Ich glaube ausserhalb der Touri Hotspots wie Honfleur etc. (und vielleicht nicht gerade im August) sollte man da was finden, oder?
Selbst im August geht das noch, frag aber nicht nach den Kosten... Weil das so nah an Paris ist, gibt es dort sehr viele Ferienhäuser, teils findet man selbst in Schlossparks welche.
Ich war letzte Ostern in der Gegend, relativ kurzentschlossen, also 2 Wochen vor Urlaub in airbnb noch was schönes und günstig gefunden, unser Haus lag südlich von Dieppe mitten im Feld, und nur 5km von einem netten Dorf-Supermarkt in Tôtes weg.
Honfleur ist von Le Treport schon etwas weiter weg, lohnt sich aber auf jeden Fall. Wenn du aber eh dort hin willst, nimm gleich auch Bayeux und den berühmten Teppich mit. Wenn du dich für D-Day interessierst, dann plane dort einen extra Tag ein, Utah, Omaha, Gold Beach, La Pointe du Hoc, viele Bunker, Geschützstellungen usw., es gibt da auch mehrere Museen, welche Panzer, Kanonen usw. aus dem 2. Weltkrieg ausstellen. Besser, und das habe ich das nächste Mal vor, mir dafür ein Ferienhaus in dieser Gegend zu suchen, dann kann man auch das schon sehr bretonisch wirkende Contentin von Cherbourg bis hin zum Mont
Saint Michel entdecken. Und wenn man in der Gegend ist, ein paar Flaschen Calvados mitnehmen... Caen soll auch toll sein, dafür hatten wir aber keine Zeit, und eigentlich wollte ich auch mal nach Camenbert, und zun Nationalen Gestüt Haras du Pin, aber auch dafür war die Zeit zu kurz,
Auch für sonst östliche Normandie würde ich eher etwas weiter westlich suchen, in Richtung Cany-Barville, Fecamp, es gibt dort in Seine-Maritime (Pays de Caux) genug zu sehen, schon alleine diese Steilküste, die von westlich von Etretat bis Le Treport reicht. Mache aber unbedingt auch einen Abstecher zur Baie de Somme nach
Saint-Valery und Le Croty, vielleicht erwischst du dort sogar einen Sonntag, wo die Museumsbahn zwischen beiden Orten fährt. Ansonsten, sehenswert, von Ost nach West an der Küste: Le Treport, Dieppe (viele Restaurants am Hafen), Veules-les-Roses (eines der schönsten Dörfer Frankreichs),
Saint-Valery-Les-Caux, Cany-Barville (Schloss südlich davon, See mit Sommerrodelbahn), Veulettes sur Mer, Fecamp, Etretat. Le Havre sollte man auch gesehen haben, die Innenstadt ist wegen totaler Zerstörung im 2. Weltkrieg komplett modern aber architektonisch interessant. Rouen darf man auf keinen Fall verpassen, Honfleur auch nicht (es gibt dort ein Factory Outlet mit den üblichen Marken direkt an der Pont de Normandie, besser ist aber das Outlet an der Autobahn zwischen Rouen und Paris, etwa 30 km von Rouen weg, und Abends am alten Hafenbecken in einem der zahlreichen Restaurant zu sitzen ist unvergesslich). Dann unbedingt ein Stück die Seine zwischen Honfleur und Rouen erkunden, dort finden sich mehrere Schlösser und das Kloster von Jumieges. Was ich selbst nicht geschafft habe, war das Chateau Gaillard bei Les Andelys südöstlich von Rouen, es gab da unterwegs an der Seine einens schweren Verkehrsunfall, da rannte uns dann die Zeit davon. Diese Burg ist berühmt, wegen Richard Löwenherz und der Befreiung der Normandie von den Briten. Und dann habe ich noch einen Geheimtipp, das hat meinen Kids am Besten gefallen: Parc de Cleres, ein Vogelpark mit einem schönen normannischen Schloss, in dem es fast keine Zäune gibt. Außerdem gibts dort Rehe und Kangurus, die durch den Park hüpfen. Auch das Dorf Cleres kann man sich ansehen.
Und wenn es auf Hin- oder Rückfahrt auf dem Weg liegt, mache einen Stop in Amiens, eine sehr schöne Stadt und die gotische Kathedrale ist die Größe überhaupt, man kann dort auch fast wie in Venedig sich mit der Gondel auf der Somme fahren lassen.
Und das ist nur das, was wir in 10 Tagen geschafft haben, in Seine Maritime gibts noch viel mehr. Westlich von Honfleur sind ein paar berühmte Badeorte, die ich auch verpasst habe, die Gegend dort ist an der Küste entlang eine elendige Fahrererei, alles verkehrsberuhigt, so dass man kaum voran kommt.