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Schräglage - Was geht?

fs1958

Nippellutscher
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Hallo!

Komme mal mit einer, zugegebener Maßen, nicht so einfachen Frage. Nach dem ich vor ein paar Wochen vom Trekking-Rad aufs RR umgestiegen und auch schon einige hundert km gefahren bin, konnte und wollte ich noch nicht austesten, wie schnell und mit welcher Schräglage man um Kurven fahren kann...:eek: ...nein, ich trage das Rad nicht um die Kurve, fahre aber relativ vorsichtig!

Mit meinem Trekker hatte ich mich am 2. Weihnachtstag 2005 ziemlich auf die Fr.... gelegt und zwei Rippen angebrochen. Zugegeben es war Rauhreif auf der Straße, aber ich war nicht schnell in der Kurve, aber leider "geklickt". :( , dann machte es platsch....

Was sind eure Erfahrungen? Vorausgesetzt natürlich trockene und saubere Straße. Gibt es besondere Reifenempfehlungen, die auch gute Kurvenlagen bieten bzw. von denen abzuraten sind?

Danke für Beiträge.
 

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Re: Schräglage - Was geht?
Es geht verdammt viel...guck mal bei einem Kriterium zu! Man muß das aber üben...vielleicht erst mal auf einem Parkplatz, mit Inlinerschützern. Ansonsten gelten ähnliche Regeln wie bei der Kurvenfahrt mit Motorrädern.
 
Bedenke immer, dass schon etwas unsichtbarer Dreck, oder ein paar Blätter genügen um dich wegrutschen zu lassen.

Vergleiche einfach mal das Bremsverhalten eines Trekkingrades mit dem eines Rennrades. Ungefähr so ist der Unterschied auch bei Kurven.


Du befindest dich also in jeder Kurve in akkuter Lebensgefahr. Du kannst nicht nur eine Böschung herunterrutschen, sondern auch in den Gegenverkehr hinein.

Guck dir mal hier im Forum die Bilder der Leute an, die schonmal hingefallen sind!

Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis du hinfällst, und dir die Hände und Beine aufschrabst.

Die verletztungen müßen dann meißtens genäht werden, da du ja nicht einfach so hinfällst, sondern einige Meter (!!!!) auf der Straße entlangrutschst!
 
Je breiter die Reifen, desto mehr Schräglage ist möglich.
Aber je breiter die Reifen, desto mehr Schräglage ist für die gleiche Kurvengeschwindigkeit auch nötig.
Das ist beim Motorradfahren wie beim Radfahren so.
Wie schnell Du um die Kurve kommst, hängt nicht nur von der Schräglage ab, sondern auch ob Du einen Hanging Off machst. D.h. Du Deinen Oberkörper nach innen legst.
Außerdem gilt grundsätzlich für 2-Räder, daß Du Kurven stärker anbremst und kurz vor erreichen des Scheitelpunktes die Bremse aufmachst um möglichst viel Schwung noch mitzunehmen.
Es gibt in Italien (hier habe ich es noch nicht gesehen) ein paar verrückte, die mit BMW Rädern und superdicken nichtprofilierten Reifen Pässe hinunterfahren bis die Fußrasten (in der oberen Position) schleifen und zusätzlich über die Knie mit Schonern abstützen. Möglich ist also ziemlich viel.
Nur mit den dünnen Rennradreifen wirste wesentlich früher abschmieren.
Im übrigen kann man den Grenzbereich auch "hören". Der Reifen fängt dann ganz leicht das wimmern an. Weiter sollte man nicht gehen.
Ich fahre den Conti 3000. In Mallorca ist ein "Gastfahrer" mit uns den Paß hinuntergefahren und in der einen Kurve hat sein Reifen den Grip verloren. War irgendein billigeres Produkt.
 
Kapitalist schrieb:
Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis du hinfällst, und dir die Hände und Beine aufschrabst.

Die verletztungen müßen dann meißtens genäht werden, da du ja nicht einfach so hinfällst, sondern einige Meter (!!!!) auf der Straße entlangrutschst!

1.) Bitte Niemandem Angst zu machen. Ich fahre selbst schon einige Jahre RR, und bin noch nie (!) während der Fahrt gestürzt (nur im Stand bei den ersten "Pedal-ausklick-versuchen").

2.) Seit wann werden Schürfwunden genäht?? Meistens säubern, desinfizieren, Heilsalbe drauf, Pflaster/Verband drum, fertig!

Kuvasz
 
Schürfwunden nähen ??? Wie soll das denn bitte gehen ?? Wo keine Haut mehr ist, kann auch nix genäht werden....

Soviel zu den Angstmachenden, unkompetenten Aussagen.


bmg schrieb:
Hab schon 90Grad Schräglage geschafft

Boah, DAS will ich sehen !!! :eek:

90° wäre genau ein rechter Winkel.... also parallel zur Fahrbahn... wenn man die Höhe von Sattel, Pedale und Beine bedenkt, müssten die Reifen etwa 25 bis 30 cm über dem Boden schweben. :D
 
Richtig schräg muss man ja nur fahren, wenn man auch richtig schnell ist und da kommt dann noch der Bremsfaktor dazu. Man sollte sich immer VOR der Kurve überlegen wie schnell man sie durchfahren kann. Erst vor zwei Wochen hat es einen Mitfahrer in einer Kurve übel erwischt, danke Helm und viel viel Glück blieb es bei zweimal Nähen... :eek: Aber wenn ich mir die Kurve so vorstelle, über 15% Gefälle und direkt auf eine Steinmauer zu.. da wär wesentlich schlimmeres möglich gewesen.
 
Das Schwarze Gelb schrieb:
Boah, DAS will ich sehen !!! :eek:

90° wäre genau ein rechter Winkel.... also parallel zur Fahrbahn... wenn man die Höhe von Sattel, Pedale und Beine bedenkt, müssten die Reifen etwa 25 bis 30 cm über dem Boden schweben. :D

So jetzt denken wir mal nach,









denk,









denk,







denk,








immer noch denk,







Kopf raucht.



was könnte jkd damit gemeint haben, vor allem mit dem smily der heult?

--> Hat es ihn bei besagten 90° auf die Fresse gelegt? Schwarzes Gelb denk du mal weiter...
 
@H-k-R: :daumen:

On toppic:
Rein physikalisch ist Schluß, wenn die Linie durch Schwerpunkt und Aufstandspunkt zur (horizontalen) Fahrbahn einen 45°-Winkel bildet.
 
Das Schwarze Gelb schrieb:
Schürfwunden nähen ??? Wie soll das denn bitte gehen ?? Wo keine Haut mehr ist, kann auch nix genäht werden....
(...)

:D das funktioniert dann wohl wie beim Socken stopfen ;)

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Letztens hatte ich so ein schönes Erlebnis. Ich fahr auf einer Vorfahrtstr. und wollte rechts abbiegen. War ziemlich flott unterwegs und habe nur kurz angebremst, um in Schräglage in die Seitenstraße zu fahren. Im letzten Moment sehe ich, wie diese Kurve voll mit feinkörngem Sand liegt. Zum Abremsen zu spät. In einem Bruchteil 1 Sek. habe ich mich umentschieden:D und bin geradeaus weiter gefahren.

L.
 
neonerl schrieb:
Je breiter die Reifen, desto mehr Schräglage ist möglich.
Aber je breiter die Reifen, desto mehr Schräglage ist für die gleiche Kurvengeschwindigkeit auch nötig.
Das ist beim Motorradfahren wie beim Radfahren so.
Wie schnell Du um die Kurve kommst, hängt nicht nur von der Schräglage ab, sondern auch ob Du einen Hanging Off machst. D.h. Du Deinen Oberkörper nach innen legst.
Außerdem gilt grundsätzlich für 2-Räder, daß Du Kurven stärker anbremst und kurz vor erreichen des Scheitelpunktes die Bremse aufmachst um möglichst viel Schwung noch mitzunehmen.
Es gibt in Italien (hier habe ich es noch nicht gesehen) ein paar verrückte, die mit BMW Rädern und superdicken nichtprofilierten Reifen Pässe hinunterfahren bis die Fußrasten (in der oberen Position) schleifen und zusätzlich über die Knie mit Schonern abstützen. Möglich ist also ziemlich viel.
Nur mit den dünnen Rennradreifen wirste wesentlich früher abschmieren.
Im übrigen kann man den Grenzbereich auch "hören". Der Reifen fängt dann ganz leicht das wimmern an. Weiter sollte man nicht gehen.
Ich fahre den Conti 3000. In Mallorca ist ein "Gastfahrer" mit uns den Paß hinuntergefahren und in der einen Kurve hat sein Reifen den Grip verloren. War irgendein billigeres Produkt.

viel blödsinn!
breite reifen erlauben nicht mehr schräglage als schmale, weder beim motorrad, noch beim rennrad!
in kurven bremsen ist nicht gerade sinnvoll, weder beim motorrad, noch beim rennrad!
mit dünnen reifen schmiert man nicht schneller ab!
billige produkte schmieren auch nicht schneller ab!

beweise:
in spa mit 160er hinterad/120er vr nicht an eine aprilia 250er mit 145er hinten rangekommen!
beim motorrad kommt zusätzlich hinzu, das ein 200er hr ein deutlich höheres aufstellmoment hat, als ein 150er. deswegen sind die kleinhubraumigen geräte mit kleineren reifen auch so flink. das hat aber nichts mit der schräglage zu tun (sondern mit radstand, gewicht, nachlauf..).
beim rr wird man wohl wenig vom vorhandenen größeren aufstellmoment zwischen 21er und 25er reifen merken. dafür ist der unterschied zu klein.

wer in kurven bremst wird erleben, das sich ein einspuriges kfz (fahrrad ebenso - physik ist die gleiche) aufstellen will, also einem hineinlegen in die kurve entgegenwirkt.
es ist zwar möglich aber man muss das bike dann richtig in die kurve drücken, meist wird man dabei unsicher, der kurvenradius vergrößert sich!
dünne reifen siehe oben.

wichtiger für das ankündigen des grenzbereiches ist die höhe der seitenwand.
beispiel am motorrad 120/50 lenkt sehr direkt, kein schwammiges fahrgefühl, aber schneller übergang zwischen perfektem grip und wegschmieren (selber schon auf der piste erlebt). 120/70 schwammigeres einlenken, aber ein deutlich spürbarer grenzbereich (langer übergang zwischen perfektem grip und wegschmieen).
billige reifen sagen noch nichts über mischung des protektors, bodenbeschaffenheit (rauhigkeit, feuchtigkeit), temperatur des untergrunds, gefahrenen reifendruck aus.
ich arbeitete in der reifenbranche und bin motorradrennen gefahren.

doch warum fühlt sich das so an wie der herr neonerl geschrieben hat?
ein 25er rennradreifen ist nicht nur breiter als ein 21er, sondern auch instabiler in schräglagen. das ist ein vorteil, denn der reifen kündigt seinen grenzbereich dadurch an, ohne direkt wegzuschmieren. daher das subjektive gefühl der sicherheit.
ein schmaler reifen ist bei gleichem reifendruck unnachgiebiger, und daher ist der übergang von pefektem grip zu wegschmieren sehr eng.

die mögliche schräglage hängt rein von folgenden faktoren ab:
ist der protektor (lauffläche) bei der aktuellen temperatur des asphalts weich genug?
bieten die seitenwände und nylonlagen genügend verwindungssteifigkeit?
habe ich den passenden reifendruck?
wieviel grip bietet der untergrund?
körperhaltung (schwerpunkt) korrekt?
bedingt auch der radstand der fahrzeugs.

am schnellsten fährt man kurven, die man vorher anbremst und ohne zu bremsen in einem zug durchrollt. dabei stellt sich nach einiger übung die maximale schräglage ein, und die ist meist tiefer als das der kopf des fahrers zulässt. schaut euch mal motorradrennen an ;) obwohl der vergleich hinkt (marterial, abmessungen...)

und nochmal: die reifenbreite sagt nur was über den übergang zwischen haftung und haftverlust aus.
denn letztenendes ist die kontaktfläche zwischen reifen und straße nicht anders. wohl aber der bogenweg der reifenflanke/° schräglage ;).
einfache geometrie eben.

schräglagen erfordern training (technik training). aber immer nur das fahren, was ich mir ohne überreaktion zutraue!
denn oft überreagieren fahrer (z. B. bremsen) wenn sie in den psychischen grenzbereich kommen. das ist die meiste sturzursache.
wer will ist herzlich eingeladen mit mir einen bestimmten moselberg runterzufahren, und zu versuchen an mir dranzubleiben :D
und das egal bei welcher reifenbreite!

trainiert eueren popofakor :D
 
kampfgnom schrieb:
@H-k-R: :daumen:

On toppic:
Rein physikalisch ist Schluß, wenn die Linie durch Schwerpunkt und Aufstandspunkt zur (horizontalen) Fahrbahn einen 45°-Winkel bildet.

dann falle ich dann nach innen um !
beim wegschmieren rutsche ich aber nach außen weg.

lösung:
du hast zentripetal und zentrifugalkräfte vergessen.
 
Beinflußbare Komponeten der schräglage:
Geschwindigkeit
Straßenbelag (feiner / grober asphalt)
Straßenzustand (Wie oft befahren,Wieviel gummi)
Straßenlage (gefälle & schrägelage)
Wetter (Temperatur & Luffeuchtigkeit & Wind usw.)
Gewicht des fahrers
Gewicht des rades
Daraus auch resultierender schwerpunkt
Reifenzustand (Gerade drauf / 100km eingefahren / schon vor 2500 vor dem reifen vornehintenwechsel)
Steifigkeit der felgen
Steifigkeit des rahmens.

Bis zu 25-35 grad sind möglich (35 habe ich schon längst erreicht, kreisverkehr gibt es bei uns genug).

unsere serpentine auf der vollrather höhe die halde genand(die enge pasage) in richtung neuenhause runten kann man locker mit 30 - 35 nehmen und mehr, ich bin mit meinem speedbike bei 35 geflogen auf nasser straße und blättern
 
tonoc schrieb:
wurde auch Zeit das mal ein Motorradfahrer die Sache klärt...

Was den schmalen Grenzbereich von dünnen Reifen angeht, da kommt hinzu dass ein dünnerer Reifen leichter von Störfaktoren auf der Fahrbahn beeinflusst wird, weil er z.b. schon bei einem kleinen Steinchen kurz komplett den Kontakt zum Asphalt verliert. Das führt zwar meist nur zu einem unschönen Schlenker und einem gehörigen Schreck, aber wenn man echt im Grenzbereich unterwegs ist, kann so ein Ruck natürlich auch zum Abflug führen.

Übrigens, bei Motorradrennen fahren 125er und 250er in vielen Kurven dank ihrer schmalen Reifen deutlich höhere Geschwindigkeiten als die breit bereiften 1000er MotoGP Maschinen.
 
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