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Wireless Bremsen ? ( Brake-by-Wire )

Warum nicht induktiv die Bremse während der Fahrt mit Strom versorgen / laden. Für die Schnellfahrer wird es dann sicher einen Modus geben, wo man die Rekuperation abschalten kann, solange genug Strom für die nächsten Bremsmanöver vorhanden ist. Dann muss man nur noch sicherstellen, dass die Verbindung Bremse - Bremshebel sauber funktioniert.
 
Also ohne mechanische Redundanz wird wireless Bremse nicht funktionieren. Das sollte klar sein. Kein Mensch wird sich auf ein Rad setzen, das beim Thema Bremsen von Elektronik abhängig ist.
Zählen Hüfte und Schulter auf Asphalt als mechanische Redundanz? Ich meine das könnte man sogar auslegen als unabhängig voneinander wirkend. Wir kommen der Sache näher, ganz klar!
 
Also ohne mechanische Redundanz wird wireless Bremse nicht funktionieren. Das sollte klar sein. Kein Mensch wird sich auf ein Rad setzen, das beim Thema Bremsen von Elektronik abhängig ist.
Beim Motorrad gibt es dieses "ride by wire" ja schon länger für den Gasgriff. Ein Kunde hat sein Motorrad neu beim Händler abgeholt, für den ich damals gearbeitet habe. Die Elektronik hat das Überfahren des ersten größeren Kanaldeckels als "Gashahn auf" interpretiert, woraufhin das Motorrad entgegen dem Fahrerwillen stark beschleunigte. Was soll ich sagen: Der Kunde kam mit hochrotem Kopf zurück und sagte etwas erzürnt: "Sofort ausbauen den Schrott und Gaszüge einbauen." Als Mechaniker sollte man spätestens hier ins Nachdenken kommen. Aber ich glaube, wir sind diesbezüglich ohnehin auf diesem "Immer schneller, immer weiter, immer neu" - Trip. Ein flächendeckender, länger andauernder Stillstand - etwa verursacht durch Stromausfall - wird uns vielleicht derart "zurückwerfen", daß wir genauer hinsehen werden: Bringt dieses oder jenes Bauteil eine wirkliche technische Verbesserung - oder werden nur Abhängigkeiten geschaffen, um neue Umsätze zu generieren ?
Ja, ich muss immer wieder mal ein Ladegerät ans Rad hängen. Dafür hab ich im Winter nicht das Problem von vereisten Schaltzügen. Bei mechanischer Schaltung musste ich vorbeugend etwa einmal jährlich die Schaltzüge (evtl. auch die Hüllen) wechseln. Dann die Zugspannung wieder einstellen. Und trotzdem gab es extreme Tage an denen die Schaltzüge eingefroren sind. ...
Das ist ein Argument !
Und doch lieferst Du das entscheidende Gegenargument gleich mit, nämlich durch das von Dir verwendete Wort "Ich". Der Vorteil simpler mechanischer Systeme ist, daß Du Dir immer selber irgendwie schnell helfen kannst, wenn etwas nicht funktioniert. Bei elektrisch betriebenen Systemen ist dies nicht immer der Fall. Dafür werden die Hersteller schon sorgen. Und bitte bedenke: Auch elektrische Systeme bzw. die dort vorhandenen Stellmotoren können bei Minusgraden einfrieren.
Gerne gebe ich allerdings zu, hier argumentativ etwas befangen zu sein:
Das bei mir seit vielen Jahren anhaltende Interesse am Fahrrad hat einen simplen technischen Hintergrund:
Es ist ein Fahrzeug, das "analog" und durch die eigene Muskelkraft betrieben wird.
Die Sache mit der "Muskelkraft" wurde mir ja schon mit der E-bike - Welle madig gemacht. Bitte nehmt mir jetzt nicht auch noch das Analoge. Da kann ich ja gleich wieder aufs Motorrad umsteigen.
:)
 
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Welche Probleme die sich immer weiter ausbreitenden Elektronik bereiten kann, zeigt dieses Beispiel:

EDIT: Vorsicht! Enthält Werbung
 
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Beim Motorrad gibt es dieses "ride by wire" ja schon länger für den Gasgriff. Ein Kunde hat sein Motorrad neu beim Händler abgeholt, für den ich damals gearbeitet habe. Die Elektronik hat das Überfahren des ersten größeren Kanaldeckels als "Gashahn auf" interpretiert, woraufhin das Motorrad entgegen dem Fahrerwillen stark beschleunigte.
Wann war das? Vor 25 Jahren? Das Thema ist so umfangreich abgesichert, da geht nichts schief.
Unerwünschtes Beschleunigen hatte ich einmal - Oldtimer, Seilzug hängen geblieben.
 
Wann war das? Vor 25 Jahren? Das Thema ist so umfangreich abgesichert, da geht nichts schief.
Unerwünschtes Beschleunigen hatte ich einmal - Oldtimer, Seilzug hängen geblieben.
Das war vor genau 2 Jahren. Ich fahre seit vielen Jahren Motorrad und habe an allen möglichen Kisten geschraubt - meistens ältere Honda und Kawasaki. Einen "hängengebliebenen" Gaszug hatte ich noch nie in der Werkstatt. Wenn da irgendwo etwas "hängenbleibt", ist der Gaszug falsch verlegt.
Bei Deinem Satz "Da geht nichts schief" hat mein Mechanikerherz laut gelacht. Das drucke ich aufs T-Shirt und schenke das meinem ehemaligen Chef. Der lacht sich wahrscheinlich auch tot. Danke dafür !
 
Bremst du zu stark trotz dünnem Kabel, fliegst du gern mal auf den Schnabel.
Versagt die Bremse mit dem Funk, gibts beim Crash dann mächtig Stunk.
Fällt die Bremse niemals aus, kommst du meist auch heil nach Haus. 😙
Das ist jetzt nach dem Motto „Reim dich oder ich fress dich“ ;)

Eine Freundin von mir meinte vorhin: „Kabellos gibt es doch schon längst: Fixie!“

Recht hat sie. 🫡
 
Jetzt wo die hydraulischen Shimano Bremsen so schön ausgereift sind , alles wunderbar immer schleif frei funktioniert , will man schon wieder was ändern , diese 2 kleinen Hydraulikleitungen stören doch wirklich niemanden , werden ja sowie fast immer im Rahmen verlegt (bei etwas exotischeren Radels dann sogar noch durch den Steuersatz gewürscht) aber stören tun die echt nicht , und bei einer halbwegs sauberen eingebauten Bremse (sorgfältig entlüftet) und 1 mal po Jahr frische Beläge rein und Kolben reinigen gibt es tatsächlich auch keine Ausfälle bzw. Probleme und wenn doch kann man den Bremssattel easy und schnell und Preiswert einfach gegen einen nagelneuen tauschen.

Ein feiner aktueller 105 / Ultegra / GRX Sattel kostet ca. 40€ bis 70€ und da sind schon nagelneue Bremsbeläge inklusive , was denkt Ihr was dann so ein "kabelloser" Sattel kosten wird? Und so schön klein und dezent wie die aktuellen Shimano Sättel gerade sind können, die ja auch nicht gebaut werden, da muss ein Servo / Akku und Elektronik irgendwie mit rein

so klein das gerade 2 Kolben reinpassen und steif genug um sich nicht zu verwinden (es treten da ja enorme Kräfte auf) kann man niemals einen Bremssattel bauen wenn da noch ein Motor, Akku und Elektronik reinmuss.


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21.08.2041

Hey Leute,

ich habe gerade im Forumsarchiv diesen Thread entdeckt und grabe ihn mal aus. Viele von euch sind sicher inzwischen tot, schauen aber vielleicht noch aus der Felgenbremshölle zu. Ich wollte nach nun zehn Jahren Erfahrung mit dem damals neuen SRAM BRXS-System hier mal mein kurzes Zwischenfazit teilen.

Anfänglich war ich auch etwas skeptisch, dass das nichts wird. Da mich damals aber gerade meine Frau verlassen hatte, gab es für mich eh nix mehr zu verlieren und ich hab mir als einer der ersten das Zeug gekauft.

Alles hat von Anfang an super funktioniert. Modulation und Brems"kraft" waren und sind von einer anderen Welt. Es gab und gibt absolut nichts Vergleichbares. In den ganzen zehn Jahren hatte ich nicht einen klassischen Ausfall! Nur einmal ist mir so ein Hirni mit einem Felgenbremsklassiker hinten drauf geknallt und hat den Aktuator verkratzt. Der war einfach viel zu fett für das Rad und hatte zudem noch einen 50 Kilo schweren Rucksack voller Bedenken auf seinem Rücken. Konnte nicht gutgehen. Das war aber alles nur ein kosmetisches Problem; alles bremst bis heute unverändert perfekt.

Ich habe es nicht eine Sekunde bereut, mich auf das ungewohnte Neue einzulassen. Ich wohnte damals übrigens in den Alpen auf der deutschen Seite. Heute lebe ich in den USA im Bundesstaat Greenland. Ein Rennradparadies sage ich euch. Ganzjährig gemäßigtes Klima und die Leute sind einfach super nett. Deutschland habe ich, kurz bevor die Grenzen dicht gemacht wurden, verlassen. Letztes Jahr hat dort ein 103-jähriger die Macht ergriffen und schnurgebundene Telefone und Verbrennungsmotoren wieder eingeführt. Alle Leute haben jetzt zudem eine Trommelbremse in ihrem Kopf. Bin froh, dass ich seinerzeit den Absprung noch geschafft habe.

Ich wünsche euch alles Gute weiterhin. Morgen geht's mit dem Elektroflugzeug nach Indien. Freue ich mich schon drauf. Treffe mich dort mit meiner brasilianischen Frau und wir fahren dann mit der Transelektrischen Eisenbahn nach Moskau zu meinen chinesischen Freunden.

Liebe Grüße und immer schön mit angezogener Handbremse denken.
Euer Elon
 
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Ich kann mir eine Brake-By-Wire oder Wireless Bremse sehr gut vorstellen und sehe es als realistisch an.
Es bedarf einer eigenen Intelligenz, die bei Kontaktabbruch oder niedrigen Temperaturen über eine extra Batterie oder Kondensator einen nicht-elektronischen Not-Aus in Gang setzt. Und wie wird dieser wieder entsperrt? Alles hochkomplex, denn sowas kann eine Marke bei Problemen vernichten.

Wenn man kein Kabel verwendet, müssen noch mehr Akkus geladen werden. Das macht doch kein Verbraucher mehr mit. Das geht also Richtung Kabel bzw. Selbstaufladung.

Und das alles nur zur einfacheren Bike-Montage von Mittel- bis Highend Bikes? Die semiintegrierten Steuersätze gehen eben genau diesen Weg und das ist auch der richtige Ansatz, damit die hässlichen Kabel optisch weg sind. Und der Vorteil davon: Hydraulische Leitungen sind (zumindest bei Shimano) ewig wartungsfrei. Mega geil!

Ein echter Vorteil ist für mich nur der Anbau und die Betätigung von einem Bremsgriff mit balanciertem Bremsweg.
 
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Ich kann mir eine Brake-By-Wire oder Wireless Bremse sehr gut vorstellen und sehe es als realistisch an.
Es bedarf einer eigenen Intelligenz, die bei Kontaktabbruch oder niedrigen Temperaturen über eine extra Batterie oder Kondensator einen nicht-elektronischen Not-Aus in Gang setzt. Und wie wird dieser wieder entsperrt? Alles hochkomplex, denn sowas kann eine Marke bei Problemen vernichten.
Du meinst eine mechanische Rückstellung der Kolben im Falle von z.B. Klemmenabriss?

Sehe ich jetzt nicht als so wahnsinnig hochkomplex an:
1000087707.png
 
Jetzt wo die hydraulischen Shimano Bremsen so schön ausgereift sind , alles wunderbar immer schleif frei funktioniert , will man schon wieder was ändern , diese 2 kleinen Hydraulikleitungen stören doch wirklich niemanden , werden ja sowie fast immer im Rahmen verlegt (bei etwas exotischeren Radels dann sogar noch durch den Steuersatz gewürscht) aber stören tun die echt nicht , und bei einer halbwegs sauberen eingebauten Bremse (sorgfältig entlüftet) und 1 mal po Jahr frische Beläge rein und Kolben reinigen gibt es tatsächlich auch keine Ausfälle bzw. Probleme und wenn doch kann man den Bremssattel easy und schnell und Preiswert einfach gegen einen nagelneuen tauschen.

Ein feiner aktueller 105 / Ultegra / GRX Sattel kostet ca. 40€ bis 70€ und da sind schon nagelneue Bremsbeläge inklusive , was denkt Ihr was dann so ein "kabelloser" Sattel kosten wird? Und so schön klein und dezent wie die aktuellen Shimano Sättel gerade sind können, die ja auch nicht gebaut werden, da muss ein Servo / Akku und Elektronik irgendwie mit rein

so klein das gerade 2 Kolben reinpassen und steif genug um sich nicht zu verwinden (es treten da ja enorme Kräfte auf) kann man niemals einen Bremssattel bauen wenn da noch ein Motor, Akku und Elektronik reinmuss.


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Dieses Argument würde ja noch eher auf mechanische Schaltungen zutreffen. Ausgereift, funktioniert, was will man mehr?
Bei Bremsen sehe ich den Vorteil, dass man nicht mehr mit Bremsflüssigkeiten hantieren muss bzw. dass es kein undichtes System mehr geben kann.

Ja, ja, ich weiß, was jetzt kommt ...
 
diese 2 kleinen Hydraulikleitungen stören doch wirklich niemanden , werden ja sowie fast immer im Rahmen verlegt (bei etwas exotischeren Radels dann sogar noch durch den Steuersatz gewürscht)
ich bin unentschlossen ob ich dein trollen grandios finde oder neidisch bin wie fern der welt du agierst, aber nichtsdestrotz ist deine punktgenaue analyse des marktes in bezug auf "exotische leitungsführung durch steuersatz" beeindruckend.
 
Wenn man kein Kabel verwendet, müssen noch mehr Akkus geladen werden. Das macht doch kein Verbraucher mehr mit. Das geht also Richtung Kabel bzw. Selbstaufladung.
Eine Stromversorgung brauchst Du aber immer, entweder über Kabel oder Akku. Genau da sehe ich das Problem. Wenn unterwegs die elektr. Energie ausgeht, kannst Du nicht mehr Bremsen.
 
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