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Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

joerg_w

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Hallo zusammen

ich habe ein Rennrad aus den 70ern, ein schönes Teil eigentlich, aber von Wind und Wetter und viel Gebrauch etwas mitgenommen. Nun habe ich es mal auseinandergenommen, um die Einzelteile zu säubern, schmieren, verrostete Schrauben etc auszutauschen und es dann wieder zusammenzubauen.

Das Problem dabei ist der Rahmen: was kann ich mit den Roststellen machen? Manche Bereiche - wie die Gabel - sind verchromt, der Rest wohl mattsilber überlackiert, teilweise noch mit Aufklebern drüber. Vor allem die überlackierten Stellen haben nun viel Rost; aber auch der Chrom sieht teilweise nicht mehr beständig aus (siehe Bilder).

Ich hatte nun vor, die Bereiche die noch schönen Chrom haben abzukleben und nur den Rest zu bearbeiten: feinkörnig anschleifen, evtl. grundieren und dann mit Spühdose neu lackieren. Macht das Sinn? Was würdet ihr machen?

Ein paar Worte noch zum Rad: Der Rahmen ist von Alan mit Libellula-Rohrsatz, drauf klebt ein Winora-Schriftzug. Kurbel Stronglight, Umwerfer vorn Huret, hinten Simplex, Bremsen Mafac "Racer", Lenker 3ttt.

Schöne Grüße
Jörg

gabel.jpg
sattelstuetze.jpg
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

Hallo Jörg,

Was vernünftiges wäre es, den Rahmen sandstrahlen und neu lackieren bzw. kunststoffbeschichten lassen.
Das gleiche kann mit der Gabel gemacht werden.

Sollte diese jedoch den Chromglanz behalten, gibbet 2 Möglichkeiten:
1. die Verchromung abschleifen, den Stahl hochglanzpolieren und anschließend neu verchromen lassen. Kann sein, dass verchromende Betriebe sowas komplett anbieten.
2. die Gabel mit 1500er Schmirgel und ÖL an den korrodierten Stellen blank schleifen und anschließend auf Hochglanz polieren. Selbst die dann nicht mehr verchromten Stellen stehen dem Chrom im Glanz kaum nach.
Entweder kann man die Gabel anschließend mit Klarlack "versiegeln", wobei der Lack auf der extrem glatten Oberfläche nicht besonders gut hält und Abplatzer keine Seltenheit sein werden, oder die Gabel regelmäßig nachpolieren, so dass die blanken Stellen keinen Rost ansetzen. Anschließend jedesmal mit Auto-Hartwachs versiegeln.

Gruß
Kätchen
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

Hi, zur Gabel, hatte mal ein ähnliches Problem, geholfen hat:
Stahlwolle Stärke 000, Geduld beim Polieren damit, und dann mit Nevr-Dull hinterher, hat funktioniert, einfach mal probieren!
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

sieht eher nach frühe 60er aus, meiner Ansicht nach.
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

Wenn ich mir den Rahmen so ansehe, hilft meiner Meinung nach nur eine Radikalkur: Blankstrahlen lassen und neuen Farbaufbau durchführen. Idealerweise mit Zinkgrundierung und dann neu Überpulvern.

Das ist relativ günstig zu bekommen.

Kritischer sehe ich allerdings das Innere des Rahmens. Wenn der außen so "verkommen" ist , siehts drin meist nicht besser aus. Alle Öffnungen/Löcher abkleben, 1/4 Liter Fertan oder Brunox Rostumwandler reinkippen und ordentlich in alle Rohre durchschwenken, um den Rostfraß zu stoppen. Wenn man gut sein will, nach dem ablüften/austrocknen noch mit Hohlraumwachs hinterher. Das klebt zwar zunächst ziemlich dick im Rahmen, aber ein Tag in direkter Sommersonneneinstrahlung lässt das überschüssige Wachs auch wieder raustropfen.

Das gibt einem dann das gute Gefühl, dass der Rahmen von innen auf ewig vor Rostbefall geschützt ist :daumen:.

Für die Gabel gilt dasselbe: Glanz von außen ist, wie von den Vor-Postern schon geschrieben, mit Geduld und Spucke wieder herstellbar. Aber wie sehen die Gabelscheiden von Innen aus?

Procedere wie oben :dope:
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

... 1/4 Liter Fertan oder Brunox Rostumwandler reinkippen und ordentlich in alle Rohre durchschwenken, um den Rostfraß zu stoppen. ...

N'abend,

Fertan in Hohlräume kippen, die man nicht ordentlich mit Wasser spülen kann, bissu jeck... ;)

Spaß beiseite, Fertan darf, soll ruhig, je nach Grad des Rostbefalls, 24 Stunden einwirken. Danach ist es aber mit viel Wasser wieder von der behandelten Oberfläche abzuwaschen, weil es sonst weiterarbeitet, nicht gut, garnicht gut... :o Ohne Tauchbad und Ofen zum Trocknen würde ich kein Fertan in den Rahmen kippen.

umgewandeltet Grüße

Martin
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

Moin,

Fertan in Hohlräume kippen, die man nicht ordentlich mit Wasser spülen kann, bissu jeck... ;)

Von Fertan würde ich da bei aller Freundschaft auch die Finger lassen. Mit Brunox kann man das machen, das dient nämlich als Umwandler, Versiegelung und ggf. als Epoxy-Grundierung.

Grüße
Marius
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

N'abend,

Fertan in Hohlräume kippen, die man nicht ordentlich mit Wasser spülen kann, bissu jeck... ;)

........

umgewandeltet Grüße

Martin

Wo man Fertan reinkippen kann, kann man auch Wasser reinkippen ;)

Dank der Möglichkeiten, die ein Schlauchanschluss mit Hohlraumdüse bietet, geht das sogar mit Druck wieder auszuspülen. Ist aber zugegebenermaßen aufwändiger als die Brunox-Behandlung und bei weitem 'ne größere Sauerei :o

Das Fertan bietet sich eher für die Behandlung der äußeren Roststellen an.

Matze
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

Hallo ,

mit etwas Sorge hab ich eure Beiträge gelesen, da ich Fertan auch zur "Innenrostbehandlung" verwendet habe( auch bei meinem geliebten Bianchi) und frage mich nun, was das für Folgen hat und ob ich jetzt noch was machen kann .

Gruß Oli
 
AW: Rahmen aus den 70ern: wie Roststellen behandeln?

Hallo ,

mit etwas Sorge hab ich eure Beiträge gelesen, da ich Fertan auch zur "Innenrostbehandlung" verwendet habe( auch bei meinem geliebten Bianchi) und frage mich nun, was das für Folgen hat und ob ich jetzt noch was machen kann .

Gruß Oli

Servus,

ich empfehle Dir (und allen anderen Stahlrahmen-Fans) die Lektüre der Informationen auf dieser Seite:

http://www.korrosionsschutz-depot.de/de/programm_rostschutz.html

Da gibt's alles, was den Restaurateur erfreut :D , auch Infos zu den einzelnen Mittelchen.

Matze
 
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