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Bianchi Asbach - Rahmenbreite?

andi79

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24 August 2005
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10
Ort
Dresden
Hallo an alle,

ich habe mal eine Frage an die Klasikerspezialisten im Sinne von "altes Fahrrad".

Ich habe am WE ein Bianchi unbekannten Alters abgegriffen, der Eigentümer hatte es auf die Strasse gestellt in der Hoffnung, dass es endlich mal jemand klaut. Ich habe natürlich fromm wie ich bin (außerdem war Ostern) geklingelt und gefragt - und es prompt bekommen.
Problem: Das ganze geschah in der Nähe von Mainz und da ich aus Dresden komme und ich auf einen Fahrradtransport nicht vorbereitet war, mußte es erstmal dortbleiben. Ich bin in 2 Wochen wieder beim Henninger Rennen, da kommt's mit heim. Verbaut sind übrigens Modolo Start Bremsen, und ein Mix aus RX(?) bzw 105er Gruppe 2/5-fach!

Meine Vision ist, das Rad auf einen halbwegs aktuellen technischen Stand aufzurüsten und dann natürlich auch zu nutzen. Ich habe aber keine Lust auf Bremsen, die mein Ende bedeuten könnten bzw. 10 Gänge.

Meine Fragen:
Kann jemand eine vorsichtige Schätzung bezüglich des Alters abgeben?
Kann es sein - und das ist die eigentliche Frage - dass der Rahmen zu schmal ist für eine 9-fach-Nabe? Mir ist fast so, denn wenn ich die Fotos mal mit aktuellen Bildern vergleiche, sieht das ganze doch mächtig schmal aus. Verbaut ist übrigens meiner Meinung nach eine 105er Nabe, immerhin schon mit Schnellspannern.

Ich habe kürzlich eine Diskussion verfolgt bzw. "gestreift" bei der es darum ging einen Rahmen u.U. zu weiten. Kann man das wirklich machen? Und wenn ja, wie bekomme ich die Ausfallenden wieder parallel? Die würden doch bei einer Weitung nicht mehr ganz parallel zueinander stehen, oder?

Leider konnte ich nicht wirklich eine Bestandsaufnahme der einzelnen Komponenten machen, dazu fehlte die Zeit. Ich würde aber eben schon gerne die zwei Wochen nutzen und mir Gedanken über den weiteren Ablauf / Kosten machen.

Vielen Dank für eure Hilfe. Ich bin ganz schön hippelig, weil es mein erstes wirklich altes Rad ist. Mich reizt der Kontrast "alte Basis - moderne Technik", daher auch der Umbauplan.

Im übrigen bin ich für jeden weiteren Tipp bezüglich der Reaktivierung eines solchen Rades dankbar.

Dankeschön uind Grüße
Andi
 
Hallo,

aufgrund der Zugführung auf dem Oberrohr, der Bremsen (Bremsgriffe - so sie original sind und das sichtbar größere Bremsmaß als heute üblich) und des 5fach-Kranzes schätze ich das Rad auf Anfang bis Mitte der 80er.
Damit dürfte der Hinterbau maximal 126 mm breit sein - genau kannst Du das aber erst sagen, wenn Du das Hinterrad ausgebaut und die Einbauweite gemessen hast. Damit ist das (eigentlich) für heute übliche 130er Achsen zu schmal, die Du aber relativ leicht in einen 126er Rahmen hineinwürgen kannst. Ein Radhändler mit gut ausgestatteter Werkstatt hat den großen Campa-Koffer, in dem auch eine Rahmen-Richtschwinge (danke, b-r-m ;)) enthalten ist, mit der er das Schaltauge ausrichten kann. Problem beim einfachen Reinwürgen ist, daß ggf. der Hinterbau nicht auf beiden Seiten gleich nachgibt und Du das Hinterrad neu zentrieren mußt: Speziell für Deinen Rahmen mittig.
Die schönere, weil einfachere (aber auch männlichere :D) Variante wär der Umbau zum Eingangrad oder gleich zur höchsten Form der velozipedischen Erleuchtung: der Umbau zum Fixie. :D Dein Bianchi scheint auf den ersten Blick dafür geeignet, weil es hinten waagerechte Ausfallenden zu haben scheint.
Da müßtest Du nur ein Laufrad mit Miche Primato Pista-Nabe samt Ritzelträger und Ritzel besorgen, eine 1/2"x1/8"-Kette - fertig. Das ist aber in DD und Umgebung nix für Mädchen. ;)
Eine Sache mußt Du aber so oder so machen: Den billigen Triathlon-Aufsatz weg und den grottenhäßlichen Vorbau durch was vernünftiges ersetzen.

Hth,
E.:wq​
 
Auweia. Danke für die Info.
Hättest gerne stückchenweise damit rüberkommen können ;) . So bin ich kurz davor es wieder hinzustellen. So ernst hätte ich die Diagnose nicht erwartet. Mit dem Bremsenmaß hatte ich auch so meine Zweifel. Aber war für meinen Teil zu der Erkenntnis gekommen, dass es passen müßte. Somit kann man es wahrscheinlich vergessen, dort ein paar ordentliche Bremsen zu verbauen, oder?
 
andi79 schrieb:
Mit dem Bremsenmaß hatte ich auch so meine Zweifel. Aber war für meinen Teil zu der Erkenntnis gekommen, dass es passen müßte. Somit kann man es wahrscheinlich vergessen, dort ein paar ordentliche Bremsen zu verbauen, oder?
Hey, bleib mal locker. :D
So schlimm sieht's doch gar nicht aus. Die Bremsklötze sitzen bei Deinem Rad sehr weit oben an den Bremsschenkeln - am besten abmessen.
Von Shimano gibt es eine Bremse mit langem Schenkelmaß: http://www.paul-lange.de/produkte/shimano/race/ohne_gruppeneinbindung/BR-R600/ (bis 57 mm). Zu Funktionalität und Preis kann ich aber nix sagen. Alternativ gibt's von Tektro die Billigvariante (Modell 521A) - die funktioniert zwar, ist aber aufgrund der nicht sonderlich guten Oberflächenbehandlung der Schrauben sehr pflegeintensiv.
Wenn das alles nix ist, solltest Du aber mit den alten Mafac-Zweigelenk-Bremsen oder dem Äquivalent von Rasant zu besseren Bremsen kommen.

Hth,
E.:wq​
 
Ich hatte mir 1987 auch mal ein günstiges Einstiegs Bianchi gekauft. Ich glaube, dass was Du abgegriffen hast ist in etwa aus der gleichen Zeit. Die Modolo Bremsen hatte meins auch. Da ich sie daneben fand habe ich sie damals gegen 105 ausgetauscht. Mit dem Achsschenkelabstand der Bremsen gab es keine Probleme. Nur die wirklich ganz alten Hobel aus den frühen 70er Jahren hatte größere Abstände.
 
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