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Wo sind die Einfach-Kettenblatt-Fahrer?

Du hast natürlich Recht. Du musst mir aber doch Recht geben, daß ±10% TF, die du ja auch angibst, kein Problem mit den groben Übersetzungen bringt. Im meist gefahrenen Bereich hat aber quasi jeder ein Problem mit Sprüngen um 20%.
Ich weiß auch nicht wo das her kommt.

Das kommt daher, dass der meist gefahrene Bereich i. d. R. der Bereich ist, wo man 'fährt'.
Die grobe Abstufung ist dort, wo man 'klettert'.


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Wenn ich 'fahre', stört mich z. B. hier bei einem meiner RR das fehlende 18er, vor allem wenn ich 'schnell fahre', denn der 2er-Sprung macht 3 kmh Differenz aus, sodass ein Gang u. U. zu hart und der andere zu leicht ist - und das obwohl das nur 12 % Differenz sind.

Wenn ich 'klettere' bringt mir der Sprung vom 26er aufs 29er eher zu wenig, da er zu wenig entlastet und mir nur 1.5 kmh bringt, obwohl ebenfalls 12 %. Ich kann mir nicht vorstellen, weshalb man in dieser Geschwindigkeit/Steigung eine feine Abstufung benötigen sollte.
 
Ich empfinde ca. 15% Gangsprung noch als ok, darüber ist es allenfalls ein tolerierter Kompromiss und sollte eine Ausnahme bleiben. Noch lieber wären mir ca. 10 - 12% Gangsprung, aber Schaltungen für die Berge sind halt ein Kompromiss aus u.a. Bandbreite und Gangsprüngen.
(...)
Ich propagiere die geometrische Abstufung, ihr die progressive Abstufung.

Bildschirmfoto 2025-12-27 um 19.05.25.png


Man beachte, dass der 10%ige 1er-Sprung vom 10er auf's 11er bei 85 rpm fast 4 kmh Diffferenz ausmacht.
Der 21%ige 8er (!!) Sprung vom 38er aufs 46er macht bei 85 rpm 2 kmh aus. Wenn man - wie in solchen Gängen und Tempi üblich - langsamer tritt, wird die Differenz noch geringer. Bei 70 rpm macht das noch rund 1.6 kmh aus. (Mit einem grösseren KB werden die Unterschiede etwas geringer.)

Aus diesem Grund ist eine "geometrische Abstufung" mit prozentual identischen Schritten für ein RR/Gravel unsinnig.
 
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Man beachte, dass der 10%ige 1er-Sprung vom 10er auf's 11er bei 85 rpm fast 4 kmh Diffferenz ausmacht.
Der 21%ige 8er (!!) Sprung vom 38er aufs 46er macht bei 85 rpm 2 kmh aus. Wenn man - wie in solchen Gängen und Tempi üblich - langsamer tritt, wird die Differenz noch geringer. Bei 70 rpm macht das noch rund 1.6 kmh aus. (Mit einem grösseren KB werden die Unterschiede etwas geringer.)

Aus diesem Grund ist eine "geometrische Abstufung" mit prozentual identischen Schritten für ein RR/Gravel unsinnig.
Aber warum toleriert man im "meist gefahrenen Bereich" kaum ±5% in der TF (z.B. das fehlende 18er). Ich habe keine Leistungsmessung, deswegen kann ich auch nicht im Vergleich zur HF sagen, ob man bei Verlassen seiner Wohlfühlfrequenz schon so viel Verluste einfährt.
Ich empfinde dieses Gefühl als total schwierig. Ich habe z.B. erst vor kurzem meine TF von 105 auf 75 umgestellt. Meine Atmung ist bei selbiger Geschwindigkeit viel tiefer und langsamer und ich kann so ziemlich lange für meine Verhältnisse ziemlich schnell fahren, während ich bei 105 anfange zu japsen und nach 10min der Ofen aus ist. Trotzdem, wenn ich mal nicht HF und TF im Blick habe, trete ich dann doch immer wesentlich höher, automatisch. Und die HF ist es dann auch. Bemerkt und umgestellt erst nach Analyse meiner Garmin Daten, den ich aber erst seit einem Jahr habe (davor datenbefreit gefahren, seit ziemlich langer Zeit).
Ich weiß nicht, wie lange ich damals schon gefahren bin, aber bei der @eagle* Diskussion war ich auch dabei. Ich bin damals 52-42-30 mit 12-21 9-fach gefahren, eben wegen der feinen Abstufung, auch damals schon mit TF>100 und 95% auf dem mittleren Blatt. Damals war ich aber auch noch etwas leichter und kräftiger, da reichten mir 300% Bandbreite aus
 
Aber warum toleriert man im "meist gefahrenen Bereich" kaum ±5% in der TF (z.B. das fehlende 18er). Ich habe keine Leistungsmessung, deswegen kann ich auch nicht im Vergleich zur HF sagen, ob man bei Verlassen seiner Wohlfühlfrequenz schon so viel Verluste einfährt. (...)

Das RR aus obigen Bsp. mit 'fehlendem 18er' fahre ich häufig flach, dabei ist eine spezifische Strecke (165 km, 700 Hm) die ich so schnell wie möglich fahre, mein persönlicher Benchmark. Wenn ich dann 6h oder länger unterwegs bin und für meine Verhältnisse gut Zug auf der Kette habe, brauche ich eine feine Abstufung, weil die Sprünge stören. (Deshalb überlege ich, dieses RR durch 2x13 SR mit 45-29 und 11-32/10-33 zu ersetzen, dann habe ich 8! Ritzel in Einerabstufung.)

Wenn ich allerdings in die Hügel fahre, bin ich leider langsam und froh um jeden grösseren Gangsprung, um mit den zur Verfügung stehenden oberen 3, 4 Ritzeln möglichst leichte Gänge zu realisieren. Wenn ich mit 60 rpm am Berg in einen kleineren Gang schalten kann, bin ich froh um eine möglichst grosse Entlastung. Da stört das darum nicht.
 
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