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Denen, die empört mit dem Finger auf sowas zeigen, ändere ich dann gern mal den Ursprungstext etwas ab (wird im Standard verlinkt). Erstmal vor der eigenen Türe kehren.
Die Erzählungen von Dutzenden Arbeitern aus der deutschen Fleisch- und Bauindustrie decken sich hinsichtlich Schuldknechtschaft und viele beschreiben ein Arbeitsumfeld, das als kriminell bezeichnet werden müsste. Die Gastarbeiter in den Fabriken stammen oft aus ärmeren Nachbarstaaten wie dem Kosovo, Rumänien oder Bulgarien. Schon für die Anwerbung müssen sie in der Regel hohe Gebühren bezahlen und sich verschulden.
Es folgen so genannte Dienstleistungsgebühren, die sie an die Arbeitsvermittler in zahlen müssen. Für einen Dreijahresvertrag werden beispielsweise zwei Monatslöhne verlangt. Zum Teil würden sogar die Pässe einbehalten, berichteten die Interviewten. Wieder andere erzählten von einbehaltenen Löhnen und harschen Strafen bis hin zu Abschiebungen, bei Verstössen gegen Firmenrichtlinien. Auch von katastrophalen Umständen bei der Unterbringung in Massenquartieren erfuhr sein Team im Zuge der Interviews.
(Zwar sind in der Fleischindustrie seit 2021 Leiharbeit und Subunternehmer-Verträge für "die Großen" verboten, aber man hat schon längst dran gearbeitet. Diverse kleine Tochterfirmen gegründet, für die die Regelung dann nicht gilt, etc.)