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Endura mit massiven Verlusten, Stellenabbau und Standortverlagerung

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Re: Endura mit massiven Verlusten, Stellenabbau und Standortverlagerung
Hilfreichster Beitrag geschrieben von pjotr

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Tja, spätestens wenn das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt und die Leute feststellen, dass es auch sehr gut geht, wenn man sich nicht jede Saison neu einkleidet nur um der Mode Willen, schlägt das auf die Umsätze.
 
Ich habe Endura Wintersocken im Ausverkauf bei Bike24 gekauft. Die waren stark im Preis reduziert.
Die Socken sind hübsch, halten warm aber lösen sich einfach auf, fuseln, ziehen Fäden.
Ich sags mal so. Es sind Socken die genau so gemacht wurden das sie gerade so 2 Winter überstehn, ca 20 mal tragen und waschen, dann haben die sich komplett aufgelöst. Aber die tolle hellblaue und lila Farbe die leuchtet noch wie am ersten Tag.
Was soll man dazu noch sagen? Das schlimme ist,
ich bin zufrieden für 17,95- wenn die Dinger 2 Winter halten. Ach ja, es sind nur Socken 🤷🏻
 
Die 08/15-Masse bricht weg. Endura hat keinen Haben-Will-Faktor, ähnlich zu Gore Wear. Langweilige Klamotten hat jeder schon.
 
Ich habe 3 Produkte von Endura und das doch jeweils seit recht langer Zeit: Neoprenhandschuhe, eine kurze MTB-Überhose mit wasserdichtem Hinterteil und eine lange, vorn winddichte, Überhose ohne Einsatz. Die Preise für alle drei Produkte waren jeweils fair, aber nicht "verhökert". Die Sachen haben mich in der Langlebigkeit überzeugt. Ich nutze sie immer noch. Ein Trendsetter im Sinne der Radsportmode war Endura sicher nicht, aber technisch absolut in Ordnung. Schade, dass sie gehen :-( ...
 
Die 08/15-Masse bricht weg. Endura hat keinen Haben-Will-Faktor, ähnlich zu Gore Wear. Langweilige Klamotten hat jeder schon.
Endura macht halt nichts für die ganzen Instagram-Wichtigtuer, wo die Optik und das Image wichtiger ist, als was auf dem Rad passiert. Die ganzen Maaps und Ryzons dieser Welt, wissen schon wer gemeint ist.

Ja, dann werde ich mal schauen, wo ich irgendwo noch ein paar Sätze FS260-Aerogel-Handschuhe zum bunkern herbekomme. Für mich persönlich sind das seit vielen Jahren die besten Radhandschuhe überhaupt, die schlichtweg eine Menge richtig machen.

Schade, aber danke @pjotr für die Info!
 
Endura macht halt nichts für die ganzen Instagram-Wichtigtuer, wo die Optik und das Image wichtiger ist, als was auf dem Rad passiert.
Ne. Wenn es nur die wären, würde das keiner merken im Umsatz. Für 1 Mensch, der Social-Media-Inhalte produziert, kommen 10 Mensch, die darauf reagieren (likes etc.) und 100 Mensch, die es sehen, 1000+ Mensch, die es überhaupt nicht wahrnehmen usw.
Es ist eben die "gesichtslose Masse", die nicht mehr kauft. Die Menschen, die sich um ihren Look nicht wirklich scheren, oder die nie so etwas wie Stil hatten und auch keinen suchen. Langweiliges Zeug kriegt man auch von "cooleren Marken". Derartige Entwicklung findet auch außerhalb der Radsportblase statt, vielleicht noch etwas beschleunigt durch wirtschaftlich unsichere Zeiten. Völlig normal. Es wird deswegen kein wirklicher Mangel irgendwo herrschen. Kauft ja eh keiner mehr.
 
Die 08/15-Masse bricht weg. Endura hat keinen Haben-Will-Faktor, ...
Naja, auch Marken die diesen Faktor zumindest einmal hatten (z B. Rapha) sind "durch".
Der Markt ist halt überflutet von Marken. Einigen gelingt es zumindest zeitweise eine so hohe Welle zu schlagen, dass es sich gut drauf surfen lässt- aber irgendwann ebbt die wieder ab und dann stehen schon drölfzig andere Marken parat.
 
Ich habe 3 Produkte von Endura und das doch jeweils seit recht langer Zeit: Neoprenhandschuhe, eine kurze MTB-Überhose mit wasserdichtem Hinterteil und eine lange, vorn winddichte, Überhose ohne Einsatz. Die Preise für alle drei Produkte waren jeweils fair, aber nicht "verhökert". Die Sachen haben mich in der Langlebigkeit überzeugt. Ich nutze sie immer noch. Ein Trendsetter im Sinne der Radsportmode war Endura sicher nicht, aber technisch absolut in Ordnung. Schade, dass sie gehen :-( ...
Ja bestimmt gibts gute Sachen. Das Problem ist eher das wenn was gut läuft Masse produziert wird und später dann gespart.
 
Naja, auch Marken die diesen Faktor zumindest einmal hatten (z B. Rapha) sind "durch".
Ja, aber "hatten" ist halt vorbei. Endura und GoreWear hatten ja auch mal einen guten Ruf und eine breite Käuferschar. Genügt halt nicht am (übersättigten) Markt. Jetzt findet halt eine "modische" Bereinigung statt. Kann man nix machen und heulen hilft auch keinem.
 
Ich nehme in solchen Fäden, und es ist ja nicht die erste und einzige Meldung dieser Art in letzter Zeit, immer mindestens ein Heuli-Heuli wahr. Nostalgie ist eine starke Kraft.
 
Meinem Eindruck nach hat die ganze Branche Schwierigkeiten, Gore wurde hier ja schon genannt, und dass es Rapha nicht gut geht, ist auch länger bekannt. Rapha plant nun, die Vertriebsstruktur zu verschlanken, nachdem das achte Geschäftsjahr in Folge Verluste eingefahren wurden.
https://road.cc/content/news/rapha-shuts-manchester-clubhouse-and-four-us-branches-317587
Dass man von anderen Firmen nichts hört oder liest, heißt zudem auch nicht, dass diese gute Geschäfte machen.

Es sind in den letzten ca. 10 Jahren eine ganze Reihe neuer Bekleidungsmarken erschienen, oft mit hochpreisigen Produkten. Der Wettbewerb ist in dem Markt unzweifelhaft härter geworden, trotz des Fahrradbooms. Dass der Fahrradboom durch die Corona-Pandemie angefeuert wurde und danach deutlich abgeebbt ist, weil der Markt weitgehend gesättigt ist, ist auch bekannt.

Wenn man sich volkswirtschaftliche Daten ansieht, wird außerdem deutlich, dass das Konsumklima in den großen Märkten nicht besonders günstig ist. In der EU und im Euroraum wächst der reale (=preisbereinigte) private Konsum deutlich langsamer als die realen Einkommen - im ersten Quartal 2025 ging er sogar zurück. Die Menschen reagieren auf die verschiedenen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten offenbar vor allem mit einer Ausdehnung der Spartätigkeit. In den USA wächst das BIP zwar stärker, für die privaten Haushalte sieht es aber nicht gut aus. Die Lage am Arbeitsmarkt ist dort nach den Massenentlassungen der Trump-Administration angespannt, der Absatz hochwertiger und teurer Konsumgüter läuft daher schlecht, z.B. sind die Kfz-Neuzulassungen um 8% zurückgegangen. In GB sieht es trotz ganz ordentlicher BIP-Zahlen beim privaten Konsum auch nicht besser aus.

Long Story Short: Marktsättigung, mehr Wettbewerb und Verbraucher, denen das Geld nicht mehr so locker sitz, da wäre es nicht verwunderlich, wenn noch mehr Bekleidungsmarken Schwierigkeiten bekommen.
 
Long Story Short: Marktsättigung, mehr Wettbewerb und Verbraucher, denen das Geld nicht mehr so locker sitz, da wäre es nicht verwunderlich, wenn noch mehr Bekleidungsmarken Schwierigkeiten bekommen.
Ich denke Decathlon spielt eine große Rolle, die überrollen einfach dem Markt mit ihren Produkten.
Und die schielen ja auch schon längst auf den Hochpreismarkt mit ihren Produkten, die machen nicht umsonst ein Profiteam auf beim Radfahren.

Und Decathlon könnte wiederum von China - Marken gefresen werden, die sich beginnen zu etablieren.
 
Ja bestimmt gibts gute Sachen. Das Problem ist eher das wenn was gut läuft Masse produziert wird und später dann gespart.
Ich habe keine Qualitätseinbußen vernommen. Aber ich kann auch nur von 3 Artikeln berichten.Endura war für mich so was wie ein verlässlicher Volkswagen.

Bei hochpreisigen "Influencermarken" (ich trage selbst einiges davon ;) ) ist bekanntermaßen auch nicht alles Gold was glänzt. Am stoischsten scheint mir da immer wieder Assos.
 
Diese "langweiligen" Marken aus dem mittleren Preisbereich haben es da vermutlich auch schwerer als PNS und Co.
Wer bisher das Geld übrig hatte, 600€ für ein Trikotset oder 500€ für eine Winterjacke auszugeben, kann das auch weiterhin. Diese Käufergruppe wird auch zukünftig genug Spielgeld haben und aus modischen Gründen regelmäßig neue Produkte kaufen.


Dieses Influencer Geblubber finde ich ziemlich nervig. Die sind nicht Schuld daran, dass Gore oder Endura keine attraktiven Produkte im Angebot hatte.
 
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