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Interview Josh Poertner von Silca: So schnell wird das Rennrad der Zukunft

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Re: Interview Josh Poertner von Silca: So schnell wird das Rennrad der Zukunft
"...Aber wenn ich bei dieser schnellen Gruppenfahrt mithalten will, brauche ich die beste Bekleidung, den besten Helm, Aero-Socken – das komplette Paket"
Auch der Glaube daran kann bekanntlich Berge versetzen
Sehe ich auch so. Ich Unterschiede sind so marginal. Oder glaubt jmd. ernsthaft, dass man mit nem s5 nicht abgehängt wird, mit nem r5 schon...
 
"...Aber wenn ich bei dieser schnellen Gruppenfahrt mithalten will, brauche ich die beste Bekleidung, den besten Helm, Aero-Socken – das komplette Paket"
Auch der Glaube daran kann bekanntlich Berge versetzen

Ist aber was dran. Bei schnellen Rennen oder Droprides finden die entscheidenden Momente nicht bei 35kmh sondern 50kmh statt und da spielt der Luftwiderstand nun mal eine extrem große Rolle.
Zwischen fliegen gehen und Lücke gerade so wieder zu bekommen liegen meist nur wenige Watt.
 
Wenn man den 0815 Fahrer mit Top und Bib und einem normalen Rennrad, eventuell noch mit aussenliegender Kabelführung, gegen einen im Skinsuit und auf Aero getrimmten, vollintegrierten Fahrer antreten lässt, bei dem von den Reifen über die Socken bis zum Helm alles abgestimmt ist, macht das in Watt gesehen riesige Unterschiede. Und wir reden hier nicht von einem 30er Schnitt.

Das könnt ihr jetzt unter marginal Gains verbuchen, aber ich bin überzeugt, ihr hättet auf Strecken von plus 60, 70 km keine Chance, wenn ihr zu Kategorie eins gehört. Selbst wenn ihr die gleichen Leistungen treten könntet.
 
Aber beim durchschnittlichen Fahrer ist da meist noch gar nichts optimiert. Da würden wir wahrscheinlich sehr schnell 20 bis 30 Watt Einsparung bei 40 km/h finden – und bei 50 km/h entsprechend noch mehr. Selbst bei vernünftigen Geschwindigkeiten kann man über das Bikefitting also deutlich etwas herausholen.

Bin dabei - Aber wie erreiche ich diese Geschwindigkeiten?:idee:
 
Ist aber was dran. Bei schnellen Rennen oder Droprides finden die entscheidenden Momente nicht bei 35kmh sondern 50kmh statt und da spielt der Luftwiderstand nun mal eine extrem große Rolle.
Zwischen fliegen gehen und Lücke gerade so wieder zu bekommen liegen meist nur wenige Watt.
Unbestritten, es gibt nachweislich messbare Vorteile von aerodynamisch optimiertem Material (Rahmengeometrie, Komponenten, Laufräder, Helm, Bekleidung, etc.)

Aber geht es uns allen nicht so, dass wir die extra Watt mühelos mobilisieren können, wenn wir auf unserem schnellsten Bike, dem für uns besten/schnellsten Material unterwegs sind?

Ist zu einem gewissen Anteil auch eine Kopfsache und welche Kräfte dadurch freigesetzt werden können
 
Aber beim durchschnittlichen Fahrer ist da meist noch gar nichts optimiert. Da würden wir wahrscheinlich sehr schnell 20 bis 30 Watt Einsparung bei 40 km/h finden – und bei 50 km/h entsprechend noch mehr. Selbst bei vernünftigen Geschwindigkeiten kann man über das Bikefitting also deutlich etwas herausholen.

Bin dabei - Aber wie erreiche ich diese Geschwindigkeiten?:idee:
Kommt drauf an wo du fährst. Ich bin jetzt nicht besonders stark, was meinen FTP angeht. Wenn ich aber jedes Jahr für drei Monate in Thailand bin und dort an den Grouprides teilnehme, die tatsächlich auf der Autobahn stattfinden und oft über 100km kaum 300 Höhenmeter haben, da schaffe sogar ich im Wind Minuten lang über 40 zu fahren, im Windschatten sogar lange über 50.

Wird am Ende halt viel mit Topographie zu tun haben. Daheim im Allgäu würden solche Ansätze für mich gar keine Rolle spielen. Da bin ich froh, wenn ich auf einen 30er Schnitt komme, oft sind es nur knapp über 25.
 
erstmal vielen Dank für das Interview, ich zumindest fand die Aussagen ganz spannend. Auch - oder gerade? - weil er die weitverbreitete Broscience, dass das alles nix bringt, ja ganz schön relativiert.
 
erstmal vielen Dank für das Interview, ich zumindest fand die Aussagen ganz spannend. Auch - oder gerade? - weil er die weitverbreitete Broscience, dass das alles nix bringt, ja ganz schön relativiert.
Sehe ich ähnlich. Dass das alles nix bringt kommt oft von Leuten, die es selbst nie ausprobiert haben oder halt die Leistung nicht treten können.
 
Sehe ich ähnlich. Dass das alles nix bringt kommt oft von Leuten, die es selbst nie ausprobiert haben oder halt die Leistung nicht treten können.
Und man muss die Unterschiede wahrnehmen und messen können. Und manchmal fühlt sich langsamer auch schneller an (zu hart gepumpter Reifen mit starken Vibrationen, zu tiefer Lenker, instabiles Fahrverhalten des Rades, seitenwindempfindliche Laufräder, ...)
 
Und man muss die Unterschiede wahrnehmen und messen können. Und manchmal fühlt sich langsamer auch schneller an (zu hart gepumpter Reifen mit starken Vibrationen, zu tiefer Lenker, instabiles Fahrverhalten des Rades, seitenwindempfindliche Laufräder, ...)
Richtig, da speilen eine Menge Variablen mit rein und es ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Ich muss mich ja nicht gleich in den Windkanal setzen, aber ein gutes Bikefitting wäre schon einmal ein Ansatz plus entsprechend sitzende Kleidung.
 
Es ist ja auch immer relativ der Situation entsprechend was gerade der Benchmark ist.
Wind von vorne/hinten/seite, beste Aero Position aber dann auch so im Sattel über eine Gewisse Zeit zu verharren (können) ist so differential was auch gut ist.
Die mechanischen Komponenten wie schmierzustand Kette, Freilauf Pulleys mal ausgenommen (Antriebswiderstände).
 
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