• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Hunde-Angriff abwehren

Soll jetzt jeder Hundehalter, wenn er dich in 50 Meter Entfernung mit deinem Sohn sieht, umdrehen und einen Umweg nehmen?
Darum ging's:

dass nicht jeder Mensch Lust hat, beschnüffelt & angesabbert zu werden?


Aber wenn ein Hundehalter nicht durch Kommandos sicherstellen kann, dass sein Tier Menschen beschnüffelt und besabbert, dann erwarte ich tatsächlich schon, dass er den Hund an die Leine nimmt.
 

Anzeige

Re: Hunde-Angriff abwehren
Soll jetzt jeder Hundehalter, wenn er dich in 50 Meter Entfernung mit deinem Sohn sieht, umdrehen und einen Umweg nehmen? Manche hier sollten versuchen, das ganze etwas objektiver zu sehen und beide Seiten verstehen. Ist nicht ganz leicht, wenn man gewisse Erfahrungen gemacht hat, aber so kommt ihr doch immer wieder darauf hinaus, dass nur alle anderen alles falsch machen.
Meine Laufstrecken und auch viele Wege die ich mit dem Rad befahre liegen in Landschafts- oder Naturschutzgebieten, dort ist ganzjährig Leinenpflicht, mit Schildern und Piktogrammen deutlich angezeigt. Trotzdem sind 95% der Hunde nicht angeleint und im Verständnis der Hundebesitzer muss ich damit klarkommen, muss mich von den Kötern beschnüffeln oder schlimmstenfalls anspringen lassen. Abgesehen davon das ich Angst vor Hunden habe, wüsste ich nicht warum ich mir das gefallen lassen muss. Da ich in den letzten Jahren auch schon mehrfach von Hunden angegangen wurde, die sowas natürlich noch niemals vorher gemacht haben, laufe und fahre ich mittlerweile nur noch mit Pfeffergel und habe es auch schon einsetzen müssen. Mir tun die Hunde eigentlich leid, für ihre trotteligen Besitzer können sie ja nichts. Aber bevor ich mich wieder beißen lasse, geh ich auch auf Angriff.
 
Mein unfreundliches Verhalten gegenüber assozialen Hundehaltern ist damit begründet dass es bei uns Anleinpflicht höchstens in Innenstädten gibt und überhaupt kein Pflicht für eine Hundehaftpflichtversicherung. D.h. wenn ich von so einem Viech gebissen werde und den Halter auf ein sechsstelliges Schmerzensgeld verklage weiss ich gar nicht ob er/sie überhaupt soviel Geld hat.
Muss aber sagen dass die meisten freilaufenden Hunde sehr entspannt sind was man schon von weitem sehen kann und die meisten Halter sind ja zum Glück auch vernünftig.
 
Es geht um Thailand, sagte er doch ganz klar, dass das dort so üblich ist.

In Deutschland dürfen m.W. Hunde auf einem Grundstück (innerhalb geschlossener Ortschaften) nur dann frei laufen, wenn das Grundstück ausreichend (hoch und dicht) eingezäunt/gesichert ist.
So in etwa?
 
Und immer noch: warum sollte ich mich als Radfahrer immer so verhalten als wenn Hunde unterwegs sein können, es aber im Gegenzug für Hundebesitzer angeblich nicht zumutbar sein sich so zu verhalten als wenn immer Radfahrer unterwegs sein können?
Das sagt doch keiner… Wenn die Situation kommt, sollten sich eben beide Parteien so verhalten, dass es angemessen ist.
Wenn ich mit 30 angerauscht komme, kann ein Hundehalter aber nicht mehr reagieren. Genausowenig wenn ein Hund, der nicht hört, frei rumläuft, ich als Radfahrer kaum reagieren kann.
und nein ein dauerhaftes Anleinverbot, wenn man mit dem Hund Gassi geht, halte ich für Schwachsinn. Könnt ich mir gleich einen, Käfig um meinen Balkon bauen und ne Katze halten, das kommt ungefähr aufs gleiche raus
 
Es ging mir vor allem die Frage, wie man mit freilaufenden Hunden umgeht, die das Rennrad als Spielbeute ansehen.
Der erste Reflex ist natürlich, zu beschleunigen. Davon wollte ich abraten.
Glaube, wir sind noch nicht an dem Punkt im Gespräch, wo über konstruktive Lösungsansätze diskutiert wird.

So weit ich das verstehe, wird erwartet, dass man noch ein bisschnen eskaliert, schubladisiert und rechthabt.
 
Glaube, wir sind noch nicht an dem Punkt im Gespräch, wo über konstruktive Lösungsansätze diskutiert wird.

So weit ich das verstehe, wird erwartet, dass man noch ein bisschnen eskaliert, schubladisiert und rechthabt.

Also wie in vielen anderen Threads auch...
Sinnvoll, konstruktiv und lösungsorientiert diskutieren scheint schwer geworden zu sein.

Ich kann nur von mir behaupten beide Seiten zu kennen und mich regt die Diskussion an sich auf weil sie unnötig ist und würden sich alle einfach ein bisschen Rücksichtnahme auferlegen wäre das Thema keins.
 
würden sich alle einfach ein bisschen Rücksichtnahme auferlegen wäre das Thema keins.
Ganz so enfach ist es nicht, leider.
Das Ursprungsthema war ja: Ein Hund jagt dir hinterher und schnappt, während du auf dem Rad fährst.

Was sich daraus entwickelt hat, ist leider eine Art Grundsatzdiskussion darum, wer im Normalfall (Gassigänger trifft Radfahrer) dann die Schuld trägt und dass Hunde per se unkontrolliert durch die Gegend laufen (Sicht Radfahrer) bzw. alle Radfahrer immer mit 30 über dern Feldweg kacheln, rücksichtslos (Sicht Gassigeher)
 
Ganz so enfach ist es nicht, leider.
Das Ursprungsthema war ja: Ein Hund jagt dir hinterher und schnappt, während du auf dem Rad fährst.

Was sich daraus entwickelt hat, ist leider eine Art Grundsatzdiskussion darum, wer im Normalfall (Gassigänger trifft Radfahrer) dann die Schuld trägt und dass Hunde per se unkontrolliert durch die Gegend laufen (Sicht Radfahrer) bzw. alle Radfahrer immer mit 30 über dern Feldweg kacheln, rücksichtslos (Sicht Gassigeher)

Im Moment der Interaktion ist eigentlich völlig egal, wer die Schuld trägt.
Interessant wäre, wie man möglichst stress- und verletzungsfrei aus der Situation rauskommt.
(Kurioserweise wollen diejenigen, die es am meisten stresst, am wenigsten darüber diskutieren)

Wäre es wünschenswert, dass alle Hundehalter ihre Hunde so unter Kontrolle hätten, dass andere sich keine Gedanken machen müssen (mit der ohne Leine)? Absolut! (AFAIK ist das im Wesentlchen sogar die Rechtslage)
Ist das die Realität im Wald? Eher nicht.
Geht's mir beim Radfahren besser, wenn ich weiss, wie ich solche Situationen gestalten kann? Mir schon.
Bringt's mir was, zu wissen, dass Hundehalter doof sind und Hunde ein Luxusproblem verwöhnter Zivilisationsbürger? Nur bedingt.
Alle doof? Sowieso.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz so enfach ist es nicht, leider.
Was sich daraus entwickelt hat, ist leider eine Art Grundsatzdiskussion darum, wer im Normalfall (Gassigänger trifft Radfahrer) dann die Schuld trägt und dass Hunde per se unkontrolliert durch die Gegend laufen (Sicht Radfahrer) bzw. alle Radfahrer immer mit 30 über dern Feldweg kacheln, rücksichtslos (Sicht Gassigeher)
Eigentlich gibt es die Diskussion gar nicht, denn §28 StVO und §833 BGB regelt das ja, und es sind auch keine Fälle die nie vorkommen.

https://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/3104.htm
https://www.landesrecht-hamburg.de/bsha/document/NJRE001409905

Ich schließe daraus:
Ein Hund muss wie ein Fußgänger behandelt werden, für alle tiertypischen Gefahren ist der Halter verantwortlich. Tut man das nicht ist die Teilschuld 1/3.

Im Moment der Interaktion ist eigentlich völlig egal, wer die Schuld trägt.
Interessant wäre, wie man möglichst stress- und verletzungsfrei aus der Situation rauskommt.
(Kurioserweise wollen diejenigen, die es am meisten stresst, am wenigsten darüber diskutieren)

Wäre es wünschenswert, dass alle Hundehalter ihre Hunde so unter Kontrolle hätten, dass andere sich keine Gedanken machen müssen (mit der ohne Leine)? Absolut! (AFAIK ist das im Wesentlchen sogar die Rechtslage)
Ist das die Realität im Wald? Eher nicht.
[...]
Alle doof? Sowieso.

Das ist richtig, aber eine gewissen Kenntnis über den Sachverhalt ist schon irgendwie gut.
Die Realität im Wald ist bei uns in SH übrigens, dass überall Leinenzwang ist, in vielen LSGs auch, in NSGs sowieso. Wenn mir einer doof kommt wie neulich, als ich ohnehin schon auf <10 km/h gebremst und auf dem ~4m breiten Waldweg komplett rechts gefahren bin und der Hund mich trotzdem noch so bedrängt hat, so dass ich komplett anhalten musste, dann werde ich sehr deutlich.

Ich hab null Probleme mit Hunden, die gut hören und eine entsprechende Ausbildung genossen haben.
Eine große Abneigung habe ich aber gegen die Halter, die ihren Hunden das nicht ermöglichen, oder sie sogar willentlich gefährden (z.B bei uns auf dem Radschnellweg Gassi gehen - wtf?).
 
Wenn mir einer doof kommt wie neulich, als ich ohnehin schon auf <10 km/h gebremst und auf dem ~4m breiten Waldweg komplett rechts gefahren bin und der Hund mich trotzdem noch so bedrängt hat, so dass ich komplett anhalten musste, dann werde ich sehr deutlich.

Ich hab null Probleme mit Hunden, die gut hören und eine entsprechende Ausbildung genossen haben.
Eine große Abneigung habe ich aber gegen die Halter, die ihren Hunden das nicht ermöglichen, oder sie sogar willentlich gefährden (z.B bei uns auf dem Radschnellweg Gassi gehen - wtf?).
^this
 
Was machst du wenn Fall #1 eintritt wie ichs oben beschrieben habe. Der Radler kommt von hinten an, ohne dass du ihn gehoert hast?
Da bleibt ein Restrisiko: Ich habe ein gutes Gehör, aber je nach Wind und Bereifung kann man trotzdem ein Fahrrad überhören.
Unser Köter nimmt Fahrradfahrer nicht wahr, wenn sie am Schnüffeln ist. Die sind dann im Tunnel der Sinne und blenden alles Profane wie z.B. Fahrradfahrer aus.
Als Radfahrer klingle ich oft, die Fußgänger (mit und ohne Hund) hören es zu 50% nicht wegen Kopfhörern oder altersbedingt.
Am Ende müssen alle Wegenutzer mitdenken. Was aber gar nicht geht, sind Hundebesitzer die laut oder mit Kopfhörer telefonieren und mir dann als Radfahrer nachrufen, dass ich klingeln muss. Da hatte ich schon krasse Diskussionen.
 
Da bleibt ein Restrisiko: Ich habe ein gutes Gehör, aber je nach Wind und Bereifung kann man trotzdem ein Fahrrad überhören.
Unser Köter nimmt Fahrradfahrer nicht wahr, wenn sie am Schnüffeln ist. Die sind dann im Tunnel der Sinne und blenden alles Profane wie z.B. Fahrradfahrer aus.
Als Radfahrer klingle ich oft, die Fußgänger (mit und ohne Hund) hören es zu 50% nicht wegen Kopfhörern oder altersbedingt.
Am Ende müssen alle Wegenutzer mitdenken. Was aber gar nicht geht, sind Hundebesitzer die laut oder mit Kopfhörer telefonieren und mir dann als Radfahrer nachrufen, dass ich klingeln muss. Da hatte ich schon krasse Diskussionen.
Ich halte es mit Hundebesitzern bzw. halt eben mit Verkehrsteilnehmern meist so wie mit Hunden, wer nicht auf zaghaftes Klingeln reagiert wird angeschrien bzw. halt eben verbellt :D, wie ihr mir, so ich euch, ich muss mein Weibchen verteidigen :bier:


Spaß beiseite, ich kann schon laut werden!
 
Zurück