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Neue Enve G SES Gravel-Laufradserie: Hohe Felgen für Aero-Vorteile mit MTB-Reifen

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Re: Neue Enve G SES Gravel-Laufradserie: Hohe Felgen für Aero-Vorteile mit MTB-Reifen
Das sieht aber irgendwie auch nicht gerade nach dem angeblich idealen U-Profil aus.
Ideal gibt es auch nicht, mal ist spitz besser, mal rund, je nach Anströmwinkel. 🤷‍♂️ Eckig sollte man vermeiden. 😉 Mein langsamster Radsatz waren die Mavic Ksyrium SL mit den ausgefräßten, eckigen Felgen und dicken eckigen Speichen. 😅 Das hat man bei Kantenwind wirklich gemerkt.
 
Swiss Side (DT Swiss) sagt, dass die Reifen ruhig etwas überstehen können und schneidet bei Aerotests immer mittelprächtig ab, die schmalen Lightweight immer am schlechtesten. 🤷‍♂️ Ich denke schon, dass der Reifen nicht überstehen sollte, Punkt 2 sind möglichst dünne und wenig Aerospeichen.
Das ist zu pauschal betrachtet.

Zum einen muss es auch zum Type Fahrer passen, einem 90kg schweren Fahrer, kannste kein Laufrad mit wenig Speichen empfehlen. Zu steif darf es aber auch nicht sein.

Einer der Gründe, warum sich Fahrerinnen oft aus dem nichts heraus maulen, ist das die Laufräder zu steif sind.

Eine 65kg leichte Person, hat dem nichts entgegenzusetzen.

Sowas kannst du auch oft bei Gravel Rennen beobachten.
Wenn Fahrer, auf einem gut einsehbaren und freien geraden aber staubigen Weg entlang fahren und sich wie aus dem nichts maulen.

Oft kann das zu kantiges Profil sein oder zu steife Räder oder einfach beides zusammen.
Dazu kommt höherer Pannenschutz ergibt steifere Seitenwände.
So eine Situation kannst du auch in meinem verlinkten Video sehen.

Schau dir mal den Reifen an.
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Der Zipp XPLR 303 und die Goodyear Reifen sind aufeinander abgestimmt.
Hohe Reifenflanke und kantiges Profil.

Erinnert mich immer an den Schwalbe Marathon 365, der ist auch so eine flache Bemme.

Ich vermute, er wird auf die Rasenkante gefahren sein und ist davon runtergerutscht.
Profil zu kantig und das Laufrad zu steif.

Darüber machen sich die wenigsten Gedanken.
Viele nehmen es, wie der Markt es ihnen vorgibt.

Was man aber immerhin beobachten kann, dass immer mehr Fahrerinnen, im Road Bereich, auf Cotton Seitenwände setzen.

Das gibt dem Reifen wenigstens etwas Flexibilität, wenn der Rest schon nicht mitspielt.

Die Erkenntnisse sind jetzt aber auch nicht neu. 😉 Für die Straße wäre ein 38mm Conti 5000 für die Felgen perfekt, der kommt bestimmt auch noch irgendwann. 😅

Julio Palacios, ist in Bulgarien, wegen der schlechten Straßenverhältnisse, 32mm Cotton Clincher, an seinen 28mm Aero-Optimierten Roval Laufrädern gefahren.
Weniger Muskelermüdung, durch mehr Komfort.
Da verzichtete sogar der Profi, auf die ominösen Windkanal-Ergebnisse.
 
Eigentlich Fehlkonstruktion: nach der 105 Regel (s. Silca) sollte für beste Aerodynamik der Reifen schmaler (!!!) als die Felge sein und nicht umgekehrt. Also bei 42,6mm Felgenbreite sollte die Reifenbreite nicht mindestens 44mm betragen, sondern rund 40mm wären aerodynamisch am idealsten. Und bei den 37,6mm breiten Felgen wären 35mm breite Reifen ideal für die Aerodynamik und nicht mindestens 40mm.
Kurze Erklärung: gerade mit leicht seitlichem Wind reißt die Strömung deutlich früher ab, wenn der Reifen breiter als die Felge ist, was schlecht ist. Ziel ist es, einen guten Strömungsübergang vom Reifen zur Felge hinzubekommen, was bei seitlichem Wind besser funktioniert, wenn der Reifen schmaler als die Felge ist.
Dieser Argumentation folgend, sind ja alle bisherigen, schmaleren Gravel-Laufräder noch viel mehr fehlkonstruiert weil deutlich schmaler als diese neuen Enve?
Josh beschreibt in seinem Buch allerdings auch dass es sich um eine theoretische Annäherung handelt, die in der Praxis kaum erreichbar ist. Verfült man diesen Anstatz weiter, bräuchte es zur 105%-Regel auch das verhältnis 3:1. Also braucht es bei 42,6mm Felgenbreite aussen auch 128mm Gesamthöhe. Abzüglich 40mm Reifenhöhe wäre das eine Felge mit 88mm Höhe, wenn man es "perfekt" machen wollte.
Selbst ein 2.35" Reifen wird eckig, die Seitenwand steht senkrechter. Die Dämpfung leidet, die Schadensanfälligkeit steigt und die Lenkung wird "digitaler". Je schmaler der Reifen, desto größer diese Effekte.
Im XCO fahren sie nicht ohne Grund 29-30mm innen, obwohl die schon bei 2.5" Reifen angekommen sind.

Im bergab Mtb Sport mit dicken Stollen und hohem Traktionsbedarf mag das Sinn machen, aber da sind wir im Gravel noch nicht.
Dass ein MTB-Reifen mit großen Seitenstollen auf überbreiter Felge seine Charakteristik ändert, ist unbetritten.
Ein wenig profilierter Reifen oder gar Slick, ist davon nicht betroffen.

Eine typische Gravel-Karkasse hat nichts, was man als Dämpfung bezeichnen kann. Was soll sich da denn ändern, wenn sie senkrechter zur Felge steht?

Gruss, Felix
 
Eine typische Gravel-Karkasse hat nichts, was man als Dämpfung bezeichnen kann. Was soll sich da denn ändern, wenn sie senkrechter zur Felge steht?
Ein 2.0 Reifen hat keine Dämpfung?
Warum sollte jemand 2.0 Reifen ohne Profil fahren?
Warum fahren wir auf breiteren Felgen, mit niedrigeren Luftdrücken?

Es geht hier doch nicht nur um eine spezifische Größe und auch nicht nur darum, dass der Reifen perfekt zur Felgenbreite passen muss.

Ein 2.0 Reifen, auf einer 35mm Maulweite, fand ich damals am MTB ziemlich beschissen.^^
2.25 würde ich auf einer 35mm Felge auch nicht mehr fahren.

Was nicht bedeutet, dass sowas nicht geht, alles schön und gut wenn man gerade aus fährt, kommen Hinternisse oder Kurven dazu, kann es kritisch und rutschig werden.

Oder hast du ihn gefragt, um es dann wieder besser zu wissen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist zu pauschal betrachtet.

Zum einen muss es auch zum Type Fahrer passen, einem 90kg schweren Fahrer, kannste kein Laufrad mit wenig Speichen empfehlen. Zu steif darf es aber auch nicht sein.

Einer der Gründe, warum sich Fahrerinnen oft aus dem nichts heraus maulen, ist das die Laufräder zu steif sind.

Eine 65kg leichte Person, hat dem nichts entgegenzusetzen.

Sowas kannst du auch oft bei Gravel Rennen beobachten.
Wenn Fahrer, auf einem gut einsehbaren und freien geraden aber staubigen Weg entlang fahren und sich wie aus dem nichts maulen.

Oft kann das zu kantiges Profil sein oder zu steife Räder oder einfach beides zusammen.
Dazu kommt höherer Pannenschutz ergibt steifere Seitenwände.
So eine Situation kannst du auch in meinem verlinkten Video sehen.

Schau dir mal den Reifen an.
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Der Zipp XPLR 303 und die Goodyear Reifen sind aufeinander abgestimmt.
Hohe Reifenflanke und kantiges Profil.

Erinnert mich immer an den Schwalbe Marathon 365, der ist auch so eine flache Bemme.

Ich vermute, er wird auf die Rasenkante gefahren sein und ist davon runtergerutscht.
Profil zu kantig und das Laufrad zu steif.

Darüber machen sich die wenigsten Gedanken.
Viele nehmen es, wie der Markt es ihnen vorgibt.

Was man aber immerhin beobachten kann, dass immer mehr Fahrerinnen, im Road Bereich, auf Cotton Seitenwände setzen.

Das gibt dem Reifen wenigstens etwas Flexibilität, wenn der Rest schon nicht mitspielt.



Julio Palacios, ist in Bulgarien, wegen der schlechten Straßenverhältnisse, 32mm Cotton Clincher, an seinen 28mm Aero-Optimierten Roval Laufrädern gefahren.
Weniger Muskelermüdung, durch mehr Komfort.
Da verzichtete sogar der Profi, auf die ominösen Windkanal-Ergebnisse.
Ein Laufradsatz sollte immer zum Fahrer passen, das ist klar. Mit 55kg 65mm hohe Felgen zu fahren, wird bei starkem Wind "interessant". 😉

Statt der hohen Zipp XPLR habe ich mir ja auch extra die flachen Nextie Felgen Felgen gekauft, weil mir der Komfort Verlust, die paar Watt nicht wert ist. Dass man sich wegen eines zu steifen LRS lang macht, kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen.

32mm Reifen sind im Pro Peleton nicht mehr ungewöhlich, genau wie Spacer unter dem Vorbau. 😉

https://www.cyclingnews.com/cycling...s-gone-five-tech-trends-from-opening-weekend/
 
Warum sollte jemand 2.0 Reifen ohne Profil fahren?
Beach race :rolleyes:
Ein 2.0 Reifen, auf einer 35mm Maulweite, fand ich damals am MTB ziemlich beschissen.^^
2.25 würde ich auf einer 35mm Felge auch nicht mehr fahren.

Was nicht bedeutet, dass sowas nicht geht, alles schön und gut wenn man gerade aus fährt, kommen Hinternisse oder Kurven dazu, kann es kritisch und rutschig werden.
Ich fahre mit dem 2,1" TB auf 32er MW ganz gut, auch um Kurven;-) Jedenfalls besser als die ganzen Bremser mit Ihren 40er oder 45 G-One RS u.ä.😉
Z.B. selbst die (paar) Matschpassagen in Valkenburg gingen damit (am VR) problemlos, gelegt haben sich da einige mit (semi)slicks.
 
Die 6.7er/4.5er würden mich schon reizen, aber preislich sprengt das der Rahmen doch sehr. Mal abgesehen davon dass die wirkliche Aero Vorteile auch erst ab Geschwindigkeiten passieren die ich so häufig nicht fahren werde. Da bin ich in jeglicher Hinsicht mit dem 303 XPLR besser beraten.
 
Dass man sich wegen eines zu steifen LRS lang macht, kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen.
Ein Kumpel von mir, hat sich neulich für sein Gravel Bike, günstig ein Carbon Laufradsatz geschossen.
Er wollte ursprünglich etwas Gewicht sparen, also hat er sein Alu LRS, gegen den CF LRS getauscht.
Ich meine das er G One oder den G One Speed damit fährt und jetzt sagt, dass er sich mit dem neuen steiferen Laufradsatz und seinen gewohnten G One Reifen nicht mehr so sicher auf Untergrund mit Schotter fühlt.
Zumal er sich neulich auch damit gelegt hat.

Die Felgen sind nicht sonderlich breit und übertrieben hoch, der Reifen baut auch nicht kantig auf, der LRS ist nur steifer. Auf jeden Fall hat er sich gefragt, woher das auf einmal kommt, bis ich ihm das mal gesagt habe.
Er möchte seine G One gerne weiterfahren, deswegen überlegt er nun sein LRS wieder zu verkaufen.

Als ich damals 3 Generationen Lefty mit Brücke gefahren bin, war das ähnlich so.
Die Gabel war bock steif, im Grunde konnte man nur versuchen, ein VR etwas nachgiebiger zu bauen.
Also weniger Speichen, flache Speichen, weichere Felgen aus Alu zum Beispiel.
Ansonsten ist das VR ständig untersteuert, wenn es mal etwas mehr zur Sache ging.

Aus dem selben Grund gibt es Laufradsätze mit 24 Speichen am HR und 18 Speichen am VR.

Ich bin kein Fan von wenig Speichen und hohen Felgen, im klassischen Stil.
Weil das Rad dann an Reaktionsgeschwindigkeit verliert, auch wenn die Felgen hoch und steif sind.
Dann lieber mehr Speichen, mittel hohe, leichtere aber nachgiebigere Felgen.

Im Road Bereich, auf Asphalt, auf der Bahn, ist das wieder etwas anderes.
32mm Reifen sind im Pro Peleton nicht mehr ungewöhlich, genau wie Spacer unter dem Vorbau. 😉

https://www.cyclingnews.com/cycling...s-gone-five-tech-trends-from-opening-weekend/
Fahre ich schon seit 2015 an meinem Endurance.
Hätte es damals schon 160 Kurbeln im Road Bereich gegeben, hätte ich die auch schon gefahren.
Ich weiß noch wie ich mich damals mit einem Kumpel aus der Rennrad Bubble darüber unterhalten habe, weil ich am MTB schon 20 Jahre 165mm Kurbeln fahre. Die Idee ist einfach aus der Logik und dem besseren Körpergefühl heraus entstanden. Da lag ich wohl nicht falsch.^^
 
Beach race :rolleyes:

Ich fahre mit dem 2,1" TB auf 32er MW ganz gut, auch um Kurven;-) Jedenfalls besser als die ganzen Bremser mit Ihren 40er oder 45 G-One RS u.ä.😉
Z.B. selbst die (paar) Matschpassagen in Valkenburg gingen damit (am VR) problemlos, gelegt haben sich da einige mit (semi)slicks.
Ja Beach Race kann man machen.
Ich bin das Koga Beach Race, damals gerne mit Balon Reifen, also mit Überstand gefahren.
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2.0 50mm auf 30mm Maulweite.
2.1 54mm auf 32mm Maulweite.
=
+-0

Semi Slick, würde ich aus deinem genannten Grund, nie ohne großzügige Seitenstollen fahren.
Minimales Profil in der Mitte, damit der Reifen nicht zu hart untersteuert und die Seitenstollen damit überfordert werden.

Ich finde den Schwalbe X One RS eigentlich ziemlich nice.
Weil die Seitenstollen in Fahrtrichtung angeordnet sind und nicht wie beim G One.
Außerdem hat der Reifen noch einen länglichen Stollen dazwischen, was den Reifen nicht zu abrupt rutschen lässt. Leider gibt es den Reifen nur für CC. Der Thunder Burt wäre auch nice, aber leider zu breit.
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Eigentlich Fehlkonstruktion: nach der 105 Regel (s. Silca) sollte für beste Aerodynamik der Reifen schmaler (!!!) als die Felge sein und nicht umgekehrt. Also bei 42,6mm Felgenbreite sollte die Reifenbreite nicht mindestens 44mm betragen, sondern rund 40mm wären aerodynamisch am idealsten. Und bei den 37,6mm breiten Felgen wären 35mm breite Reifen ideal für die Aerodynamik und nicht mindestens 40mm.
Kurze Erklärung: gerade mit leicht seitlichem Wind reißt die Strömung deutlich früher ab, wenn der Reifen breiter als die Felge ist, was schlecht ist. Ziel ist es, einen guten Strömungsübergang vom Reifen zur Felge hinzubekommen, was bei seitlichem Wind besser funktioniert, wenn der Reifen schmaler als die Felge ist.
Lange Rede kurzer Sinn: die 105% Regel ist nicht anwendbar in der Realität bei Gravel ohne irgendwelche Krummen Dinger mit dem Felgenhorn oder dem Reifen aufzuführen, genauso muss man relativ stumpfe Felgen-Reifenquerschnitte akzeptieren



105% Regel ist theoretisch machbar, jedoch hat man dann eine immense Diskrepanz zwischen Maulweite und Außenbreite. Wenn man die mit den Felgenhörner schluckt, hat man zwar immensen Durchschlagschutz, aber einen unschönen Übergang zwischen Reifen und Felge, erzeugt unnötige Verwirblungen und frisst den Aerovorteil, den man sich durch die Breite erhofft. Würde man mit üblichen Felgenhornbreiten arbeiten, hätte man zwischen Reifen und Felge eine Mulde, das will man auch nicht. Außerdem ist die Position der breitesten Stelle wichtig und nicht frei wählbar (zwischen 33% und 50% von vorne gemessen, je nachdem wie viel Einfluss die Anströmung vom Reifen aus im Verhältnis vom Felgenring aus hat; fürs Hinterrad natürlich wieder anders) sowie das Verhältnis aus Breite zu Höhe, je höher das Gesamtsystem desto dicker müsste die breiteste Stelle werden, sonst hat man wieder ein anderes (stumpferes) Profil

Kleine Vergleichsrechnung, wieso man die 105% Regel bei Gravel nicht anwenden kann:

Enve SES 3.4 mit 28mm Rennradreifen: 39+30=69mm bzw 43+30=73mm bei 32mm Maximalbreite Felgenring, hätte die 105% Regel erfüllt. Reifen wird als starres Konstrukt angenommen, das immer gleich breit bleibt, sonst rechnen wir uns einen Affen
H:B (Höhe zu Breite Gesamtsystem)=2,16 bzw 2,28

ENVE SES 4.5 pro mit 28mm Reifen würde auch in etwa die 105% Regel erfüllen, bzw ist näher dran als ein 30mm Reifen wenn man bedenkt, dass ein 28mm Reifen tendenziell etwas breiter aufbaut bei 23mm Maulweite
49+28=77 H:B=2,5
55+28=83 H:B=2,69

Damit die 6.7er ein vergleichbares H:B Verhältnis wie Rennradlaufräder haben sowie die 105% Regel zumindest bei einem 45mm Reifen erfüllen würden müssten sie 47mm breit sein sowie 73mm hoch bei einem H:B von 2,4 (Schnitt aus SES 3.4 und 4.5) bzw 63mm bei einem H:B von 2,3

Würde man auf 50mm+ optimieren, wäre man bei 55-60mm Felgenbreite nach 105% Regel und bei ca 7,5 bis 8cm Felgenhöhe, wenn nicht sogar mehr mit der realen Breite der Reifen. Ohne irgendwelche wild ausgeformten Felgenhörner oder Reifen mit fetter Wulst über dem Felgenhorn ist die 105% Regel nicht praktikabel anwendbar auf Gravel, siehe oben, und somit ist man gezwungen stumpfere Querschnitte als beim Rennrad zu fahren. Davon abgesehen, dass sich solche immensen Maulweiten im Verhältnis zum Reifen auch echt bescheiden bei solch schmalen Reifenbreiten fahren, umsonst verbaut man kaum noch 35mm MW Felgen am MTB, damals hauptsächlich in Kombination mit 2,6" bis 2,8" Reifen. Die Seitenwand kann weniger gut arbeiten bei den SES 6.7 und man muss weniger Luftdruck fahren für den selben Komfort, den Reifen zieht es selbst ohne weniger Luftdruck leichter von der Felge über die Wulst zwischen Bett und Horn (Hakenfelgen helfen hier genau nicht, Reifen zieht es nach innen ab und nicht nach außen) wenn die Seitenwand auf der kurveninneren Seite wegknickt, was bei so dünnen Reifen und niedrigen Luftdrücken nicht unwahrscheinlich ist, ohne spezielle Reifen würde man konstant auf den Seitenstollen fahren was wiederum eine immense Verschlechterung des Rollwiderstandes bedeutet.

Aero optimierte Felgen am Gravel ja und gerne, aber bitte noch etwas realitätsnah, Learnings aus dem Rennradbereich kann man nicht 1 zu 1 Anwenden. Außerdem sollte man die Worte vom Poertner von Silca nicht für bare Münze nehmen, schimpft über andere Marketingfirmen wie Mucoff sowie über die Inkompetenz anderer Laufradhersteller, ihm gehört aber eine der größten Marketingfirmen in der Fahrradbranche und mit seinem Wissen wäre es doch ein leichtes eine Laufradlinie aus dem Boden zu stampfen, bei 275€ für eine gewachste XX SL Kette sowie 100€+ für einen unvollständigen Torx und Inbussatz sollte was hängen bleiben
 
Josh beschreibt in seinem Buch allerdings auch dass es sich um eine theoretische Annäherung handelt, die in der Praxis kaum erreichbar ist. Verfült man diesen Anstatz weiter, bräuchte es zur 105%-Regel auch das verhältnis 3:1. Also braucht es bei 42,6mm Felgenbreite aussen auch 128mm Gesamthöhe. Abzüglich 40mm Reifenhöhe wäre das eine Felge mit 88mm Höhe, wenn man es "perfekt" machen wollte.
Hambini hatte "damals" ja sogar von >4:1 gesprochen. 😉 Aber es gibt ja noch Hersteller, die sich an die 105% Regel halten, wie Specialized/Roval, das sieht dann eben auch so aus, aber die Windkanal-Tests geben ihnen Recht. 🤷‍♂️

Eine hohe Felge sorgt für kürzere Speichen, die machen die Verwirbelungen, es sollten möglicht wenig, dünne sein. Komfort und Seitenwindempfindlichkeit stehen dann wieder auf einem anderen Blatt. Aber am Ende alles nicht überbewerten, die paar Watt sind nur für Wettkämpfe interessant. 🤷‍♂️
 

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interessant mit einem Schwalbe Pro One 38mm.
wird aber knapp mit der ETRTO und den geforderten +5mm zwischen Maulweite und nominaler Reifenbreite.
Der Pro One 38mm TLR kommt auf 28mm Maulweite auf 39,5-40mm, dann kommt der bei 35mm MW auf 41-42mm.

wenn nicht ganz so breit sein muss, hat Venn zwei interessante Felgen:
440 TCD UL 44mm Höhe, 32C bei 355gr
540 TCD UL 54mm Höhe, 32C bei 380gr

Gruss, Felix
 
wird aber knapp mit der ETRTO und den geforderten +5mm zwischen Maulweite und nominaler Reifenbreite.
Der Pro One 38mm TLR kommt auf 28mm Maulweite auf 39,5-40mm, dann kommt der bei 35mm MW auf 41-42mm.

wenn nicht ganz so breit sein muss, hat Venn zwei interessante Felgen:
440 TCD UL 44mm Höhe, 32C bei 355gr
540 TCD UL 54mm Höhe, 32C bei 380gr

Gruss, Felix
Noch ein Kauf steht in der Richtung nicht an. 😅 Ich habe ja jetzt die Nextie mit 32mm innen/39mm außen und Conti GP 5000 S TR 35mm getestet. Es ging mir darum zu sehen, was man da auf schlechten Straßen noch rausholen kann.

Die erste Erkenntnis war, dass der Rahmen auch eine wichtige Rolle beim Komfort spielt, das Scott Addict Gravel ist ein Brett, den Nachfolger, der sich am normalen Addict orientiert, hat man ja schon mit 32" Rädern gesehen, der dürfte da besser sein.

Dann muss man auch bedenken, dass die steilen Reifenflanken gut für die Aerodynamik, aber nicht den Komfort sind, auch mit 2,3/2,5bar ist das nicht extrem komfortabler. Der neue Specialized/Roval Ansatz mit relativ wenig Innenbreite, aber 105% außen macht für mich Sinn.

Trotzdem bin ich mit inzwischen 35er Schnitt mit dem 2kg schwereren Gravelrad mit Schutzblechen (Position ist gleich) im Flachen nicht wirklich langsamer, das hat mich auch überrascht. Wenn die Felge mit wächst, gibt es da nicht wirklich Abstriche. Aber mir fehlt das leichte "Rennrad-Feeling" und ich bleibe meinem alten Renner, nun mit 30mm Reifen auf 21C treu.
 
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