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Der "Nimm Du es - ich kann/will/darf nicht..." Thread

Das war doch zu der Zeit absolut üblich . Das Rahmen-Dreieck besteht aus Aelle Rohren, welche zudem meist nicht konifiziert ( also straight gauge ) waren; die übrigen 8 Rohre aus normalem ( Bau-) Stahl.

Nicht so leicht wie "höher"-wertige Rohrsätze, dafür aber preisgünstig in der Herstellung und stabil.

MfG Michael

Aelle war ein üblicher Mittelklasserohrsatz. Etwas stabiler und schwerer als SL.
Aber schau Dir mal die Bilder an: Hast Du schon mal einen von außen konifizierten Aelle Rohrsatz gesehen? Ich nicht. OK- Ich kann nicht alles wissen, aber schau es nochmal an.

Und die Lackierung habe ich genau so an meinem Vinci. Meines ist eindeutig ein Rickert. Vinci hat keine eigenen Rahmen gebaut. Den Columbusaufkleber hätte ich auch etwas zu neu eingestuft.
 

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Re: Der "Nimm Du es - ich kann/will/darf nicht..." Thread
Aelle war ein üblicher Mittelklasserohrsatz. Etwas stabiler und schwerer als SL.
Aber schau Dir mal die Bilder an: Hast Du schon mal einen von außen konifizierten Aelle Rohrsatz gesehen? Ich nicht. OK- Ich kann nicht alles wissen, aber schau es nochmal an.

Und die Lackierung habe ich genau so an meinem Vinci. Meines ist eindeutig ein Rickert. Vinci hat keine eigenen Rahmen gebaut. Den Columbusaufkleber hätte ich auch etwas zu neu eingestuft.
Achso, jetzt verstehe ich, was Du meinst - das sieht fast nach Gilco aus.🤔
Und klar : das wird dann sicher kein Aelle sein - niemand würde so einen Aufwand mit Aelle Rohr betreiben - da gebe ich Dir 100% Recht.

Edit : zur Berichtigung - was Du da siehst ist keine Konifizierung ( die sieht man i.d.R. von aussen auch nicht ), sondern die eingedrückten/profilierten Sicken in den Rohren.

Im Übrigen würde ich als Metallurg die Klassifizierung von Rohrsätzen in Kategorien wie "höherwertig" , "für Einsteiger" etc. schlicht ablehnen, da es nur Marketing-Geschwätz ist.

Sinnvoller/nüchterner wäre eine Einteilung nach Wanddicken/Gewicht/Festigkeit ( mechanisch/technologischen Eigenschaften ), Einsatzbereich.

Aber in der Fahrrad-Industrie hat das Jahrzehnte lange "brain-washing" der Marketing-Abteilungen einen nachhaltigen Erfolg bei der Kundschaft erzeugt.

Mittlerweile sinnlos, da noch aufklären zu wollen.
 
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Achso, jetzt verstehe ich, was Du meinst - das sieht fast nach Gilco aus.🤔
Und klar : das wird dann sicher kein Aelle sein - niemand würde so einen Aufwand mit Aelle Rohr betreiben - da gebe ich Dir 100% Recht...
Ciöcc z.B hatte recht schicke Rahmen aus Aelle im Programm mit viel Chrom, einigen Pantos und hübschen Lackierungen, was man eher bei Rahmen aus SL vermuten würde. Cornelo Rahmen fallen mir spontan als Beispiel für gedrückte Aelle Rohre ein. An vielen "Titan Exklusiv" Rahmen wurde der Trend gedrückte Rohre zu verwenden ebenfalls aufgegriffen; auch bei den einfacheren "Oria Hi Tension" Rohrsätzen.
 
Aelle war ein üblicher Mittelklasserohrsatz. Etwas stabiler und schwerer als SL.
Aber schau Dir mal die Bilder an: Hast Du schon mal einen von außen konifizierten Aelle Rohrsatz gesehen? Ich nicht. OK- Ich kann nicht alles wissen, aber schau es nochmal an.

Und die Lackierung habe ich genau so an meinem Vinci. Meines ist eindeutig ein Rickert. Vinci hat keine eigenen Rahmen gebaut. Den Columbusaufkleber hätte ich auch etwas zu neu eingestuft.
...diese Gardinenlackierung und die gedrückten Rohre im Gilco-Stil waren ja zu Ende der Stahlära durchaus auch bei einfachen unkonifizierten Rohrsätzen üblich. Meist wurden dazu aber Mannesmann Rohre verwendet, die dann bei Oria "veredelt" wurden. In Padua waren ja einige Industriebetriebe ansässig, die diese Rahmen in großen Stückzahlen für Konfektionäre hergestellt haben. Die Firma Titan aus der Schweiz hat ähnliche Räder mit den zugekauften Rahmen in diesem Stil vertrieben.
Eine Modesache mal wieder...
 
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Das war doch zu der Zeit absolut üblich . Das Rahmen-Dreieck besteht aus Aelle Rohren, welche zudem meist nicht konifiziert ( also straight gauge ) waren; die übrigen 8 Rohre aus normalem ( Bau-) Stahl.

Nicht so leicht wie "höher"-wertige Rohrsätze, dafür aber preisgünstig in der Herstellung und stabil.

MfG Michael
Doch, gerade die Rohre welche nicht das Rahmen-Dreieck bilden sind fast immer konifiziert und das sieht man auch. Die Hauptrohre sind endenverstärkt oder mit konstanter Wandstärke aber außen i.d.R. zylindrisch.
 
Wunderschöner italienischer Klassiker bei subito in Turin. 700€.
Der Verkäufer schreibt es Peloso zu, für mich sieht es eher nach Pelá aus, aber ich bin da nicht der Experte.
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https://www.subito.it/biciclette/bici-peloso-per-malano-torino-631885365.htm
 
Ciöcc z.B hatte recht schicke Rahmen aus Aelle im Programm mit viel Chrom, einigen Pantos und hübschen Lackierungen, was man eher bei Rahmen aus SL vermuten würde. Cornelo Rahmen fallen mir spontan als Beispiel für gedrückte Aelle Rohre ein. An vielen "Titan Exklusiv" Rahmen wurde der Trend gedrückte Rohre zu verwenden ebenfalls aufgegriffen; auch bei den einfacheren "Oria Hi Tension" Rohrsätzen.

War es nicht generell üblich, die eher schickeren (also mit viel Chrom oder gar Chromovelato) Rahmen aus Aelle zu haben und die "höherwertigen" sehen einfacher lackiert aus, mit weniger Chrom, da für den Renneinsatz?
 
War es nicht generell üblich, die eher schickeren (also mit viel Chrom oder gar Chromovelato) Rahmen aus Aelle zu haben und die "höherwertigen" sehen einfacher lackiert aus, mit weniger Chrom, da für den Renneinsatz?
Daß Cromovelato-Rahmen üblicherweise aus Aelle-Geröhr sind, hat eher fertigungstechnische Gründe: Die Vorbehandlung des Rahmens für die Ganzverchromung macht es erforderlich, alle Rahmenrohre spanabhebend zu bearbeiten. Um noch genug Reserven zu haben, ist es hier deshalb sinnvoll, für die Produktion nicht das dünnwandigste Rohr zu wählen.
Umgekehrt sind "einfachere" Lackierungen oder der Verzicht auf Verchromungen nicht automatisch ein Indiz für die "Höherwertigkeit". Die Spitzenrahmen von Koga Miyata etwa waren komplett verchromt unterm Lack. Dafür waren die Rahmen aber auch relativ schwer: Die trainierten Radsportler sollten nicht das Gefühl haben, einen Wackelpudding durch die Kurven zu bewegen. Das ging damals nur mit Materialeinsatz.
Und es gab auch nicht wenige Rahmenhersteller - da würde ich hier @DerManuel beipflichten - , die durchaus "schwere" Rahmenrohre verwendet haben und dennoch Wert gelegt haben auf "teure" Details wie Pantografien, innenverlegte Seilzüge oder aufwendigere Lackierungen (z.B. Rossin oder Dancelli).
 
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Keine Regel ohne Ausnahme
Cromovelato aus 531
pro

Anhang anzeigen 1731863
Anhang anzeigen 1731864
Columbus Aelle und Reynolds 531 sind nicht wesentlich abweichend hinsichtlich der Wandstärke. Wenn ich das richtig erinnere, reden wir da hüben wie drüben von jeweils 0,8 mm Wandstärke. Nur das Unterrohr mag bei Reynolds etwas dünner gewesen sein. Aber auch das ließ sich herstellerseitig immer ändern. Von einer wirklichen "Ausnahme" würde ich hier deshalb im Vergleich nicht sprechen. Etwas anderes würde nur gelten, wenn da jetzt z.B. der "Reynolds 653"-sticker draufklebte.
 
Columbus Aelle und Reynolds 531 sind nicht wesentlich abweichend hinsichtlich der Wandstärke.
Einspruch.
Zur Spannbreite bei Aelle kenne ich mich nicht aus, weise aber darauf hin, dass Reynolds 531 in sehr unterschiedlichen Dicken verfügbar war und ist – man nehme hier den roten 531 Aufkleber wahr : pro.
 
Einspruch.
Zur Spannbreite bei Aelle kenne ich mich nicht aus, weise aber darauf hin, dass Reynolds 531 in sehr unterschiedlichen Dicken verfügbar war und ist – man nehme hier den roten 531 Aufkleber wahr : pro.
Ok, dann aber mal her mit den Zahlen ! Außerdem: Aufkleber sind Schall und Rauch. Und ich weiß, daß auch Hersteller es hier manchmal nicht so genau nahmen.
 
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