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Neues Merida Mission Race Gravelbike: Schnell auf feinem Schotter

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Re: Neues Merida Mission Race Gravelbike: Schnell auf feinem Schotter
Was ich für mich noch nicht ganz eingeordet habe, ist die Reifenfreiheit verbunden mit den (oder einer der) breitesten Felgen am Markt... Verstehe schon das Sram das für OEMs bundelt, aber macht das an dem Rahmen wirklich Sinn?
 
Das Rad ist schick. Allerdings kann ich die Kritik an der Reifenbreite schon verstehen. Für mich reichen zwar 40mm locker aus. Wer das Rad allerdings häufig durch tiefen Matsch oder in felsigen Terrain fährt, wird wahrschscheinlich zu dickeren Schlappen greifen wollen.

Zumal das normale Scultura Endurance schon 38-40mm problemlos schlucken kann, obwohl offiziell nur bis 35mm freigegeben sind. Wer also ein etwas (gemäßigteres) Allroad mit gelegentlichen leichten Gravel-Einlagen sucht, kann auch zum Endurance greifen. Optisch ist es dem Mission sehr ähnlich. Nur das Staufach fehlt und es minimal aufrechter. Dafür sind die Scultura (Endurance) Modelle momentan sehr preisgünstig zu bekommen.

Im richtigen Matsch sind entgegen gängiger Annahmen schmalere Reifen von Vorteil. Dafür hatte Conti lange fürs MTB einen 47mm-Reifen im Programm.

Ich denke, dass wir wahrscheinlich eine Diverisifizierung beim Race-Gravel erleben werden. Wäre ich nicht Produktmanager für Komponenten, sondern für Kompletträder, würde ich bei entsprechend vorhandenem Etat ein stark aerooptimiertes Race-Gravel mit 40-45mm Reifenfreiheit (wahrscheinlich eher 45mm), das auch Kettenblätter über 50 Zähne problemlos aufnehmen kann, und eins mit 50-55mm Reifenfreiheit, Federgabeloption, flacherem Lenkwinkel und etwas längeren Kettenstreben und längerem Reach auf den Markt bringen. Früher hätte man es Race-Hardstail mit Dropbar genannt...
 
Ich fühle mich direkt angesprochen und auch zum Rad hingezogen! Zielgruppe erreicht sozusagen.
Die beschriebene Geo und das daraus resultierende Einsatzgebiet und Zweck passen zu mir. Über 40mm würde ich auch nie wollen und nie ausnutzen. Optik ist ebenfalls stark!

Super Detailfotos und Bericht. Danke. Das preislich attraktive Rahmenset ist gedanklich schon im Aufbau 🤗
 
Schick isses! Aber nur 40mm? Ein Rad für RR´ler, die sich nicht ins "Gelände" trauen!
Naja, leicht marode Asphaltstraßen und gepflegt geschotterte und ebene Feld- und Waldwege gehen immerhin.
Seltsam, dass ich mit 40ern von Gucci Gravel über durchgerockte Feldwege bis hin zum komplett Harvester-zerfurchten Waldweg mit Matschlöchern groß wie Wildsäue alles fahren kann.
 
Ich bin am Gravel vom 38mm auf den 47mm Pathfinder und dann ziemlich schnell wieder runter auf nen 40er Tufo Speedero. Wer braucht wirklich so fette Reifen wie beim Unbound?

Für die meisten Strecken ist doch irgendwas zwischen 38mm und 42mm (die da mit Sicherheit auch rein passen), völlig ausreichend. Und vom Fahren her ist auch ein 40er schon sehr komfortabel.
Die, die es wollen und gern auch auf rumpeligen Strecken schnell unterwegs sein wollen, in WKs oder einfach nur im Training, weil es eben Laune macht, z. B. ich. :D
Ob es dann unter den Selbstzahler-Kunden so viele Gravel-Enthusiasten gibt, die sich für verschiedene Strecken verschiedene Räder leisten?
Dieses Thema wurde ja unlängst im Nachbarfaden (Gravelbike-Galerie) thematisiert. Ich denke einerseits, ja: Diese Kundschaft gibt es. Andererseits ist diese Entwicklung der Diversifizierung doch bereits voll im Gange und wie bei den MTBs gibt es verschiedene Gravel-Bikes für verschiedene Ansprüche und auch Untergründe. Von daher finde ich das hier vorgestellte Bike als Race-Bike in Ordnung. Die Frage ist für mich noch, ob sich Merida damit einen Gefallen tut oder eben Kundschaft wegfällt, weil eben 45 mm zumindest offiziell nicht reingehen? Und die komplett aufgebauten über die Händler verkauften Räder bilden ja den relevanten Markt.
Im richtigen Matsch sind entgegen gängiger Annahmen schmalere Reifen von Vorteil. Dafür hatte Conti lange fürs MTB einen 47mm-Reifen im Programm.
Das ist klar, aber für viele glaube nicht das Hauptargument für mehr Reifenfreiheit.
 
Seltsam, dass ich mit 40ern von Gucci Gravel über durchgerockte Feldwege bis hin zum komplett Harvester-zerfurchten Waldweg mit Matschlöchern groß wie Wildsäue alles fahren kann.
„Können“ kann ich das auch ;) … aber ich will es eben auf Dauer nicht mehr haben, das permanente Rumpeln, wenn es auch deutlich schneller gehen kann.
 
„Können“ kann ich das auch ;) … aber ich will es eben auf Dauer nicht mehr haben, das permanente Rumpeln, wenn es auch deutlich schneller gehen kann.
Weiß nicht so recht...
auf 25er MW mit ca 2,3 Bar "rumpelt" es für mich geschmeidig genug. Größeren Löchern weiche ich natürlich aus und bügel nicht einfach drüber wie ein Kaputter.😉
 
Das ist klar, aber für viele glaube nicht das Hauptargument für mehr Reifenfreiheit.

Ne das ist nur ein oft gehörtes, falsches Nebenargument.
Das am häufigsten ausgesprochene Hauptargument dürfte sein, dass man eben mehr Dämpfung und Grip auf unebenem Terrain hat.
Das zweite Hauptargument, das wesentlich weniger oft ausgesprochen wird, dürfte sein, dass sich das Rad veraltet anfühlt, wenn da keine breitere Reifen reingehen. Wenn nicht die genaue Streckenbeschaffenheit, das genaue Fahrkönnen, das Fahrergewicht und der genaue Fahrstil bekannt sind, sind Reifenbreitendiskussionen sowieso eigentlich Quatsch.
 
Ne das ist nur ein oft gehörtes, falsches Nebenargument.
Das am häufigsten ausgesprochene Hauptargument dürfte sein, dass man eben mehr Dämpfung und Grip auf unebenem Terrain hat.
Das zweite Hauptargument, das wesentlich weniger oft ausgesprochen wird, dürfte sein, dass sich das Rad veraltet anfühlt, wenn da keine breitere Reifen reingehen. Wenn nicht die genaue Streckenbeschaffenheit, das genaue Fahrkönnen, das Fahrergewicht und der genaue Fahrstil bekannt sind, sind Reifenbreitendiskussionen sowieso eigentlich Quatsch.
Ich kann hier nur für mich sprechen. 🤷🏻‍♂️ Ich würde mein Rad gern weiter fahren, aber 40 mm ist bei meinem aktuellen Rad Oberkante-Unterlippe - mehr geht also nicht. Aber genauso wie es Quatsch ist, jmd. breitere Reifen einzureden, ist es genauso Käse, jmd. die Notwendigkeit dafür auszureden.
 
„Können“ kann ich das auch ;) … aber ich will es eben auf Dauer nicht mehr haben, das permanente Rumpeln, wenn es auch deutlich schneller gehen kann.
Ich denke, es kommt drauf an, ob man aus der RR- oder aus der MTB-Ecke kommt. Für mich müssen es auch nicht mehr als 40er Reifen sein .... alles drüber fühlt sich irgendwie nicht mehr so richtig nach Rennrad an.

Mir persönlich gefällt das Merida (obwohls von der Geo her nicht meins ist); ist halt der Gegenentwurf zu diesen momentan gehypten fetten Karren wie z.B. dem neuen Trek Checkout etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seltsam, dass ich mit 40ern von Gucci Gravel über durchgerockte Feldwege bis hin zum komplett Harvester-zerfurchten Waldweg mit Matschlöchern groß wie Wildsäue alles fahren kann.
Das kann ich mit meinem Gravel mit (bisher) 40mm auch, im Gegensatz zum MTB aber eher ein unnötiges Rutschen, Lenken, Balancieren und Quälerei! Irgendwie dann doch wie auf rohen Eiern und hoffen, dass man durchkommt.
Ich hab mit dem Teil aber noch viel mehr gemacht! Als ich es neu hatte, bin ich in Abgrenzung zu meinen XC-MTB´s mal schön damit in das entsprechende MTB-Gelände gefahren. Seit her weiß ich, was es kann und vor allem wo die Grenze liegt. Mit 40mm kommt man "weit", aber da reicht durchaus schon eine Querwurzel oder aus dem Unterbau eines Schotterweges herausragender dickerer Stein zum knochenharten Durchschlag. Passiert ja auch ab und zu, natürlich nicht im beschaulichen Rutschen über durchgerockte Feldwege und Harvester-zerfurchte Waldwege. Bei ordentlich Speed wird der Grenzbereich dann aber schon deutlich enger! Meins hat die Option Schlappen bis 45mm aufzuziehen und die hab ich daher jetzt gezogen. Und nein, ich will mit dem Gravel nicht das MTB im Gelände ersetzen!
Deshalb ist eine Begrenzung auf nur 40mm durchaus limitierend. Eben je nach Einsatzzweck und -wille. Und deshalb wird sich das Mission auch eher auf Einsatzbereiche beziehen, die einen relativ guten Untergrund besitzen.
 
Das kann ich mit meinem Gravel mit (bisher) 40mm auch, im Gegensatz zum MTB aber eher ein unnötiges Rutschen, Lenken, Balancieren und Quälerei! Irgendwie dann doch wie auf rohen Eiern und hoffen, dass man durchkommt.
Ich hab mit dem Teil aber noch viel mehr gemacht! Als ich es neu hatte, bin ich in Abgrenzung zu meinen XC-MTB´s mal schön damit in das entsprechende MTB-Gelände gefahren. Seit her weiß ich, was es kann und vor allem wo die Grenze liegt. Mit 40mm kommt man "weit", aber da reicht durchaus schon eine Querwurzel oder aus dem Unterbau eines Schotterweges herausragender dickerer Stein zum knochenharten Durchschlag. Passiert ja auch ab und zu, natürlich nicht im beschaulichen Rutschen über durchgerockte Feldwege und Harvester-zerfurchte Waldwege. Bei ordentlich Speed wird der Grenzbereich dann aber schon deutlich enger! Meins hat die Option Schlappen bis 45mm aufzuziehen und die hab ich daher jetzt gezogen. Und nein, ich will mit dem Gravel nicht das MTB im Gelände ersetzen!
Deshalb ist eine Begrenzung auf nur 40mm durchaus limitierend. Eben je nach Einsatzzweck und -wille. Und deshalb wird sich das Mission auch eher auf Einsatzbereiche beziehen, die einen relativ guten Untergrund besitzen.
Keine Frage dass Rahmen bis ausschließlich 40 mm max in einer Form limitierend sind.

Ich kann dir folgen. Anfangs klangs halt so, als wäre diverse Dinge nicht mit 40ern fahrbar.
Dass man damit hier und da ans Limit kommt, bzw. ein breiterer Pneu hier und da geeigneter ist, spreche ich niemanden ab.

Mir persönlich wäre jetzt auch das Limit 40 mm zu eng gesetzt. Keine Lust auf mehrere Gravelräder als Hobbylusche.
 
... Aber genauso wie es Quatsch ist, jmd. breitere Reifen einzureden, ist es genauso Käse, jmd. die Notwendigkeit dafür auszureden.
Jepp.
Manchmal ist es ja nicht einmal der Wunsch nach breiteren Reifen, sondern es "passiert einfach so":

Auf meinen Elitewheels Gravel SLR (25 innen, 32,5 außen, würde ich als gängiges, modernes aber nicht überbreites Gravel-Maß bezeichnen) werden
meine Vittoria (nominell mit 700x38C bzw. ETRTO: 40-622 angegeben) knapp 43 mm breit. Wenn da dann noch ein bisschen Schmodder dranklebt, sieht es bei einem für 40er Reifen gedachten Rahmen wohl nicht mehr sehr luftig aus.
 
Wie kommen die Cyclocrosser mit nur 33mm eigentlich klar? Die fahren oft heftigere Sachen als der durchschnittliche Graveler.
 
Wie kommen die Cyclocrosser mit nur 33mm eigentlich klar? Die fahren oft heftigere Sachen als der durchschnittliche Graveler.
Dieses Thema hatten wir ja schon lang nicht mehr und jetzt wird es standesgemäß wieder mal OT:🍿

edit:
Da ich beides fahre, auch WK, bist du bei mir am Richtigen, den du mit dieser Frage gut triggern kannst ;)
 
Wie kommen die Cyclocrosser mit nur 33mm eigentlich klar? Die fahren oft heftigere Sachen als der durchschnittliche Graveler.
Weil sie es können?
Das sind von der Zielgruppe her zwei Paar Schuhe, beim CX sind typischerweise andere Leute unterwegs als auf dem Gravel. Die kleine Feldstudie mit Blick auf 2 Vereine sagt deutlich, wer CX fährt kuckt auf die Uhr, wer Gravel fährt will Fahrsicherheit und Komfort.
 
Welche Breite fährst du denn am Gravelrad?
wie oben beschrieben ... bekomme aktuell nicht mehr als 40 mm rein und nein, ich würde nicht immer 48 mm oder 50 mm fahren ... dafür gibt es ja entweder die Option auf ein Zweitrad, also eines mit 40 mm, das andere mit 48 mm oder eben einen zweiten LRS. Hatten wir aber auch schon öfter, dass 45 mm für die meisten der geeignete Sweetspot ist ... gehört aber alles glaube nicht mehr so wirklich zum Merida-Faden - daher höre ich jetzt auf mit OT.

aber so viel noch! Evtl. könnte das hier vorgestellte Rad ja spannend für Jene sein, die mit breiter Rennradschlappe 30-35 mm unterwegs sein wollen, aber eben einen Zweit-LRS für Graveln parat haben.
 
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