Ich versteh irgendwie nicht, was immer für ein Getöse um extrem teure (Renn)räder gemacht wird. (Und dazu zähle ich alles über 10k)
Ist das irgendwie ne Art “Fetisch” oder sowas?
Irgendwie n Wettbewerb so nach dem Motto: “seht her es geht noch teurer” ?
Oder ist das irgendwie, damit einem das eigene popelige 6000€-Bike billig erscheint? Ankereffekt?
Höher, weiter, schneller. Nach oben gibt es wohl keine Grenze.
Warum lassen sich Promis ihr Samsung mit Swarovski-Steinen für fast 8000,- bekleben? Warum lässt sich eine Baronin von.... ihr handelsübliches Hollandrad mit Blattgold belegen? Warum zahlt jemand 25 Mio für ein Gemälde anno sechzehnhundert....?
Alles ideelle Werte.
Bei den Rädern hier das Gleiche.
Für einige zahlt man einen hohen Preis, weil Material besser ist oder teurer in der Herstellung. Andere sind wegen limitierter Auflage teurer. Und dann sind wir auch hier bei idellen Werten. Künstler X oder Automarke Y treibt den Preis. Besser wird das Fahrrad dadurch nicht.
Bahnräder sind zum Beispiel teurer, weil es keine Massenprodukte sind.
Robert Förstemann hatte ein Bahnrad für mehrere hunderttausend Euro. Das ganze Projekt hatte fast eine Million gekostet. Hergestellt wurden nur drei Rahmen. Der zweite und dritte als Ersatz. Jedes Rad "kostet" dann also ein Drittel der Million.
Die meisten dieser Räder hier werden sehr warscheinlich im privaten Museum oder auf Messen stehen.
PS: der alte Golf vom Papst Ratzinger ging für 300.000 Euro über den Tisch.
Wie ein Gebrauchtwagenhändler den Verkaufspreis wohl eingeschätzt hätte...?