cbk schrieb:
Und das weiße Kettenfett ist nur für Motorräder geeignet.
Nun ja, da hat Laktat gar nicht so unrecht.
Eine Montagepaste soll in erster Linie Korrosion verhindern und eben leichte Montage/Demontage ermöglichen. So ein Zeug kann aber durchaus von derart zäher Konsitenz oder mit einem höheren "inneren" Reibwert versehen sein, dass sich ein leichtlaufendes Lager in Montagepaste nicht mehr so toll dreht.
Drück doch mal Kupferpaste oder Keramikpaste in die Naben, dann wird Dir klar, was wir meinen...
Bei Lagerfetten ist allerdings tatsächlich ziemlich egal, wofür man die nimmt.
Einige Probleme kann es trotzdem geben.
Manche Fette aus dem Kfz-Bereich haben einen hohen Festkörperanteil (z.B. Graphit, MoS2) und sind dadurch vergleichsweise zäh. Kann man für leichtlaufende Lager nehmen, muss aber nicht sein. So ein Zeug im Freilauf, und er läuft in beiden Richtungen frei. Kenn ich schon.
Auf extra ausgeprägte Hitzefestigkeit kannst Du beim Radl ebenfalls verzichten.
In industriellen Lagerfetten können zudem Weichmacher oder auch Seifen drin sein, die es den filigranen Gummi- und Plastikdichtungen am Fahrrad unter Umständen ziemlich "besorgen".
Wirklich schlimme Erfahrungen habe ich damit allerdings bislang nicht gemacht, und verhältnismäßig billiger wird's auf jeden Fall.
Ein richtiger Scheiß war übrigens ein angeblich speziell für Fahrradketten entwickeltes Öko-Öl (hab ich mal geschenkt bekommen): War nach drei Wochen derart fies verharzt, dass ich die Kette nur noch wegschmeißen konnte.