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MTB-Naben am Renner/Kildemoes-Speichung

B

Belo

Wie so mancher wohl schon mitgekriegt hat (ist ja nicht der erse Thread zum Thema), plane ich grade einen neuen Laufradsatz.
Mich juckt´s ein wenig, mal die Kildemoes-Einspeichmethode auszuprobieren. Da man für diese recht stabile Nabenkörper braucht, habe ich mich ein bißchen bei den MTB-Naben umgeschaut. Kann mir jemand verraten, ob grudsätzlich etwas (außer dem Gewicht) gegen die Verwendung solcher Naben am RR spricht? Taugen Quando-Naben etwas? Hat jemand Erfahrung mit der Kildemoes-Methode?
 

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Re: MTB-Naben am Renner/Kildemoes-Speichung
Ich weiß nur das die HR Nabe beim MTB nen Einbaumaß von 135mm hat und am RR von 130mm.

Sonst spricht sicher nix dagegen.

Cu Danni
 
GTdanni schrieb:
Ich weiß nur das die HR Nabe beim MTB nen Einbaumaß von 135mm hat und am RR von 130mm.

Sonst spricht sicher nix dagegen.
Das unterschiedliche Einbaumaß spricht dagegen.
Entweder du schraubst an eine MTB Nabe einen kurzen Freilaufkörper und baust eine kurze Achse ein.
Oder du kaufst dir eine Shimano Renn-Hinternabe aus einer 10fach Gruppe, die haben genauso voluminöse Nabenkörper.
 
Muahaha, klaaaa, ich steig´ erstma auf 10fach um - dann kann ich mir zu der neuen Gruppe auch gleich einen schönen 12-Speichen-LRS von Radplan holen. Und wenn ich schon dabei bin, so einen Merlin-Titanrahmen wollte ich schon immer mal haben... nee du, laß ma, ich bleib schön bei meiner guten, alten Shimano 600 Gruppe - 12 Jahre alt und null Verschleiß. Hintergedanke beim Selbstbau ist zumidest bei mir immer auch das Kohle sparn, nicht das noch mehr reinstecken. Wozu man mehr als 8 Gänge brauchen soll, ist mir eh schleierhaft.

@Rainer: Kildemeos-Speichung bedeutet, daß man am HR auf der Antriebsseite die Speichen radial aufzieht und gegenüber gekreuzt. Die Idee ist, daß die radialen keine Antriebskräfte übertragen können, da sie keinen Hebelarm zur Achse haben. Die Kräfte werden stattdessen über den Nabenkörper zur anderen Seite geleitet und hier über die gekreuzten Speichen an die Felge abgegeben. Der Vorteil ist, daß diese Speichen weniger steil stehen als auf der Antriebsseite und so weniger zum Reißen neigen. Der Nachteil ist, daß die Nabe deutlich stärker belastet wird.
 
Eine Frage hab´ ich noch - sind beim MTB die Kassetten kürzer abgestuft, sprich, sind die Schaltwege von 8-fach MTB und 8-fach RR gleich?
 
Belo schrieb:
Muahaha, klaaaa, ich steig´ erstma auf 10fach um - dann kann ich mir zu der neuen Gruppe auch gleich einen schönen 12-Speichen-LRS von Radplan holen. Und wenn ich schon dabei bin, so einen Merlin-Titanrahmen wollte ich schon immer mal haben... nee du, laß ma, ich bleib schön bei meiner guten, alten Shimano 600 Gruppe - 12 Jahre alt und null Verschleiß. Hintergedanke beim Selbstbau ist zumidest bei mir immer auch das Kohle sparn, nicht das noch mehr reinstecken. Wozu man mehr als 8 Gänge brauchen soll, ist mir eh schleierhaft..
Hey du Spezialist,
auf 105 und Ultegra 10fach Naben kann man auch 8fach Kassetten draufstecken?
Aktuelle Tiagra Naben gehen übrigens auch.
 
Mit der Kildemoes-Methode hat vor allem Mavic Erfahrung: Ksyrium.

Vom Nabenkörper her sollten die aktuellen Shimano-RR-Naben auch keine Probleme machen, die sind ja ziemlich fett.
135 mm bringst Du in einen Stahlrahmen problemlos rein, das lässt sich elastisch verbiegen. Bei steiferen Konstruktionen könnte es allerdings stressig werden. Bei Shimano-Naben nimmst Du dann einfach die 5-mm-Distanzscheibe raus und sägst die Achse etwas ab - passt.
 
Knobi schrieb:
135 mm bringst Du in einen Stahlrahmen problemlos rein, das lässt sich elastisch verbiegen. Bei steiferen Konstruktionen könnte es allerdings stressig werden. Bei Shimano-Naben nimmst Du dann einfach die 5-mm-Distanzscheibe raus und sägst die Achse etwas ab - passt.
Wozu denn, es gibt doch geeignete Rennradnaben.

Welche Distanzscheibe willst du bei welchen Naben rausnehmen?
 
Ich hatte es mir auch so überlegt, wie´s Knobi empfiehlt. MTB-Naben sind (zumindest bei Ebay) ja deutlich billiger zu haben - oder doch lieber gleich mehr ausgeben und länger was davon haben? Och mensch, all diese Möglichkeiten...
 
Bei Shimano MTB Naben habe ich noch keine 5mm Distanzscheibe gefunden, es gibt nur eine schmalere und eine dickere (3mm und 8mm laut Shimano).
Wenn man sich trotzdem was hinbastelt mit anderen Distanzscheiben (muss man sich auch erst beschaffen), wird der Gummiüberzug zu lang. Den kann man auch schlecht zurechtschnippeln, weil er an seinen beiden Enden in die Nabe greifen können muß.

Eine 105er 10fach Renn-Nabe kostet 40€.
 
Ich habe grade Quando-Naben im Visier, die haben keine Gummi-Kegeldichtungen wie die von Shimano, da würde das Tauschen der Distanzringe also klappen. Passende Ringe habe ich noch reichlich in der Teilekiste. Also von der Machbarkeit wär´s kein Problem.
Wie schon gesagt ist bei mir die Kohle recht knapp, für den Satz 105er muß ich schon 60-70 Euro einplanen. Qualitativ vergleichbare MTB-Naben gibt´s für die Hälfte - das ist mir den Arbeitsaufwand allemal wert. Was ich da spare, kann ich auch gleich in die Felgen stecken, von z.B. Open Pros habe ich meiner Meinung nach mehr als von 105er Naben.
 
Bei ebay sind immermal nen paar gute Schnäppchen drin.

Ich hab erst vor ca ner Woche nen Satz Felt Naben Verpasst, die gingen für unter 9€ weg und waren neu.

Warst du schon beim örtlichen Radhändler und hast nach Altteilen gefragt?
Fundbüro bietet auch manchmal so manche Überaschung.

Cu Danni
 
Belo schrieb:
Ich habe grade Quando-Naben im Visier, die haben keine Gummi-Kegeldichtungen wie die von Shimano, da würde das Tauschen der Distanzringe also klappen.
Falls es die sind, könnte es klappen.
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Das mit dem Vergleich Felgen % Naben hinkt.
Die Naben überleben bei guter Quali locker drei Satz Felgen, schlechte wirfst Du weg, bevor eine gute Felge runtergebremst ist...
 
@Andreas: Jupp, die sind´s. 3,2,1,meine!

Bei den Naben habe ich noch selbst Einfluß drauf, wie lange sie halten. Ich mache mir schon die Mühe, sie min. alle drei Monate zu zerlegen und mit Ethanol auszuwaschen, da kann man auch bei den etwas billigeren mehrere Jahre Lebensdauer rausholen (meine aktuelle Shimano-HR-Nabe aus ´ner alten Serie, die ich qualitativ bestenfalls mit Sora vergleichen würde, ist mittlerweile ohne Schäden an den Laufflächen im 9. Lebensjahr, nur die Achse musste ich mal austauschen) - bei den Felgen kann ich mich nur auf ihre Qualität verlassen. Bei den Mavics kann ich mich guten Gewissens drauf verlassen, daß sie bis zum Ende des Studiums halten, von daher gebe ich lieber mehr für Felgen als für Naben aus.
 
Belo schrieb:
Ich mache mir schon die Mühe, sie min. alle drei Monate zu zerlegen und mit Ethanol auszuwaschen...
Na ja, das wäre mir eindeutig zu lästig.
Ich muß auch verflucht viel sparen, aber bei den Naben halte ich das für doof.
Ultegras speiche ich ein und vergesse sie, bis ich eine neue Felge einspeichen muß.
 
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