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Halswirbel Bandscheibe Osteopathie, Spritze

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Hallo,
bei mir hat sich die Bandscheibe zwischen dem 5. und 6. Halswirbel verschoben und es strahlt in den linken Arm aus.
Die Folgen sind einschlafende Finger und Schmerzen im linken Oberarm und der Schulter.
Das mit dem Rad fahren hat sich damit erstmal erledigt, außer ich bau mir ein Renn-Hollandrad auf :rolleyes:
Jetzt will mich der Doc spritzen, wovor ich etwas Bammel habe. Ich würde es gern erst einmal mit Osteopathie versuchen wollen.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Spritzerei bzw. der Osteopathie?
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Teutone

Hilfreich
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Spinalkanalstenose kenn ich leider nur zu gut.

Manuelle Therapie verschreiben lassen!

Die Spritze löst das Problem nicht dauerhaft. Aber sie hilft sofort.
 

Manuelle Therapie verschreiben lassen!


Die Spritze löst das Problem nicht dauerhaft. Aber sie hilft sofort.

+1

Wie schon geschrieben, manuelle Therapie. Wenn Du die Möglichkeit hast, frag Dich in Läufer- oder Triathleten-Kreisen um, wer zu empfehlen ist, die haben meist mehr Erfahrung, wer richtig gut ist.
 
Bevor Du dich zu einer ostheopathischen Behandlung durchringst, möchte ich Dir eine Beschäftigung mit ihren Grundlagen und Methoden an Herz legen. Grundlage der Ostheopathie ist ein "philosophisches" Gedankengebäude, dessen Annahmen und Thesen nach naturwissenschaftlichen Standards als "Hokus Pokus" einzuordnen sind.
HIntergundinfos dazu gibt es z.B. hier
https://susannchen.info/?p=3295https://relaxman-redaktion.blogspot.com/2018/03/was-osteopathie-ist-und-was-sie-nicht.html
Einen wissenschaftlichen Wirkungsnachweis gibt es daher für die Mehrzahl ostheopathischer Interventionen keine. So ist z.B. die Wirkung ostheopathischer Verfahren bei unspezifischen Rückschmerzen unklar, wie man dem IGEL-Monitor des Medizinisches Dienstes des Spitzenverbandes der Sozialversicherungen entnehmen kann. https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/osteopathie-bei-unspezifischen-kreuzschmerzen.html
Für die Anwendung an der HWS kenne ich keine Quellen, aufgrund der offensichtlich fehlenden medizinisch-naturwissenschaftlichen Fundierung der Ostheopathie ist freilich nicht davon auszugehen, dass sie ausgerechnet dabei wirkt.
 
Bevor Du dich zu einer ostheopathischen Behandlung durchringst, möchte ich Dir eine Beschäftigung mit ihren Grundlagen und Methoden an Herz legen. Grundlage der Ostheopathie ist ein "philosophisches" Gedankengebäude, dessen Annahmen und Thesen nach naturwissenschaftlichen Standards als "Hokus Pokus" einzuordnen sind.
HIntergundinfos dazu gibt es z.B. hier
https://susannchen.info/?p=3295https://relaxman-redaktion.blogspot.com/2018/03/was-osteopathie-ist-und-was-sie-nicht.html
Einen wissenschaftlichen Wirkungsnachweis gibt es daher für die Mehrzahl ostheopathischer Interventionen keine. So ist z.B. die Wirkung ostheopathischer Verfahren bei unspezifischen Rückschmerzen unklar, wie man dem IGEL-Monitor des Medizinisches Dienstes des Spitzenverbandes der Sozialversicherungen entnehmen kann. https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/osteopathie-bei-unspezifischen-kreuzschmerzen.html
Für die Anwendung an der HWS kenne ich keine Quellen, aufgrund der offensichtlich fehlenden medizinisch-naturwissenschaftlichen Fundierung der Ostheopathie ist freilich nicht davon auszugehen, dass sie ausgerechnet dabei wirkt.

"Sachlich-emotionaler Blog..".. das fängt ja gut an.. und wird auch später nicht besser.. die Schulmedizin mit ihren bildgebenden Verfahren, Spritzen, Operationen und ohne Blick für's Gesamtheitliche ist ja man gerade erst dabei, überhaupt etwas vom Faszien-System zu verstehen..


Sicherlich ist dem Fragensteller, wie wir schon schrieben, mit manueller Therapie gut geholfen, aber dass in dem Blog solche Sachen wie Cranio als Hokuspokus abgetan werden, nur weil man es nicht versteht, und es nicht jeder lernen kann.. nun ja. Ich kenne selbst eine Cranio-Spezialistin, die bisher jeden noch so schweren Migräne-Patienten komplett beschwerdefrei bekommen hat. Kannste schulmedizinisch nicht erklären, aber den Patienten ist's egal.
 
Das Problem kenne ich nur zu gut, war halt nur eine Etage tiefer angesiedelt: im Lendenwirbelbereich mit Ausstrahlung ins Bein. In der Sache aber gleiches wie bei dir.
Je nachdem, wie heftig ein Nerv geklemmt ist bewirkt eine Spritze nur ein wenig Linderung, im günstigeren Fall ist der Schmerz für ca 3-4 Stunden weg. Auf jeden Fall aber überdeckt sie das Problem nur.
Wurde eine MRT gemacht, um sicher zu sein, dass eine Bandscheibe verrutscht ist?
Auf jeden Fall aber zum Osteopath/ eher Physio gehen. Bei solchen, hm, handfesten Problemen halt eher Physio- meiner Meinung nach. Aber erkundige dich natürlich gern genauer
Bei mir war mal eine Blockade (Iliosakralgelenk) an den Schmerzen schuld (hab die Probleme immer wieder mal), die hat der Physio zwei- dreimal lösen müssen, insgesamt hat es zweier Rezepte (also 12 Anwendungen) bedarft, dann war alles wieder ok.
Und: wer heilt, hat recht- so ist beispielsweise Osteopathie mit Sicherheit kein zu belächelnder Hokus Pokus
in diesem Zusammenhang muß man pjotr widersprechen
 
Dass Anhänger und Profteure der Ostheopathie die Wände hochgehen, wenn man ihnen erklärt, dass ihre Disziplin auf Mumpitz fußt war vorher klar. Es sind aber keineswegs unmaßgebliche EInzelmeinungen, die Ostheopathie in Frage stellen. Wenn überhaupt, gibt es nur für einzelne ostheopathische Elemente Hinweise auf Wirkungen.
In dieser umfangreichen Literatur-Review zu Ostheopathie bei Wirbelsäulen-Erkrankungen, in der zahlreiche klinische Studien aus USA und Europa ausgewertet wurden, kommen die Autoren z.B. zu dem Schluss, dass es zwar Hinweise gibt, dass die Anwendung solcher Verfahren positiv auf den Erkankugnsverlauf wirkt, schließen dann aber aufgrund der Studienlage "Today, no clear conclusions of the impact of osteopathic care for spinal complaints can be drawn. "
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6214527/
Dass in der Ostheopathie einzelne medizinische Aspekte durchaus in einer naturwissenschaftlich nachvollziehbar korrekten Weise wiedergegeben sind, heisst im übrigen eben auch nicht, dass das "Glaubens-Gebäude" in Gänze eine naturwissenschaftliche Fundierung hat.

Was die Behandlung von HWS-Syndrom angeht ist die Evidenz leider für Physiotherapie insgesamt bislang mangels aussagekräftiger Studien nicht überzeugend. Das kann z.B. auf der Website des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nachlesen:
https://www.iqwig.de/de/presse/pres...den-behandlungserfolg-bleibt-offen.12754.htmlDas mag sich mit mehr und besseren Studien noch ändern, derzeit basieren aber offensichtlich alle Empfehlungen für irgendeine Form von Physiotherapie bei HWS-Syndrom auf Vorurteilen und Anekdoten.
Nichts desto trotz kann man es bei HWS-Syndrom durchaus mit Physiotherapie versuchen. Man darf eben nur nicht viel davon erwarten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass Anhänger und Profteure der Ostheopathie die Wände hochgehen, wenn man ihnen erklärt, dass ihre Disziplin auf Mumpitz fußt war vorher klar. Es sind aber keineswegs unmaßgebliche EInzelmeinungen, die Ostheopathie in Frage stellen. Wenn überhaupt, gibt es nur für einzelne ostheopathische Elemente Hinweise auf Wirkungen.
In dieser umfangreichen Literatur-Review zu Ostheopathie bei Wirbelsäulen-Erkrankungen, in der zahlreiche klinische Studien aus USA und Europa ausgewertet wurden, kommen die Autoren z.B. zu dem Schluss, dass es zwar Hinweise gibt, dass die Anwendung solcher Verfahren positiv auf den Erkankugnsverlauf wirkt, schließen dann aber aufgrund der Studienlage "Today, no clear conclusions of the impact of osteopathic care for spinal complaints can be drawn. "
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6214527/
Dass in der Ostheopathie einzelne medizinische Aspekte durchaus in einer naturwissenschaftlich nachvollziehbar korrekten Weise wiedergegeben sind, heisst im übrigen eben auch nicht, dass das "Glaubens-Gebäude" in Gänze keine naturwissenschaftliche Fundierung hat.

Was die Behandlung von HWS-Syndrom angeht ist die Evidenz leider für Physiotherapie insgesamt bislang mangels aussagekräftiger Studien nicht überzeugend. Das kann z.B. auf der Website des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nachlesen:
https://www.iqwig.de/de/presse/pres...den-behandlungserfolg-bleibt-offen.12754.htmlDas mag sich mit mehr und besseren Studien noch ändern, derzeit basieren aber offensichtlich alle Empfehlungen für irgendeine Form von Physiotherapie bei HWS-Syndrom auf Vorurteilen und Anekdoten.
Nichts desto trotz kann man es bei HWS-Syndrom durchaus mit Physiotherapie versuchen. Man darf eben nur nicht viel davon erwarten.

Die Sache mit den Studien ist in dem Falle halt, ob Physio, Osteopath oder Orthopäde.. wie will man die Leistungen und Erfolge bewerten. Es gibt in jeder der Sparten viele Inkompetente und wenig richtig Gute. Wie viele Hüftgelenke werden von Göttern in Weiß munter ausgewechselt, je „Privat versicherter“ desto lieber; haben hier grad auch den Fall einer Triathletin, die zur Hüft-OP-Nachbehandlung kam, und sich dann rausstellte, dass sich nichts gebessert hat.. weil es ein rein muskuläres Problem war. „Karriere“ trotzdem im Arsch. Danke, Schulmedizin.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundh...eftprothesen-oft-ueberfluessig,huefte252.html

Geh mal mit „Gelenkschmerzen“ zum Arzt, ne Arthrose sieht der auf seinen bildgebenden Verfahren immer, also gibt’s Schmerzmittel, Spritzen und gern irgendwann ne OP. Statt zu merken, dass die Schmerzen tatsächlich einen ganz anderen Grund haben.
 
Und: wer heilt, hat recht- so ist beispielsweise Osteopathie mit Sicherheit kein zu belächelnder Hokus Pokus
in diesem Zusammenhang muß man pjotr widersprechen

Die "Wer heilt hat recht"-Aussage ist die gern genutzte "Generalklausel" mit der allerlei fragwürdige Aktivitäten im Gesundheitswesen gerechtfertigt werden. Inhaltlich ist sie aber natürlich völliger Unsinn. Das zeitliche Zusammentreffen zweier Ereignisse (hier: Remission einer Erkrankung und Intervention) begründet niemals einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und sagt folglich nichts über die Wirksamkeit irgendeiner Behandlungsmethode. Es gilt vielmehr immer: Nur wer den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang seiner Behandlung mit der Heilung (in methodisch hochwertigen Studien) nachweisen kann, hat Recht. Alles andere ist mit einem kritisch-aufgeklärten Denken nicht vereinbar. Der Glaube an die "Wer heilt hat recht"-Aussage ermöglicht dagegen beliebige Formen von Manipulation. Es reicht dann nämlich aus, mit irgendeiner angeblich heilenden "Aktivität" in zeitlicher oder räumlicher Nähe einer "Heilung" zu sein, um den Heilungserfolg für sich zu beanspruchen. Dann reicht bei vielen Erkrankungen offensichtlich schon Handauflegen und abwarten, denn viele Symptome - auch im orthopädischen Bereich -verschwinden von alleine wieder. Wer auf sowas reinfällt macht macht sich u.U. zum Opfer einer aus Heilern, Heilpraktikern, Esoterikern und Schwurblern bestehenden Branche, die es vor allem aufs Geld der Kunden abgesehen hat. Das ist nicht nur teuer, sondern bei schweren Erkrankungen u.U. lebensgefährlich.
 
Geh mal mit „Gelenkschmerzen“ zum Arzt, ne Arthrose sieht der auf seinen bildgebenden Verfahren immer, also gibt’s Schmerzmittel, Spritzen und gern irgendwann ne OP. Statt zu merken, dass die Schmerzen tatsächlich einen ganz anderen Grund haben.

Oh ja, wie wahr. Ich hatte vor rund 15 Jahren eine Kreuzband-OP incl Innenbandriß. Der Doc damals wies mich dann auch darauf hin, dass sich da später durchaus eine Arthrose bilden kann.
So hatte ich dann tatsächlich Jahre später beim Laufen immer mal einen ganz kurzen (sekundenbruchteil), heftigen Schmerz im entsprechenden Knie. Im späteren Verlauf dann auch nach dem Laufen, dehnen brachte zunächst noch Linderung.........na jedenfalls sah ich mich irgendwann genötigt, das mal beim Orthopäde abklären zu lassen.
Genau das, was Teutone schrieb, kam bei raus: Arthrose Innenseite Knie, vierten Grades. Knorpel also komplett weg. Könne man auch nix machen, außer ev. operieren und (teure) regelmäßige Hyaluronspritzen ins Knie injizieren
Wie es ausging? Tja, ich mache regelmäßig Kräftigungsübungen für die Knie umgebende Muskulatur- soll ja auch fürs Radfahren hilfreich sein ;) (also quasi Physio in Eigenregie) und habe kein Problem mehr.

An pjotr sei noch die Frage gerichtet: Was, wenn nicht eine entsprechende Physiotherapie, soll denn dem TE helfen?
Direkt eine OP bei der derjenige Teil der Bandscheibe wegeschnippelt wird, der sich rausgedrückt hat?
Glücklicherweise spricht sich ja auch unter den Ärzten immer mehr herum (habe ich erst kürzlich wieder selbst bestätigt bekommen-wegen meiner Rückenprobleme), dass erstmal manuelle, konservative Therapieformen ausprobiert werden.

Und ganz generell der Hinweis, dass ein Gesundheitssystem wie das unsere alles in allem darauf ausgerichtet ist, die Menschen krank zu halten. Mit Gesunden kann kein Geld verdient werden- darum gehts unterm Strich.
(man beachte bitte unbedingt das "alles in allem" und "unterm Strich")
 
Die "Wer heilt hat recht"-Aussage ist die gern genutzte "Generalklausel" mit der allerlei fragwürdige Aktivitäten im Gesundheitswesen gerechtfertigt werden. Inhaltlich ist sie aber natürlich völliger Unsinn.
So ganz allgemein formuliert ist das "wer heilt, hat recht" schon ein Stückweit Unsinn. Da bin ich vollauf bei dir.
Andererseits kommt man dann aber auch ganz schnell in den Bereich, in dem gesagt wird: alles nur Placebo.
Da könnte man dann auch über Naturheilkunde und Homöopathe diskutieren. Geht hier und jetzt aber zu weit.
Deshalb nur soviel: Wenn es denn tatsächlich so wäre, dass Linderungen und Heilungen einem Placeboeffekt, durch welche Therapieform auch immer, zuzuordnen sind- das ist doch der Königsweg, oder nicht? (ich spreche hier ausdrücklich von chronischen Krankheiten- Allergien, entzündlichen Prozessen wie Rheuma, solche Dinge- nicht von wirklich schlimmen Krankheiten wie etwa Krebs)
Da gibt es dan auch keine teils schwerwiegenden Nebenwirkungen- der Körper hat sich also selbst geholfen. Besser kann es doch nicht sein- da wirst du kaum widersprechen wollen
 
An pjotr sei noch die Frage gerichtet: Was, wenn nicht eine entsprechende Physiotherapie, soll denn dem TE helfen?
Direkt eine OP bei der derjenige Teil der Bandscheibe wegeschnippelt wird, der sich rausgedrückt hat?
Glücklicherweise spricht sich ja auch unter den Ärzten immer mehr herum (habe ich erst kürzlich wieder selbst bestätigt bekommen-wegen meiner Rückenprobleme), dass erstmal manuelle, konservative Therapieformen ausprobiert werden.

Ich habe nichts grundsätzlich gegen Physiotherapie, aber gegen den unwissenschaftlichen Ostheopathie-Hokus-Pokus und die Darstellung der Physiotherapie als "All-Heil-Mittel". Wenn man mit einer sinnvoll begrenzten Erwartung an die Physiotherapie geht, ist das ein guter Weg. In jedem Fall würde ich dem OP als erstes empfehlen, eine Zweitmeinung einzuholen!


Und ganz generell der Hinweis, dass ein Gesundheitssystem wie das unsere alles in allem darauf ausgerichtet ist, die Menschen krank zu halten. Mit Gesunden kann kein Geld verdient werden- darum gehts unterm Strich.
(man beachte bitte unbedingt das "alles in allem" und "unterm Strich")
Das ist auch "alls in allem" vollkommen unzutreffend. Selbstverständlich gibt es im Gesundheitswesen diverse Leistungserbringern unterschiedlicher Richtungen, die versuchen, Patienten ohne Diagnosen Geld aus der Tasche zu ziehen, neue Krankheiten zu kreiieren die eigentlich keinen krankheitswert haben und ähnliche primär ökonomisch motivierte Verhaltensweisen.
Dazu gehört etwa, dass Symptome behandelt werden, die gar nicht behandlungsbedürftig sind, mit dem Altern verbundene normale physiologische Prozesse als "pathologisch" definiert werden, um Medikamente verkaufen zu können, Patienten fragwürdige Untersuchungen angedreht werden u.a.m. Bsp. dafür sind Homöopathische Behandlungen, Ostheopathie für Neugeborene, die häufige Verordnung von Testosteron an Männer fortgeschrittenen Alters oder Augen-Innendruck-Messungen beim Augenarzt um nur mal ein paar zu nennen.

Es kann aber kein Zweifel daran bestehen, dass trotz dieser Auswüchse die Gesundheitsversorgung keineswegs vorwiegend neue Kranke produziert, sondern einen fundamentale Rolle bei der Steigerung der Lebensqualität, der Zahl "gesunden Lebensjahre"/Lebensjahre ohne Krankheitseinschränkungen, die einem Menschen im Durchschnitt zur Verfügung stehen und der Zunahme der Lebenserwartung spielt. Die meisten früher lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten sind ausgerottet oder zumindest behandelbar, selbst eine HIV-Diagnose bedeutet heute kein "Todesurteil" mehr, internationale Studien zeigen, dass Deutschland im internationalen Vergleich hohe und steigende Überlebensraten bei vielen Krebsarten aufweist. Aktuell sind auch die Überlebenswahrscheinlichkeiten von auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland höher als in anderen Ländern.

Ohne das so gerne gescholtene Gesundheitswesen wären viele von denen, die sich über die Gesundheitsversorgung beschweren und in ihr primär ökonomische Motive erkennen wollen, längst Tod. Und die die nicht Tod wären, wären Invaliden, noch in den 80er-Jahren des letzten Jahrunderts bedeutete z.B. ein Sportunfall mit Kreuzbandriss meist das Ende aller sportlicher Ambitionen.
 
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Und die die nicht Tod wären, wären Invaliden, noch in den 80er-Jahren des letzten Jahrunderts bedeutete z.B. ein Sportunfall mit Kreuzbandriss meist das Ende aller sportlicher Ambitionen.

Kreuzbandriss.. um Gottes Willen, sofort operieren.. oder doch nicht? Egal, kommt ja eh auf's Gleiche raus.. ?

https://www.gesundheitsinformation....ren.3429.de.html?part=behandlung-hk-6cvt-7urs
"Die Studienergebnisse zeigen, dass beide Behandlungen langfristig erfolgreich sind. In der Studie konnten sie die Schmerzen und andere Beschwerden soweit beheben, dass langfristig kaum Unterschiede zu Menschen mit gesunden Knien feststellbar waren. Die Kniefunktion beim Sport war nur geringfügig schlechter als bei einem gesunden Knie."

Nur dass man ein paar Risiken vermeidet, "Mögliche Komplikationen einer Kreuzband-Operation sind Infektionen des Kniegelenks, Venenthrombosen und Lungenembolien."

So, wir sind hier etwas zu OT, ich bin raus..
 
Naja, das "alles in allem" ist meiner Meinung nach eben doch korrekt.
Ich denke da an die jährlich empfohlenen Untersuchungen beim Hausarzt, die ab 30 bzw 50, dann auch der PSA-Test-solche Dinge.
Warum wird nciht einfach bereits in früheren Lebensjahren ein umfassender Vitaminstatus erhoben?
Ich hatte letztens mal irgendwie den Verdacht, da ist was im Argen bei mir, fühlte mich etwas antriebs- und lustlos für so ziemlich alles. Der Doc erhob dann den Vitamin B und D-Status, weil ich eben explizit nach ev. möglichem Vitamin-/Mineralstoffmangel fragte. Allein, das man auf solcherlei Dinge stets selbst hinweisen muß ist eigentlich ein Unding.
Vit D war dann auch zu niedrig. Diesen Teil der Befunderhebung durfte ich aber selbst bezahlen....Das Vitamin D-Präparat natürlich auch in kompletter Höhe.
Ein Vitaminmangel, der länger besteht, begünstigt eben beispielsweise entzündliche Prozesse, die schlimmeres nach sich ziehen können. Hier könnte man durchaus von ärztlicher Seite früher tätig werden und die Leute wären "alles in allem" wohl weniger krank. Auch Enzympräparate können bei entsprechendem Mangel helfen- sagt einem aber kein Dr.med
In meiner Familie kommt Bluthochdruck vor- du hast sicherlich von dem Mittel gehört, (ich weiß den Namen jetzt nicht), welches wegen schwerwiegender Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen wurde?Dies ging ja durch die Medien.
Rote Beete und vielerlei Anderes wäre da auch hilfreich- dies berücksichtigt, verringert die Einnahmemenge der Blutdruckmedikamente. Erweist sich gerade zur Zeit
Meiner Tochter sollte im Kleinkindalter ein Paukenröhrchen (also infolge dessen Loch im Trommelfell) gesetzt werden, auch hatte sie damals im Nasen-Rachenraum warum auch immer zähesten Schleim sitzen.
Da ein Loch im Trommelfell nicht lustig ist.... na jedenfalls gingen wir zur Naturheilkunde incl Homöopathie- jetzt, gut 15 Jahre später erweist sich unser Vorgehen immer noch als das Korrekte.
Es sind Gründe wie solche, die ein "alles in allem" eben doch als nciht grundsätzlich falsch dastehen lassen.
Hier in D ist das Gesundheitswesen mittlerweile zu sehr ökonomischen Aspekten unterworfen- siehe Krankenhäuser bzw deren Träger. (die Satiresendung "Die Anstalt" hatte hier letztens mal was geniales, sehr deutlich werdendes gezeigt)
Wir schweifen aber längst ab, man muß halt akzeptieren, dass es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen gibt, ev auch nur in Details- für mich kein Problem. Ich denke, für pjotr ebenfalls nicht
 
Osteopathie ist doch kein esoterischer Hokuspokus ?.
Habe beste Erfahrungen gemacht mit Osteopathie bei ausgerenktem Atlaswirbel (ja das geht und das Gefühl entsprach einer Schippe mit Schmackes im Gesicht als es passierte) und diversen verschobenen Wirbeln, die auf Nerven drückten.
Das Problem, was dahinter liegt, kann Osteopathie aber nicht bekämpfen, da muss man schon selbst tätig werden. In meinem Fall fehlende Muskulatur am Übergang Hals zu Schädel.. Seit das passt, sind die Probleme s.o. Deutlich besser geworden...

Hauptsache man geht zum Onkel Arzt.. Der macht dann schon.. Spritze, Tablette und gut ist.. *Ironie aus * Gesundheit ist mal eigene Verantwortung....
 
Osteopathie ist doch kein esoterischer Hokuspokus ?.
Habe beste Erfahrungen gemacht mit Osteopathie bei ausgerenktem Atlaswirbel ....
Doch, da ändern auch irgendwelche Anekdoten über angebliche Erfolge nix dran. Mit Anekdoten kann man alles Be- und Widerlegen, sie taugen daher in keinster Weise als nachweis irgendwelcher Wirkungsketten. Auch hier gilt, dass das zeitliche Zusammentreffen zweier Ereignisse selbstverständliche keine Kausalkette begründet.

Dass sich immer noch Menschen durch Osteopathie, Hompoöpathie und anderen völlig evidenzfreien Klamauk (hier sind im übrigen einige Teile der sogn. Schulmedizin ausdrücklich eingeschlossen!) verführen lassen, zeigt leider nur, in was für einer wissenschaftsfeindlichen Gesellschaft wir immer noch leben. Wohin diese Wissenschaftsfeindlichkeit führt, kann man derzeit jeden Abend in den Fernsehbarchrichten sehen.

Hauptsache man geht zum Onkel Arzt.. Der macht dann schon.. Spritze, Tablette und gut ist.. *Ironie aus * Gesundheit ist mal eigene Verantwortung..

Erstens ist Gesundheit nur teilweise Eigenverantwortung - sie hängt nämlich ganz wesentlich von genetischer Dispostion und sozioökonomischen Strukuren ab. Und zweitens wird man seiner Verantwortung ganz sicher nicht gerecht, indem man unkritisch den Versprechungen irgendwelcher unwissenschaftlichen Therapierichtungen folgt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hauptsache man geht zum Onkel Arzt.. Der macht dann schon.. Spritze, Tablette und gut ist.. *Ironie aus *
Also ich würde dem TO schon zum Arztbesuch ggf. bei einem weitren Arzt raten.

So wie die Beschwerden beschrieben wurden klingt das genau wie es bei mir war. Und das war KEIN verschobener Wirbel sondern Spinalkanalstenose (eine Entzündung des Arm-Nervs an seiner seitlichen Austrittsstelle aus dem Wirbel.)

Also durchaus nochmal MR machen lassen um das Problem sicher zu kennen.

Und ein Arzt kann dann auch ein Rezept für die Manuelle Therapie ausstellen. Teilweise macht eine Physio-Praxis ohne Rezept gar keine MT.

Und ich finde auch eine Spritze gar nicht schlecht, weil man die Schmerzen erst mal los ist. Nur hilft sie eben nicht dauerhaft, das kann nur die Therapie.
 
Mir hat man im LWS-Bereich eine Spinalkanalstenose per CT diagnostiziert und gleich zu einer OP im unteren Rücken geraten.

Glücklicherweise konnte ich mich intensiv mit Leuten unterhalten, die ebenfalls vor dieser Entscheidung gestanden haben. So eine OP nimmt man nicht mal gerade im Vorbeigehen mit.

Ich bin daraufhin zu einem Chiropraktiker gegangen, der mich seit jetzt gut sechs Wochen "geradebiegt". Zuerst einmal wurden mir die Wirbel in Nacken eingerenkt und ich wunderte mich anschließend, wie weit ich eigentlich über die linke Schulter blicken kann.

Unten rum habe ich rechts seit Jugendtagen eine Beinlängendifferenz von gut einem Zentimeter, die mich aber über die Jahre hinweg nicht gestört hat. Jetzt auf Dauer ist die rechte Seite aber zur Problemseite geworden und die Schmerzen und auch Taubheitsgefühle strahlten bis in den Fuß hinein.

Mein Chiropraktiker hat es mit jetzt vier Anwendungen tatsächlich geschafft, dass er eine alte Eiche wie mich wieder nahezu geradebiegt. Ich kann aktuell wieder ganz problemlos am Schreibtisch sitzen und die gröbsten Schmerzen beim Gehen und Stehen sind ebenfalls verschwunden. Ich merke aber noch, dass der Bereich im Steißbein etwas angespannt ist. Dies sei eine logische Folge daraus, dass sich die Muskulatur und die Knochen nach so vielen Jahren auch wieder erst einmal in der noch ungewohnten Position stabilisieren müssen.

Glücklicherweise kann ich aktuell zwei Stunden oder länger problemlos mit dem Rennrad oder MTB durch die Gegend hetzen und die Taubheitsgefühle im rechten Bein sind bereits spürbar weniger geworden.

Eine OP würde zuerst einmal bedeuten, dass man für sechs bis acht Wochen außer Gefecht gesetzt ist. Selbst, wenn der Eingriff minimalinvasiv erfolgen kann und man nur vier Tage im Krankenhaus verbringen muss.
 
Bevor Du dich zu einer ostheopathischen Behandlung durchringst, möchte ich Dir eine Beschäftigung mit ihren Grundlagen und Methoden an Herz legen. Grundlage der Ostheopathie ist ein "philosophisches" Gedankengebäude, dessen Annahmen und Thesen nach naturwissenschaftlichen Standards als "Hokus Pokus" einzuordnen sind.
HIntergundinfos dazu gibt es z.B. hier
https://susannchen.info/?p=3295https://relaxman-redaktion.blogspot.com/2018/03/was-osteopathie-ist-und-was-sie-nicht.html
Einen wissenschaftlichen Wirkungsnachweis gibt es daher für die Mehrzahl ostheopathischer Interventionen keine. So ist z.B. die Wirkung ostheopathischer Verfahren bei unspezifischen Rückschmerzen unklar, wie man dem IGEL-Monitor des Medizinisches Dienstes des Spitzenverbandes der Sozialversicherungen entnehmen kann. https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/osteopathie-bei-unspezifischen-kreuzschmerzen.html
Für die Anwendung an der HWS kenne ich keine Quellen, aufgrund der offensichtlich fehlenden medizinisch-naturwissenschaftlichen Fundierung der Ostheopathie ist freilich nicht davon auszugehen, dass sie ausgerechnet dabei wirkt.
Schwieriges Thema, ganz schwer abzuschätzen für Laien. Ich habe bei meinen Beschwerden Iliosakralgeleng oft gute Erfolge mit MT (nicht KG) gemacht. So ein Rezept bekommt man schnell und das wird in vielen KG MT Praxen schnell gemacht. Die sagen einem auch erstmal welche Bewegungen oder Übungen man nicht machen soll. Beim Ostheopathen müssen wir immer sehr lange warten überhaupt einen freien Termin zu bekommen. Das ist bei Schulterproblemen aber oft gut weil die Ursachen sehr komplex sind. HWS kenne ich noch weniger, da kann Pjotr echt recht haben.
Ich glaube der Erfolg gibt unserer Ostheopathin Recht, aber es ist auch sehr teuer das privat zu bezahlen.
 
Also ich würde dem TO schon zum Arztbesuch ggf. bei einem weitren Arzt raten.
Sure. Das ist ja auch nur richtig. Mit dem flapsigen Ausspruch habe ich das Denken vieler gespiegelt, die hoffen der Arzt wird es schon richten. Selbst in sich hineinhören hilft oft schon um eine Idee zu haben. Nur bevor man sich aufschneiden lässt, kann man auch viele parallele Sachen testen.

Jeder darf Hokuspokus wie er will denken oder nicht. Ein MRI ist eine sehr gute Idee um entzündliche Vorgänge zu erkennen, grad auch um Nerven und Bandscheiben abzubilden. Sehen was los ist und dann entscheiden was man dagegen tun kann.

Mir wurde zu Berufswechsel geraten.. Gleichzeitig aber deutlich gegen eine OP.
Das war richtig. Aber Job wechseln musste ich nicht... Hat mit dem Nacken aber nix zu tun, andere Geschichte.
 
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