Wartet mal, bis der „Waxheiland“ den Faden hier entdeckt. Dann werdet ihr aus den Ohren bluten, wenn unaufgefordert über „Heißwax“; Tröpfelwax“ und „Volkswax“ schwadroniert wird.

Ich vertrete die Grundeinstellung, dass jeder es so machen soll, wie er es für richtig hält, was leider bei vielen Themen zu einer schwarz-weiß Grundsatzdiskussion hochgekünstelt wird. Habe früher ausschließlich Öl verwendet und eine Entwicklungsphase durchlaufen, die zum Schluss in sehr leicht laufenden Ketten mit etwa 9.000 km Haltbarkeit gipfelte, was jedoch auch einen gewissen Pflegeaufwand erforderte. Fahre jetzt Wachs, weil mich derzeit die technische Veränderung und das daraus resultierende Ergebnis interessieren. Ich persönlich glaube, Öl toleriert geringere Wartung und läuft trotzdem vernünftig. Ist der Vorteil, wenn man länger unterwegs (z.B. auf Touren) und wechselhaftem Wetter ausgesetzt ist oder schlichtweg keinen Nerv auf höheren Wartungsaufwand hat. Bei Nässe und speziell Salz bietet Öl unbestrittene Vorteile. Deshalb läuft mein Ganzjahrespedelrad immer noch mit Öl.
Ärgerlich ist die Penetranz der „Wachsindustrie“ und deren Influencer, die auf allen Kanälen rumnerven. Ständig werden neue Wunderdinge „erfunden“, um noch mehr Geld aus Kunden zu quetschen, was zu einer gewissen Aversion, selbst für mich als Wachsnutzer geführt hat.
Ich finde, jeder sollte für sich entscheiden, ob Öl oder Wachs in seiner Situation und bei seinen persönlichen Anforderungspräferenzen den besten Kompromiss bietet.
Wenn Leute von Wachs auf Öl zurückwechseln ist die Entscheidung aller Ehren wert, weil sie es ausprobiert und für sich festgestellt haben, dass es für sie eben keine Vorteile bringt.