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Die Rennmaschinen bis 1990 Sammler haben auch gleich altes Hifi Geraffel

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Re: Die Rennmaschinen bis 1990 Sammler haben auch gleich altes Hifi Geraffel
So Freunde, dem Thementitel entsprechend ist mein CD Player uralt (30) und fängt nun an rumzuzicken.

Er braucht beim einlesen der CD recht lange, beim abspielen habe ich bei manchen CDs Hintergrundgeräusche, klingt anfangs als ob es zur Musik gehört aber nervt dann.
Dann kommen ab und an mal Aussetzer dazu und der Player ist auch sehr sensibel was Erschütterungen angeht, so kenne ich ihn gar nicht.

Nun meine Frage, ist das Verschleiß (das Alter) Verschmutzung oder ein verstellter Laser.
(Beim neuerlichen Tausch des Ladenriemens (Luftballonrand) war ich etwas rabiat.

Was meint ihr, wo soll ich ansetzen, oder lieber für 50€ was in der Bucht fischen?
Grüße aus Vesta

Daniel
Wenn das direkt nach dem Riementauschs passiert ist, hast du was verstellt oder den Laser verschmutzt.
ist das zeitlich auseinander, könnte sich nun der Laser verabschieden. Das gab's ja schon Tips.
Ist das Gerät hochwertig könnte man dem Laser tauschen ( lassen) sofern es Ersatz gibt und du den behalten willst.
50€ aus der Bucht kann was recht neues billiges sein oder was altes besseres. Kann man so nicht deuten. In der Regel gibt's für 50€ keine Wunderdinge aber brauchst du ja vielleicht auch nicht und willst nur deine Fr hören können. Diverse DVD Player machen das aber auch nebenbei mit, da gibt's auch ordentliches
 
Danke erstmal für die Tipps, ich glaube ich behalte das Ding erstmal.
Ersatz hab ich auch zu genüge aber es wäre eben nicht mein erster CD Player.
Ein Harman Kardon 710, nix besonderes aber zumindest gibt es den Laser für 25€ zu kaufen.
 
Hmm, der Fernsehbeitrag ist natürlich so wie er gemacht wurde super geeignet um dieses schwulstige DDR- Trauma zu pflegen.

Historisch korrekt wäre allerdings aus verschiedenen Blickwinkeln heraus doch eine etwas andere Darstellung.
Die BR-25 ist sicherlich der erste in großer Stückzahl gefertigte Studio-Monitor, welcher den Weg in die heimischen Wohnzimmer schaffte. Er ist auch der erste "Heimlautsprecher" auf deutschem Boden, der von einem Profi der Veranstaltungs- und Rundfunktechnik entwickelt wurde. Und ja, er ist richtig gut und dabei auch heute noch zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Ich habe selber ein Pärchen BR-25 und als passiver Studio-Monitor ist er auch heute noch eine Hausnummer und bei kleinen Wohnzimmern sicher auch für dem häuslichen Gebrauch mehr als nur tauglich.

Die Veranstaltungs- und Rundfunktechnik der DDR basierte übrigens auf der Weiterführung der vielen in Kriegszeiten aus Berlin und Umgebung umgesiedelten Betriebe und auch aus der Nähe der Standorte vor dem Krieg zu etablierten und weitaus fortschrittlicheren Fertigungsstätten der Nachbarn - z.B. Tesla in der Tschechoslowakei.

So war z.B. Leipzig der Standort von Körting vor dem WW2. Ansonsten handelte es sich ja um eine ziemlich neue Technologie, welche einerseits vom Rundfunk aber auch von den Nazis angetrieben wurde. Ein schönes Beispiel gibt hier der sog. Volksempfänger, welcher übrigens das erste Wiedergabegerät darstellte, für das man das erste Mal in der Geschichte auch in großen Stückzahlen produzierte Lautsprecher benötigte.

Die Firmen, welche sich mit der damals sehr neuen Materie beschäftigten siedelten sich gerne rund um die großen Funkhäuser wie in Berlin (Reichsrundfunkgesellschaft), München, Stuttgart oder später auch Frankfurt/ Main und Mainz (SWR) an.

Bei den Lautsprechern fallen dann Namen wie Hans Eckmiller oder besser die Eckmiller-Werke, Siemens Klangfilm, Telefunken, Loewe und Lorenz, Neumann oder die Schulz Elektroakustik ins Gewicht und die oder deren Werke/ Manufakturen lagen entweder von Haus aus schon im Ostteil (wie z.B. Schulz in Berlin Weissensee) oder sind aufgrund der Kriegslage damals sozusagen mit Kind und Kegel aus Berlin in per Luft noch nicht erreichbare Gebiete umgesiedelt worden, da diese Dinge wie Funkgeräte, Teile dafür oder die Enigma herstellten.

Deshalb fanden sich dann auch nach dem Ende des WW2 viele der Manufakturen und Betriebe sowie auch viele der damaligen Techniker und Ingenieure in der russisch besetzen Zone wieder. Ähnlich hat es sich wohl auch bei der Getriebetechnik verhalten. Auch war in den ostdeutschen Gebieten vor dem WW2 der Großteil der Feinmechanik beheimatet - Linsen und Kameras wären z.B. dafür in gutes Beispiel (z.B. Zeiss mit der Contax II).

Es gab also viel altes Know How und auch ausreichend Spezialisten auf die man nach dem ersten Russen-Terror wieder zu- und zurückgreifen konnte; zumindest sofern die wissenden Menschen nicht von den Russen verschleppt oder ermordet worden oder vor diesen geflüchtet waren.

Herauszustellen wäre übrigens auch nicht unbedingt die BR-25 und deren Derivate allein sondern die Geschichte hinter Musikelektronik Geithain an sich.

1960 durch Joachim Kiesler gegründet, seither Entwicklung und Bau von Veranstaltungstechnik (Mikrofon- und Mischverstärker, Orgeln), 1972 enteignet und Überführung in VEB Musikelectronic Geithain (MEG), 1984 Entwicklung der BR-25 und der RL-900, mit der dann alle Rundfunk- und Fernsehanstalten der DDR und auch viele der größeren Kulturhäuser ausgestattet wurden. 1987 kamen BR-37 und BR-27 sowie die BR-50. 1992 Rücküberführung des VEB in Privateigentum durch eine Gruppe mit und um Joachim Kiesler.

Heute findet sich die RL-900 in Rundfunkanstalten rund um den Globus und auch in vielen Studios. Das auch weil die ARD bereits 1989/90 der RL in einem Auswahlverfahren "beste Transparenz und Ortungsschärfe" bescheinigte.

Die wichtigen Eckpunkte für den Filmbeitrag allerdings wären somit die Geschichte von Geithain, wenn ein Profi einen Lautsprecher entwickelt, dann ist der auch nach 40 Jahren nicht veraltet und lässt sich auch immer noch reparieren.
 
Sehr interessanter mdr bericht, man erfährt viel. Nur über den Klangcharakter eher wenig - ausser , daß sie "für den Preis" unglaublich gut waren / sein sollen. Für mich ist das keine vernünftige Aussage.
 
Nur über den Klangcharakter eher wenig - ausser , daß sie "für den Preis" unglaublich gut waren / sein sollen. Für mich ist das keine vernünftige Aussage.
Hmm, in der westdeutschen Funktechnik wurde im Dezember 1984 über die Leipziger Messe und damit das erste Mal in Freiheit auch von der BR-25 wie folgt berichtet

Funktechnik 1984-12 - Eindrücke Lepziger Messe auch zur BR-25.jpg

Ähnlich fallen seither alle in der HiFi-Journalie abgegebenen Urteile aus - so auch in z.B. tools4music 2-2006. Der dort geteilte Frequenzgang bestätigt das auch sehr anschaulich

BR-25 FRQ tools4music2-2006.jpg

Er zeigt auch für welchen Zweck und welchem Augenmerk die BR-25 designt wurde - als Regielautsprecher und diese müssen immer linear aufspielen; dürfen also keine allzu großen Buckel oder Täler im Frequenzgang aufweisen. Mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln und Materialien sind die zwischen 2 und bis zu 5 dB Pegelunterschied als gut zu bezeichnen. Die (westliche) Konkurrenz hat das damals meist auch nicht wirklich besser hinbekommen.

Die Ergebnisse wurden übrigens auch in der HiFi-Forenlandschaft später öfter bestätigt - so z.B. hier im Old Fidelity.
 
... Klangcharakter ...
Noch ein Nachtrag hierzu:

Moderne Lebenssituationen haben zwischen 1960 und 1985 die Regal- oder Kompaktlautsprecher immer kleiner werden lassen. Startete das "Program" z.B. mit Lautsprechern wie der Acoustic Research AR-4, KLH Model Seventeen, Spendor BC-1, Dynaco A-25 oder Heco Professional B-250 oder Bang & Olufsen S30 so musste sich die Größe den kleiner werdenden Räumen und Raumzuschnitten anpassen.

Ähnlich verhielt es sich auch bei den professionellen Nutzern; Rundfunk und Fernsehen wurden mobiler und benötigten bereits direkt vor Ort bei der Aufnahmesituation (also im Regiewagen) eine Abhör- und Abmischmöglichkeit.

Das war quasi die Geburtsstunde der klassischen kleinen Regie-Monitore. Rogers LS3/5a (das BBC Research Department hat sie entwickelt und Rogers war der erste Konzessionär, davon gab es max. 3 zur gleichen Zeit aber insgesamt neben Rogers noch 11 Andere) und Yamaha NS-10 fallen da z.B. sofort ein. Aber auch die eher für den Heimgebrauch gedachten Royd A7 oder Coniston, Canton GLE 40, Restek Optima oder Infinity RSa und viele Andere.

Auch dazwischen (also in den Segmenten PRO- "gegen" Heim-Audio) gab es ein paar Zwitter in dieser Größe wie z.B. die Philips MFB 22AH542 oder 22AH544 - auf einem dieser Modelle sollen sogar ganz famose Alben der ewig überschätzten Band Pink Floyd abgemischt worden sein. Bei Klein & Hummel gab es in der ungefähren Größe die O98 als Regielautsprecher.

Die Auswahl an kleinen 2-Wegerichen war damals sogar groß, wie sich eine BR-25 dagegen im direkten Vergleich "benimmt" kann man sich im Internet zusammensuchen. So hat Thomas Schmidt von der Klang & Ton sich der Canton GLE 40 angenommen und dazu die Messungen veröffentlicht. Diese kann man mit Jenen z.B. aus dem Old Fidelity vergleichen und wird feststellen - so groß ist der Unterschied nun nicht.
 
Auch dazwischen (also in den Segmenten PRO- "gegen" Heim-Audio) gab es ein paar Zwitter in dieser Größe wie z.B. die Philips MFB 22AH542 oder 22AH544 - auf einem dieser Modelle sollen sogar ganz famose Alben der ewig überschätzten Band Pink Floyd abgemischt worden sein. Bei Klein & Hummel gab es in der ungefähren Größe die O98 als Regielautsprecher.
In professionellen Studios werden die Aufnahmen über mehrere Systeme gemischt, um keine bösen Überraschungen beim Hören über "normale" Anlagen zu erleben. So kann man (verkürzt) auch sagen, dass Album XY übers Küchenradio gemischt wurde.
Klein und Hummel Monitore leben unter Neumann KH... (verschiedene Größen) weiter. Sehr empfehlenswert aber problematisch bei schlechten Aufnahmen - shit in => shit out.

In wieweit findest Du Pink Floyd "ewig überschätzt"? Klar sind es meist einfache Kompositionen mit bombastischen Arrangements, aber immerhin haben sie Benchmarks in Syth Sounds gesetzt. Man muss sich einmal überlegen, wie schwierig es damals war, diese Klänge zu erzeugen. Die >50 Jahre alten Sounds sind heute immer noch aktuell (im Gegensatz zu vielen 80er Syth Sounds). Und nach David Gilmour (Gitarre) ist in Musikerkreisen der Effekt benannt, wenn einer es schafft, mit wenigen Tönen Gänsehaut zu erzeugen. Die beiden Punkte allein sind schon mehr als die allermeisten Musiker je erreichen.
 
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