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Beleuchtung am Klassiker die was hermacht und auch hell macht?

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Re: Beleuchtung am Klassiker die was hermacht und auch hell macht?
Letztendlich sagt es nix darüber aus, was nun eine gute Lösung mit meinem vorhandenen Dynamo und Verkabelung sein könnte.

Aber danke.
 
Letztendlich sagt es nix darüber aus, was nun eine gute Lösung mit meinem vorhandenen Dynamo und Verkabelung sein könnte.

Aber danke.

Wenn ich mal scharf nachdenke:
  • Am Dynamo ist nur ein Kabel dran. Da geht Strom durch.
  • Der alte Scheinwerfer hat auch nur ein Kabel. Da geht auch Strom durch, wenn er leuchtet.
  • Ohne zweiten Anschluss würde aber nichts passieren: Kein Strom aus dem Dynamo, kein Strom in den Scheinwerfer, kein Leuchten.
  • Also muss der zweite Anschluss irgendwie anders gemacht sein: Der andere Strom geht zwischen Scheinwerfer und Dynamo durch den Rahmen.
  • Das nennt man elektische Masse oder Masseanschluss. Ist beim Auto auch so.
  • Dafür müssen beide Teile mit blanken Stellen Metall-an-Metall anliegen, wo der Hersteller das vorgesehen hat.

  • Der neue Scheinwerfer hat zwei Kabel.
  • Er leuchtet nicht, wenn man nur eins davon anschließt.
  • Der andere Strom ohne Kabel geht ja immernoch vom Dynamo durch den Rahmen.
  • Also muss das zweite Kabel am Scheinwerfer ordentlich an eine metallisch blanke Stelle der Gabel oder (besser) des Rahmens angeschlossen werden.

  • Ganz schlimm wird es, wenn der neue Scheinwerfer vier statt zwei Kabel hat (das haben die meisten modernen).
  • Dann hat er einen Ein- und Ausgang für den Dynamostrom und einen weiteren Ein- und Ausgang für den Rücklichtstrom.
  • Das muss man nicht so anschließen, das Rücklicht darf ruhig auch weiterhin mit einem Kabel am Dynamo und mit irgendeinem anderen Anschluss am Metall vom Rahmen oder Gepäckträger hängen.
  • Den Strom vom Scheinwerfer zum Rücklicht mit extra Kabeln zu führen, ergibt aber Sinn, wenn ein modernes LED-Rücklicht verwendet wird.
  • Dann solltest Du sowieso neue Kabel verlegen und kannst es auch gleich vernünftig machen: Vier Kabel für Strom in allen Richtungen, nix mehr über den Rahmen.
 
Warum nicht ein dünnes Koaxialkabel wie beim Edelux verwenden?

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Alle neuen Leuchten besitzen zweiadrige Kabel, was mache ich mit dem "sinnlosen" Part? Dran lassen? Abschneiden? Rumgammeln lassen?
Den "sinnlosen" Massekabel mit dem Rahmen verbinden wäre doch logischer, damit der Rahmen auch aks Masseleitung dienen kann. Oder täusche ich mich jetzt völlig?

(OK, weiter lesen vor dem Schreiben, hätte es erübrigt 😅)
 
Letztendlich sagt es nix darüber aus, was nun eine gute Lösung mit meinem vorhandenen Dynamo und Verkabelung sein könnte.

Aber danke.
@Knobi 's Antwort finde ich sehr umfassend, dem könnte ich nichts hinzufügen.
Letztlich gibt es wohl keine ultimative Lösung, weil jeder andere Schwerpunkte setzt.
Mit zweiadrigem Kabel für Hin- und Rückleitung (statt Rückleitung über Rahmen/Masse) schließt Du weitestgehend Kontaktprobleme und Verlustleistung durch Übergangswiderstände (Rost, Lackreste etc.) aus.
Ich selbst würde mir allerdings überlegen, ob ich wirklich einen Walzendynamo montieren würde.
Fahrraddynamos haben allgemein einen schlechten Wirkungsgrad. Man steckt eine Menge an Energie/Beinarbeit rein und es kommt nur wenig an elektrischer Energie heraus.
Zwar sollen Walzendynamos deutlich besser als Seitenläufer sein, aber auch hier wird der Wirkungsgrad vermutlich keine 50% erreichen.
Da lohnt es sich durchaus, über Akkus und LED-Technik nachzudenken.
Zudem sorgen diese Dynamos auch gerne für Lackschäden und Dellen in den Rohren.
 
@Knobi 's Antwort finde ich sehr umfassend, dem könnte ich nichts hinzufügen.
Letztlich gibt es wohl keine ultimative Lösung, weil jeder andere Schwerpunkte setzt.
Mit zweiadrigem Kabel für Hin- und Rückleitung (statt Rückleitung über Rahmen/Masse) schließt Du weitestgehend Kontaktprobleme und Verlustleistung durch Übergangswiderstände (Rost, Lackreste etc.) aus.
Ich selbst würde mir allerdings überlegen, ob ich wirklich einen Walzendynamo montieren würde.
Fahrraddynamos haben allgemein einen schlechten Wirkungsgrad. Man steckt eine Menge an Energie/Beinarbeit rein und es kommt nur wenig an elektrischer Energie heraus.
Zwar sollen Walzendynamos deutlich besser als Seitenläufer sein, aber auch hier wird der Wirkungsgrad vermutlich keine 50% erreichen.
Da lohnt es sich durchaus, über Akkus und LED-Technik nachzudenken.
Zudem sorgen diese Dynamos auch gerne für Lackschäden und Dellen in den Rohren.

Ich möchte an dem Rad schon gern eine feste Beleuchtung haben. Natürlich wäre der effizientere Weg det Nabendynamo... allerdings auch der kostenintensivere. Ich muss dazu neue Speichen auftreiben, den Dynamo besorgen, neu einspeichen und alles neu verkabeln... da sprechen wir schon von 150€ und nicht absolvierter Arbeit. Zusätzlich die Kosten fürs Licht, das macht auch noch einmal 70-90€ mindestens. Also schon mal 240€ für Licht oder 350€ wenn ich es machen lasse.

Der Walzendynamo funktioniert, er stört nicht in der aktiven Position und auch optisch passt er zum Rad. Ihn zu belassen bedeutet wenigsten am Rad ändern zu müssen. Wie er den Rahmen schädigen sollte, leuchtet (lol) mir nicht so recht ein, elaborieren Sie bitte!
 
Wie er den Rahmen schädigen sollte, leuchtet (lol) mir nicht so recht ein, elaborieren Sie bitte!
Das letztemal einen Walzendynamo montiert - das dürfte locker 30 Jahre zurückliegen.
Die Klemmung erfolgt hinter dem Tretlager an den Kettenstreben.
Manch einer dreht die Klemmschraube mit Brachialgewalt fest und sorgt für Dellen in den Streben.

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Das letztemal einen Walzendynamo montiert - das dürfte locker 30 Jahre zurückliegen.
Die Klemmung erfolgt hinter dem Tretlager an den Kettenstreben.
Manch einer dreht die Klemmschraube mit Brachialgewalt fest und sorgt für Dellen in den Streben.

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Last I checked ist der nicht an den Streben geklemmt sondern an der Platte die auch einen Seiten- bzw. Zweibeinständer aufnehmen könnte.
 
Ich mag das nicht, weil es immer Abdrücke im Rahmen hinterlässt, außer es ist eine Platte vorhanden.
Lieber sparen und was Vernünftiges einspeichen.

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Heute Ruhrmündung Rheinorange.
Das Laufrad hat sich nach 100km gestern und heute nicht verändert.
Nochmal minimal nachzentrieren und dann einfach fahren.

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Zuletzt bearbeitet:
Lieber sparen und was Vernünftiges einspeichen.

Ich wiederum wäre kein Freund von Nabendynamos.
Mir gefällt die Optik nicht (viel zu klobig und dick).
Viel zu schwer.
Und nicht zuletzt läuft der ja immer mit und kostet auch im Leerlauf Tretleistung.
Auch wenn sie sehr gering ist, auch wenn es nur die sog. Polfühligkeit sein soll.
 
Viel zu schwer.
Und nicht zuletzt läuft der ja immer mit und kostet auch im Leerlauf Tretleistung.
Auch wenn sie sehr gering ist, auch wenn es nur die sog. Polfühligkeit sein soll.
Ich bemerke da nichts. Die Polfühligkeit ist beim nicht eingespeichten NaDy absolut bemerkbar vorhanden. Beim fertigen Laufrad merkte ich nichts mehr. Beim Fahren sowieso nicht.
Bei ausgeschalteter Lampe kein Unterschied im Vergleich zur eingeschalteten feststellbar.
Das ist Internetgeschwätz. Einfach mal ausprobieren.
Da bleiben nur die Argumente Optik und Gewicht übrig.
Bei meinem Peugeot hatte ich früher den gezeigten Walzendynamo montiert. Das Ding ist genau so schwer und in der Praxis einfach nicht so gut. Den musste man immer mal nachstellen und die elektrischen Verbindungen waren nicht so gut.
 
Die Polfühligkeit ist beim nicht eingespeichten NaDy absolut bemerkbar vorhanden. Beim fertigen Laufrad merkte ich nichts mehr. Beim Fahren sowieso nicht.
(...)
Das ist Internetgeschwätz. Einfach mal ausprobieren.
Nein, das ist definitiv kein Internetgeschwätz.
Bei nichteingespeichtem NaDy hast Du keinen nennenswerten "Hebel", nur der Abstand Achse-Nabenhülse.
Bei eingespeichtem NaDy wird der Widerstand der Polfühligkeit in der "Hebellänge" Achse-Felge und die bewegte Masse der Speichen und Felge untergehen.
Er ist aber nach wie vor vorhanden.
Müssen wir nicht drüber diskutieren, ist einfach so.
 
Gegen einen Walzendynamo oder Seitenläufer spricht nach wie vor nichts, wenn man mit der Geräuschentwicklung und Bedienung zurechtkommt.
Meine Erfahrung mit verschiedenen Walzendynamos der beiden bekannten Hersteller war, dass sie Nässe nicht besonders mögen und dann oft neue Lager brauchen. Ansonsten mochte ich die eigentlich.
Zum Auslösen hatte ich einen Unterrohrschalthebel am, äh, Unterrohr bei einem Rad mit Bremsschalthebeln. Das sorgte immer wieder für verwirrte Blicke. 😅

Ein aktueller, guter Nabendynamo leistet vielleicht bei niedrigen Geschwindigkeiten mehr, als ein klassischer Seitenläufer oder Walzendynamo, aber das ist bei guten LED-Scheinwerfern nicht unbedingt entscheidend.
Nachteil des Nabendynamos ist das typische Flackerlicht bei ganz niedrigen Geschwindigkeiten kurz vor dem Umfallen, Vorteil ist die Sorglosigkeit.
 
Ich mag das nicht, weil es immer Abdrücke im Rahmen hinterlässt, außer es ist eine Platte vorhanden.
Lieber sparen und was Vernünftiges einspeichen.

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Heute Ruhrmündung Rheinorange.
Das Laufrad hat sich nach 100km gestern und heute nicht verändert.
Nochmal minimal nachzentrieren und dann einfach fahren.

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off topic
Das Foto in orange poste ich nicht aufgrund der Mitfahrerin im Motiv.
Gruß
dasulf
 
Ist ja schoen, dass man das messen kann...
Nein, das ist definitiv kein Internetgeschwätz.
Bei nichteingespeichtem NaDy hast Du keinen nennenswerten "Hebel", nur der Abstand Achse-Nabenhülse.
Bei eingespeichtem NaDy wird der Widerstand der Polfühligkeit in der "Hebellänge" Achse-Felge und die bewegte Masse der Speichen und Felge untergehen.
Er ist aber nach wie vor vorhanden.
Müssen wir nicht drüber diskutieren, ist einfach so.
...aber wie relevant ist denn das bei der Benutzung?
 

Die Übersicht bei ausgeschaltetem Licht zeigt gut, wie gering der Leerlaufwiderstand halbwegs guter Nabendynamos ist:

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Shimano DH3N80, SON delux und SP PV8 sind die bekanntesten und verbreitetsten. Der Shimano ist so schwer und klobig, dass ihn kaum jemand freiwillig am klassischen Rennrad verwenden wird, kostet aber bei 30 km/h ohne Licht auch noch keine 3 Watt. Die beiden anderen liegen unter 2 Watt.

Wenn das wirklich interessant sein sollte, kann man es über andere Reifen, eine geringfügig andere Sitzposition, flatterfreie Kleidung, eine gut geölte Kette oder eine weggelassene Packtasche leicht wieder reinholen.
Ich behaupte aber: Wer ein Rad mit Dynamo und fester Beleuchtung fährt, hat die Jagd nach Zehntelsekunden gerade nicht im Sinn.

Ich verstehe trotzdem den Anspruch, keinen Dynamo antreiben zu wollen, den man nicht braucht: Aus ist aus, und das heißt wirklich ganz aus.
Wer darin eine Prinzipienfrage sieht, ist mit Seitenläufern und Walzendynamos besser bedient.
Einige davon werden aber mit Licht mehr Antriebsenergie kosten, als gute Nabendynamos.

  • Wer einen winzigen, superleichten und abschaltbaren Dynamo sucht, etwas Geld in die Hand nehmen will und auch mit Licht überwiegend flott bei gutem Wetter unterwegs ist, sollte sich mal den Velogical näher anschauen und dazu auch die Forumssuche bemühen.

  • Wer nur ganz gelegentlich mal Licht braucht, oder nachts mit wahnsinniger Geschwindigkeit abseits der Zivilisation unterwegs ist, oder nachts im Gelände fahren will, besorgt sich eine leistungsfähige Akkubeleuchtung und denkt auch wirklich immer ans Nachladen.

  • Wer im langsamen Stadtverkehr auf Gedeih und Verderb bei jedem Wetter hektisch und unter Stress das ganze Jahr lang mit Licht unterwegs sein muss, nimmt lieber einen ordentlichen und teuren Nabendynamo von SON (oder rüstet einen SP von Anfang an mit rostfreien Lagern und Belüftung nach).
 
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