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Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

hellasracer

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18 August 2010
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Hallo

Erst mal ein grosses Lob an die Forengemeinde.
Ich habe schon viel Wissen aus diesem einzigartigen Forum
gewinnen können.

So jetzt zum Thema: Wie sollte ein Rennrad für höchste Steigungen zusammengestellt sein?
Kurzes oder langes Oberrohr? Steuerrohrlänge? Vorbaulaenge?
Kombination Kurbelgarnitur Kasette? Wie wichtig ist das Gewicht? Koennte man ein etwas schwereres Rad
durch ein niedrigeres Fahrergewicht ausgleichen? Ich habe in den letzten 2 Jahren über 55 Killo abgenommen.
Noch 5 - 7 Killo sind problemlos möglich

Welche sonstigen Faktoren muss man berücksichtigen?

Ich bin euch für eure Tips sehr dankbar

Hellasracer

Ps
Ich möchte damit keine Rennen gewinnen, sondern lange steile Bergfahrten möglichst mühelos bewältigen
 

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Re: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

also eine Triple Kurbel wäre in den Bergen auf jeden Fall angebracht
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Ich habe in den letzten 2 Jahren über 55 Killo abgenommen.
Noch 5 - 7 Killo sind problemlos möglich

Das ist schonmal das wichtigste denn Gewicht am Rad sparen hilft bei vielen wenig.
Richtig erkannt,dass beim Bergfahren die Statur entscheidend ist.
Zu Vorbau Rahmengröße etc kann ich dir nicht viel sagen, denke aber das du dich wohlfühlen solltest auf dem Fahrrad. Ein Tipp aber: mach den Sattel 1-2cm höher, ist am Anfang komisch aber dadurch hast du mehr Kraftausübung.

Kombination Kurbelgarnitur Kasette?
Es kommt arg auf deinen Trainingszustand an. Für längere Touren in den Bergen die extrem sind empfiehlt sich dann doch eher eine dreifach Kurbel. Falls gut trainiert tut es auch eine Kompakt mit 34 und hinten dann aber einem 28er.
Wenn du gar nicht klarkommen solltest und dich nicht schämst, kannst du auch eine kompatible MTB Kassette dranmachen die geben so im Normalfall um die 34 her.
Kannst ja mal ein wenig rumrechnen . wegstrecke pro pedalumdrehung= vordere Zähnezahl / Hintere Zähnezahl x 2,10

gibt viele Kombinationen, wünsche der Gemse viel Spaß beim klettern
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

So jetzt zum Thema: Wie sollte ein Rennrad für höchste Steigungen zusammengestellt sein?
Auch nicht anders.

Wenn Du hohe Steigungen hinauf willst, dann musst Du auch steile Abfahrten wieder herunter. Irgendwelche Sondereinstellungen oder -maße sind daher nicht erforderlich. Im Vergleich zu einem gestreckt-tiefen Setting eines reinrassigen, sportlichen Flachlandrenners könnte allenfalls der Lenker nach oben wandern (Spacer oder Umdrehen des Vorbaus), damit eine aufrechtere Sitzposition eingenommen werden kann.

Gewicht? Radgewicht spielt grob die gleiche Rolle wie Fahrergewicht: beide bremsen. Wie viel Euro für wie viel Gewichtsersparnis Du investieren willst, kannst Du frei wählen. Mit Zusatzinvestment von vielleicht 500-800 € kommt man von 8,5 auf 7,5 kg. Das nächste Kilo von 7,5 auf 6,5 kg kostet dann vielleicht 2000 € ... :eek:

Wesentlich wichtiger sind die adäquaten Übersetzungen. Wie steil ist steil, welche Steigleistung (Höhenmeter pro Stunde) kannst Du an solchen Rampen entwickeln und wie gut und effizient kommst Du mit niedrigen Trittfrequenzen zurecht. Danach richtet sich die Wahl der Übersetzung! Als Startpunkt sind vorn ein Dreifach-Kettenblatt mit 30-49-52 und hinten eine Kassette mit 12-27(28) sicherlich nicht verkehrt.

Was damit nicht zu bewältigen ist, muss Dich zum Training treiben oder ist eher ein Trail für MTBs.
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Hallo Leute

Danke euch fuer die vielen kompetenen Tips bisher. Also kann ich dass Radgewicht ignorieren und mir ein kostenguenstiges 8 kg Rennrad zusammenstellen. Das kompensiere ich dann lieber mit meinem Körpergewicht Mein Trainingszustand ist noch eher moderat.

Ich habe zwei Rahmen zu Auswahl einen Cervelo S1 54er und einen Bmc Racemaster Slx01 54er.
Der Bmc faellt leider etwas lang aus. Oberrohr 55,5 cm (174cm SL 84cm) Ich müsste mit einem 9cm -17Grad Vorbau arbeiten. Hat dies Nachteile?

Sollte ich einen anderen Rahmen nehmen?
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Hallo
Ich habe in den letzten 2 Jahren über 55 Killo abgenommen.
Noch 5 - 7 Killo sind problemlos möglich
Respekt!! Nach dem gewonnenen Kampf ist der Kampf gegen die Berge ja ein Klacks!
Kombination Kurbelgarnitur Kasette?
Falls nicht schon geschehen: Schau mal in den Thread rein.
http://www.rennrad-news.de/forum/showthread.php?t=79458
Den kleinsten Gang innerhalb der Spezifikation der Rennradschaltungen bekommst Du mit 3-fach Kurbel (53-39-30) und 11-28er Kassette hin. Als Einsteiger, der wie Du sagst "lange steile Bergfahrten" bewältigen will, machst Du damit ganz sicher nichts falsch.
 
Sram soll die neue Apex als 32 er Kassete rausbringen

Aber auch der Vorschlag mit der MTB Kassette ist interessant.

Beim Rahmen soll ich da den längeren BMC oder den Cervelo nehmen?
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Sram soll die neue Apex als 32 er Kassete rausbringen
Das stimmt natürlich, das wird dann im Prinzip ein MTB-Schaltwerk sein.

Aber auch der Vorschlag mit der MTB Kassette ist interessant.
Alles oberhalb von 28 Zähnen hinten liegt außerhalb der Spezifikation von Shimano-Schaltwerken. Bis 30 geht wohl meistens, aber Du hast keine Gewähr. Je nach Geometrie des Rahmens/Schaltauges kann es sein, dass Du die "B-Schraube" schon komplett reingedreht hast und das Schatröllchen trotzdem noch auf dem Ritzel aufsetzt. Dazu kommt natürlich noch die maximale Schaltkapazität des Schaltwerks, wodurch zusätzlich die Bandbreite eingeschränkt wurd.
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

mal abgesehen von allem was geschrieben wurde,
@ hellasracer : was verstehse unter lange steile Anstiege? >15%?
Also bei 2 fach Kettenblättern reicht idR ein 28er für Anstiege um die 12%. je nach Form Heldenkurbel oder Kompakt
Alles darüber ,würde ich mir auch ein dreifach überlegen. ;)
Man ist immer wieder erstaunt , ich habe nämlich vor einer Woche meine ersten Alpenpässe gemacht mit nem alten Biachi Stahlrenner 2x6 wobei vorne das "kleine" Blatt ein 42er war und hinten ein 24er kleinste.
Ich würde jetz nich sagen dass ich Rennradfahren als Leistungssport mach und fahr auch nur gelegentlich längere Runden. Col du Lautaret,Galibier und Télégraphe waren kein Problem. -
Ich kann natürlich nur für mich sprechen , bin ja auch noch recht jung , aber ich habe mir auch viel zu viele Sorgen gemacht, aber am Berg selbst ist dann alles vergessen, da gibts nur dich dein Fahrrad und die Straße.
in dem Sinne : keinen Kopf machen , ganz ruhig angehen!!!
:):)
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Kurzer Vorbau wäre für die Abfahrt nicht so toll von wegen nervöses Lenkverhalten und so.
Von der Geo würde ich mir höchstens denken, dass eben das Steuerrohr eben nicht zu lang sein sollte (bergauf ist dir der Komfort egal, da quälst du dich eh, bergab wirst du windschnittiger). Wenn es echt steil wird (so 20%), musst du den Schwerpunkt nach vorne und da möglichst tief legen können, damit das Vorderrad nicht abhebt, nur so am Rande. Aber solltest schon noch gut drauf sitzen können. Das Rad sollte gut steif sein (Tretlager BB30-Standard, gute Lenkkopfsteifigkeit für die Abfahrt). Laufräder ggf. mit flacherem Felgenprofil, empfiehlt sich aber aus Steifigkeitsgründen eigentlich auch eher für leichtere Fahrer.
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Danke für die Tips und die Links.

Ich hab jetzt etwas weitergelesen. Da gibt es ja reichlich kontroverse Meinungen zum Thema 3fach Kurbel oder Kompakt!

Noch einige Infos zu mir:

Weniger trainiert, mittlerweile "leichte" 65kg bei 174cm, Rennrad fürs Flachland mit Heldenkurbel 53/39 12-27. Zwei Rahmen zum Aufbau eines Bergrennrads zur Verfügung: 1 Cervelo S1 und 1 BMC Racemaster SLX01.
Das Rad soll auch für "unentdecktes Terrain" mit allen erdenklichen Steigungen, z.B. da wo man beim Auto den 1. Gang nehmen würde, tauglich sein.

Grüsse

hellasracer
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Hi,

da fallen mir spontan ein paar Sachen auf:

Danke für die Tips und die Links.
Weniger trainiert, mittlerweile "leichte" 65kg bei 174cm
und
Danke für die Tips und die Links.
Noch 5 - 7 Killo sind problemlos möglich

finde ich schon recht bedenklich - denke nicht, dass das Deinen Fitnesszustand *verbessern* würde ....

Danke für die Tips und die Links.
Das Rad soll auch für "unentdecktes Terrain" mit allen erdenklichen Steigungen, z.B. da wo man beim Auto den 1. Gang nehmen würde, tauglich sein.

Je nach Wagen kommt man schon recht extreme Steigungen rauf - auf jeden Fall sind Steigungen mit >20% für einen normalen PKW im ersten Gang kein Thema - für einen "wenig traniert(en)" würde ich da also eher zu einem Mountainbike oder zumindestens zu Mountainbike-Schaltung/Übersetzung raten (ernsthaft!).

Auf der anderen Seite kann man natürlich auch mal einfach davon ausgehen, dass solch extreme Steigungen praktisch nie vorkommen (und falls doch, hat man die wohl eher gezielt gesucht).

Hol Dir wie angesprochen eine normale 3-fach mit von mir aus 12-27 oder was in der Richtung und gut ist :daumen:- der Rahmen dürfte ziemlich wurscht sein.
Klar merkt man 1 oder 2 kg weniger immer, aber bei Deinem Bergziegengewicht dürfte das echt auch schon egal sein.
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Hmm....

Werde wohl das eine mit 3fach ausstatten und das andere mi Kompakt.

Mit meinem jetzigen "Heldenkurbelrad" werde ich dann genug Auswahl und, nicht zu unterschätzen, genug Spass haben.
Zum Gewicht möchte ich erstmal die 59-60 kg erreichen um dann wieder durch echten Muskelzuwachs wieder auf die 67 kg zu kommen. Da ist jetzt noch viel harte Arbeit notwendig. :)

Zumindest sagt mein Spiegel, dass ich selbst mit "Teambekleidung" nicht mehr lächerlich aussehe.

Nachdem ich das Geheimnis herausgefunden, habe wie man abnimmt und nicht wieder zunimmt, ist es an der Zeit auch etwas für die Gesundheit und Kondition, durch Sport zu tun.

Da bietet sich das (Renn)Radfahren geradezu an.

Wobei ich es es eher als "Einzelkämpfer" auf langen Strecken, durch noch (durch Radfahrer) unentdeckte Gebiete plane. Durch Berge, Landschaften und Orte...da sieht man viel und kommt auch mit den Leuten in Kontakt.

Ja, es gibt noch Gegenden in Europa, in denen es (fast) keine Radfahrer gibt! Da fällt man noch auf. z.B. Griechenland: Wunderschöne und kontrastreiche Landschaft. Aber Asphalt soll es sein, kein MTB. Denn da wo Asphalt ist, sind auch Menschen.
 
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Hi,
ging bei mir ja ähnlich - allerdings sind bei mir die Muskeln "gleichzeitig" gewachsen (zumindestens in den Beinen - Abnehmen ging über Radfahren).
Ich glaube nicht, dass Du 7kg Muskeln zulegen kannst, wenn Du Dich erst *runterhungerst* - da brauchst Du ja sofort wieder Eiweiß oder sonst einen Mist aus der Muckibude - IMHO völliger Unsinn.

Mich würde das Geheimnis (war ja scheinbar ohne Sport) interessieren - wobei ich Dir leider mitteilen muss, dass es bei ehemals *Dicken* leider wie bei Alkoholikern ist: Man hat es nie entgültig geschaft und es bleibt immer ein Kampf.
Ärzte sprechen so weit ich weiß erst von einem dauerhaften Erfolg wenn man das Gewicht > 5 Jahre gehalten hat. Scheinbar gibt es nämlich oft nach 2-4 Jahren einen "Rückfall" (sorry - wollte Dir hier nix Bange machen - mit Radfahren klappt das IMHO nämlich sicher, wenn man es durchzieht und beibehält).
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Das Geheimniss...heist Fasten.

Also das was man Heilfasten nennt ....nur mit ein wenig Obst und Gemüse.

ACHTUNG: Nicht ohne Risiko!

...aber was ist schon ohne Risiko im Leben, auch die Conti 4000s mit 10 Bar zu fahren birgt ein gewisses Risiko:D

Dazu muss ich aber sagen, dass ich sehr umfangreiches Wissen zum Thema der Ernährung und Verwertung habe. Hinzu kommt noch, dass ich seit mehr als 10 Jahren meine Ernährung komplett umgestellt habe.

Meine ersten 40 Kilo habe ich übrigens in einem Zeitraum von 1 Jahr abgenommen und das Gewicht seit zwei Jahren behalten, bzw um weitere 15 Kilo reduziert.

Ergebniss, auch wenn ich jetzt 1-2 Wochen (Urlaub, Weihnachten) mehr esse nehme ich nicht (kaum) zu!
...und sehe auch jünger aus....vielleicht schaffe ich es mit dem Radsport wieder 30 Jahre alt zu werden ;-)
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Hi,

ist OT aber danke für die Antwort.
Muss allerdings sagen, dass ich die Art abnehmen nicht so gut finde - aber wenns bei Dir funktioniert ok.
Wenn Du einigermaßen ernsthaft Rennradeln willst ist fasten IMHO ziemlich kontraproduktiv - bei mir zumindestens geht gar nix, wenn ich nicht wenigstens ein paar Kohlehydrate pumpe.
Bananen sind sicher ok, aber nur Gemüse .... ne das macht mir eher keinen Spaß. Ich persönlich denke ausgewogene Ernährung und Sport - sowie der alte Buchhaltertrick (mehr kcal ausgeben als einnehmen) ist immer noch *der* Trick ....
 
AW: Bergrennrad - Suche die optimale Zusammenstellung

Hmm....

Werde wohl das eine mit 3fach ausstatten und das andere mi Kompakt.

Mit meinem jetzigen "Heldenkurbelrad" werde ich dann genug Auswahl und, nicht zu unterschätzen, genug Spass haben.
Zum Gewicht möchte ich erstmal die 59-60 kg erreichen um dann wieder durch echten Muskelzuwachs wieder auf die 67 kg zu kommen. Da ist jetzt noch viel harte Arbeit notwendig. :)

Sorry, find ich auch ne unsinnige Taktik. Wenn du dich jetzt noch weiter ohne Sport runterhungerst, baust du wahrscheinlich mehr Muskelmasse ab als Fett. Dann fang lieber gleich mit Sport an und ersetze bei konstantem Gewicht Fett durch Muskelmasse. Das funktioniert ganz gut so.

PS: Bitte verrate mir noch den Trick mit dem Abnehmen ;)
 
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