2. Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy in Werne
11.01.2026
Der 2. Lauf der WWBT stand in Werne an. In der Nacht zum Sonntag gingen die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich. Das GT Karakoram hatte ich bereits am Vortag ins Auto geladen. Samstag stand eine Feier mit der E-Bike-Gruppe im Münsterland an. So kam ich erst gegen Mitternacht ins Bett. Früh Morgens klingelte der Wecker und etwas über eine Stunde später war ich schon wieder unterwegs. Gegen 8:15 Uhr traf ich in Werne ein. Frühstücken und dann anmelden. Ich beschloss, statt der 47 km Strecke nur die 35er zu fahren, da es teilweise sehr glatt war. Der Schnee war tiefgefroren. An der Anmeldung traf ich natürlich auch wieder viele aus meinem Verein, Christian, Katja, Matthias. Andreas traf ich an der Kontrolle.
Als ich kurz nach 9 Uhr startete, waren es immer noch -9 Grad Celsius. Mit anderen Worten schweinekalt. Da ich mir anfangs ein Tuch über Mund und Nase zog, beschlug meine Brille. Prompt verfuhr ich mich. Zum Glück fand ich zurück auf die Strecke. Ich hatte vergessen den Track aufs Navi zu laden.
Die Straßen waren geräumt und frei, aber in den Geländeabschnitten gab es überfrorenen Schnee und auch blankes Eis. Ein paar Mal rutschte ich, konnte das Rad aber auffangen. Zur Vorsicht fuhr ich sehr langsam und wurde entsprechend oft überholt.
Von Werne ging es über Feld- und Waldwege Richtung Stockum und dann durch die Lippeauen und schließlich entlang des Datteln-Hamm-Kanals.
Hinter der Halde Franz, am Rande von Hamm, fuhr ich auf die andere Kanalseite. Dort ging es wieder zurück.
Kurze Zeit später kam nach knapp 19 km die Kontrolle. Ich aß eine Kleinigkeit und trank warmen Zitronentee. Außerdem traf ich Harald und Andreas an der Kontrolle. Beide waren auf der 75er-Strecke unterwegs.
Nach der kurzen Pause fuhr ich weiter. Bloß nicht zu lange aufhalten, es war noch immer sehr kalt, wenn auch die Sonne schien. Hinter dem katholischen Friedhof von Herringen wechselte ich über eine Brücke wieder auf die andere Seite des Kanals.
Dieses Mal ging es aber nicht mehr am Kanal weiter, sondern landeinwärts Richtung Bockum.
Mit Bockum schon in Sichtweite bog ich links auf einen Feldweg wieder Richtung Stockum ab. Immer wieder gab es kleine Rutscher, die aber ohne Folgen blieben. Ich kam an einem Bauernhof mit der Kontrolle für die kurze Familienstrecke vorbei. Hier machte ich aber nicht nochmal Pause. Ich wollte zurück.
Am Rande von Stockum führte die Route Richtung Norden, grob Richtung Horst, bevor sie wieder westlich zurück nach Werne führte. Wenige Kilometer vor dem Ziel verfuhr ich mich nochmal, fand aber auch hier auf die Strecke zurück. So kam ich doch noch auf 35,2 km. Die 35er-Strecke hatte tatsächlich eigentlich nur 32 km.
Am späten Mittag kam ich bereits glücklich und ohne Sturz ins Ziel. Das GT und ich hatten es wieder geschafft. Wie ich leider erfahren musste, sind doch einige gestürzt. Ich sah im Zielbereich auch Fahrer humpeln. Hier nochmal gute Besserung. Ich gönnte mir noch etwas zu essen und wärmte mich auf, bevor ich den Heimweg antrat. Die nächste Veranstaltung ist jetzt Morgen in Waltrop. Dort fahre ich nur die 22 km Strecke mit dem E-Bike, da ich etwas erkältet bin und nichts riskieren möchte.
Ach ja, waren es in Capelle wohl noch um die 500 Teilnehmer, kamen in Werne bei der Kälte bedauerlicherweise nur 377. Kann mich noch gut an die Zeit vor Corona erinnern, wo es oft jeweils über 1.000 Teilnehmer waren. Hoffe, die Serie wird trotzdem ein Erfolg und es gibt sie noch lange Jahre. Auf jeden Fall vielen Dank an die zahlreichen Helfenden vom Verein in Werne. Es war alles wieder gut organisiert. Und Spaß hat es trotz der Kälte gemacht.
Jennifer aka Sonne_Wolken