• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Doping im Amateur- und Freizeitradsport

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 36749
  • Erstellt am Erstellt am
Ich finds echt krass, in wieviel Beitraegen z.B. zum Unbound Gravel Rennen wie selbstverstaendlich Ibuprofen in der Packliste unter Nahrungsmittel erwaehnt wird.

Fairerweise gehören Ibu/Schmerzmittel zu den meisten Packlisten - unabhängig vom Grund oder Art der Reise. Ich war allerdings auch überrascht - wie normal der Gebrauch von Schmerzmittel im Kontext Sport ist.
 

Anzeige

Re: Doping im Amateur- und Freizeitradsport
Fairerweise gehören Ibu/Schmerzmittel zu den meisten Packlisten - unabhängig vom Grund oder Art der Reise. Ich war allerdings auch überrascht - wie normal der Gebrauch von Schmerzmittel im Kontext Sport ist.
Ja klar, wenn ich einige Tage weg bin nehm ich das auch mit.
Aber fuer ein 1 Tages Rennen wuerde ich nicht auf die Idee kommen das einzupacken.
Aber die "Athleten" schreiben ja auch, dass sie einpacken und es einwerfen.
Fuer mich ist das Doping, s.o. ..... Schmerz gehoert bei so einer sportlichen Leistung dazu und sollte nicht ausgeblendet werden. Wenn ich bei einem Wettkampf Schmerzen habe, dass ich ein Schmerzmittel brauche geb ich auf.
 
Schmerz gehoert bei so einer sportlichen Leistung dazu und sollte nicht ausgeblendet werden. Wenn ich bei einem Wettkampf Schmerzen habe, dass ich ein Schmerzmittel brauche geb ich auf.

Vor allem ist Schmerz ja ein eingebautes Alarmsignal unseres Körpers. Abgesehen von den Nebenwirkungen in diversen Regionen des Körpers finde ich es völlig sinnfrei das auszuschalten zu wollen. Solche Wahrnehmungen zu ignorieren kann sehr unschön enden.

Das man auch mental diverse Hürden überwinden kann, ohne Schmerzmittel zu nehmen, kennt vermutlich jeder Ausdauersportler. Außer Koffein (bestenfalls in Form von gutem Kaffee) würde ich vor einer körperlichen Belastung keine Mittelchen einwerfen. Bin ehrlich gesagt völlig begeistert von meinen körpereigenen „Drogen“ — das reicht mir vollkommen 😅
 
Die gesundheitlichen Folgen der sportlichen Aktivität dürften vom Schaden bzw schadensrisiko her allerdings um ein vielfaches höher sein, als das ibu.
 
Die gesundheitlichen Folgen der sportlichen Aktivität dürften vom Schaden bzw schadensrisiko her allerdings um ein vielfaches höher sein, als das ibu.
Ich korrigiere auch mal kurz:

Die gesundheitlichen Folgen der sportlichen Aktivität in Kombination mit der Überdosis Ibu dürften vom Schaden bzw Schadensrisiko her allerdings um ein vielfaches höher sein, als die Aktivität ohne Ibu Mega Dosierung.
 
Die gesundheitlichen Folgen der sportlichen Aktivität dürften vom Schaden bzw schadensrisiko her allerdings um ein vielfaches höher sein, als das ibu.
Nein eben nicht. Gerade in Verbindung mit wenig trinken drohen vom ibu Nierenschäden.
Hat die Dame die Ärztin ist und mal das transcontinental race gewonnen hat (name fällt mir Grad in nicht ein) in einem podcast super erklärt.
Und genug trinken reicht nicht, sie meinte die Nieren sind bei so argen Ausdauerleistung eh schon mega unter Stress (merkt man wenn man z.b. nach einer 12h Fahrt pinkelt).

Edith: die hier war's
https://www.nct-dresden.de/de/das-n...gen-wissenschaftlerinnen-und-wissenschaftlern
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein eben nicht. Gerade in Verbindung mit wenig trinken drohen vom ibu Nierenschäden.
Hat die Dame die Ärztin ist und mal das transcontinental race gewonnen hat (name fällt mir Grad in nicht ein) in einem podcast super erklärt.
Und genug trinken reicht nicht, sie meinte die Nieren sind bei so argen Ausdauerleistung eh schon mega unter Stress (merkt man wenn man z.b. nach einer 12h Fahrt pinkelt).

Edith: die hier war's
https://www.nct-dresden.de/de/das-n...gen-wissenschaftlerinnen-und-wissenschaftlern
Wir reden hier von über 3 Tagen am Stück leistungssport. Ohne pause, ohne schlafen.

Setze noch einen vergleichslink rein der sagt, dass das nicht ungesund ist, dann kannst du mit "eben nicht" antworten
 
Wir reden hier von über 3 Tagen am Stück leistungssport. Ohne pause, ohne schlafen.

Setze noch einen vergleichslink rein der sagt, dass das nicht ungesund ist, dann kannst du mit "eben nicht" antworten
Eventuell ein Missverständnis?
Ich halte diese Langstreckenevents auch für schädlich.
 
Ach was. Der Mensch ist nicht nur das intelligenteste sondern auch das ausdauerndste Landlebewesen. Unsere Vorfahren haben gejagt, indem sie den Viechern einfach solange hinterhergejoggt sind bis die nicht mehr konnten. Das mit dem Ibu beim Sport ist natürlich Käse, wenn du Schmerzen hast musst du einfach schneller machen damit das Adrenalin den Schmerz betäubt, wenn das nicht mehr geht: Besenwagen.
 
Offene Frage: wo zieht man die Grenze. Ibu ist definitiv Graubereich, aber wenn man von "natural" redet, wie sortiert man dann bereits bspw. BiCarb ein.

Auch BiCarb hat Einfluss auf die Signaltransmitter im Körper und Natron in rauen Mengen ist sicher ebenfalls nicht gesundheitsfördernd. Nutzen tun es trotzdem viele, mich eingeschlossen.
 
Ich will das gar nicht schön reden das jemand 8000mg Ibu reinknallt um so ein Event durchzustehen, aber ich glaube viele unterschätzen hier Profi/Extremsport. Das ist fast "normal" das sich Profisportler laufend mit erlaubten(!) Medikamenten zuschmeißen. Das wird nur durch Social-Media und Podcasts heute vielleicht öfter mal kommuniziert als das früher der Fall war.

Das ist sowieso niemals gesund und sich durch 2-3 Touretappen zu kämpfen wenn man erkältet auch. Doping ist das dann in meinen Augen nicht.
 
Offene Frage: wo zieht man die Grenze. Ibu ist definitiv Graubereich, aber wenn man von "natural" redet, wie sortiert man dann bereits bspw. BiCarb ein.

Auch BiCarb hat Einfluss auf die Signaltransmitter im Körper und Natron in rauen Mengen ist sicher ebenfalls nicht gesundheitsfördernd. Nutzen tun es trotzdem viele, mich eingeschlossen.
Normalerweise zieht man die grenze genau bei dem was man selbst macht. Alles was man selbst macht ist noch gerade so in ordnung, was andere machen geht gar nicht, selbst dann wenn es nur nen millimeter daneben liegt.

Gilt nicht nur im sport sondern in allen lebensbereichen
 
Ich will das gar nicht schön reden das jemand 8000mg Ibu reinknallt um so ein Event durchzustehen, aber ich glaube viele unterschätzen hier Profi/Extremsport. Das ist fast "normal" das sich Profisportler laufend mit erlaubten(!) Medikamenten zuschmeißen. Das wird nur durch Social-Media und Podcasts heute vielleicht öfter mal kommuniziert als das früher der Fall war.

Das ist sowieso niemals gesund und sich durch 2-3 Touretappen zu kämpfen wenn man erkältet auch. Doping ist das dann in meinen Augen nicht.
Du meinst so wie im Büro, wo man sich manchmal wundert was so alles konsumiert wird?

Die Definition von Doping ist einfach, weil die Wada sehr genau aufgeschrieben hat, was darunter fällt. IBU und Co fällt sehr eindeutig nicht darunter.

Ich glänze jetzt mal mit gefährlichem Halbwissen... Das einzige legale Dopingmittel (was ja keins ist, weil erlaubt) was eine relevante Wirkung erzeugt ist Koffein.
 
Du meinst so wie im Büro, wo man sich manchmal wundert was so alles konsumiert wird?

Die Definition von Doping ist einfach, weil die Wada sehr genau aufgeschrieben hat, was darunter fällt. IBU und Co fällt sehr eindeutig nicht darunter.

Ich glänze jetzt mal mit gefährlichem Halbwissen... Das einzige legale Dopingmittel (was ja keins ist, weil erlaubt) was eine relevante Wirkung erzeugt ist Koffein.
Essen, trinken etc. wirkt auch alles leistungssteigernd. Wenn du schon mittel aufzählst die wirken und nicht auf ner dopingliste stehen
 
Langsam wird's absurd.

Denke es ist alles gesagt, man findet hier keinen gemeinsamen Nenner.
 
Gerade deshalb:

Doping ist nur, wenn die Wada sagt, dass es Doping ist.

Alles andere ist subjektiv. Und ich bin da immer wieder positiv überrascht, wie präzise sie mit Unpräzisem sind, um unerlaubte Leistungssteigerung auszuschließen und gleichzeitig sinnvolle und notwendige Behandlung trotzdem zu ermöglichen ...
 
Im neuen Buch "Tour de France: Kein Berg zu hoch, kein Weg zu weit" ist ein aufschlussreiches Kapitel über Doping im Radsport enthalten, das mir die Augen geöffnet hat. Kurzum: Im Radsport gehört(e) Doping von Anfang an ganz selbstverständlich mit dazu. Und zwar immer und jederzeit. Früher offener, da es nicht verboten war, später zunehmend verdeckt. Es darf davon ausgegangen werden, dass das bis heute nicht anders ist. Alles andere wäre unplausibel.

Ich persönlich vermute, dass im Amateursport ebenfalls Doping betrieben wird, wenn man bedenkt, wie viel persönlicher Ehrgeiz hier teilweise mit im Spiel ist. Von systematischem Doping gehe ich aber nicht aus, dafür braucht es Netzwerke, Geld und Einfluss. Andererseits sind die Kontrollen auch durchlässiger, was Privatleuten vermutlich Spielräume eröffnet.

Selbst halte ich nichts von Leistungssteigerung durch hochpotente Mittel, die noch dazu gesundheitlich alles andere als unbedenklich sind. Ich will mit meinem Körper arbeiten und mit dem Potential, was "natural" da ist. Mir geht es aber auch nicht ums Gewinnen (wobei das jeder natürlich mitnehmen würde), sondern um die Sache selbst. Und es beruhigt mich ungemein, dass die Mehrheit der Hobbysportler hier mit mir einer Meinung sein dürfte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei den einschlägigen Marathons sind in der Spitze einige Doper und zwar richtig, da wird ja nicht getestet, einige der Leute sind aber auch Rennen nach UCI-Regeln gefahren und da aufgeflogen/einschlägig bekannt. Zwar verdient man bei Marathons nicht direkt was, aber so einige der Spitzenfahrer sind ja als Personal Trainer unterwegs und verkaufen nicht eben billige Trainingspakete an solvente Hobbyisten und das kann man als X-facher Ätztaler Sieger/Topplatzierter natürlich besser als mit Platz 57. Im Prinzip sind das aber auch Profis, denn sie leben vom Sport.
 
Zurück