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Gibt es auch Leute, die von Wachs wieder zurück auf Öl sind?

Ja auf dem Hometrainer.
Hast Du mal systematisch Ketten nach flüssig wachsen zerlegt und kannst damit Deine Thesen untermauern oder ist das nur pseudo logisch abgeleitete Klugscheißerei? Ich meine da sind professionelle Unternehmen, klar auch rein kommerziell orientiert, aber letztlich verkauft sich langfristig nur was funzt, und auf der anderen Seite stehst Du..??
Das hat mal ein User im MTB Forum gemacht. Die Kette nach dem Wachsen zerlegt. Es war deutlich zu sehen, dass das Wachs bis in die letzte Ecke gekommen ist. War in einem großen Wachs-Thread.
 
Für Leute, die sich nicht zwischen Wachs und Öl entscheiden können/wollen:
Ich teste gerade DryFluid
https://r2-bike.com/DRY-FLUIDS-Kett...so=DE&gad_source=1&gad_campaignid=17339266069
  • Entfetten der (neuen) Kette und des restlichen Antzriebs
  • Sehr sparsames Auftragen und Einwirken über Nacht
  • Abwischen mit Lappen
Bisheriger Eindruck nach etwas über 1.000km
  • Teuer aber sehr ergiebig
  • Sehr leiser Antrieb
  • Nicht unbedingt sauberer als bei sparsamer Verwendung von Öl (s.#112)
  • Bisher keine Nachbehandlung erforderlich!
    • => Erfahrung mit Regenfahrten steht noch aus, auf meinem Schlechtwetterrad wird derzeit noch geölt
 
Ich hab vor zig Jahren, noch vor dem großen Wachshype, so eine Wachspaste (gabs in bunt von einem Hersteller, dessen Name mir jetzt nicht mehr einfällt) - falsch - aufgetragen also nur von außen auf die Kette aufmassiert.
Zufällig Wend Wax? Hab so ein Zeug auch mal auf Grund eines frühen Fahrrad-Influencers auf meine Kette geschmiert. War kompletter Müll und eine zum Glück nicht so teure Lehre für mich nicht jedem Internetphänomen nachzulaufen.
 
Ja es dringt schnell ein und mischt sich mit dem Dreck zwischen Röllchen und Bolzen.
Ich beschleunige diesen Mischprozess durch manuelles Drehen der einzelnen Kettenröllchen unter Druck.
So würde ich auch mit Tropfwachs verfahren.
Warum sollte Flüssig-Wachs dann nicht nach innen eindringen können?
 
Je verschlissener die Kette, desto mehr kann eindringen - auch dickflüssiges Öl oder feiner Sand.
Wenn die Kette fettfrei und ölfrei ist wird das Wachsfluid überall eindringen, auch wo es nicht erwünscht ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil mich Eure Tröpfchenmethode so aufregt zeig ich mal meine Pinselmethode 😇Anhang anzeigen 1786714Anhang anzeigen 1786715Anhang anzeigen 1786716
Vom 105er habe ich noch eine ganze Flasche daheim stehen. Nachteil bei dem ist halt, dass es einerseits eine riesen Sauerei ist, da einiges immer runter tropft und andererseits sich die Kette beim Fahren wie eine Nähmaschine anhört - also nicht leise, eher sehr laut. Ergiebig ist das Zeug auf keinen Fall, wird sehr viel verschwendet durch das gleichzeitige Kettenwaschen und in Regen willst du damit gar nicht kommen.
 
hat schon mal wer seine kette in kochendes öl getaucht? vielleicht wär das das beste aus beiden welten.
 
hat schon mal wer seine kette in kochendes öl getaucht? vielleicht wär das das beste aus beiden welten.
Zwar nicht Öl, aber Fett hat man viel früher gemacht, Kette kochen. Öl, weil sowieso dünnflüssig, bringt nichts. Fett ist damals, so wie heute Wachs, nach dem Abkühlen in der Kette verblieben.
 
Zwar nicht Öl, aber Fett hat man viel früher gemacht, Kette kochen. Öl, weil sowieso dünnflüssig, bringt nichts. Fett ist damals, so wie heute Wachs, nach dem Abkühlen in der Kette verblieben.
Wohl wahr. Fett ist natürlich viel besser als Öl: Es hält das Mittel viel länger im Gelenk, wenig Reibung und hält Schmutz + Wasser besser draußen. Die Erstschmierung von Shimano kannst du hinterher mit Öl nie mehr gleichwertig ersetzen.

Öl nimmt man nur, weil Fett nicht ausreichend hineinfließt.

Wenn ich bei den Ketten eine Kulthandlung draus machen würde: Ich kochte kein Wachs, sondern Fett ein. Bin ich aber zu faul .....

Gruß messi
 
Wohl wahr. Fett ist natürlich viel besser als Öl: Es hält das Mittel viel länger im Gelenk, wenig Reibung und hält Schmutz + Wasser besser draußen. Die Erstschmierung von Shimano kannst du hinterher mit Öl nie mehr gleichwertig ersetzen.

Öl nimmt man nur, weil Fett nicht ausreichend hineinfließt.

Wenn ich bei den Ketten eine Kulthandlung draus machen würde: Ich kochte kein Wachs, sondern Fett ein. Bin ich aber zu faul .....

Gruß messi
OK, danke für die Geschäftsidee! Dann hol ich einfach das alte Fett aus der Pommesbude ab, füll es in ein paar schicke Fläschchen und verkauf es für 27,90€ / 100ml. :)

Sean's super secret chain grease - Barbecue-Flavour. Weitere Geschmacksrichtungen folgen ....
 
OK, danke für die Geschäftsidee! Dann hol ich einfach das alte Fett aus der Pommesbude ab, füll es in ein paar schicke Fläschchen und verkauf es für 27,90€ / 100ml. :)

Sean's super secret chain grease - Barbecue-Flavour. Weitere Geschmacksrichtungen folgen ....
Denkst du. Im Zuge der „Biofuels“ (=„Technologieoffenes“ Denken mancher Parteien bzgl.Verbrenneraus) wurde in einen Podcast im DLF darauf hingewiesen, dass bereits heute die Fritierfette weiterverwendet werden und schon jetzt so stark nachgefragt sind, dass sie mehr als neues Fett kosten.
 
Zwar nicht Öl, aber Fett hat man viel früher gemacht, Kette kochen. Öl, weil sowieso dünnflüssig, bringt nichts. Fett ist damals, so wie heute Wachs, nach dem Abkühlen in der Kette verblieben.
Ich hatte schon gedacht, dieses Wissen ist bereits verloren gegangen. Das hat immer sehr gut funktioniert, war nur ein klein wenig aufwändiger, als einfach Nähmaschinenöl drauftröpfeln. Und nach dem Abwischen eine saubere Sache. Wobei man das damals nicht so penibel gesehen hat.
Hab mit 14 das Gendarmenradel meiner Großmutter wieder hergerichtet. Die Kette war runtergefallen, verkinkt, verrostet und völlig steif. Auf Anraten der Elterngeneration dann Kette aufgenietet, in Petroleum gelegt, geputzt und anschließend in Fett gekocht. Die Kette war schon locker dreißg oder vierzig Jahre alt, das Rad stand oft draußen und in den 15 Jahren, was ich das noch gefahren bin, war die Kette einwandfrei, leichtgängig und leise.
Meine Ketten heute laufen alle mit (Rohloff-) Öl. In Verbindung mit Kettenreinigungsgeräten - wahlweise mit Lösungsmittel oder Wasser + Spüli), hält sich das mit den schwarzen Fingern und dem Verschleiß sehr in Grenzen. Es ist kein Problem, was auf eine Lösung wartet.

Wer Ketten-Fett unmittelbar mit Fritten in Verbindung bringt, verrät viel über seinen (Ernährungs-)Horizont und seinen Technikbezug.

Warum gibt es in der Industrie nur "Öler" und keine "Wachser", "Ölbad" und kein "Wachsbad" zur Schmierung von Ketten?

Ich lese hier mit einem Schmunzeln mit. Die Generation der Wachser und Influencer-Hörigen, Marketingopfer, Geldrausschmeißer und Ideologen hat mal wieder ein Thema gefunden, wo sie sich mit viel Energie, Zeit-, Geld- und Materialeinsatz am falschen Ansatz abarbeiten kann. Weiter so! Lustig zu lesen ist es allemal. Danke schön für die Unterhaltung!

Wenn eines Tages mal ein Teil der Radfahrer geschnallt hat, daß sie jahrzentelang von der Industrie nur ausgenommen wurden, ohne einen zusätzlichen echten Gegenwert erhalten zu haben, dann gibt es vielleicht mal ein Umdenken. Bis dahin zahlen wir für die Hirnfürze der Marketingfuzzis halt jeden Preis für fragwürdige Produkte.


Um zu wissen, dass wachsen mir keine Vorteile bringt, brauche ich es gar nicht ausprobieren.
Dazu reichts zu lesen was manche aufführen.
Nicht meine Affen, nicht mein Zirkus.
So isses.
Bin zweimal mit Mitfahrern mit gewachsten Ketten mitgefahren. Ist wie mit den Veganern: man muß sich ungefragt erzählen lassen, warum das jetzt besser ist und das laute Laufgeräusch so gehört und bestimmt bald verschwindet. Aber die Ketten halten bestimmt ewig *lol
 
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