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Roubaix, Domane, Defy, Synapse oder doch Gravel? Sportlicher Allrounder für 60% Straße und 40% Schotter gesucht

alexk8y

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Hallo und frohe Weihnachten allerseits.

Ich stehe vor der klassischen Qual der Wahl: Ich suche ein sportliches All-Road-Bike mit ausreichend Reifenfreiheit, das sowohl auf dem Rheinradweg als auch auf dem Schotter eine gute Figur macht.

Vorgeschichte:
Vor 15 Jahren war ich mit dem 26er-MTB sportlich unterwegs, bin auch CX-Rennen und Marathons gefahren. Nach fast 10 Jahren Pause wollte ich den Rennradsport ausprobieren und habe mir einen Stahlrenner aus den 90ern gekauft. Leider musste ich das Hobby kurzfristig wegen Zeitmangels aufgeben und habe erst vor ein paar Monaten wieder angefangen. Jetzt stelle ich fest, dass mein Interesse eher abseits der Straße auf Schotter- und Waldwegen liegt. Ich besitze noch einen Stahl-Crosser, den ich mit Dropbars zu einem Quasi-Gravelbike umgebaut habe, aber dieser wird hauptsächlich für Stadtfahrten und gelegentliche Familienausflüge mit Anhänger benutzt.

Zum eigentlichen Anliegen:
Ich möchte ein paar Mal pro Woche für 1–2 Stunden sportlich ausfahren. Zur Verfügung stehen mir die rheinischen Radwege in Köln sowie Schotterwege in der Wahner Heide, im Königsforst usw. Dabei geht es mir hauptsächlich um Fitness und Spaß an der frischen Luft. Besonders viel Freude macht es mir, dynamisch zu fahren und technisch schwierigere Abschnitte zu meistern.

Leider habe ich keinen Platz für ein drittes Fahrrad und suche daher nach einem sportlichen Alleskönner, der mein Rennrad ersetzt und gleichzeitig sportliches Gravel-Fahren ermöglicht. So gerne ich auch im Gelände unterwegs bin, wird das Verhältnis aus zeitlichen und örtlichen Gründen eher bei 60% Straße und 40% Gravel liegen.

Mein Budget liegt bei ca. 2.500 EUR. Es darf eventuell mehr werden (z. B. für einen zweiten Laufradsatz), aber ich möchte das Geld nicht vorab ausgeben, da ich noch nicht sicher bin, wie intensiv ich den Sport betreiben werde. Ich suche also eher nach einem hochwertigen Rahmen, mit dem ich mit der Zeit „mitwachsen“ kann. Ich würde auch gebraucht kaufen, aber wie es aussieht, sind vor allem die aktuellen Endurance- und All-Road-Modelle für meine Wünsche interessant.

Das Thema Gravelbike ist für mich neu. Typische „Adventure Bikes“ mit 50-mm-Reifen erinnern mich zu sehr an MTBs oder meinen Crosser; ich denke, dort würde mir die gewünschte Dynamik fehlen. Außerdem habe ich leichte Probleme mit der Lendenwirbelsäule und den Handgelenken, weshalb ich extrem harte CX-Rahmen (wie das Crux oder Inflite) ausgeschlossen habe. Da ich mein Fahrrad selbst warten möchte, sind Merkmale wie ein geschraubtes Tretlager (threaded BB) und ein nicht-integriertes Cockpit von Vorteil.

Meine Maßen: 178 cm groß, 80 Kg schwer, Schrittlänge 83 cm.

Bisher habe ich folgende Modelle in der Auswahl:
  • Specialized Roubaix SL8 (Sport/Comp)
  • Trek Domane (Gen 4 SL oder gebraucht Gen 3 SLR)
  • Giant Defy (Advanced)
  • Cannondale Synapse (Carbon 5)

Derzeit tendiere ich zum Roubaix SL8, obwohl es für meinen Geschmack fast schon zu viel Technik (Future Shock) besitzt. Als Nächstes möchte ich mir diese Räder vor Ort anschauen und ggf. Probefahren.

Habt ihr weitere Ideen oder Vorschläge? Macht mein Ansatz so überhaupt Sinn, oder übersehe ich etwas Entscheidendes – wäre ein reinrassiges Gravelbike vielleicht doch die bessere Wahl?
 

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Re: Roubaix, Domane, Defy, Synapse oder doch Gravel? Sportlicher Allrounder für 60% Straße und 40% Schotter gesucht
Schau mal hier:
60 .
Das hängt sehr stark von deinen Maßen ab. Mir sind die meisten Rahmen zu lang…
Wenn Du selber schrauben kannst und magst, würde ich vielleicht einen OPEN Rahmen aus dem Abverkauf nehmen.

https://www.gt2.bike/product-page/open-rahmen-u-p-neu-div-größen-1

Ok, keine Vollintegration, dafür kann man das aber richtig anpassen. Mit 2500 € wir das in Summe aber wohl trotzdem schwer. Stören würde mich Pressfit.

Das hier ist ein solider Alurahmen, den man auch gut zum Bikepacking nutzen kann. Fährt sich auch nicht so schnarchig. Kann man für 1000€ mit schicken Laufrädern pumpen.
https://www.bike-and-style.de/Felt-...VP-iyP-jxeF1VtnDY9xqgLWnU_htCmRlReA7tu4h-XzZU

Gibt es auch als Carbonrahmen
https://www.hibike.de/fahrrader-e-b...7fbfb7d03e298ab8c4a6fceccafdc3fb#var_17585934
Da ist auch noch Bugdet übfig
 
Ein maximal flexibles Rad wäre noch das 8bar Mitte.
Das neue carbon Modell dürfte zu teuer sein, aber das Alu wäre im preislichen Rahmen. Das Modell kann als Rennrad, Gravel, bikepacking (…) aufgebaut werden - wobei es bei reinen Rennrädern sicherlich bessere Alternativen gibt. Irgendeinen Tod stirbt man halt immer.
 
Bei 40% Offroad würde ich auch auf jeden Fall ein Gravel nehmen. Moderne Reifen haben deutlich weniger Rollwiderstand und es gibt durchaus Optionen, die auf Asphalt gut funktionieren (Specialized Pathfinder, Schwalbe G-ONE RS Pro).

Der Reifen macht zudem mehr für den Komfort als der Rahmen. Ich bin mir recht sicher, dass ein Carbon-Crux auf 40mm Tubeless-Reifen deutlich komfortabler ist als ein Roubaix auf 32mm. 40mm bekommt man wohl in das Roubaix gerade so auch noch rein, gemacht ist es daher aber nicht.

Ich bin mit dem Crux sehr happy und habe dafür im Winter denselben Anwendungsbereich wie du beschrieben hast (wobei meine Touren tendenziell eher länger sind als die genannten 1 bis 2 Stunden).
 
Bei 40% Offroad würde ich auch auf jeden Fall ein Gravel nehmen. Moderne Reifen haben deutlich weniger Rollwiderstand und es gibt durchaus Optionen, die auf Asphalt gut funktionieren (Specialized Pathfinder, Schwalbe G-ONE RS Pro).

Der Reifen macht zudem mehr für den Komfort als der Rahmen. Ich bin mir recht sicher, dass ein Carbon-Crux auf 40mm Tubeless-Reifen deutlich komfortabler ist als ein Roubaix auf 32mm. 40mm bekommt man wohl in das Roubaix gerade so auch noch rein, gemacht ist es daher aber nicht.

Ich bin mit dem Crux sehr happy und habe dafür im Winter denselben Anwendungsbereich wie du beschrieben hast (wobei meine Touren tendenziell eher länger sind als die genannten 1 bis 2 Stunden).
Das Crux war lange auf meiner Liste, aber ich habe es dann wegen des CX-orientierten und daher sehr harten Rahmens ausgeschlossen. Das mit den Reifen macht aber auf jeden Fall Sinn, außerdem gibt es ja den Redshift ShockStop-Vorbau als Alternative zur Future Shock.

Was jedoch sehr verlockend ist, ist das aktuelle Angebot für das Roubaix Sport für gerade mal 2.200€. Zu diesem Preis ist das Crux selbst gebraucht nur schwer zu finden.

Auf dem Roubaix werde ich wahrscheinlich maximal 38 mm breite Reifen fahren, damit ich auch bei Matsch noch genug Platz habe und nichts verstopft. Das ist ja immer noch mehr als der alte CX-Standard und sogar mehr als viele Gravelbikes vor ein paar Jahren hatten (auch Crux vor 2022), oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Empfehlung ganz klar das Roubaix. Fahre ich selber, allerdings 80% Straße ( wenn man das so in Deutschland noch nennen kann ). Durch die Future Shock Feder wird alles quasi butterweich weggefedert, ohne das Du überhaupt vom Federweg was merkst, auf den oftmals unerträglichen Straßen in NRW ist dieses Rad wie dafür gemacht.
Das Rad wurde nicht umsonst so benannt und genau auch dort gefahren und mit Peter Sagan als Sieger in Roubaix auf Pflaster benutzt. Schotter überhaupt kein Problem selbst mit der 32er Standard Bereifung.
Ein Traum, wie auf Schienen. Zumal ist die Geometrie für mich ausschlaggebend gewesen. Du sitzt komfortabel, dennoch sportlich als Renner im Sattel. Dein Nacken, Rücken werden es Dir danken. Stundenlang im Sattel ohne Schmerzen.
Das Rad erfüllt alles was man braucht, gibt in der Form nichts Vergleichbares.
Spezialisiert eben :-)
 
Das Crux war lange auf meiner Liste, aber ich habe es dann wegen des CX-orientierten und daher sehr harten Rahmens ausgeschlossen.
Und wieder so eine Thekengeschichte. Sind die Leute welche solche Storys von sich geben alle Rahmen gefahren? Und verfügen über Expertise? Wie merken diese die Differenzen zwischen Rahmen wenn 38er Reifen tubeless gefahren werden? An einem Rad (Crux) was noch eine schlanke runde Stütze hat?
 
Und wieder so eine Thekengeschichte. Sind die Leute welche solche Storys von sich geben alle Rahmen gefahren? Und verfügen über Expertise? Wie merken diese die Differenzen zwischen Rahmen wenn 38er Reifen tubeless gefahren werden? An einem Rad (Crux) was noch eine schlanke runde Stütze hat?
Fairer Punkt, ich habe bisher keine eigene Erfahrung mit modernen Carbonrahmen und stütze mich momentan auf Testberichte und Recherchen. Dass ein Großteil des Komforts über die Reifen (38 mm tubeless) und die Sattelstütze kommt, leuchtet mir ein.

Allerdings ist das Crux als Wettkampfmaschine konzipiert, während die anderen genannten Räder explizit mit Komfort-Features werben. Ein entscheidender Punkt ist für mich zudem die Geometrie, die wir noch nicht im Detail besprochen haben: Wegen meiner Rückenprobleme habe ich mich bewusst an Endurance- und Gravel-Geometrien orientiert, da ich eine weniger aggressive Sitzposition suche.
Oder liege ich auch hier falsch und das Crux lässt sich ähnlich entspannt aufbauen?
 
Ich habe mich Ende des Jahres für das im Eingangspost erwähnte Synapse Carbon 5 entschieden und bin mega zufrieden. Schon mit 28er Contis ist es sehr bequem und dank leichter Laufräder für meine Zwecke ausreichend agil. Ich fahre derzeit zu 95% Asphalt, werde mir aber bei Gelegenheit einen zweiten, robusten Laufradsatz gönnen und diesen mit 40er Gravelreifen bestücken, um auch mal gescheit im Wald und auf Feldwegen Gas geben zu können.
Die mechanische 105er ist super.
 
Warum genau soll es jetzt kein Gravelbike sein? 40% unbefestigte Wege und entspannte Geometrie spricht doch dafür.
 
Warum genau soll es jetzt kein Gravelbike sein? 40% unbefestigte Wege und entspannte Geometrie spricht doch dafür.
Absolut richtig, wenn ich mir vorstelle das man auf einer 100er Runde über 40km Schotter und Waldwege nimmt, dann nehm ich doch kein Rennrad. Und ein Gravel mit schönen 34er TL Reifen wäre auch prima für für so Sachen wie PR.
 
Das Synapse hat eine große Reifenfreiheit und hat eine sehr gute Dämpfung über den Rahmen. Wo sollte es bei Schotter und Waldwegen Probleme geben?
 
Na ja, der TE hat ja aufgrund seiner Vorgeschichte eh genug Erfahrung, da wollte ich nur mein Statement zum Synapse carbon5 aus erster Hand geben, weil danach gefragt wurde.
 
Das Roubaix hat mir persönlich eben wegen des Future-Shock-Systems nicht gefallen. Ich habe es beim Fahrrad noch nie gemocht, wenn an der Front irgendetwas einfedert.
Im Wiegetritt ging das für mich gar nicht, auch wenn der Komfort beim Geradeauslauf überragend ist.
 
Das Roubaix hat mir persönlich eben wegen des Future-Shock-Systems nicht gefallen. Ich habe es beim Fahrrad noch nie gemocht, wenn an der Front irgendetwas einfedert.
Im Wiegetritt ging das für mich gar nicht, auch wenn der Komfort beim Geradeauslauf überragend ist.
Einfach zu drehen?
 
Das Crux wird heutzutage als"leichtes, sportliches Gravelbike" beschrieben. Vielleicht ist es das auch...

Das Synapse ist sicherlich auch ein bequemes Bike. Cannondale ist sehr bekannt dafür, Fahrräder mit entsprechend Flex an den richtigen Stellen herzustellen. Genau genommen sind die Flex-Pioniere.

Ich hab selbst ein Roubaix und bin mehrere Bikes mit Sitzstreben-Flex, breiten Reifen, geringem Luftdruck, dickem Lenkerband und was man sonst noch so machen kann gefahren. Aber mein Roubaix bügelt alles weg.
 
Das Roubaix hat mir persönlich eben wegen des Future-Shock-Systems nicht gefallen. Ich habe es beim Fahrrad noch nie gemocht, wenn an der Front irgendetwas einfedert.
Im Wiegetritt ging das für mich gar nicht, auch wenn der Komfort beim Geradeauslauf überragend ist.

Das Roubaix kann doch im Wiegetritt nicht federn, oder?
 
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