• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Rückenschmerzen trotz korekter Sitzposition

Set

Neuer Benutzer
Registriert
21 April 2020
Beiträge
7
Reaktionspunkte
1
Liebe Forumbenützer*Innen


Ich fahre seit ca. 2000km Rennrad (min. drei Mal pro Woche), und nach wie vor habe ich nach ca. 30km Verspannungsschmerzen im Bereich der Lendenwirbel. Ich habe dann oft das Bedürfnis, mich zu strecken - was auch Linderung bringt. Wenn ich für 1-2 Minuten vom Rad steige, entspannt sich mein Rücken und ich kann wieder für ca. 20min relativ Beschwerdefrei fahren.
Vor 8 Jahren wurden bei mir wegen eines Gleitwirbels und Badscheibenvorfalls die Lendenwirbel L1-L3 versteift.
Die Sitzposition wurde auf meine Körpermase angepasst. Zusätzlich betreibe ich zweimal die Woche Ausgleichstraining (Rumpfübungen, Dehnen usw.)
Nun, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ich nach den gefahren km immer noch diese Schmerzen verspüre, weil sich mein Körper noch nicht ausreichend an die Belastung gewöhnt hat. Kann ich also davon ausgehen, dass dies mit meiner Rückenoperation zusammenhängt und wahrscheinlich nicht so schnell weggehen wird? Habt auch ihr schon solche Erfahrungen gemacht? Wenn ja, was hat geholfen?

Ich danke euch für eure Rückmeldungen

Sportliche Grüsse

Set
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von tarino

Hilfreich
Zum Beitrag springen →
Bei 2000 km Gesamtstrecke bist du noch ein Anfänger. Das fährt manch einer in einem Monat.
Wie @FabiW schon geschrieben hatte. Der Körper gewöhnt sich daran.
 
Angesichts Deiner Versteifung von L1 bis L3, also gleich 3 Wirbel, würde ich doch eher einen Sportarzt oder sportbewanderten Orthopäden interviewen. Immerhin ist die Beweglichkeit der Wirbelsäule in der Lendenregion ja doch eingeschränkt. Auch wenn das Rad auf Deine Körpermaße eingestellt wurde, stellt sich die Frage, ob die Versteifung eine Änderung der Einstellung nötig macht.
Du kannst bestenfalls experimentieren. Lenker höher stellen, kürzerer Vorbau etc.
 
Hi Set
was mich betrifft, kann ich nur vor dem Hintergrund antorten, dass ich eben selbst an immer widerkehrenden Rückenschmerzen leide. Auch an und ab beim rennradeln- bin aber im Rücken physisch noch original;)
Wenn ich aber mal visualisiere, dass L1 bis L3 die oberen Lendenwirbel sind, die gegeneinander fixiert sind, und du oben drüber und darunter beweglich bist und eben auch beim radfahren Bewegungen, wenn auch nur geringe, ausführst, erscheint es mir eher logisch, dass das dauerhaft nicht empfindungs-oder gar schmerzfrei möglich ist. Wirklich wissen tue ich es nicht, aber ich würde diesbezüglich mal einen Orthopäden mit "Sporthintergrund" oder einen Physio des Vertrauens fragen. Inwieweit nämlich dir fremde Schilderungen darüber deiner eigenen Anatomie entsprechen, muß fraglich erscheinen
 
Auf die des Herrn vom Fachgeschäft bzw. hat er mein Körper ausgemessen und die entsprechenden Anpassungen vorgenommen. Was würdest du mir bzgl. Sitzposition empfehlen?
 
Diejenige, welche Dir passt.
Gib Dir und Deinen Körper noch ein wenig Zeit. Das Ganze muss sich erstmal einspielen.
Das werde ich auf jeden Fall tun. Ich hatte einfach zuvor von Fahrern gehört, die seit mehreren Jahren RR fahren, dass diese Phase bereits wieder vorbei sein sollte.
 
OK ich habe mit weniger gerechnet, aber von einen richtig Fitting ist das noch weit entfernt. Ansonsten gebe ich den anderen Recht. Du solltest erstmal das fahren, fahren, fahren...
 
Ja auf jeden Fall kann ich nun weiterfahren ohne mir ständig Gedanken machen zu müssen ob etwas falsch oder eben nicht mache. Ich danke euch allen für eure Meinungen und Ratschläge.
 
Hallo erstmal

also ich weiß ja nicht ob Sie’s wussten,
Es gibt durchaus gesundheitliche Einschränkungen die ein fahren auf dem Rennrad wenig sinnvoll erscheinen lassen.
In deinem speziellen Fall wäre es vlt das Beste dich mal mit einem erfahrenen Physiotherapeuten kurz zu schließen.
Diese sehen oft schon woran es hapert wenn sie einem beim radeln auf der Rolle zusehen!
Es könnte nämlich auch nach hinten losgehen, wenn man da einfach mal fährt, fährt, fährt..

Die Gesundheit ist ein hohes Gut; gerade am Rücken merkt man sehr deutlich wenn sie nicht mehr gegeben ist!
Ich weiß nach 2 Bandscheibenvorfällen wovon ich schreibe, wüsste es aber lieber nicht. :confused:
Das beste für dich
 
Hallo erstmal

also ich weiß ja nicht ob Sie’s wussten,
Es gibt durchaus gesundheitliche Einschränkungen die ein fahren auf dem Rennrad wenig sinnvoll erscheinen lassen.
In deinem speziellen Fall wäre es vlt das Beste dich mal mit einem erfahrenen Physiotherapeuten kurz zu schließen.
Diese sehen oft schon woran es hapert wenn sie einem beim radeln auf der Rolle zusehen!
Es könnte nämlich auch nach hinten losgehen, wenn man da einfach mal fährt, fährt, fährt..

Die Gesundheit ist ein hohes Gut; gerade am Rücken merkt man sehr deutlich wenn sie nicht mehr gegeben ist!
Ich weiß nach 2 Bandscheibenvorfällen wovon ich schreibe, wüsste es aber lieber nicht. :confused:
Das beste für dich

Ich denke, Set sollte mal genauer über deinen (und auch meinen) diesbezüglichen Beitrag nachdenken.
Bikefitting ok- klar, von mir aus auch eines, welches den ganzen Tag dauert- aber dies wird wohl kaum auf die speziellen Gegebenheiten des TE eingehen können. Das muß man aber halt berücksichtigen.
Ich würde mal behaupten, auf einem Fahrrad mit geradem Lenker, also City-bike oder MTB würde Set eher kein Problem haben. Sitzt man da doch eher wie auf dem Küchenstuhl beim essen: nämlich mit recht geradem Rücken und aufrecht.
Wie sitzt man denn auf einem RR? Eigentlich doch eher mit gebeugtem Rücken, allemal in Unterlenkerposition.
Die beteiligten Muskeln ziehen dadurch natürlich an den Wirbeln, welche sich infolge dessen entsprechend bewegen/beugen und strecken. Im versteiften Bereich "ziehen" sie natürlich ebenfalls an den Wirbeln- aber dort ist nix mit Bewegung.
Das dürfte kaum langfristig gutgehen- fahren fahren fahren verschärft da das Problem eher.
Augen verschließen und durch? Schlecht
Augen öffnen und zum Sportorthopäde/Physio? Ja
 
Ich denke, Set sollte mal genauer über deinen (und auch meinen) diesbezüglichen Beitrag nachdenken.
Bikefitting ok- klar, von mir aus auch eines, welches den ganzen Tag dauert- aber dies wird wohl kaum auf die speziellen Gegebenheiten des TE eingehen können. Das muß man aber halt berücksichtigen.
Ich würde mal behaupten, auf einem Fahrrad mit geradem Lenker, also City-bike oder MTB würde Set eher kein Problem haben. Sitzt man da doch eher wie auf dem Küchenstuhl beim essen: nämlich mit recht geradem Rücken und aufrecht.
Wie sitzt man denn auf einem RR? Eigentlich doch eher mit gebeugtem Rücken, allemal in Unterlenkerposition.
Die beteiligten Muskeln ziehen dadurch natürlich an den Wirbeln, welche sich infolge dessen entsprechend bewegen/beugen und strecken. Im versteiften Bereich "ziehen" sie natürlich ebenfalls an den Wirbeln- aber dort ist nix mit Bewegung.
Das dürfte kaum langfristig gutgehen- fahren fahren fahren verschärft da das Problem eher.
Augen verschließen und durch? Schlecht
Augen öffnen und zum Sportorthopäde/Physio? Ja
Natürlich werde ich auch eure Ratschläge beachten und mich mit meinem Arzt absprechen.
Bei mir ist es so, dass ich seit dem RR- fahren noch nie einen so beschwerde freien "Rücken" hatte (bis auf die Schmerzen während des Fahren).
 
Natürlich werde ich auch eure Ratschläge beachten und mich mit meinem Arzt absprechen.
Bei mir ist es so, dass ich seit dem RR- fahren noch nie einen so beschwerde freien "Rücken" hatte (bis auf die Schmerzen während des Fahren).

Hm, empfinde ich als...interessant: du mit versteiften Wirbeln hast "in Ruhe" einen halbwegs? (wenn ich deine Formulierung richtig deute?) beschwerdefreien Rücken, aber Probleme beim Radeln.
Ich war aufgrund "Rücken" gegen Ende letzten Jahres rund vier Wochen krankgeschrieben, jetzt im Feb bis März deshalb schon wieder für knapp sechs Wochen.

Eine gut 10 Jahre zurückliegende MRT ergab mal eine Vorwölbung- hab ich aber mit Physio und Gymnastik/Kräftigung daheim super in den Griff bekommen.
Eine jetzt wieder erfolgte MRT ergab lt. Orthopäde ein Verschleiß (L5-S1). Anfangs der 6 Wochen hatte ich Schmerzen, die kann man kaum beschreiben- wie beim Zahnarzt der beim Bohren den Nerv trifft, aber den Bohrer dann nicht zurückzieht, sobald man zuckt.

Als es nach ein paar wenigen Tagen so halbwegs ging, bin ich mit dem RR auf die freie Rolle. (nach entsprechender Nachfrage beim "Kompetenzteam" Physio/Doc.
Hey, ich hätte den ganzen Tag fahren können- die ins Bein ausstrahlenden Schmerzen waren währenddessen weg.
Danach war es leider wieder aus mit der Herrlichkeit.
Normalzustand bei mir: aktuell wieder eigentlich Ruhe, muß aber aufpassen, beim sitzen bsp auf der Couch eher vorn auf der Kante-wie beim Kaffeetrinken, also leicht vorgebeugt ohne mit den Armen abzustützen- geht nicht lange gut. Das ist Dauerzustand-vorgebeugt ohne abzustützen geht nix länger als 2-3 Minuten, wenn überhaupt.

Was ich damit ausdrücken will ist, dass die Schmerzen bei dir und mir also wohl genau im je umgekehrten Fall auftreten. Aufgrund des Unterschieds versteift/Verschleiß-dies aber ohne weitere eingreifende Maßnahme.
Finde ich bemerkenswert- nur mal so am Rande
 
Bei mir ist es so, dass ich seit dem RR- fahren noch nie einen so beschwerdefreien "Rücken" hatte (bis auf die Schmerzen während des Fahren).
..das ist ja schon eine positive Auswirkung.
Wenn du mehr als 3x die Woche fährst, sollte m.M.n. der Gewöhnungseffekt schon ausreichend vorhanden sein. Ich würde die Länge der Touren nicht übertreiben, versuchen, unterschiedliche Fahrpositionen (zB. Wiegetritt, verschiedene Handpositionen auf dem Lenker..) einzunehmen, zwischendurch auch stehen bleiben und auflockern. Rat vom Sportmediziner oder Physiotherapeuten einholen ist sicher sinnvoll.
Die Einstellung deines Händlers wird vermutlich aus 'klassischer' Betrachtungsweise 'richtig' sein, für dich persönlich kann es trotzdem die Falsche/Unpassende sein. Ich würde auch versuchen die Sitzposition in kleinen Schritten: Vorbau umdrehen, verschiedene Vorbaulängen, horizontale Sattelverstellung, Sitzhöhe... zu verändern und dann eine paar mal damit fahren um zu fühlen, was sich verändert. Kann sich am Anfang dann auch 'blöd' anfühlen, aber nach Gewöhnung könnte sich trotzdem eine Verbesserung einstellen.
 
Zurück