Dass es negative Kommentare über Influencer gibt, liegt daran, dass dieses Business zum Gutteil von Polarisierung, Emotionalisierung und Manipulation lebt und darauf zielt, Kontrolle über die Konsumentscheidung von Menschen zu erlangen. Da darf man sich über kritische Betrachtungen nicht wundern.
Die gezielte Beeinflussung von Konsumentscheidung gibt es, wie
@Kris Ching auch geschrieben hat, schon viel länger.
Was neu ist, dass Firmen erkannt haben, dass sie mit Social Media
- aufgrund der Algorithmen, die steuern, was jeder einzelne in seinem Stream angezeigt bekommt, ihre Zielgruppen viel zielgerichteter ansprechen können.
- die Nutzung von Influencern mit ein paar 1000 Followern deutlich günstiger ist, als eine Werbekampagne mit einem Promi.
Das Negative kommt wahrscheinlich daher, weil es immer mehr wird und gefühlt in jedem zweiten Instagram-Beitrag irgendetwas verkauft wird.
Und auch wenn es in mehreren Beiträgen in Abrede gestellt wurde, glaube ich schon, dass der Neidfaktor eine Rolle spielt. Ich bin mir sicher, dass bei vielen im Kopf herumschwirrt, dass die gutaussehende Blondine, die da gerade auf dem S'Works in PNS-Klamotten den Furkapass hochkurbelt, ihr Radsachen gratis bekommt, während man selber voll dafür bezahlen muss. Und eigentlich würde man gerne ihren Rabattcode nutzen, aber dann schiebt man der Tussi ja noch mehr Geld in den A...
Dazu muss man sich überlegen, ob man selbst wirklich Lust und Zeit dazu hat, jeden Tag neue Videos zu produzieren. Ich trainiere lieber, als mir zu überlegen, wo auf meiner Fahrtstrecke die landschaftlich beste Stelle für eine Aufnahme wäre und dann das nochmal zu filmen, weil beim ersten Mal ein LKW durchs Bild fährt,...
Und für alle, die von Rennradmäusen & Co genervt sind: Der Instagram-Algorithmus ist lernfähig. Wenn man die Beiträge nicht anklickt oder nicht bis zum Schluss ansieht, werden einem in Zukunft auch weniger davon angezeigt. Oder einfach "Interessiert mich nicht" anklicken.