Video: Die teuersten Rennräder der Welt
Die teuersten Rennräder der Welt – unsere Auswahl
Die Grenze zwischen Gebrauchsgegenstand und Investitions- oder Sammlerobjekt ist oft fließend, wenn es um die teuersten Rennräder der Welt geht. Aber alle Rennräder, die wir für die Zusammenstellung gefunden haben, sind oder waren zumindest einmal fahrbar. Jüngstes Beispiel ist das Titan-Rennrad, mit dem Kaftwerk Bandmitglied Florian Schneider durch das Video zum „Tour de France“ Kult-Song fuhr. Es wurde am 19. November für 57.600 US-Dollar versteigert.
Die meisten der teuersten Rennräder der Welt in diesem Artikel gibt oder gab es ganz gewöhnlich beim Hersteller oder im Handel zu erwerben, und die Preisangaben beruhen auf den damaligen Verkaufspreisen. Bei Preisen über 100.000 Euro kann man allerdings davon ausgehen, dass sie auf Auktionen erzielt wurden. Die hier versteigerten Rennrad-Preziosen bilden in der Regel nur die Leinwand für das Werk von bekannten Künstlern oder den Rahmen für das kunstvolle Verzieren mit Diamanten, Gold und allem, was teuer ist.
Für unsere Auswahl haben wir den Fokus auf die anderweitig veredelten Rennräder gelegt, die mit Leichtbau, besonderen limitierten Designs oder hohem individuellen Fertigungsaufwand wertvoller gemacht wurden – eine vollständige Rangliste der teuersten Road Bikes aller Zeiten kann sie schon allein deshalb nicht sein. Auch teure Klassiker-Rennad Sammlerstücke, die inzwischen leicht fünfstellige Beträge erzielen, wenn sie irgendwo auftauchen, sind nur stellvertretend berücksichtigt. Das Colnago C35 Ferrari ist ein solches Beispiel.
Was noch auffällt: Die Paarung Sportwagen-Marke und Rennrad-Marke erfreut sich großer Beliebtheit und regelt den Preis ebenfalls noch einmal nach oben. Aber selbst die teuersten Rennräder kosten nur ein Bruchteil der teuersten Sportwagen. Und: Zwischen 20.000 € und 30.000 € scheint eine Art Sweetspot für teure Rennräder zu liegen.
Sturdy Fiadh Titan Allroad – 15.000 €
Das Sturdy Fiadh haben wir stellvertretend für andere Custom-Rennräder aus der Produktion des britischen Titan-Rahmenbauers gewählt, weil wir einen Circa-Preis kennen. Gemessen an dem Aufwand, der hinter jedem individuell gefertigten Sturdy steckt, ist der Preis in dieser Liste geradezu ein Schnäppchen: Nicht nur der Rahmen und die Gabel, sondern auch auf Körpermaße und Fahrstil abgestimmte Komponenten wie Lenker, Kurbeln oder Sattelstützen entstehen nach Vorgabe unter Einsatz des 3D-Druck-Verfahrens und anschließend aufwendigem individuellem Finish bis hin zu den Schrauben und Lockringen. Zum Sturdy Fiadh
3T Exploro Racemax Lamborghini – 15.000 €
Das 3T Exploro Racemax Italia ist trotz innovativer Filament Winding Fertigung in Italien noch erschwinglich (ab rund 7.900 €). Aber mit dem Upgrade durch Lamborghinis Designabteilung wird es teuer: eine knallige Lackierung in Giallo Auge und Carbonbauteilen mit sechseckigem Muster erinnern an die Supersportwagen der Marke. Unter der Haube arbeitet die bekannte Racemax-Aerodynamik, die Gravelreifen bis 61 mm (650b) verkraftet. Mit Campagnolo Ekar 13-fach und LTD-Lederdetails wiegt das Bike unter 8 kg – für ein Gravelrad rekordverdächtig. Auch der Preis dürfte einer der höchsten sein, die man für ein Gravel Bike bezahlen kann. Zum 3T Exploro Racemax Lamborghini
Specialized S-Works Tarmac SL8 Forward 50 LTD – 16.500 €
Zum 50-jährigen Firmenjubiläum legte Specialized 50 durchnummerierte Rahmensets des S-Works Tarmac SL8 auf. Ein hochglänzendes “Oil-Slick-Prism”-Finish umhüllt das bislang leichteste Tarmac. Dazu gibt’s drahtlose Shimano Dura-Ace Di2, Roval Rapide CLX II-Laufräder und eine limitierte S-Works-Power-Sattelgrafik. Ein Sammlerstück, das dank identischer Renngeometrie trotzdem World-Tour-Tempo liefert. Der Preis liegt nicht so viel höher als für das serienmäßige S-Works Tarmac SL8. Zum S-Works Tarmac SL8
Schmolke Leggerissima TLO 33 Years Gold Edition – 16.500 €
Noch ein Rennrad im Preibereich von 16.500 € mit Jubiläums-Bezugist das Leggerissima TLO 33 Years Gold Edition, mit dem der deutsche Hersteller Schmolke 33 Jahre Kompetenz in Sachen Carbon- Leichtbau feiert. Das Leggerissima soll 5,4 kg wiegen. Der TLO-Rahmen (The Light One) trägt 23-karätige Blattgold-Logos, dazu kommen 820-g-Laufräder, die berühmte THM-Clavicula-Kurbel und Schmolkes eigene Carbonkleinteile bis hin zu Titan-Schrauben. Das Modell ist limitiert auf 33 Stück weltweit und wird am Bodensee gefertigt. Der Leichtbau wird sogar an das Fahrergewicht angepasst. Mehr zum Schmolke Leggerissima TLO 33 Years
Colnago C35 Ferrari Oro – ab 20.000 €
Das Colnago C35 Ferrari dürfte einer der besonders hoch gehandelten Rennrad-Klassiker sein. Der Monocoque-Carbonrahmen des C35 entstand gemeinsam mit Ferrari Engineering, und nicht nur die geschwungenen Rahmenformen machen das Rennrad zu einer 1990er-Ikone mit entsprechenden Sammlerpreisen. Angeboten zwischen 7.000 € und 24.000 € haben wir in den Börsen von Ebay, Kleinanzeigen und Vintage Second Hand-Shops gefunden. Die Oro-Edition kombiniert Campagnolo C-Record Oro, vergoldete Frästeile und bernsteinfarbenes Leder. Nur wenige Exemplare sind auf dem Rennrad-Gebrauchtmarkt erhältlich.
Giant Propel Van Gogh Edition – 19.500 €
Verglichen mit rund 117 Millionen, die das bisher teuerste Van Gogh Gemälde bei einer Auktion einspielte, sind die 19.500 € für das bisher einzige uns bekannte offizielle Van Gogh inspirierte Rennrad ein Klacks. Unlimited Colours lackierte einen Propel Advanced SL-Rahmen mit einem Design im Stile der Sonnenblumen von Vincent van Gogh nach einer Vorlage von Tomas Snels und Giant und die Vogh Stiftung unterstützten das Projekt. Ausgestattet mit SRAM Red eTap AXS, Cadex 50-Ultra-Laufrädern und integrierter Cockpit-Einheit war das Vorläufer-Modell des aktuellen Giant Propel für knapp unter 20.000 € zu haben. Zum Giant Propel Advanced SL Van Gogh
BMC Teammachine R Masterpiece – ca. 20.000 €
Die BMC Masterpiece-Serie entsteht direkt im Schweizer Hauptquartier des Herstellers komplett in Handarbeit. High-Modulus-Carbon, Laserrohrschnitte und harzreduzierte Faserlagen drücken das Rahmengewicht bei der Teammachine R Masterpiece auf 810 g – das Rahmenset (1.350 g mit Stütze und Gabel) allein soll rund 9.000 € kosten. Jedes Exemplar trägt die Unterschrift des Carbon-Technikers. BMC gibt keine Preise für Kompletträder an wir haben aber Shop-Aufbauten mit edlen Teilen für rund 20.000 € gefunden. Zur BMC Teammachine R Masterpiece
Cervélo P5X Lamborghini Edition – 20.000 €
Die zweite Lamborghini-Kreation unter den teuersten Rennrädern der Welt. Auch das Cervélo P5X Superbike-Triathlon-Chassis kam schon in den Genuss der Y-Forged-Grafik von Lamborghini – in dem Fall als Reminiszenz an den Lamborghini Aventador SVJ. Die Monocoque-Konstruktion des P5X erlaubt vollintegrierte Aufbewahrungsboxen. Enve-Laufräder, Seine RAM Red eTap AXS 1×12 und eine nummerierte Plakette machen die auf 25 Exemplare limitierte Serie zum Sammlerobjekt – wir haben die Preisangabe auf Buycycle gefunden.
Corratec CCT Evo Ultra (2024) – 25.000 €
Das CCT Evo Ultra das leichteste und teuerste Serienbike des Herstellers aus Bayern bisher – es war nur in einer Auflage von 34 Stück zum 34-jährigen Jubiläum zu haben. Das Gewicht des Komplettrades soll am UCI-Limit von 6,8 kg liegen. Die Ausstattung umfasst alles, was gut und teuer ist. Neben diversen Keramik-Upgrades sind es vor allem die Lightweight Obermayer-Laufräder und das SRM Origin 9-Kurbel, die auch an nicht limitierten Rennrädern ordentlich ins Geld gehen. Zum Corratec CCT Evo Ultra
Pinarello Dogma F Luxter Green 1k – 25.000 €
Gut, ein Pinarello zu fahren, war schon immer etwas Exklusiveres. Hier kombiniert Pinarello das Dogma F-Topmodell mit einer exklusiven Luxter-Green-Lackierung, durch deren tiefes Metallic-Grün das 1k-Carbongewebe schimmert. Zusätzlich ist die derzeit teuerste Schaltgruppe an Bord, die drahtlose Campagnolo Super Record WRL 2×13. Und natürlich treibt auch die Limitierung auf 222 Einheiten weltweit den Preis weiter nach oben. Zum Pinarello Dogma F Luxter Green 1k
Lotus Type 136 Aero E-Rennrad – 25.000 €
Mehr Innovation als Luxus-Tradition steckt hinter dem Preis dieses sehr teuren E-Rennrades mit Sportwagen-Genen: Das Lotus Type 136 Aero dürfte eines der ganz wenigen Aero E-Rennräder sein. Formel-1-Aerodynamiker entwickelten das Rahmenset mit seiner Doppelholm-Gabel und dem hinteren Mono-Stay, inspiriert vom 90er-Olympiasieg mit dem Hope Lotus Bahnrad. Ein Mahle-X20-Motor liefert 55 Nm Unterstützung. Das Komplettrad soll unter 10 kg wiegen. Der Preis von 25.000 € galt allerdings nur für die First Edition. Zum Lotus Type 136.
Pinarello Bolide F HR Bahnrad – 28.000 €
Erdacht und gebaut für Filippo Gannas Stundenweltrekord 2022, kam das Pinarello Bolide F HR Bahnrad später auch als Serienversion in den Handel, wohl um die Ausstattung der italienischen Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele zu homologisieren. Das Bahnrad ist bis ins kleinste Detail im Windkanal optimiert, sein Rahmen wird im 3-D-Druckverfahren aus Aluminium hergestellt. Es war das erste, jemals im Alu 3D-Druckverfahren hergestellte Bahnrad. Die charakteristischen Aero-Elemente sollen den Flossen von Buckelwalen nachempfunden sein. Zum Pinarello Bolide F HR
Aston Martin .1R (2024) – 45.200 €
Preissprung. Gleich doppelt so teuer wie im „Teuerste Rennrad-Mainstream“ wird es mit dem Aston Martin .1R – das Rad ist dafür aber auch schon auf den ersten Blick als edelste Race-Maschine unter der Sonne zu erkennen. Die britische Sportwagenschmiede kooperiert hier mit dem britischen Rahmenbauer J. Laverack, der aus Muffen im 3-D-Druck und Carbonrohren einen maßgefertigten Rahmen auf die Räder stellt – bis hin zur Kurbel nach Maß. Hauseigene Lackoptionen in Hypercar-Farben und eine maßgeschneiderte Passform per 21-Punkt-Bike-Fit-Analyse machen jedes .1R zum Einzelstück – über 1.000 Stunden Arbeit stecken in jedem Exemplar. Das Cockpit fräst Aston aus Aluminium-7075. Auch die rahmenintegrierten Disc-Bremsen sind ein absoluter Hingucker. Im Kaufpreis inbegriffen ist ein Aluminiumkoffer für den sicheren Transport im Flugzeug. Zum Aston Martin .1RS
Titan Klassiker aus Kraftwerk Video – 57.600 US-Dollar
Im Rahmen der „The Florian Schneider Collection“ versteigerte das US-amerikanische Auktionshaus Julien’s Auctions am 19. November 461 Besitztümer des Kraftwerk Bandmitglieds, das 2020 verstorben war. Unter den Auktionsartikeln fand sich auch das Titan-Rennrad. Es wurde zusammen mit drei Polaroids, auf denen Schneider auf dem Rad zu sehen ist, und einem Montageständer, angeboten. Der Verkaufspreis wurde auf 4.000 bis 6.000 US-Dollar geschätzt, letztlich wurde jedoch ein Preis von 57.600 US-Dollar erzielt.
Colnago Gioiello Nr. 1 Blattgold – 123.000 €
Einen ganz anderen Weg als Aston Martin geht Colnago. Die Italiener nehmen den bekannten C68 Rahmen als Basis (ebenfalls ein Custom-Rahmen, aber aus Carbon) und veredeln ihn mit dem wertvollsten und glänzendsten Geschmeide zu einem glitzernden und funkelnden Einzelstück. Für den 106. Giro d’Italia vergoldete Colnago den C68-Rahmen komplett mit 24-karätigen Flakes, platzierte einen 2,3-Karat-Diamanten in der Steuersatz-Abdeckung und kombinierte noch die Campagnolo Super Record WR. Das Unikat wurde im Dezember 2024 bei Sotheby’s für 123 000 € versteigert; der Erlös ging an wohltätige Zwecke. Zum Colnago Gioiello Nr.1
Colnago Y1Rs von Tadej Pogačar – 163.000 €
Ein neuer Podiumskandidat für unsere Liste der teuersten Rennräder der Welt kam Ende 2025 bei einer Sotheby’s Auktion unter den Hammer: Tadej Pogačars Colnago Y1Rs, das der vierfache Tour de France Gewinner auf der Mont-Ventoux-Etappe der Tour de France 2025 fuhr. Das Original Arbeitsgerät erzielte einen Preis von 190.500 US-Dollar – umgerechnet rund 163.500 Euro. Colnago bezeichnet es als „das teuerste jemals verkaufte Serienfahrrad“. Das spielt wahrscheinlich darauf an, dass das bisher allerteuerste Rennrad eigentlich eher ein Kunstwerk ist.
Trek Madone “Butterfly” & andere Livestrong-Unikate – bis 500.000 US-Dollar
Unangefochtener Spitzenreiter in der Liste der teuersten Rennräder der Welt ist seit Jahrzehnten das Trek Madone Butterfly. Entsprechend ist das Halbe-Millionen-Dollar-Rad in jedem Beitrag zum Thema zu finden. Richtig teuer wird das Aero-Rennrad, das Lance Armstrong fuhr, durch die Kunst von Damien Hirst. Er versah das Trek Madone Butterfly mit den Schmetterlingen. Da es sich um echte Schmetterlingsflügel handelt, steht das Madone Butterfly auch in der gleichen Kritik, wie Hirsts Kunst mit Schmetterlingen. Geschaffen wurde das Kunstwerk allerdings von Anfang an für einen guten Zweck. Der Verkaufserlös sollte der Livestrong Stiftung, die krebskranke Menschen unterstützt, zugutekommen, in der sich Lance Armstrong stark engagierte. Die 500 000 US-Dollar erzielte das Rad in einer Auktion für die Stiftung bei Sotheby’s 2009. Ebenfalls sehr teuer und reine Kunstprojekte zugunsten der Liverstrong-Stiftung: das Madone Yoshitomo Nara (200 000 $), Madone KAWS (160 000 $) und Madone Diamond (75 000 $).
Welches sündteure Rennrad fehlt in unserer Übersicht – habt ihr Anregungen?
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57 Kommentare
» Alle Kommentare im ForumStaubförmig ist eine Kupfer-Beryllium Legierung giftig. Anfassen kann man das schon. Kannst die Halbzeuge sogar als Privatkunde kaufen.
Bei meinem Händler sind solche Sonderlegierungen gelistet.
Hatte sie auch mal darauf angesprochen.
Antwort: essen und einatmen sollte man die Späne nicht.
Sicherheitsdatenblätter habe ich dort auch nicht gesehen.
Wer auch noch nachweisen kann, dass sein Rad aus Teilen eines abgestürzten Space Shuttle oder Sojus Raumschiffs besteht kann mit extremen Wertsteigerungen rechnen.
Der Rest landet beim Vererben auf dem Schrottplatz.
Ist bei den 25k€ ne Pumpe dabei?
Bild #22
Ein Rad für 25k€ mit platten Reifen abzulichten, Lob ans Marketing...nicht
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