Ich finde die Nachricht sehr schade, nicht weil ich ein neu angemeldeter Nostalgiker bin und/oder absoluter Campa Liebhaber. Ich finde es nur traurig, dass man diese Form der Firmenübernahme in den letzten Jahren in so vielen Unternehmen beobachten kann.
Ein*e direkte*r Nachkomme, Enkelkind oder Erbe übernimmt ein Unternehmen, beobachtet es eine Zeit, gesteht dann ein Fehler gemacht zu haben in der Vergangenheit und die Lösung ist dann immer die

lean production

. Und was ist das teuerste in der kompletten Kette von Produktentwicklung bis zur Auslieferung? Personal.
Nur frage ich mich, mit welchem Personal man jetzt dann mal so schnell 5-10 Jahre know how nachholen will, wenn man gerade eben einen Teil rausgeworfen hat?
Ich sehe für Campa aktuell nur 2 realistische Wege. Entweder man entwickelt (evt. Mit externer Hilfe) neue Mittelklasse Produkte, die dann nicht mehr Made in EU sind, was einigen übel aufstoßen wird und rettet sich über die Runden. Oder man bekommt es weiter nicht auf die Reihe abseits des Nostalgie - High Ende Sektor Fuß zu fassen und wird langfristig immer weniger relevant, wirft aber weiter ein klein wenig Gewinn ab weil man vorher genug Leute losgeworden ist.