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Neues Ridley E-Noah 2026: Aero-E-Rennrad mit TQ HPR40

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Re: Neues Ridley E-Noah 2026: Aero-E-Rennrad mit TQ HPR40
Meiner Meinung nach ist einer der größten grundsätzlichen Kritikpunkte an E-Bikes, dass der Rahmen immer fest auf den jeweils verbauten E-Motor zugeschnitten ist. Damit ist es faktisch unmöglich, nach ein oder zwei Jahren einfach auf eine neuere Motor-Generation umzusteigen. Gerade bei E-Motoren sind die Entwicklungszyklen extrem kurz. Nahezu jedes Jahr bringen alle Hersteller neue Modelle mit mehr Leistung, besserer Effizienz und höherer Akku-Kapazität auf den Markt. Was komplett fehlt, ist ein einheitlicher Standard für den Einbauraum von E-Motoren. Gleichzeitig ist aber auch völlig unrealistisch, dass sich Rahmen- und Motorhersteller jemals auf einen gemeinsamen Standard einigen. Das würde Innovationen bremsen und die Weiterentwicklung der Motoren massiv einschränken.

Unterm Strich ist ein E-Bike ein teures Investment, dessen technische Halbwertszeit realistisch bei zwei bis drei Jahren liegt. Danach gibt es bereits deutlich effizientere und leistungsfähigere Modelle. Beim klassischen Fahrrad sieht das ganz anders aus. Dort lassen sich nahezu alle Komponenten, insbesondere der Antrieb, austauschen, sodass man auch nach Jahren noch aktuelle Technik fahren kann.
 
Bringt bitte nicht immer uns Alten mit den Mofas in Verbindung. Wir können durchaus noch selber treten.
 
Bringt bitte nicht immer uns Alten mit den Mofas in Verbindung. Wir können durchaus noch selber treten.
Schon, schon aber mögen tamma nimmer so oft! 😄

Schauts Buam, es is ja so:
Abfällig äußern tun sich ja nur die, die kein Stromradl haben und meistens auch noch keines gefahren sind.
Also braucht man die gar nicht anhören, weil sie sich ja eh nicht auskennen.
Wenn daher einer sagt, pah wozu brauch i sowas?, dann sagt man, weiss nicht was du damit machst, ich nehms zum radfahren.

Ganz eigenartigerweise hat noch kein einziger Stromradfahrer, den ich treffen konnte und mit dem ich gesprochen habe gesagt, dass er sein Stromradl wieder zurückgibt weil man das eh alles nicht braucht und keinen Sinn macht usw.
Ganz im Gegenteil haben fast alles gemeint dass die Anschaffung eines Stromradls die beste Entscheidung war, die sie beim Radlkauf jemals getroffen haben.
Ich auch.

Anzünden lassen hab ich mich 2022 mit einem elektrischen MTB mit Bosch CX Gen4.
Dann folgte der erste Renner mit TQ HPR50 und bald darauf ein Gravel mit dem selben Motor.
Seit Herbst ist dann noch ein neues MTB mit TQ HPR60 dazu gekommen.
So wie es sich darstellt werde ich auch in Zukunft nichts anderes mehr fahren.
 
Meiner Meinung nach ist einer der größten grundsätzlichen Kritikpunkte an E-Bikes, dass der Rahmen immer fest auf den jeweils verbauten E-Motor zugeschnitten ist. Damit ist es faktisch unmöglich, nach ein oder zwei Jahren einfach auf eine neuere Motor-Generation umzusteigen. Gerade bei E-Motoren sind die Entwicklungszyklen extrem kurz. Nahezu jedes Jahr bringen alle Hersteller neue Modelle mit mehr Leistung, besserer Effizienz und höherer Akku-Kapazität auf den Markt. Was komplett fehlt, ist ein einheitlicher Standard für den Einbauraum von E-Motoren. Gleichzeitig ist aber auch völlig unrealistisch, dass sich Rahmen- und Motorhersteller jemals auf einen gemeinsamen Standard einigen. Das würde Innovationen bremsen und die Weiterentwicklung der Motoren massiv einschränken.

Unterm Strich ist ein E-Bike ein teures Investment, dessen technische Halbwertszeit realistisch bei zwei bis drei Jahren liegt. Danach gibt es bereits deutlich effizientere und leistungsfähigere Modelle. Beim klassischen Fahrrad sieht das ganz anders aus. Dort lassen sich nahezu alle Komponenten, insbesondere der Antrieb, austauschen, sodass man auch nach Jahren noch aktuelle Technik fahren kann.
Ja da muss ich dir leider recht geben. Aber auch da wird sich der Motor langsam "ausentwickeln" und die Fortschritte werden immer kleiner werden.
Bei TQ ist es aber so, dass in den allermeisten Fällen mit nur geringen mechanischen Änderungen am Motor statt dem "alten" HPR50 der neuere HPR60 eingebaut werden kann.
Der 60er hat Kühlrippen von denen beim Einbau anstelle eines 50er kleine Teile weggefräst werden müssen.
Dadurch kann unter Umständen der Motor früher warm werden als sonst. Das sagt TQ.
 
Nun, ich muss mich outen: ich hab‘s und was soll ich sagen? Wie geil ist dass denn?
Es ist mein erstes Rennrad, nicht mein erstes E-Bike, aber das erste Bike mit Minimal-Assist.
Heute die Sonne genutzt und die ersten 40km gefahren. Da ich sonst meistens auf dem MTB mit E unterwegs bin, ist das schon eine krasse Umstellung.
Am Berg leichten Rückenwind, in der Ebene merkt man den Motor gar nicht. Über 25km/h? Kein Problem, auch dauerhaft.
Es ist klasse zu fahren, bin gespannt auf die kommenden Kilometer!

Gruß Radi
 

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Schon, schon aber mögen tamma nimmer so oft! 😄

Schauts Buam, es is ja so:
Abfällig äußern tun sich ja nur die, die kein Stromradl haben und meistens auch noch keines gefahren sind.
Also braucht man die gar nicht anhören, weil sie sich ja eh nicht auskennen.
Wenn daher einer sagt, pah wozu brauch i sowas?, dann sagt man, weiss nicht was du damit machst, ich nehms zum radfahren.

Ganz eigenartigerweise hat noch kein einziger Stromradfahrer, den ich treffen konnte und mit dem ich gesprochen habe gesagt, dass er sein Stromradl wieder zurückgibt weil man das eh alles nicht braucht und keinen Sinn macht usw.
Ganz im Gegenteil haben fast alles gemeint dass die Anschaffung eines Stromradls die beste Entscheidung war, die sie beim Radlkauf jemals getroffen haben.
Ich auch.

Anzünden lassen hab ich mich 2022 mit einem elektrischen MTB mit Bosch CX Gen4.
Dann folgte der erste Renner mit TQ HPR50 und bald darauf ein Gravel mit dem selben Motor.
Seit Herbst ist dann noch ein neues MTB mit TQ HPR60 dazu gekommen.
So wie es sich darstellt werde ich auch in Zukunft nichts anderes mehr fahren.

Schaut’s, Buam, es wird ja oft behauptet, dass diejenigen, die sich abfällig äußern, noch nie ein Fahrrad mit Hilfsmotor gefahren wären und auch keines besitzen würden.
Dieses Argument wird meist dann hervorgeholt, wenn man nicht akzeptieren möchte, dass es Menschen gibt, die das Fahrradfahren – insbesondere das Rennradfahren – als Sportart verstehen, die ausschließlich auf Muskelkraft basiert und bewusst auf Motorunterstützung verzichtet.
Diese Menschen werden dann auch gern als “Puristen”, “Traditionalisten” oder “Technikverweigerer” abgekanzelt.
Man kann sich offenbar nicht vorstellen, dass es Menschen gibt die schon e-Bike gefahren sind oder sogar eins haben und trotzdem einen Motor am Rennrad für kritikwürdig halten.

Und ganz eigenartigerweise habe auch ich bisher noch keinen Fahrer eines Fahrrads mit Hilfsmotor kennengelernt, der sein „Stromradl“ gegen ein schnödes Rennrad ohne Motor getauscht hätte, um damit Radsport zu betreiben. Sehr eigenartig! Warum auch sollte man sich ohne Unterstützung schinden, wenn man es doch mit Motor leichter hat, nicht wahr?!

Letztlich geht es um zwei grundverschiedene Sichtweisen:
Fahrradfahren als Fortbewegung – mit oder ohne Motor – versus Rennradfahren als ausgeübter Sport/Sportart/Freizeitsport.

Auch wenn Motorunterstützung für viele sinnvoll und attraktiv ist, sollte es dennoch legitim sein, ihre Rolle – insbesondere im sportlichen Kontext – differenziert zu betrachten, und nicht die gesamte Motorisierung der Welt als “Gottgegeben”, alternativlos oder “das Beste was passieren konnte” zu betrachten.
 
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Worum polarisieren die Dinger nur so sehr? Soll doch jeder nutzen was er will - wie und wozu auch immer, solange es Andere, Gesellschaft und Umwelt nicht (merklich) schädigt.
Oder ist das Problem vielleicht rein semantisch?

Die Einen, "Puristen", mögen den Begriff "E-Rennrad" nicht, weil sie ihn für ein Oxymoron halten - und das "E" ihrer Vorstellung von Rennrad völlig widerspricht und sie in ihrer Ehre kränkt...

Die Anderen bestehen auf den Begriff "E-Rennrad", weil ihnen wichtig ist, auch mit "E" noch "Rennrad" zu fahren - und die Bezeichnung "Leicht-Pedelec" sie in ihrer Ehre kränkt...

Wird es jemals einen prägnanten, sympathischen Begriff für diese Räder geben, der beide Gruppen zufrieden stellt? Vermutlich nicht. Ist das schlimm? Nur wenn wir uns an Begriffen aufhängen...
 
Mal eine ernsthafte Frage: Wer kauft so etwas eigentlich? Ein Aero Rennrad mit Motor, der bis 25 km/h unterstützt. Wenn ich ein Aerorennrad fahre, bewege ich mich in der Regel jenseits der 30 oder 35 km/h und freue mich über jedes einzelne Gramm, das ich nicht zusätzlich mitschleppen muss. Genau da fängt der Widerspruch schon an. Sobald die 25 km/h erreicht sind, ist der Motor komplett raus. Ab diesem Moment fahre ich ein schwereres Rad, ohne jegliche Unterstützung, mit zusätzlicher Technik, Akku und allem, was sonst noch dazugehört. Der angebliche Aero Vorteil des Rahmens wird damit faktisch ad absurdum geführt, weil das Mehrgewicht den gesamten Nutzen wieder auffrisst. Aero um jeden Preis, aber bitte nur bis zur gesetzlichen Abschaltgrenze. Danach ist es plötzlich egal.

Für wen ist dieses Rad also gedacht? Für ambitionierte Fahrer ist es zu schwer und zu wenig konsequent. Für klassische E Bike Fahrer ist es zu sportlich, zu unbequem und zu teuer. Und für alle dazwischen bleibt die Frage, warum man sich bewusst ein Produkt aussucht, das genau in dem Bereich, für den es gebaut wurde, seinen größten Nachteil ausspielt. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, dass es dafür einen nennenswerten Markt geben soll. Das ist kein Kompromiss, das ist eine Peinlichkeit auf zwei Rädern. Wirtschaftlich kann sich so etwas eigentlich nur rechnen, wenn man fest daran glaubt, dass genug Leute existieren, die unbedingt Aero-Optik wollen, aber bitte nur solange der Motor hilft.
Danke. Ich habe dich gerade in mein persönliches Buch der coolen Leute aufgenommen, denn besser kann man diesen Unsinn mit E-Rennrädern nicht auf den Punkt bringen.
You made my day.
 
Bei jedem neuen E-Rennrad, in egal welcher Ausführung, kommt immer mindestens einer um die Ecke, der seinen begrenzten Horizont öffentlich zur Schau stellt und seine eigenen Vorstellungen der Welt und wie sie zu sein hat auf alle anderen projiziert. Herrlich.
Warum begrenzter Horizont? Er hat doch recht...
 
Warum begrenzter Horizont? Er hat doch recht...
Abgesehen davon, dass mir das vollkommen egal ist, wer mit welchem Rad mit oder ohne Motor unterwegs ist, habe ich bei solchen Aussagen von Bio Bikern immer das Gefühl, dass ein Steakesser im Veganerrestaurant gelandet ist. Haben Bio-Radler sowas wie einen Missionierungstick? Ich habe noch keinen eBiker getroffen, der mich wegen meines Rennrads blöd angemacht hat und zum RR mit Motor drängen wollte
 
Abgesehen davon, dass mir das vollkommen egal ist, wer mit welchem Rad mit oder ohne Motor unterwegs ist, habe ich bei solchen Aussagen von Bio Bikern immer das Gefühl, dass ein Steakesser im Veganerrestaurant gelandet ist. Haben Bio-Radler sowas wie einen Missionierungstick? Ich habe noch keinen eBiker getroffen, der mich wegen meines Rennrads blöd angemacht hat und zum RR mit Motor drängen wollte
Der Vergleich hinkt doch. Wenn man hier in einer Diskussion Argumente vorbringt, werden diese mitunter mit einer Stutenbissigkeit erwidert, als hätte man den Messias beleidigt. Die Kernpunkte meiner Kritik sind lediglich: Auf extrem sportlich getrimmte Bikes wie beispielsweise Aerobikes wird eine Elektrifizierung gesetzt. Zudem ist der Produktzyklus bei Motoren und Akkutechnik stark limitiert. Jedes Jahr folgen neue Motoren mit verändertem Bauraum, mehr Leistung, weniger Gewicht und höherer Akkukapazität, die sich nicht in ein älteres E Bike einbauen lassen.
 
Worum polarisieren die Dinger nur so sehr?

Weil sie das Ego angreifen. Wenn demnächst jede Art von Rad elektrifiziert ist und der gemeine Bürger das Biobike nicht mehr unterscheiden kann - wer bewundert und respektiert dann noch die sportliche Leistung von denen ohne Motor?
 
Abgesehen davon, dass mir das vollkommen egal ist, wer mit welchem Rad mit oder ohne Motor unterwegs ist, habe ich bei solchen Aussagen von Bio Bikern immer das Gefühl, dass ein Steakesser im Veganerrestaurant gelandet ist. Haben Bio-Radler sowas wie einen Missionierungstick? Ich habe noch keinen eBiker getroffen, der mich wegen meines Rennrads blöd angemacht hat und zum RR mit Motor drängen wollte
Mal ganz generell ein anderer Versuch der Erklärung bzw. der einer Sichtweise, die das rein technische ausblendet, ok?

"E-Bike" allgemein ist nur ein Oberbegriff. Man darf (und sollte) schon zwischen den einzelnen Varianten differenzieren.
Ein normales E-Bike, welches zum täglichen Fortbewegen ohne primär sportliche Konotation genutzt wird, hat in jedem Fall seine Berechtigung. Alte, Schwache, Faule, Dicke und der ganze Rest an täglichen Pendlern erfahren so eine relative Erleichterung. Ist absolut ok.

Dabei geht es aber nicht um Sport.

Warum treibe ich Sport? Warum betreibe ich Straßenradsport?

Der Straßenradsport galt und gilt als eine extrem anspruchsvolle Sportart. Wer sich also auf ein Rennrad setzt, gilt in der Regel als ein Mensch, der sportliche Herausforderungen sucht, ggf. gerne seine eigenen Grenzen zu verschieben versucht.
Warum denn gibt es Strava-Segmente, KOM’S oder einfach nur den verdammten Berg auf der Hausrunde, den ich plötzlich mit einem persönlichen Rekord geschafft habe?
Fragt doch mal einen Brevet-Fahrer 8auch hier im Forum), was die zu dem Thema sagen. Ich kenne die Antwort und es ist ja nun überhaupt nicht verwunderlich, dass bei allen Brevet-Veranstaltungen, bis hin zu Paris-Brest-Paris sämtliche motorische Antriebe strikt verboten sind. Denn darum geht es doch auf einem Rennrad: Zu wissen, dass man (im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, denn nicht jeder muss Profi sein) den eigenen Körper zu enormen Leistungen bringen kann – und dass dann sogar noch Spaß macht.

Warum nutze ich aber ein E-Rennrad? Es führt das betreiben von Sport ad abursdum. Der Mythos, dass alte und schwache Fahrer so noch ein paar gute Jahre auf dem Rennrad erfahren können, geht völlig an der Realität auf der Straße vorbei. Wenn jemand ambitioniert ein halbes (oder ganzes) Leben im Sattel war, fährt der bis zum Schluss und ist stolz, dass er besagte Hausrunde noch schafft, wenn auch langsamer. Auf der Straße sehe ich viele E-Rennräder – die Fahrer sind durchweg deutlich jünger, als ich es bin (48 ).

Beim Kaffeestop brachte neulich ein Fahrer, den ich dort traf, ein schönes Bild: E-Rennradfahren ist so, wie ein Hanteltraining im Gym, nur dass die Scheiben aus Plaste sind und trotzdem 100 kg drauf steht. Er hat recht, wie ich finde, denn der Trend geht ja eindeutig dahin, dass die Hersteller mehr und mehr die bislang offensichtlichen Antriebe zu verstecken versuchen, damit man die E-Räder eben gar nicht mehr als solche identifizieren kann. Warum nur ist das so wichtig? Nachtigall ick hör dir trapsen…
 
Gottseidank sind nicht alle so wie die meisten hier sind., wo Toleranz immer noch ein Fremdwort ist.
Das Problem dürfte ein speziell deutsches und ererbtes sein.
 
Worum polarisieren die Dinger nur so sehr? Soll doch jeder nutzen was er will - wie und wozu auch immer, solange es Andere, Gesellschaft und Umwelt nicht (merklich) schädigt.
Oder ist das Problem vielleicht rein semantisch?
Im MTB Bereich passiert das aber leider recht häufig. Auf Hotspots in den Alpen hat sich früher die Frequenz von Rädern selbst geregelt, nur sportliche Fahrerinnen konnten eine schöne Hütte erreichen, 5 bis 20 Räder vielleicht, dazu 30 Wanderer. Man kam ins Gespräch, Konflikte waren selten, eine Bilderbuchidylle. Der gleiche Ort derzeit: 50 bis 60 (E-) Räder gehen den Fußgängern, zu recht, auf den Sack. Die Fahrer haben leider oft keine Benimm-Etikette, als Qereinsteiger haben sie es versäumt. Die einstige sanfte Location hat jetzt Rummelplatzflair. Es ist nicht gerecht, diese Entwicklung am E-Bike festzumachen, das must-have-selfie für ticktock gehört bestimmt auch dazu. Aber das E-Bike hat mein Leben im Freizeitbereich mehr negativ als positiv verändert. Übrigens gefühlt sehe ich mehr E-Bike Fahrer u40 und mehr Selbertreter ü40.
 
Weil sie das Ego angreifen. Wenn demnächst jede Art von Rad elektrifiziert ist und der gemeine Bürger das Biobike nicht mehr unterscheiden kann - wer bewundert und respektiert dann noch die sportliche Leistung von denen ohne Motor?
Sagt der radfahrende militante Veganer? Ganz ehrlich, wie wäre es denn mal sachlich auf Argumente einzugehen, anstatt solche kindischen Posts abzusetzen? Und dann wundert man sich tatsächlich, dass eine solche Diskussion entfacht wird? 🤦🏻‍♂️😂

Und hier noch ein Hinweis: Ich habe nichts gegen E-Bikes oder deren Fahrer. Ich frage mich nur, ob tatsächlich jedes Fahrrad elektrifiziert werden muss und ob es dafür wirklich eine ausreichend große Kundengruppe gibt. Bei dem hier vorgestellten RIDLEY habe ich meine Zweifel, ob das wirklich Erfolg haben wird und nachhaltig im Sinne von Ersatzteilversorgung und Technologiefortschritt ist. Ja, so ein Bike ist sicherlich perfekt für Fahrer, die nicht mehr die notwendige Leistungsfähigkeit besitzen. Aber was gibt es Schöneres, als sich den Berg mit einem Fahrrad ohne Motorunterstützung hochzuquälen, allein aus eigener Kraft, und dann zur Belohnung wieder herunterzurollen?
 
Im MTB Bereich passiert das aber leider recht häufig. Auf Hotspots in den Alpen hat sich früher die Frequenz von Rädern selbst geregelt, nur sportliche Fahrerinnen konnten eine schöne Hütte erreichen, 5 bis 20 Räder vielleicht, dazu 30 Wanderer. Man kam ins Gespräch, Konflikte waren selten, eine Bilderbuchidylle. Der gleiche Ort derzeit: 50 bis 60 (E-) Räder gehen den Fußgängern, zu recht, auf den Sack. Die Fahrer haben leider oft keine Benimm-Etikette, als Qereinsteiger haben sie es versäumt. Die einstige sanfte Location hat jetzt Rummelplatzflair. Es ist nicht gerecht, diese Entwicklung am E-Bike festzumachen, das must-have-selfie für ticktock gehört bestimmt auch dazu. Aber das E-Bike hat mein Leben im Freizeitbereich mehr negativ als positiv verändert. Übrigens gefühlt sehe ich mehr E-Bike Fahrer u40 und mehr Selbertreter ü40.
Das ist ein Nachteil des e-bikes, da stimme ich dir auf Grund von selbst erlebten bei.
Heut hamma im Gegensatz zu damals jeden Dodel am Berg.
Beim runterfahren trennt sich dann die Spreu vom Weizen.
 
"E-Bike" allgemein ist nur ein Oberbegriff. Man darf (und sollte) schon zwischen den einzelnen Varianten differenzieren.
Ein normales E-Bike, welches zum täglichen Fortbewegen ohne primär sportliche Konotation genutzt wird, hat in jedem Fall seine Berechtigung. Alte, Schwache, Faule, Dicke und der ganze Rest an täglichen Pendlern erfahren so eine relative Erleichterung. Ist absolut ok.

Dabei geht es aber nicht um Sport.

Warum treibe ich Sport? Warum betreibe ich Straßenradsport?

Der Straßenradsport galt und gilt als eine extrem anspruchsvolle Sportart. Wer sich also auf ein Rennrad setzt, gilt in der Regel als ein Mensch, der sportliche Herausforderungen sucht, ggf. gerne seine eigenen Grenzen zu verschieben versucht.
Ich frage mich bei dem Argument ja immer ab wann Fahrradfahren zu Straßenradsport wird.
Meine persönliche Ankedote geht so: Beim Bikefitting habe ich mich über Powermeter unterhalten mit dem Ergebnis das ich "nur" Fahrradfahren gehe und dafür def. kein Powermeter bräuchte.

Damit will ich sagen - alleine auf einem Rad lange Runde zudrehen ist doch völlig i.O. und wenn ich, warum auch immer, dafür einen Motor brauche ist das auch völlig i.O. und auch dann wenn es nicht um Leistung und sportliche Herausforderungen geht

Hier im Forum erlebe ich immer wieder dass Radelnde die einfach nur Fahrradfahren mit einem etwas abfälligen Blick betrachtet werden und "der Sport" als das einzige wahre gilt.

Rennradfahren ob mit oder E ist eben nicht immer und ausschließlich Sport und wer Geschmack am Ridley E-Noah hat soll das gerne fahren.
 
Die Kernpunkte meiner Kritik sind lediglich: Auf extrem sportlich getrimmte Bikes wie beispielsweise Aerobikes wird eine Elektrifizierung gesetzt.
Da gebe ich dir vollumfänglich Recht, was nutzt es bei einem Aero-Bike, wenn ich die Lücke von 0-25km/h per Motor abdecke und dann im High-Power Bereich weit jenseits der 30km/h selber trete? -> Eben, vollkommener Unfug.
Ob der Vergleich hingegen hinkt, dass man im Forum nicht Jehova sagen darf, lasse ich mal dahingestellt. Vor allem, da das auf der Straße so überhaupt niemanden zu interessieren scheint, was hier in der Bubble passiert.
 
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