den Windkanal schickt.
JEIN - wer wirklich jedes bisschen Wattersparnis bei hohen Geschwindigkeiten realisieren will, müßte Räder, die isoliert und mit Beindummy gut gemessen haben, dann mit jeweile für ihn optimalen Sitzposition im Windkanal testen. Wie hier von mir und anderen ausgeführt, ist es a) nicht möglich, die Position eines Vollkörperdummys ausreichend präzise über die Räder hinweg zu reproduzieren, ohne u.U. Umbauten vornehmen zu müssen, die gerade beim Factor dann u.U. jeglichen Vorteil vernichten b) sagt selbst eine reproduzierbare Vollkörpermessung an einem Standarddummy wenig über Deine individuelle Situation aus - und hier ist nun einmal die untere Körperhälfte leidlich konstant, während die individuelle Sitzposition dramatisch die Interaktion der oberen Körperhälfte mit dem Rad beeinflußt c) ein Rad, was isoliert schlecht mißt, kann unmöglich mit Fahrer so gut werden, daß es deutlich besser isoliert messende Räder aussticht
Es bleibt bei meinem Fazit: isolierte und Beindummy-Messung sind das Beste, um in Zusammenschau einen Abschätzer zu haben, was man selbst mit dem bike erreichen könnte. Wenn man dann weiter optimieren will, kommt man nicht umhin, selbst mit bike in den Windkanal zu gehen.
 
ich fand es auch ganz nice, da weiss ich wenigstens, dass mein quick kein absoluter aero reinfall ist xD
 
Mein olles Cube spart 1:29min auf 40km TT mit Fahrer ein.
und mein olles Rad spart gar nix ein.
Wenn ich aber als Hobby-Lusche 2,47 Minuten eher auf meine Hausrunde gehe, bin ich trotzdem zeitgleich am Ziel (vielleicht).
Man, bin ich ein Füchslein ;)
 
Das werden wir wohl erst erfahren, wenn die Tour das Rad testet. Auf diese eigenen Vergleichstests kann man ja nicht viel geben, wenn dann selbst das Ostro die gesamte Konkurrenz in den Schatten stellt. (Das One ist nach dem eigenen Test nur 8% schneller als das Ostro, aber 15% schneller als das S5 und 22% als das Tarmac SL8...) Und selbst hier weiter im Text heißt es, sie gehören nur „mit zu den besten“ beim unabhängigen Vergleichstest. Das klingt jetzt nicht nach 30 Watt schneller als die Konkurrenz.

Ich finde das Rad schon faszinierend, aber Factor übertreibt so dermaßen mit den Marketing-Claims und schweigt sich an anderer Stelle über andere „Details“ wie das Gewicht beim Monza oder Aluto aus - für mich persönlich verspielen sie damit sehr viel Glaubwürdigkeit. Man muss sich nur mal das Whitepaper anschauen - da wird der eine(!) Sieg auf World-Tour-Niveau zur „Declaration“ erhoben. Ein Sieg. Da hat das Marketing-Team auch echt Glück gehabt.
Gibt es vielleicht einen Link zum Whitepaper.
 
Man kann ja von den Nero-Podcastern halten was man will, aber der Umgang von Factor mit einem neutralen Review ist wirklich unterirdisch. Ich hätte das verstanden, wenn es ein kompletter Verriss gewesen wäre oder wirklich Fakten falsch dargestellt worden wären, aber so habe ich den Review absolut nicht empfunden. Stattdessen lag lediglich der Fokus des Reviews aus Sicht von Factor nicht genug auf den positiven Eigenschaften und es wurde "zu wenig" erklärt, dass die festgestellten negativen Eigenschaften bei einem Nischen-Produkt ja was Tolles sind.

Auf der einen Seite offensichtlich unrealistische Marketing-Claims raushauen und auf der anderen Seite - zumindest nachträglich - massiv Einfluss und Druck auf Journalisten im Weiteren Sinne ausüben, damit das One auch ja als Wunder-Bike dargestellt wird. Das ist schon extrem unsympatisch und hat ehrlicherweise tatsächlich einen gewissen Beitrag dazu geleistet, dass ich mich mit dem Aluto dann doch nicht weiter beschäftigt habe.
 
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