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Campagnolo Stellenabbau: 120 Jobs sollen gestrichen werden

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Re: Campagnolo Stellenabbau: 120 Jobs sollen gestrichen werden
Die "neuen" Forennutzer sind das Spiegelbild der Campa-Misere. Es bewahrheitet sich immer, immer wieder: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So ist das Leben, so ist die Welt. Die neue Ausrichtung kommt einfach sehr spät. Vielleicht kriegen sie mit sehr gestrafftem und klügerem Produktsortiment doch noch die wirtschaftliche Kurve. Man kann es ihnen nur wünschen.
 
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Mein erstes Rennrad war ein Stevens mit Campa Daytona 10s in 2003! ALLE Gruppen danach konnten NIX besser und waren NICHT haltbarer! Danach kam nur noch Shimano oder SRAM, weil Cdmpa den OEM-Markt vollkommen ausser Acht gelassen hat. Die Aftermarketpreise waren immer zu hoch.....jetzt sind sie da wo die sind.

Wer auch nur Ansatzweise aufs Geld achten muss, landet automatisch bei Shimano oder neuerdings chinesischen Anbietern.
 
Gibt es noch den Korkenzieher von Campagnolo? Taugt der was? Wäre etwas für den Gabentisch.
Habe ich vor einigen Jahren gekauft. Damals für lächerliche 129,-.
Bis jetzt kam jeder Korken in einem Stück aus der Flasche. Von der Hülse war ich etwas enttäuscht. Besteht aus Kunststoff, hält aber trotzdem.
Tolles Teil, welches warscheinlich noch Jahrzehnte funktionieren wird.
 
Ich finde die Nachricht sehr schade, nicht weil ich ein neu angemeldeter Nostalgiker bin und/oder absoluter Campa Liebhaber. Ich finde es nur traurig, dass man diese Form der Firmenübernahme in den letzten Jahren in so vielen Unternehmen beobachten kann.
Ein*e direkte*r Nachkomme, Enkelkind oder Erbe übernimmt ein Unternehmen, beobachtet es eine Zeit, gesteht dann ein Fehler gemacht zu haben in der Vergangenheit und die Lösung ist dann immer die ✨lean production✨. Und was ist das teuerste in der kompletten Kette von Produktentwicklung bis zur Auslieferung? Personal.

Nur frage ich mich, mit welchem Personal man jetzt dann mal so schnell 5-10 Jahre know how nachholen will, wenn man gerade eben einen Teil rausgeworfen hat?

Ich sehe für Campa aktuell nur 2 realistische Wege. Entweder man entwickelt (evt. Mit externer Hilfe) neue Mittelklasse Produkte, die dann nicht mehr Made in EU sind, was einigen übel aufstoßen wird und rettet sich über die Runden. Oder man bekommt es weiter nicht auf die Reihe abseits des Nostalgie - High Ende Sektor Fuß zu fassen und wird langfristig immer weniger relevant, wirft aber weiter ein klein wenig Gewinn ab weil man vorher genug Leute losgeworden ist.
 
Ich finde die Nachricht sehr schade, nicht weil ich ein neu angemeldeter Nostalgiker bin und/oder absoluter Campa Liebhaber. Ich finde es nur traurig, dass man diese Form der Firmenübernahme in den letzten Jahren in so vielen Unternehmen beobachten kann.
Ein*e direkte*r Nachkomme, Enkelkind oder Erbe übernimmt ein Unternehmen, beobachtet es eine Zeit, gesteht dann ein Fehler gemacht zu haben in der Vergangenheit und die Lösung ist dann immer die ✨lean production✨. Und was ist das teuerste in der kompletten Kette von Produktentwicklung bis zur Auslieferung? Personal.

Nur frage ich mich, mit welchem Personal man jetzt dann mal so schnell 5-10 Jahre know how nachholen will, wenn man gerade eben einen Teil rausgeworfen hat?

Ich sehe für Campa aktuell nur 2 realistische Wege. Entweder man entwickelt (evt. Mit externer Hilfe) neue Mittelklasse Produkte, die dann nicht mehr Made in EU sind, was einigen übel aufstoßen wird und rettet sich über die Runden. Oder man bekommt es weiter nicht auf die Reihe abseits des Nostalgie - High Ende Sektor Fuß zu fassen und wird langfristig immer weniger relevant, wirft aber weiter ein klein wenig Gewinn ab weil man vorher genug Leute losgeworden ist.
Sehe das nicht so pessimistisch.
Luxus ist n gutes Segment, wenn man es erreicht. Dazu muss man die Kundschaft verführen…nicht überzeugen.
Ne Rolex kann nix besser als ne Samsung Smartwatch, trotzdem käme niemand auf die Idee, sich zwischen beiden zu entscheiden.

Campa hat da eigentlich gute Karten und im Gegensatz zur Radbranche generell, leidet das Luxussegment nicht so stark wie Brot und Butter.

Der einfache Weg wäre die Namensrechte an nen Chinesen zu verkaufen. Ist ja sogar rotor gelungen, mit quasi null Historie und Flair. Würde bei Campa bestimmt möglich sein. Aber in vicenza hat man sich für den harten Weg entschieden. Daher kann ich das Gemeckere nicht nachvollziehen.
 
Die Campa Rasterscheibe aus Plastik. Legendär!
Die Holzklasse bei Campa, wie die Athena oder vorher die Mirage, bei der die Gänge alle durchrutschten.

Und dann Power Shift statt Ultra shift, Power Torque statt Ultra Torque.
Die Campa Mittelklasse war in den letzten Jahren nicht gerade empfehlenswert.
 
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Hey! Die haben den Schnellspanner erfunden! Als erste! Den Schnellspanner!
naja, und die ersten brauchbaren Schaltwerke, und mit die ersten, die serienmäßig Carbonkurbeln verbauten und und und...
Nur eines haben sie nicht geschafft - aus Unfähigkeit eine Tugend zu generieren, wie SRAM, die uns 1x aufs Auge drücken wollten, bis sie dann selbst brauchbare Umwerfer bauen konnten
:cool:
 
Überraschend ist, dass Campagnolo 300 Mitarbeitende hat. 120 werden entlassen, die restlichen 180 sind dann wohl die echten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
 
Ja damals war alles besser…

Wahrscheinlich hast du auch noch ne 30 Jahre alte Miele Waschmaschine neben dem Campa Rad im Keller stehen…

Tut mir leid ich lebe im jetzt und auch wenn es die Campa-Fanboys nicht gerne hören: Die Kundschaft bricht denen aus mehreren Gründen weg sonst käme es jetzt nicht zu diesen Maßnahmen.
Wohl wahr und dennoch bleibe ich Fan-Boy.... An einem Italiener vor 2019 gebaut, will ich nur Campa
 
Die Chorus fand ich eigentlich eine interessante Gruppe. Die Übersetzungsvariante 32/48 ist sicherlich auch für einige interessant und ach der generelle Ansatz von Campa zusammen mit Magura die Bremsen zu entwickeln fand ich klug.
Aber die Chorus ist einfach in der Entwicklung stehen geblieben, da es bis heute keine elektr. Variante gibt und wenn man einer Shimano Ultegra Di2 oder Sram Forxe AXS nichts entgegensetzen kann, wird man nur ein Nischenanbieter bleiben.
 
Häh?
Wie kommt man denn zu dieser Ansicht?
Die waren doch immer hintendran mit relevanten technischen Neuerungen, nie Vorreiter.
Das ist meiner Meinung nach die Hauptursache für die Misere der letzten Jahre.




Ja, eben
Quatsch.... Sie waren innovationsmäßig immer vorn mit dabei.... Aber eben nur bis 2019 .... Shimano war aufgrund der Tranchen und der Erstausstattung wirtschaftlich seit den 90ern erfolgreicher....

Es gibt wsl. viele Beispiele, bei denen Firmen trotz Qualität und Technologieführerschaft aufgrund der Marktmechanismen nicht überlebt haben
 
Die Chorus fand ich eigentlich eine interessante Gruppe. Die Übersetzungsvariante 32/48 ist sicherlich auch für einige interessant und ach der generelle Ansatz von Campa zusammen mit Magura die Bremsen zu entwickeln fand ich klug.
Aber die Chorus ist einfach in der Entwicklung stehen geblieben, da es bis heute keine elektr. Variante gibt und wenn man einer Shimano Ultegra Di2 oder Sram Forxe AXS nichts entgegensetzen kann, wird man nur ein Nischenanbieter bleiben.
Exactly
 
So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen.

Bei Scheibenbremsen war man recht spät, aber sonst?!
Elektro hatte man vor Sram, wie jemand schon schrieb 10,11,12 und 13-Fach….alles bei Campa als erstes verfügbar.
Ultra-torque, in der Herstellung teure, aber extrem langlebige und sorgenfreie kurbelgarnituren.
CULT Lager sind imho die einzigen Keramiklager, die wirklich was taugen.
Die Ergonomie Ergopower besser als Shimano….von Sram brauchen wir da nicht anfangen.
Standzeiten von Ketten und Ritzeln…. superb
Der exzessive Einsatz von Carbon….unbezahlbar

n gewisser L. Armstrong war der erste, der nicht auf Campa die Tour (doch nicht) gewonnen hat (seit es Schaltungen gibt).
Heute fährt niemand mit siegchancen mehr auf Campa….ist wirklich schade.


Bezgl. Dem gebashe des Managements. Is n Familienunternehmen in 3 oder jetzt 4. Generation. Ich vermute die Familie Campagnolo versteht sehr viel mehr vom Thema als die Grossmäuler hier im Thread. Macht sie natürlich nicht immun gegen Fehler und wenn dann noch so ein downturn des Marktes dazukommt. Ein Wunder, dass die nicht schon längst den Laden verscherbelt haben und die Kohle auf den Kopf hauen….dieses Manager-Pack, dieses elende!
Pogi hat immerhin noch 2021 auf Campa die TdF gewonnen
 
Sehe das nicht so pessimistisch.
Luxus ist n gutes Segment, wenn man es erreicht. Dazu muss man die Kundschaft verführen…nicht überzeugen.
Ne Rolex kann nix besser als ne Samsung Smartwatch, trotzdem käme niemand auf die Idee, sich zwischen beiden zu entscheiden.

Campa hat da eigentlich gute Karten und im Gegensatz zur Radbranche generell, leidet das Luxussegment nicht so stark wie Brot und Butter.

Der einfache Weg wäre die Namensrechte an nen Chinesen zu verkaufen. Ist ja sogar rotor gelungen, mit quasi null Historie und Flair. Würde bei Campa bestimmt möglich sein. Aber in vicenza hat man sich für den harten Weg entschieden. Daher kann ich das Gemeckere nicht nachvollziehen.
Es ist eigentlich viel trauriger: eine Rolex hat einen legedären Ruf, dabei sind sie nicht sonderlich dolle. Wer allen Ernstes eine "professionelle" Taucheruhr mit klassischen Federstegen verkauft, haßt seine Kunden - die Dinger sind so schwer, daß diese Federstege gerne mal die Segel streichen; da liegen viele Uhren auf dem Meeresgrund. Ebenso sind sie da, wo man es nicht so sieht, nicht wirklich dolle verarbeitet - z.B. der Gehäusedeckel ist in jeder Beziehung ein Witz.
Bei meiner IWC Ocean 2000 sind die Bänder komplett durchgestiftet; da reißt mir eher das Handgelenk ab, als daß das Band die Biege macht. Ich kaufe nur Uhren, die irgendeine technische Besonderheit haben (z.B. Ulysse Nardin Marine Acqua Perpetual Calendar - wie verrückt kann man sein, in eine Taucheruhr einen "ewigen Kalender" einzubauen?!); damit ist Rolex komplett 'raus (nein, die MilGauss zählt nicht, wenn man zwei IWC Ingenieur hat, die nicht gegen Magnetismus von MRI etc. abschirmen, sondern schlicht ein komplett amagnetisches Werk besitzen - elegant, absurd aufwändig, und bis heute unerreicht!)
 
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