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Aerobar für Langstrecke

Jens_gravel

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29 Januar 2026
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Hallo zusammen,
ich bin neu hier und beschäftige mich gerade mit dem Thema Aerobar, da ich mich und mein Rose Backroad auf das North Cape 4000 in 2027 vorbereite. Mir geht es wirklich um Komfort und weniger um Aerodynamik. Ich werde auf jeden Fall mit Risern arbeiten. Nun stellen sich aber einige Fragen, vielleicht könnt ihr mir ja helfen:
  1. Empfiehlst du Carbon, da es bessere Flexeigenschaften hat oder ist Alu auch in Ordnung?
  2. Wie wichtig ist der Extensionswinkel? Ich habe mir z.B. die PD Sonic Ergo 39a und 52a angesehen, die sich für mich v.a. im Winkel unterscheiden. Was ist besser für die Langestrecke? Oder kann man das gar nicht sagen?
  3. Mir ist klar, dass die Pads recht weit zum Sattel auszurichten sein sollten (plus Riser), um nicht zu gestreckt auf dem Bike zu liegen. Auf den Abbildungen sieht es so aus, als wären die Pads verbunden mit der "Lenkerklemme", was bedeuten würde, dass man sie nicht weiter Richtung Fahrer schieben kann. Habe ich das falsch gesehen oder muss ich da Zubehör kaufen, um mehr Einstellmöglichkeiten zu bekommen?
  4. Gibt es konkrete Vorschläge? Neben den oben erwähnten Modellen habe ich auch Gutes über die PD T3+ gelesen. Die Syntace C3 sind scheinbar auch sehr beliebt, jedoch haben sie weniger Einstelloptionen.
  5. Ich habe wenig Lust, mehrere Modelle zu bestellen, um dann einige zurückzuschicken. Gibt es im Raum Köln einen Laden, wo man sich Aerobars anschauen kann und sich zumindest mal kurz testweise rienlegen kann?
Viele Fragen, ich hoffe auf Antworten. Denn erst wenn der Aerobar gekauft ist, können weitere Entscheidungen (Licht, Halterung für wahoo, Pouches...) getroffen werden.

Ich freue mich auf eure Antworten.
LG Jens
 

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Re: Aerobar für Langstrecke
Ich bin aus Kostengründen nie die "richtigen" Auflieger gefahren, hatte mit meinen beiden Systemen aber insgesamt gute Erfahrungen. Der erste war einfach da weil "ich einen Auflieger will" und der zweite kam, weil ich etwas wollte bei dem ich die Pads hochklappen kann um die Griffposition am Oberlenker nicht zu verlieren. Für meinen Strecken- und Fahrstil ist dann aber genau das eingetreten, dass du ausschließen möchtest: meine Position wurde eigentlich zu gestreckt.

Was ich heute anders machen würde wäre, neben der Frage nach Risern und einem passend kurz einstellbarem Reach, den Fokus auf die Frage zu richten wie die Griffposition vorne ist. Bei meinen beiden Aufliegern hatte ich beim Festhalten letztendlich Krämpfe von der ungünstigen Griffposition, gerade nach schnellen Passagen wenn die Anspannung und/oder die Geschwindigkeit stieg. Man gibt ja nicht nur locker aus der Hüfte mehr Druck aufs Pedal, sondern hält sich auch fester am Rad fest. Das führte bei mir trotz der beschränkt möglichen Einstellmöglichkeiten meiner Extentions immer zu einer unphysiologischen Kröpfung der Handgelenke - mit daraus resultierenden Folgeerscheinungen.

Würde ich also heute nochmal was neues kaufen wollen würde ich gucken, dass meine Hände beim Strampeln ggf. auch nur locker aufliegen können und die eigentliche Steuerung des Rades durch die Ellenbogen erfolgt. Die Hände machen dann bei der Steuerung maximal sowas wie "einen Luftballon hin und her spielen".
Das hier kann ich mir z.B. gut vorstellen, vielleicht sogar mit links/rechts getauschten Extentions.
 
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Am besten besorgst du dir über kleinanzeigen o.ä. gebrauchte Profile Design T+ brackets und riser. Die sind ab und zu sehr günstig gebraucht zu bekommen. Die sind konkurrenzlos flexibel einstellbar. Als extensions kannst du fast alles was es auf dem Markt gibt verwenden, da sie 22,2 mm Klemmen haben. So kannst du genug selber experimentieren oder die Hilfe eines bike fitters in Anspruch nehmen. Wenn du dann etwas neueres haben willst als finale Lösung weißt du welche Abmessungen für dich die relevanten sind.
Wie du selber fest gestellt hast ist bei vielen der Abstand pads zu Lenker nur sehr limitiert einstellbar, und kannst dann genau prüfen ob sie taugen würden.
Meiner Erfahrung nach ist der Gewichtsunterschied zwischen Alu und Carbon extensions kaum der Rede wert, bzw. den Aufpreis nicht wert. Carbon wird dann interessant wenn du die ausgeformteren Armauflieger etc, haben willst. Allerdings solltest du bedenken dass auf Langstrecke das Rad auch schon mal umfallen kann, und dann sind Carbon extensions doch etwas anfälliger.
Torsten Frank hat auf seinem blog einiges Interessantes zu Aerobars für Langstrecke geschrieben.
 
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Ich habe einen von Profile Design, Höhe kann man gut über Spacer anpassen- der Abstand der armschalen ist weitestgehend flexibel. Von der Höhe war es mir wichtig den Oberlenkergriff nicht zu verlieren.

IMG_2326.jpeg
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Ich habe die Pro Missile AL, da kannst du die Pads unabhängig von der Klemmung positionieren. Gibt es in verschiedenen Formen
habe ich ebenfalls, würde auch aerobars empfehlen bei denen die klemme für die pads individuell einstellbar ist- also auch nach vorne und hinten verschiebbar.
bei den pro missile sind allerdings die riser unverhältnismäßig teuer, deshalb sind bei mir die klemmen von alten profile design - also die verbindung extension zu lenker, und dann dafür riser geholt. weil wie oben bereits erwähnt wurde, haben die meisten aerobars 22,2mm im durchmesser, man kann also auch einzelteile verschiedener hersteller gut mixen.

carbon bringt gewichtsvorteil, flex finde ich bei aerobars irrelevant.
winkel individuelle geschmacksache, ich finde eine neutrale handgelenkstellung am besten, also in richtung 45 grad.
 
Moin!

Ich befürchte das Thema ist leider so individuell wie zB. nachdem richtigen Sattel zu fragen. Jeder ist da anders und hat andere Vorlieben.

Soviel sei aber schon gesagt - die meine Vorredner auch: Das Carbon eher Gewichtsvorteile bringt als Flex. Ich kann nur aus Erfahrung sagen, dass der C3 sehr weit verbreitet ist und von vielen genutzt wird.

Ob es im Raum Köln bestimmte Läden gibt, wo du "testen" kann, können dir andere User hier besser sagen. Aber dein Vorteil ist, dass du nach dem NC4000 für 2027 fragst und somit noch genug Zeit zum Probieren/Eingewöhnen bleibt. Es soll ja Leute geben, die fragen sowas 3-4 Tage vor einem Wettkampf...

Also viel Erfolg bei der Suche und ein schönes Wochenende,
Stephan
 
Interessantes Thema. Für mein erstes Ultra-Rennen suche ich auch Aerobars. „Leider“ habe ich ein Tarmac SL7, und ich glaube, an den Lenker passt gar nichts. Das heißt, dass ich auch einen neuen Lenker kaufen muss. Ich hatte die Deda Jet One Clip-On Aerobar im Auge. Ich habe die mal bei einem Ultra-Event gesehen, und der Fahrer war begeistert. Ich bin mir aber unsicher, ob die wirklich so gut sind oder ob sie einfach schön geredet werden, um die 600 Euro zu verkraften, die die Teile kosten.
 
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wenn es dir um Komfort geht, würde ich dir Aerobars empfehlen, bei denen man die Armauflagen getrennt von der Halterung am Lenker einstellen kann, somit kannst den Reach deutlich nach hinten verschieben. Mir Risern kommst dann noch mal nen gutes Stück nach oben. Ich hab bei mir auch noch die geraden Extensions gegen nach oben gebogene getauscht, damit ich beim Greifen nicht die Handgelenke anwinkeln muss.

Profile Design T1+ wäre so ein Modell.
profile-design-t1-plus-double-ski-bend-aluminum-aerobar-239399-1-11-1.jpg


sehr guter artikel zum Thema:
https://torstenfrank.wordpress.com/2017/06/13/ultradistance-cycling-aerobar-setup/
 
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Liebe Community,
vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten. ich bin begeistert und hätte nicht mit so schnellen Tipps gerechnet, aber past ja zu Rennradler:innen :)
Die Pro Missile AL hatte ich gar nicht auf dem Schirm, klingen spannend, weil die Pads separat verstellbar sind. Nun habe ich aber einige Bewertungen gelesen, in denen die Qualität der Schrauben bemängelt wurde. Außerdem wurde geschrieben, dass die Klemmung bei ruppiger Fahrt immer mal wieder dazu führt, dass sich die Pads drehen, also verrutschen. Die Bewertungen waren schon älter. HIer hatten ja einige auch die Pro Missile AL im Einsatz. Könnt ihr die Kritik nachvollziehen oder sind das eher behobene Probleme bzw. Einzelfälle?
Alle anderen Hinweise waren auch sehr hilfreich, vielen Dank dafür.
 
Außerdem wurde geschrieben, dass die Klemmung bei ruppiger Fahrt immer mal wieder dazu führt, dass sich die Pads drehen, also verrutschen.
Das Problem ist, dass du mit einem beträchtlichen Teil deines Gewichtes auf den Pads aufliegst. Je weiter die Pads von den Rohren der Aerobars entfernt sind, desto größer ist das Drehmoment, das die Klemmung der Pads aufnehmen muss. Wenn das nicht entsprechend dimensioniert ist, dann ist das Murks.
Das gleiche gilt auch für die Aerobars insgesamt: je weiter du die Pads hinter den Lenker schiebst, desto desto größer wird das Drehmoment, das die Klemmung am Lenker aufnehmen muss. Und das muss gerade auch dann halten, wenn du in ein Schlagloch fährst ...
 
Es gibt auch von Decathlon Aerobars bei denen sich die Pads unabhängig von der Lenkeschelle verschieben lässt.
Wenn man eher zu den unbeweglicheren Gehört oder der Rahmen eh schon auf der längeren Seite ist dann ist das definitiv Empfehlenswert.
Kosten auch nicht so viel und man kann viel verstellen und rumprobieren und dann im Zweifel immer noch leichtere aus Carbon holen wenn man genau weiß was man braucht.


https://www.decathlon.de/p/triathlon-lenkeraufsatz-aerobar-ld-aluminium/303804/c382m8515713
 
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und beschäftige mich gerade mit dem Thema Aerobar, da ich mich und mein Rose Backroad auf das North Cape 4000 in 2027 vorbereite. Mir geht es wirklich um Komfort und weniger um Aerodynamik. Ich werde auf jeden Fall mit Risern arbeiten. Nun stellen sich aber einige Fragen, vielleicht könnt ihr mir ja helfen:
  1. Empfiehlst du Carbon, da es bessere Flexeigenschaften hat oder ist Alu auch in Ordnung?
  2. Wie wichtig ist der Extensionswinkel? Ich habe mir z.B. die PD Sonic Ergo 39a und 52a angesehen, die sich für mich v.a. im Winkel unterscheiden. Was ist besser für die Langestrecke? Oder kann man das gar nicht sagen?
  3. Mir ist klar, dass die Pads recht weit zum Sattel auszurichten sein sollten (plus Riser), um nicht zu gestreckt auf dem Bike zu liegen. Auf den Abbildungen sieht es so aus, als wären die Pads verbunden mit der "Lenkerklemme", was bedeuten würde, dass man sie nicht weiter Richtung Fahrer schieben kann. Habe ich das falsch gesehen oder muss ich da Zubehör kaufen, um mehr Einstellmöglichkeiten zu bekommen?
  4. Gibt es konkrete Vorschläge? Neben den oben erwähnten Modellen habe ich auch Gutes über die PD T3+ gelesen. Die Syntace C3 sind scheinbar auch sehr beliebt, jedoch haben sie weniger Einstelloptionen.
  5. Ich habe wenig Lust, mehrere Modelle zu bestellen, um dann einige zurückzuschicken. Gibt es im Raum Köln einen Laden, wo man sich Aerobars anschauen kann und sich zumindest mal kurz testweise rienlegen kann?
Viele Fragen, ich hoffe auf Antworten. Denn erst wenn der Aerobar gekauft ist, können weitere Entscheidungen (Licht, Halterung für wahoo, Pouches...) getroffen werden.

Ich freue mich auf eure Antworten.
LG Jens
Da ich NorthCape4k letztes Jahr gefinished habe, erlaube ich mir ein paar Empfehlungen ;-)

Es gibt auch von Decathlon Aerobars bei denen sich die Pads unabhängig von der Lenkeschelle verschieben lässt.
Wenn man eher zu den unbeweglicheren Gehört oder der Rahmen eh schon auf der längeren Seite ist dann ist das definitiv Empfehlenswert.
Kosten auch nicht so viel und man kann viel verstellen und rumprobieren und dann im Zweifel immer noch leichtere aus Carbon holen wenn man genau weiß was man braucht.


https://www.decathlon.de/p/triathlon-lenkeraufsatz-aerobar-ld-aluminium/303804/c382m8515713 *
Diesen Billigramsch gleich vergessen, ist nicht brauchbar. Der OP hat richtiger Weise auf notwendige Riser verwiesen.

Empfiehlst du Carbon, da es bessere Flexeigenschaften hat oder ist Alu auch in Ordnung?
Ich bevorzuge klar die Aluvariante, spart nicht nur Geld. Solche Auflieger verstellen sich gerne, wenn man nicht genügend die Schrauben anzieht und Alu ist weniger problematisch als Carbon. Bei Ultralangstrecke möchtest du keinen Materialdefekt und keine Gedanken daran verschwenden, ob die Schrauben zu fest für das Carbon angezogen sind. Und das Gewicht ist bei Ultralangstrcke eher nachgeordnet. Man spart mehr Gewicht, wenn man nicht zu viel Essen transportiert. Was aber bei NorthCape schon eine Herausforderung ist, denn dort sind die Kilometerangaben zu den nächsten Ortschaften oft dreistellig und erfordern genug Trink- und Nahrungstransport (als Notreserve).

Wie wichtig ist der Extensionswinkel? Ich habe mir z.B. die PD Sonic Ergo 39a und 52a angesehen, die sich für mich v.a. im Winkel unterscheiden. Was ist besser für die Langestrecke? Oder kann man das gar nicht sagen?
Das ist Geschmacksache. Du hast ja schon geschrieben, dass die Auflieger dazu dienen, die Arme zu entlasten. Wichtiger ist, dass die Auflieger weiter auseinander liegen, d.h. deine Arme nicht eng nebeneinander sind, denn das ist anstrengend. Die guten Auflieger haben deshalb eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, insbesondere auch die Pads relativ weit auseinander zu platzieren.
Wichtig ist deshalb auch, ob du genügend Klemmbreite am Lenker hast. Grade bei Lenkern mit Rise gibt es nicht viel Platz zur Klemmung neben dem Vorbau. 3T hat deshalb zum Beispiel eine Variante, wo die Klemmbreite der Riser relativ schmal ausfällt.

Bei der Form solltest du auch überlegen, ob du eventuell direkt an die Aerobars eine Tasch anbringen möchtest. Ich habe die Aerobar Tasche von Cyclite, die wird direkt an die Auflieger angehangen. Funktionierte sehr gut und solche Taschen an den Aerobar sieht man inzwischen sehr oft, weil es ebenVorteile hat (schon allein, damit das Rad nicht zu hecklastig wird ;-) Für solche Taschen sollten die Extension nicht gleich nach den Pads nach oben weggehen.

Die Riser sollten es ermöglichen, die Pads mindest auf Sattelhöhe zu bringen. Dein Rückenn wird es dir danken und du kannst länger fahren.

Viel Erfolg für dein Vorhaben/Ziel.
 
Liebe Community,
vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten. ich bin begeistert und hätte nicht mit so schnellen Tipps gerechnet, aber past ja zu Rennradler:innen :)
Die Pro Missile AL hatte ich gar nicht auf dem Schirm, klingen spannend, weil die Pads separat verstellbar sind. Nun habe ich aber einige Bewertungen gelesen, in denen die Qualität der Schrauben bemängelt wurde. Außerdem wurde geschrieben, dass die Klemmung bei ruppiger Fahrt immer mal wieder dazu führt, dass sich die Pads drehen, also verrutschen. Die Bewertungen waren schon älter. HIer hatten ja einige auch die Pro Missile AL im Einsatz. Könnt ihr die Kritik nachvollziehen oder sind das eher behobene Probleme bzw. Einzelfälle?
Alle anderen Hinweise waren auch sehr hilfreich, vielen Dank dafür.

Du schreibst, die Aerobars sollen auf ein Rose Backroad. Da gibt es ja mehrere Modelle. Ist der Lenker deines Rades für die Montage geeignet?

Ich fahre den genannten Lenkeraufsatz in der Version SKI BEND.
Es ist weniger die Qualität der Schrauben als die sehr kleine Inbusaufnahme die aus meiner Sicht problematisch ist. Mit einem hochwertigen Inbusschlüssel lässt sich dieses Problem jedoch leicht entschärfen. Verstellt hat sich bei mir bisher nix.

Kann den Pro Missile AL aufgrund der extrem guten Anpassbarkeit definitiv empfehlen. Habe diesen mit Silikongriffen „getunt“: https://www.bike-components.de/de/3min19sec/Silikon-Lenkergriffe-p67204/?v=27819-schwarz (etwas fummelig bei der Montage, aber ich finde es deutlich besser als Lenkerband)

Finde aber auch den Zipp Vuka interessant, zumal hier die Riser günstig sind. Mit diesen ist die Anpassung in der Höhe leicht möglich. Praxiserfahrung habe ich mit diesen allerdings nicht!

https://www.bike-discount.de/de/zipp-vukaclip-evo-lenkeraufsatz-mit-aluminium-extensions

https://www.bike-discount.de/de/zipp-vuka-clip-riser-kit

Mein Fazit:

Wenn du für mehr Komfort die Armauflage weiter Richtung Sattel verstellen möchtest, dann Pro Missile AL

Wenn du die Überhöhung reduzieren möchtest: Zipp Vuka mit Spacer

Viel Erfolg!
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ich NorthCape4k letztes Jahr gefinished habe, erlaube ich mir ein paar Empfehlungen ;-)


Diesen Billigramsch gleich vergessen, ist nicht brauchbar. Der OP hat richtiger Weise auf notwendige Riser verwiesen.


Ich bevorzuge klar die Aluvariante, spart nicht nur Geld. Solche Auflieger verstellen sich gerne, wenn man nicht genügend die Schrauben anzieht und Alu ist weniger problematisch als Carbon. Bei Ultralangstrecke möchtest du keinen Materialdefekt und keine Gedanken daran verschwenden, ob die Schrauben zu fest für das Carbon angezogen sind. Und das Gewicht ist bei Ultralangstrcke eher nachgeordnet. Man spart mehr Gewicht, wenn man nicht zu viel Essen transportiert. Was aber bei NorthCape schon eine Herausforderung ist, denn dort sind die Kilometerangaben zu den nächsten Ortschaften oft dreistellig und erfordern genug Trink- und Nahrungstransport (als Notreserve).


Das ist Geschmacksache. Du hast ja schon geschrieben, dass die Auflieger dazu dienen, die Arme zu entlasten. Wichtiger ist, dass die Auflieger weiter auseinander liegen, d.h. deine Arme nicht eng nebeneinander sind, denn das ist anstrengend. Die guten Auflieger haben deshalb eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, insbesondere auch die Pads relativ weit auseinander zu platzieren.
Wichtig ist deshalb auch, ob du genügend Klemmbreite am Lenker hast. Grade bei Lenkern mit Rise gibt es nicht viel Platz zur Klemmung neben dem Vorbau. 3T hat deshalb zum Beispiel eine Variante, wo die Klemmbreite der Riser relativ schmal ausfällt.

Bei der Form solltest du auch überlegen, ob du eventuell direkt an die Aerobars eine Tasch anbringen möchtest. Ich habe die Aerobar Tasche von Cyclite, die wird direkt an die Auflieger angehangen. Funktionierte sehr gut und solche Taschen an den Aerobar sieht man inzwischen sehr oft, weil es ebenVorteile hat (schon allein, damit das Rad nicht zu hecklastig wird ;-) Für solche Taschen sollten die Extension nicht gleich nach den Pads nach oben weggehen.

Die Riser sollten es ermöglichen, die Pads mindest auf Sattelhöhe zu bringen. Dein Rückenn wird es dir danken und du kannst länger fahren.

Viel Erfolg für dein Vorhaben/Ziel.
Welches Modell würdest du den Empfehlen, bzw. welches hast du beim NorthCape4k genutzt?
 
Welches Modell würdest du den Empfehlen, bzw. welches hast du beim NorthCape4k genutzt?
Das ist Geschmackssache. Ich wollte nur informaieren, worauf man ggfs. achten sollte. Man könnte sich auch die Aerobars second hands auf ebay günstig kaufen, man muss nur wissen, was man möchte.

Ich bin Northcape mit einem Mix von Profile Design (Aluminium) gefahren. Ich fahre unterschiedliche Aerobars an unterschiedlichen Rädern, je nach Zweck. Wenn es schnell vorangehen soll, dann würde ich Extensions nehmen, die vorne stark gebogen sind, so dass man sich vorne gut festhalten kann. So wie von @boswz weiter oben gepostet.

Für Northcape hatte ich mich für meine flachen Extensions entschieden, aufgrund des Frontlichts und der Cyclite Tasche (das Frontlicht habe ich aber nicht wirklich gebraucht, da ich nicht in der Nacht fahren musste). War für mich eine gute Wahl. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich Probleme oder Schmerzen. So sah mein Cockpit bei Northcape gegen Ende aus. Das doppelt gewickelte Lenkerband hatte da schon ordnetlich gelitten, hat aber bestens geholfen.

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Liebe Community,
vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten. ich bin begeistert und hätte nicht mit so schnellen Tipps gerechnet, aber past ja zu Rennradler:innen :)
Die Pro Missile AL hatte ich gar nicht auf dem Schirm, klingen spannend, weil die Pads separat verstellbar sind. Nun habe ich aber einige Bewertungen gelesen, in denen die Qualität der Schrauben bemängelt wurde. Außerdem wurde geschrieben, dass die Klemmung bei ruppiger Fahrt immer mal wieder dazu führt, dass sich die Pads drehen, also verrutschen. Die Bewertungen waren schon älter. HIer hatten ja einige auch die Pro Missile AL im Einsatz. Könnt ihr die Kritik nachvollziehen oder sind das eher behobene Probleme bzw. Einzelfälle?
Alle anderen Hinweise waren auch sehr hilfreich, vielen Dank dafür.
bzgl pro missile: schrauben haben sich bei mir auch mit der zeit rundgedreht, hab sie einfach mit schrauben aus dem baumarkt ersetzt, kosten hierfür ~1-2euro.
verrutscht ist bei mir allerdings nie etwas bei kulmulierten +8000km
einziger nachteil gegenüber profile design eben die schlecht verfügbaren/im vergleich teuren riser wenn man welche haben will.
 
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