Du hast ja nicht ganz unrecht; wenn ich mich recht entsinne, entsprach die erste Helmchenprüfnorm einem Fall mit Kopfdummy aus 6 Fuß Höhe - das wäre bei mir, sollte ich im Stand gerade umfallen, schon grenzwertig

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Das Hauptproblem mit Fahrradhelmchen ist jedoch, daß das ursprüngliche "coup/contrecoup"-Verletzungsmuster, welches je nach betroffener Hirnregion mit schwersten oder überhaupt keinen relevanten Residuen einhergehen konnte, durch einen diffusen axonalen Schaden ("DAI") ersetzt wurde, der häufig in "vegetable life" endet - habe ich selbst mehrfach auf "Intensiv" miterlebt. Dieser Schadenstyp wird durch das rotatorische Moment, bei dem sich die dem Rotationszentrum näher liegenden Hirnanteile dem eingeleiteten Drehimpuls schneller folgen als der Cortex - und das ist genau das, was viele Helmchen machen.
Jede Entwicklung, die das abmildert, ist ausdrücklich zu begrüßen; spannend wären für mich Messungen mit MIPS und RLS in einem Helm (hypothetisch muß das nicht zwingend besser sein!)...
Daß ein Helm, der die Schutzwirkung eines F1/Motorsporthelms haben soll, genau so aussehen würde, wie so ein Helm halt aussieht, inklusive Nackenabstützung, ist trivial - ich denke aber, aktuelle MIPS-Helme sind gegenüber dem nackten Kopfe ein klarer Vorteil.