• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Carbon Gabelschaft - brechen die irgendwann?

Bergaufradler

Mitglied
Registriert
2 Dezember 2013
Beiträge
54
Reaktionspunkte
34
Hi zusammen,

mein Lieblingsrad ist ein etwas angejahrtes Scott CR1 PRO, dass aber immer noch Top dasteht. Da ist kein Kratzer im Lack, lediglich die Decals an der Kettenstrebe beginnen sich zum Teil abzulösen.

Mein Lieblingsrad deßhalb, weil es mir einfach perfekt wie maßgeschneidert passt und daher auch sehr komfortabel ist, auch das Fahrverhalten ist bis in höchste Geschwindigkeiten (wohne in den Bergen, da sind´s sehr schnell mal 90 oder sogar noch mehr km/h) absolut untadelig.

Ich habe den Rahmen des guten Stücks vor einiger Zeit gebraucht gekauft (über ein Forum wie hier) und habe keine Ahnung von der Vorgeschichte des Rades - Baujahr / Laufleistung / Vorbesitzer / Fahrstil / Gewicht / ......... alles unbekannt.

Wie gesagt bin ich mit dem Rad sehr zufrieden, lediglich eine Sache beschäftigt mich - der Carbon Schaft der Gabel.

Gibt es hier irgendwelche Erfahrungswerte, ob die Dinger irgendwann anfangen zu brechen? Schon mal sowas von Scott Gabeln gehört?

Sind eventuell die Scott CR1 Gabeln dafür bekannt als unzerstörbar oder als sehr zerbrechlich zu gelten?
Kommt da vorher irgendwo ein Riß (würde man ja sehen können)?

(Es ist genau jener Gabeltyp wie hier eine im Marktplatz: http://www.rennrad-news.de/rennrad-...l-2c-19080-oder-macht-mir-ein-angebot-21.html - nur halt mit anderer, grauer, Lackierung im oberen Teil der Scheiden).

Oder macht es da ganz einfach irgendwann mal "Krach" und ich kann meine Reste am Straßenrand aufsammeln sofern es da überhaupt noch etwas aufzusammeln gibt?

Mir ist natürlich vollkommen klar, dass niemand all diese Fragen eindeutig beantworten kann, aber mich interessieren halt eure Meinungen / Erfahrungen dazu.

Gruß Bergaufradler
 
Hi zusammen,

mein Lieblingsrad ist ein etwas angejahrtes Scott CR1 PRO, dass aber immer noch Top dasteht. Da ist kein Kratzer im Lack, lediglich die Decals an der Kettenstrebe beginnen sich zum Teil abzulösen.

Mein Lieblingsrad deßhalb, weil es mir einfach perfekt wie maßgeschneidert passt und daher auch sehr komfortabel ist, auch das Fahrverhalten ist bis in höchste Geschwindigkeiten (wohne in den Bergen, da sind´s sehr schnell mal 90 oder sogar noch mehr km/h) absolut untadelig.

Ich habe den Rahmen des guten Stücks vor einiger Zeit gebraucht gekauft (über ein Forum wie hier) und habe keine Ahnung von der Vorgeschichte des Rades - Baujahr / Laufleistung / Vorbesitzer / Fahrstil / Gewicht / ......... alles unbekannt.

Wie gesagt bin ich mit dem Rad sehr zufrieden, lediglich eine Sache beschäftigt mich - der Carbon Schaft der Gabel.

Gibt es hier irgendwelche Erfahrungswerte, ob die Dinger irgendwann anfangen zu brechen? Schon mal sowas von Scott Gabeln gehört?

Sind eventuell die Scott CR1 Gabeln dafür bekannt als unzerstörbar oder als sehr zerbrechlich zu gelten?
Kommt da vorher irgendwo ein Riß (würde man ja sehen können)?

(Es ist genau jener Gabeltyp wie hier eine im Marktplatz: http://www.rennrad-news.de/rennrad-...l-2c-19080-oder-macht-mir-ein-angebot-21.html - nur halt mit anderer, grauer, Lackierung im oberen Teil der Scheiden).

Oder macht es da ganz einfach irgendwann mal "Krach" und ich kann meine Reste am Straßenrand aufsammeln sofern es da überhaupt noch etwas aufzusammeln gibt?

Mir ist natürlich vollkommen klar, dass niemand all diese Fragen eindeutig beantworten kann, aber mich interessieren halt eure Meinungen / Erfahrungen dazu.

Gruß Bergaufradler

Aus Carbon bestehende Gabelschäfte können während der Fahrt brechen, so wie es auch bei Gabeln aus jedem anderen Material, inklusive Titan, möglich ist. Der Unterschied in der Art des finalen Bruchversagens ist die Geschwindigkeit der Rißbildung und des Fortschreitens des Risses bis zum kompletten Durchbruch des Rohres. Bei Stahlschäften verläuft die Rißbildung in aller Regel langsam und es kann das Fortschreiten des Risses beobachtet werden, so daß Zeit für einen Austausch bleibt (man spricht hier von „gutmütigen” Rissen), bei Aluminium schon deutlich schneller (Aluminiumrohre können innerhalb von Zehntelsekunden von einem Haarriß an in einem Stück durchbrechen), bei Carbon jedoch kommt es durch die beim Riß eintretende Auflösung des Laminates häufig zu einem Bruchbild, das an die Wirkung einer Explosion erinnert — mal erscheinen die Rohre, als wären sie von innen auseinandergeplatzt oder als hätte sie jemand durch Verdrehen zerrissen.

Fahrer von stählernen Gabelschäften ist vom langsameren Bruchverhalten des Stahles nur dann eine größere Wahrscheinlichkeit des frühzeitigen Entdeckens eines Risses geschenkt, wenn sie das Gabelrohr regelmäßig inspizieren, was etwa bei der Gelegenheit des regelmäßigen Fettens des Steuersatzes geschehen kann, anderenfalls vereitelt die Verborgenheit des Gabelrohres im Steuerrohr auch hier das rechtzeitige Entdecken eines im langsamen Fortschritt befindlichen Risses.

Bricht der aus Schaft einer Gabel während der Fahrt, stürzt der Fahrer in aller Regel direkt auf den Kopf und erleidet häufig einen Bruch des Genickes. Aus einer statistischen Erhebung der Krankenkassen (die genaue Quelle ist mir derzeit nicht erinnerlich) ging hervor, daß diese Unfallart von Radfahrern sehr häufig einen tödlichen Ausgang hat.

Wirklich helfen wird Dir hier niemand können. Wenn Du das Gefühl hast, daß die Angst mitfährt, solltest Du die Gabel austauschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bezogen auf die Threadtitelfrage halte ich die Antwort von @Thomthom für umfassend und richtig.

Ein wenig umfassender ausgedrückt würde ich sagen, dass man sich von Material, dem man nicht (mehr) vertraut, trennen muss. Ich würde die Gabel im Zweifelsfall demontieren, inspizieren und falls keinerlei Auffälligkeiten dabei sichtbar würden wieder einbauen und weiternutzen.
 
Bei Stahl gibt es zunächst eine deutlich erkennbare plastische Verformung, wenn die Streckgrenze überschritten wird. Etwas später erst tritt der Bruch ein - Bruchlast. Diese elastisch/plastischen Eigenschaften machen das Material so besonders. Bevor aber der Schaft bricht, hat man in der Praxis ein gestauchtes Unterrohr, mit dem man meistens sogar noch weiterfahren kann

Davon ist Carbon weit entfernt.
Aber: Warum soll der Schaft brechen?
 
Bei Stahl gibt es zunächst eine deutlich erkennbare plastische Verformung, wenn die Streckgrenze überschritten wird. Etwas später erst tritt der Bruch ein - Bruchlast. Diese elastisch/plastischen Eigenschaften machen das Material so besonders. Bevor aber der Schaft bricht, hat man in der Praxis ein gestauchtes Unterrohr, mit dem man meistens sogar noch weiterfahren kann

Das muss nicht wie beschrieben passieren, das kommt immer auf den Stahl und vorallem die Wanddicke(wir reden ja von Rohren) an. Auch ein Stahlschaft kann also unvorhergesehens brechen.

Zur eigentlichen Frage:

Ich bemerke vorweg kein großer Fan von Carbon zu sein und es auch nur da einzusetzen wo es technologisch und Ökonomisch Sinn macht.
Wie jedes Faserverbundgewebe hat auch ein Carbon sog. Delaminierungseigenschaften (Kurz zur bessern Vorstellung: Ein Stück Stoff in zuckerhaltige Lösung getaucht und getrocknet ist prinzipiell erst einmal stabil. Wenn man das Stück stoff nun z.b. Biegt wird es an einigen Stellen wieder weich und Verformbar, die Verbindung von Zucker und Stoff, das Laminat hat sich offensichtlich gelöst. So zumindest ist das Problem in diesem Falle.).
Dadurch kommt es meist zum Bruch.

Bei einer Anwendung im z.B. Luftfahrtbereich ist deswegen sehr genau auf die Lebensdauer zu achten. Bei einer Anwendung im Radsport kann man davon ausgehen, dass die belastungen jedoch nicht allzugroß sind.
Dennoch erscheint es mir bei absoluter Unkenntnis sinnvoll die Gabel zu wechseln, das Risiko eine Gabel zu bekommen die schon am Limit läuft ist zwar nicht sehr hoch aber gegeben.

Eine neue Carbongabel würde ich nach 2 Jahren intensiver Nutzung austauschen.(Für mich ist das allerdings ökonomisch wie auch technologisch nicht relevant:D)

edit:leider keine Blindenschrift gefunden, dafür einen Duden. Porto übernimmt der Empfänger.

Gruß,
 
Zuletzt bearbeitet:
Das muss nicht wie beschrieben passieren, das kommt immer auf den Stahl und vorallem die Wanddicke(wir reden ja von Rohren) an. Auch ein Stahlschaft kann also unvorhergesehens brechen.

Ohne jetzt zu lange drauf rumzukauen: Doch, jeder Stahl hat diese Eigenschaften. Erst elastische Verformung, dann plastische Verformung und schließlich der Bruch.

...
Eine neue Carbongabel würde ich nach 2 jahren intensiver Nutzung austauschen.(Für mich ist das allerdings ökonomisch wie auch technologisch nicht relevant:D)

Gruß,
Sag mal, hast du dafür auch eine Begründung? Ich meine, wir reden hier von Fahrrädern... Du meinst also, dass nach zwei Jahren das Carbon "ermüdet" ist?
 
Besonders bei starker Sonneneinstrahlung ist da Vorsicht geboten, da Carbon dann SOFORT explodiert, und nicht erst nach zwei Jahren...;)
Scherz beiseite: Wenn Dir da was weich/wackelig/doof vorkommt, leidet das Vertrauen ins Rad, daraufhin schwindet der Fahrspaß. Dann muss man die Gabel ersetzen, oder schickt sie zu einem Prüflabor.
 
Ohne jetzt zu lange drauf rumzukauen: Doch, jeder Stahl hat diese Eigenschaften. Erst elastische Verformung, dann plastische Verformung und schließlich der Bruch.

Lehrbuch ist nicht Praxis, und ein Zugversuch auch nur ein Versuch. Es kommt immer auf die Umstände an, das habe ich aber bereits geschrieben. (Politisch korrekt wäre: In der Regel verformt sich Stahl sichtbar vor dem Bruch. -und auf die Sichtbarkeit kommt es hier schließlich an.)

Sag mal, hast du dafür auch eine Begründung? Ich meine, wir reden hier von Fahrrädern... Du meinst also, dass nach zwei Jahren das Carbon "ermüdet" ist?

Ja, das ist eine für mich gezogene Grenze die aufgrund der sog. Delaminierung ensteht. Des weiteren sprach ich von "Intensiver Nutzung" und nicht von: "Ich fahre nur Sonntags". Sicher man kann diese Grenze noch anheben, da ich aber gesehen habe wie so mancher Rahmen "Konstruiert" wurde empfehle ich(mir selbst!) 2 Jahre. Von den derzeitig angewendeten Überprüfungsmethoden halte ich so viel wie von Wahrsagerei. Ich gehe lieber auf Nummer sicher.

(Dies ist eine Aussage die auf meinen Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages beruht, somit nicht als endgültig zu betrachten.)

edit:leider keine Blindenschrift gefunden, dafür einen Duden.

Gruß,
 
Zuletzt bearbeitet:
Au weia ! Jetzt wurde da wieder mal eine überflüssige Diskussion angezettelt. Und viele Antworten mit dem Vorbehalt : hätte, könnte, sollte... Wenn man soviel Angst vor Bruch und sowenig Vertrauen in das Material hat darf man maximal mit dem Stahlrad und Tempo 10km/h unterwegs sein. Nach jeder Fahrt ist dann eine Rissprüfung Pflicht !
In der Luftfahrt hat sich gezeigt dass die CfK/GfK/KfK Komponenten eine erheblich längere Lebensdauer haben als ursprünglich gedacht/befürchtet. Was hatte man da Anfangs für Ängste ! Und jetzt ersetzen zunehmend CfK Profile die Stahlträger im Bau. Warum wohl ? Ist zwar ökologischer Schwachsinn ( Stichwort recycling) aber das Vertrauen in das Material wächst
 
Ich glaube diese Überflüssige Diskussion fängt mit dem letzten Beitrag erst an.

Meine Aussage wurde falsch verstanden, ich habe sie versucht verständlicher zu formulieren. Mir wurde eine Frage gestellt, ich habe geantwortet.

Wie bereits genannt:
Bricht der aus Schaft einer Gabel während der Fahrt, stürzt der Fahrer in aller Regel direkt auf den Kopf und erleidet häufig einen Bruch des Genickes. Aus einer statistischen Erhebung der Krankenkassen (die genaue Quelle ist mir derzeit nicht erinnerlich) ging hervor, daß diese Unfallart von Radfahrern sehr häufig einen tödlichen Ausgang hat.

Wirklich helfen wird Dir hier niemand können. Wenn Du das Gefühl hast, daß die Angst mitfährt, solltest Du die Gabel austauschen.

Ich denke dabei sollten wir es belassen.
 
Auf keinen Fall weiter fahren!!! Schick mir die Gabel und ich werde sie für dich Fachgerecht entsorgen;).

Jetzt mal im Ernst, was soll da passieren? So ein Bauteil hat doch kein Ablauf Datum oder eine maximale KM Anzahl. Anscheinend hattest du keine Stürze etc., dann kann dort unter normalen Umständen auch nichts kaputt gehen.

Ein Bekannter von mir fährt ein Carbon Rad das er um die 60000km gefahren hat, soviel zum Thema Langlebigkeit. Wahrscheinlich hält es auch nochmal so lange, vorausgesetzt er bekommt nicht vorher Lust auf was neues.
 
Lehrbuch ist nicht Praxis, und ein Zugversuch auch nur ein Versuch. Es kommt immer auf die Umstände an, das habe ich aber bereits geschrieben. (Politisch korrekt wäre: In der Regel verformt sich Stahl sichtbar vor dem Bruch. -und auf die Sichtbarkeit kommt es hier schließlich an.)



Ja, das ist eine für mich gezogene Grenze die aufgrund der sog. Delaminierung ensteht. Des weiteren sprach ich von "Intensiver Nutzung" und nicht von: "Ich fahre nur Sonntags". Sicher man kann diese Grenze noch anheben, da ich aber gesehen habe wie so mancher Rahmen "Konstruiert" wurde empfehle ich(mir selbst!) 2 Jahre. Von den derzeitig angewendeten Überprüfungsmethoden halte ich so viel wie von Wahrsagerei. Ich gehe lieber auf Nummer sicher.

(Dies ist eine Aussage die auf meinen Erkenntnissen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages beruht, somit nicht als endgültig zu betrachten.)

edit:leider keine Blindenschrift gefunden, dafür einen Duden.

Gruß,

Nach 2 Jahren die Gabel wechseln da der Schaft brechen könnte?
Nach wie viel Jahren wechselst du den Rahmen oder die Carbonlaufräder?

Meine Räder, eines davon mittlerweile fast 5 Jahre alt ( Carbon Cervelo SLC SL ) und manchen Wettbewerb hinter sich hält immer noch und es ist noch nichts gebrochen, genauso wenig wie an den anderen Rädern, Laufrädern oder Lenkern ( Carbon )
Kilometer ca. 15.000+ im Jahr und jetzt erzählt mir einer der Gabelschaft könnte brechen und man soll ihn nach 2 Jahren wechseln?
Übrigens haben diese Räder auch Stürze überlebt.

Wenn man kein Vertrauen in ein Material hat sollte man es nicht fahren.
 

was zum Teufel ist daran nicht zu verstehen?

Fahr Carbon am CX ohne Probleme.
Wenn dir 20tkm seit Dezember 2009 im Gelände mit dem CX mit einer Carbongabel von Focus nicht intensiv genug sind weis ich nicht weiter. Ich mach mir da keinerlei Gedanken drüber ob die hält oder nicht.
 
Ich untersuche meine Gabel/Rahmen/Lenker/Laufräder nach jedem Training sehr intensiv, es könnte ja sein dass ich unterwegs einen Carbonwurm eingefangen habe und der Böse mir meinen Rahmen frisst :-), oder durchlöchert.

Kann man sich gegen die bösen Würmer versichern?
 
In den Raiffeisenmärkten (Textbaustein //Schleichwerbung//) gibt es Leimbinden, die man sonst gegen Krabbellarven an Baumstämmen befestigt.
Nimm diese, die aufstrebenden Würmer bleiben daran kleben. dann mit WD40 spülen!
 
Zurück