Es dauerte nur bis heute morgen gegen neun Uhr, bis ich so entnervt war, das der Rest der Welt mich mal konnte.
Dabei schien draußen so schön die Sonne.
Um halb zehn saß ich auf dem Rad, den notwendigen Besuch bei meiner Bank könnte ich in meine Fahrt mit einbeziehen, natürlich bei einer hübsch gelegenen Filiale mit guten Trainingsstrecken drumherum.

Alles andere muß dann halt warten bis nach fünfzehn Uhr. Dann wäre ich zurück, frisch geduscht und schaffe, was sich nicht auf morgen verschieben lässt.
Es gibt wenige Bilder, da ich nur selten anhielt. Selbst gegessen und getrunken wurde heute während der Fahrt.
Wenn ihr keine Flasche am Rad seht, dann liegt das übrigens daran, das im Winter eine Pet-Flasche mit einem halben Liter Wasser in der Rückentasche steckt.
Dann wird das Wasser nicht ganz so kalt, wie die Umgebungsluft. Bei fünf Grad fünf Grad kaltes Wasser trinken muss ich nicht unbedingt. Da es windig war, baute ich heute ein paar Anstiege mit ein. Die Auffahrt nach Lichtenstein findet sich sogar in quäldich.de und hat 108 hm auf 2 Kilometer Länge. Ein richtig schöner Rollerberg. Nach rund 7 Minuten, eine mittlere Zeit, war ich oben.
Da gab es dann doch einen kurzen Halt und ein Foto der Burg durchs Tor. Weiter darf man nicht, denn die Burg ist kein Museum sondern bewohnt.
Südburg der ehemaligen Ganerbenburg mit Wohnturm. In Teilen aus dem 14. Jhdt. Sonst 15. und 16. Jhdt.
Die Nordburg ist, wie die meisten Burgen in den Haßbergen aus der Zeit nur noch eine Ruine, ein dritter Teil ist gar gänzlich unter dem heutigen Ort verschwunden.
Riegelchen und Wasser gab es wie gesagt während der Fahrt. Da ich aber heute „Bonusvitamine“ in Form einer Clementine an Bord hatte und die sich unterm fahren schlecht isst, hielt ich nur 8 Kilometer vor meiner Heimkehr nochmals. Bei 7 Grad war es aber auch zu schön. Nur der stramme Wind störte etwas.
Blick zum Staffelberg. Das ist ein Wetterchen, was?
Und so sind 2035 Kilometer im Winterpokal eingefahren. Für mich ist das enorm viel und ich kann mich nicht erinnern, von Ende Oktober an je mehr gefahren zu sein.
Nachmittags führten mich meine Wege, dann allerdings mit dem PKW noch in meine alte Heimatstadt. Als alles erledigt war, reichte es sogar noch für einen Gang durch die Stadt und etwas Lichterglanz auf dem Weihnachtsmarkt.
Ein Tag der besch...eiden anfängt, braucht halt ein schönes Ende.
In diesem Sinne: Schön‘ Feierabend.
