Warum, bitteschön soll irgend jemand > 200 € für eine Sattelstütze ausgeben
die ein klein wenig nachgibt unter (Biege)-Belastung (aka 'flex').
Der Querschnitt ist rund, der Durchmesser 27,2 mm, die Wanddicke wird wohl irgendwo bei 2 mm liegen... etc. etc. Damit lässt sich das Flächenträgheitmoment ('I') schon recht gut berechnen.
Und der E-modul von den Laminat-Schichten und den verwendeten Faser-Typen ('fiber-archtecture' im typischen Marketing speak), den muss man gar nicht exactement kennen...(man weiss ja dass einige Carbon-Fasern dabei sind, und das sind wohl eher die 'HS'-typen und nicht 'IM'-typen) → also liegt der E-Modul je nach Faserwinkel zwischen ca. 100 und 140 GPa.
So what.? Das 'I' dominiert sowieso... (...die Berechnung der Verbiegung unter Belastung)
Und erst recht 'dominiert' die Auszugslänge: L hoch 3).
Reichlich egal was der Ritchey da für Flex-'Zauberei' / ('ähm', sorry: Flex-engineering natürlich) mit seinem Laminataufbau betrieben hat.. mehr als 2 Millimeter Unterschied wird dabei nicht herumkommen.
Ganz was Ähnliches hatten wir schon beim Syntace vor >10 Jahren: bei denen gab es die (schicke) P6-CF Stütze auf einmal auch in einer 'High-Flex' Variante. Und siehe da: 2 Millimeter mehr Verbiegung.. also 'besser'.
Die Gesetze der Physik sind bekannt und gelten für alle. Auch für Marketing Fuzzies.
Sollte tatsächlich eine 'Mini-Federung' gewünscht sein, dann führt kein Weg an den Canyon / Ergon Stützen mit der pseudo-Parallelogramm Kinematik vorbei.
Sollte jemand seine persönlichen Prioritäten anders bewerten, Gewicht, Optik, whatever,
.. ja dann kann er gerne kaufen was immer der Markt so anbietet.
m2c