Was haltet ihr von dem Urteil?
Weil er in Frankfurt unachtsam seine Autotür geöffnet hat, muss ein Taxifahrer eine Geldstrafe zahlen. Eine Radfahrerin war gegen die Tür geprallt und später an ihren Verletzungen gestorben.
www.faz.net
Irgendwie kommt mir das im Vergleich zum Tod eines Menschen wenig vor.
Wer fahrlässig tötet, zahlt einen Obolus, fertig. 1.500 € für ein Menschenleben, 150 Tagessätze zu je zehn Euro.
😱 Ich sage nichts weiter.
Richter sind nicht dafür da, Gesetze zurückzubiegen.
Verkehrsunfälle sind ein gesellschaftlich akzeptiertes Risiko.
Es wäre nun nicht fair, Planer in Haftung zu nehmen.
Planer planen, was geplant werden soll, was gewollt ist. Die Planvorgaben, etwa wie, "wir machen einen Schutzstreifen" (=Todestreifen) damit die Radfahrerlobby den Mund halten soll, sind politisch. Und sie sind an bundesgesetzliche Vorgaben gebunden. Schwert eine Gemeinde aus, klagt irgendwer dagegen und beruft sich auf bundesrecht, der Verkehr müsse fließen. Was auch immer das bedeutet. Was das bedeuten soll wissen wir. Mit Verkehr ist Auto gemeint.
Viele Menschen sind so stumpf sagen nach dem lesen oft, das ist nun mal so, es ist eben gefährlich im Verkehr, und überhaupt: Warum fuhr die Frau dort, sie kannte doch das Risiko auch. Warum fuhr sie so schnell. 30 km/h ist für Radfahrer viel zu schnell! Wie kann man nur. Und ohne
Helm. Warum fuhr die keinen SUV? Der ist doch sicherer. Anders kann man doch gar nicht mehr raus. Ist doch viel zu gefährlich heutzutage. (Damit schließt sich der Kreis)
Man könnte vieles tun, die Zahlen schwerer Unfälle zu verringern. Die Mehrheit müsste es nur wollen und akzeptieren, dass der Autoverkehr eingeschränkt wird. Aber was ist überhaupt zumutbar, wenn die Tötung eines Menschen mit Kleingeld "abgegolten" wird. Die Menschen wissen nicht was sie tun, wurde schon in die Bibel hineingeschrieben, und man lässt sie.