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Fit und leistungsfähig und schnell auf dem Fahrrad bis ins hohe Alter. Wo sind die Vertreter hier?

Du wiegst offenbar 92kg und wirst bei 10-12% Steigung von "schlanken Herren" verblasen. Das hat nichts mit dem Alter oder einer unmenschlichen FTP zu tun sondern ist reine Physik.
Gehen wir mal von idealen 82 Kg aus, dann wäre der Unterschied immer noch zu groß beim Tempo. Die sind ja nicht nur etwas schneller gewesen , die zogen an mir vorbei, als stünde ich.
 
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Re: Fit und leistungsfähig und schnell auf dem Fahrrad bis ins hohe Alter. Wo sind die Vertreter hier?
Gegen wir mal von idealen 82 Kg aus, dann wäre der Unterschied immer noch zu groß beim Tempo. Die sind ja nicht nur etwas schneller gewesen , die zogen an mir vorbei, als stünde ich.
Schwierig da von irgendwas auszugehen. In Fakt waren sie ja bei 92kg (das entnehme ich zumindest deinen Beiträgen) deutlich schneller. Minus 10kg würde man schon deutlich merken. Aber klar, auch deine "idealen" 82kg sind weit weg von objektiv ideal für 10-12% bergauf.

Wenn die Kollegen nur 65kg wiegen musst du schon mal ordentlich mehr Watt treten un gleich schnell bergauf zu fahren.
 
Ich bin dieses Jahr 70 Jahre alt geworden und fahre seit ca. 40 Jahren Rad mit Unterbrechungen und gerade die Unterbrechungen machen es schwer den Wiedereinstieg zu schaffen. Ich bin Anfang der neunziger Jahre mehrere Radmarathons gefahren bis zu 10 im Jahr. Dann haben sich meine Lebensumstände geändert, viel weniger Rad gefahren und dann durch einen Skiunfall 2001 habe ich es geschafft mein Gewicht auf 107 Kg zu katapultieren. Von dem Gewicht wieder runter zukommen , war ziemlich schwer. 2003 haben sich meine Lebensumstände wieder geändert, da hatte ich noch 97 Kg. Ich bin wieder mehr Rad gefahren, einige Marathons und jetzt habe ich 76 Kg, bin immer noch etwas zu schwer, das habe ich dieses Jahr am Stillfser Joch gemerkt. Für mich ist das Beste weiterhin 2-3 mal in der Woche Rad zu fahren und 2-3 Mal Krafttraining zu machen. Sicherlich lässt die Leistung von Jahr zu Jahr nach, aber da heißt es trotzdem "dran bleiben."
 
Ich möchte mal von mir kurz erzählen, da ich ja das Thema angefangen habe. Ich bin zwar nicht in dem stolzen Altern wie die Herren im ersten Posting, aber doch schon 54.
  • MTB unregelmäßig gefahren mit ca. 40 bis 45 Jahren
  • Krafttraining von 45 bis 50 im F Studio
  • während Corona nur mit Essen von 100 auf 82kg abgenommen, null Sport
  • die letzten 4 Jahre ohne Sport auf 100 raufge.ressen :(
  • Seit Juli wieder auf dem MTB
  • Seit August mein ersten RR und !täglich! am RR oder MTB, zwischen 300 und 800 Höhenmeter
  • Ernährung etwas umgestellt, keine Schoki oder Kuchen, dafür Berge an Joghurt mit Früchten und Haferflocken und Leinsamen (ist mein Dessert, ich brauch was Süßes für die Psyche :D )

Resultat:
  • Gewicht seit 12 Wochen um 8kg reduziert
  • Meine Hausstrecke fahre ich 17 min schneller als Anfang Juli (35 statt 52 min) ohne mich gequält zu fühlen
  • Ein Segment fahre ich wieder so schnell wie vor 15 Jahren, aber nicht mit 160 Puls sondern mit 145 Puls
  • Mit der Rolle möchte ich dran bleiben und die 80kg erreichen (188cm), den Eifer habe ich zu mindestens schon mal :)

Dass ich aber trotz der "guten" Resultate neben den betagteren Herren eine Standuhr bin, zeigt mir, wie viel Luft nach oben noch ist, viel mehr als nach unten.

Ich muss dazu sagen, dass ich nur Fahrradfahre und nicht trainiere. Ich weiß weder, was ein Intervall ist noch ein Schwellentrainig etc. (habe die Begriffe nur aufgeschnappt). Dadurch, dass ich in den Alpen wohne und NUR Berg fahre, geht konstant fahren sowieso schlecht (zwischen -28 und +17% ist alles an Gefälle drinnen).

Was ich mache ist derzeit eine komplette medizinische Abklärung in vielem, um keinen Mist zu bauen.

"Schnell und fit ab 50") kommt bald raus, wie ich eben gesehen haben. Die erste hab ich vor paar Jahren gelesen, kann ich empfehlen.
Gibt es doch schon oder ist das ein anderes Buch?

Fazit:
Das Ziel, dass ich ohne mich so gequält zu fühlen, durch die Berge fahren kann (machte ich früher mit viel Lärm und Gestank mit dem Motorrad), habe ich erreicht, bin ich am erreichen und wird noch ausgebaut.
Wenn du schnell werden willst, brauchst du natürlich Training. Wenn du zwei Jahre wieder dabei bist, zunehmend strukturierter.
Wenn du einfach nur fit und gesund werden/bleiben möchtest, reicht die regelmäßige Radtour aus. Ich habe mit 47 wieder vermehrt mit dem Radeln angefangen, aufgehört zu rauchen und habe einige Touren mit Rennrad und Gepäck gemacht. Mich stresst der Gedanke nach Regelmäßigkeit und Trainingsplan, deswegen gurke ich weiter herum. Trotzdem bin ich in den letzten 6 Jahren um Welten fitter und schneller geworden und habe in den letzten beiden Jahren Dinge geschafft, die ich beim Wiedereinstieg nicht für möglich gehalten hätte. Unter anderem fahre ich inzwischen gerne Berge hoch, obwohl mein Gewicht dafür zu hoch ist. Bei mir ist der Spaß an der Gegend der treibende Faktor und das reicht für knapp 7.000km bisher in diesem Jahr.
Wenn du jeden Tag fährst, wird wahrscheinlich irgendwann eher früher als später deine Leistung stagnieren und vielleicht wirst du auch in dem Zuge erkältungsanfälliger werden. Regeneration sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Auch 8kg in 12 Wochen hört sich nicht so an, als hättest du während der Zeit deine Muskulatur großartig vergrößern können. Im Defizit baut man schlecht Form auf. Ich wünsche dir viel und lange Spaß an dem Hobby, dann folgt die Gesundheit quasi von alleine.
 
Oder halt doch ein versteckter E Antrieb...(Will das aber nicht abwertend verstanden wissen, in dem Alter aktiv Rad zu fahren ist immer respektabel)
Wenn man sieht was für Zeiten auch Ältere bei Ruk oder Ötztaler fahren kann das aber gut sein , viele sind ja auch ehemalige Rennfahrer wenn auch nicht unbedingt Profis .
 
Gehen wir mal von idealen 82 Kg aus, dann wäre der Unterschied immer noch zu groß beim Tempo. Die sind ja nicht nur etwas schneller gewesen , die zogen an mir vorbei, als stünde ich.
Auch mit idealen 82 kg ist man nun mal kein Bergfloh wie mit 65 kg und damit kann man sich auch arrangieren.
 
Auch u50 ist der FTP doch egal, sofern
da muß ich deutlich widersprechen. Auf dich und andere selbst bezogen mag das natürlich stimmen.
Ich bin inzwischen ü60- knapp, aber Mist, es stimmt;)
Ich fahre bei Eschborn-Frankfurt und entweder beim RaR oder den Dreiländergiro mit, ansonsten nur für mich.
Von wettkampfmäßig kann man also definitiv nicht reden, trotzdem ist mir mein FTP nicht schnuppe.
Einfach deshalb, weil ich Spaß am verausgaben hab, genauer: meine Grenze zu verschieben, diese auszuloten, um den Wert zu erhöhen (ich stehe ziemlich genau bei 3W/kg, reicht also, um einigermaßen im großen Feld mitzuhalten, aber mehr halt doch nicht)
Ich hab die Motivation, den Wille, den Spaß und, ich denke, auch noch die Fähigkeit, um besser zu werden, also mach ich es. Die körperlichen Voraussetzungen, die Beweglichkeit, das wegstecken hoher Intensitäten, paßt und funktioniert alles noch recht gut, deshalb muß ICH da widersprechen;)
Ich wollte diese allgemeine Formulierung so nicht stehen lassen....
 
Ja - einige Collegen schließen gerne von ihrer eigenen Ambitionslosigkeit auf Andere. Dabei kann ein strukturiertes und gesteuertes Training auch außerhalb von Wettkampfambitionen durchaus motivierend sein und, ganz wichtig, auch "Gaudi" bereiten. Und zwar in jeder Altersgruppe. Die FTP ist eben ein hinreichend probates Mittel zur Steuerung und Kontrolle. Gerade im Hobby-Bereich, da recht einfach umsetzbar.
 
Ja - einige Collegen schließen gerne von ihrer eigenen Ambitionslosigkeit auf Andere. Dabei kann ein strukturiertes und gesteuertes Training auch außerhalb von Wettkampfambitionen durchaus motivierend sein und, ganz wichtig, auch "Gaudi" bereiten. Und zwar in jeder Altersgruppe. Die FTP ist eben ein hinreichend probates Mittel zur Steuerung und Kontrolle. Gerade im Hobby-Bereich, da recht einfach umsetzbar.
Ist ja auch die Frage ob man meist alleine Fährt oder auch mit Gruppen ! Ist da der Leistungsstand in einigen Gruppen sehr hoch wird es irgendwann zum Problem, entweder fährt man dann nicht mehr mit weil man jedesmal völlig am Ende ist oder man hält die Gruppe zu sehr auf , entweder sucht man sich dann eine andere oder fährt weiter alleine oder Mal mit einem Gleich starken,nur Schade wenn man gerne mit den Leuten in der Gruppe gefahren ist und da Freunde gefunden hat . Gute Form hilft ja auch lange Strecken zu fahren ohne immer am Limit zu fahren und man kann auch Mal genießen.
 
Ich bin 57, meine Frau über 60. Sollange es irgendwie geht, wollen wir weiter anspruchsvolle Radmarathons im Hochgebirge fahren, an Rennen teilnehmen oder Brevets wie PBP fahren . Ohne anspruchsvolles Training geht das nicht und natürlich ist die FTP dafür ein zentraler Steuerungsparameter. Wie weiter oben schon angesprochen, darf halt nicht den Fehler machen, die eigene Leistungsfähigkeit früherer Jahrzehnte zum Maßstab zu nehmen. Mit realistischen Erwartungen und dem Willen, weiterhin die Komfortzone öfter mal zu verlassen, kann Training auch im fortgeschrittenen Sportler-Alter noch viel Spaß machen und ebenso erlebnis- wie lehrreich sein.
 
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Als mittlerweile 66 jähriger ist mir meine FTP überhaupt nicht wurscht. Ich habe viel zu viel Spaß daran, sie als Gradmesser dafür zu verwenden, was auch in meinem biblischen Alter noch so geht. Und ja, auch Ü60 geht noch so einiges. Ich stehe heute nach eher sportfernen Jahren in meinen Fünfzigern mit 81 kg Gewicht und 198 cm Größe bei einer FTP von 328 und bekenne freimütig ein pubertäres Vergnügen, wenn ich im hiesigen Voralpenland am Berg röchelnde Rapha-Rudel mit freundlichem Gruß abstelle.
 
Wenn ich meinen Radkollegen mit 62 sehe was für einen Aufwand er betreibt, weil er Bergrennen fährt. Sein Trainingsumfang liegt bei 12 - 15h, Schwelle bei 4 - 4,2 ungefähr und zurzeit trainiert er in Laktat-Zonen, und nicht in Leistungszonen. Durch Gewichtsmanagement bleibt er "halbwegs" leicht, optimiert sein Material und fokussiert sich auf die Wettkämpfe. Sein lockeres Training (viel Volumen) findet oft auch ohne Leistungsmessung statt, einfach nach Puls und Gefühl. Die Belastungen werden geplant und finden häufig indoor statt. Krafttraining 2x die Woche klassisch Kreuzheben, Kniebeugen und bisschen was ohne Gewichte.
 
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