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"ausschließlich mit Specialized SCS Laufrädern kompatibel"

eMBe

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Hallo,

ich überlege mein 2008er Cube X-Race durch ein aktuelles Specialized Crux mit hydraulischen Scheiben und SRAM Rival 1 zu ersetzen.

Jetzt sehe ich den tollen Hinweis, den Specialized auch bei anderen Rahmen (Roubaix, Tarmac etc.) hinschreibt:
Hinweise: Dieses Modell ist ausschließlich mit Specialized SCS Laufrädern kompatibel; andere Laufräder ergeben eine ungünstige Kettenlinie und/oder führen zu einem Konflikt Kassette-Rahmen; das SCS-System sorgt für eine optimierte Kettenlinie bei 135mm Einbaubreite und somit eine bessere Ausnutzung der Kassetten-Bandbreite.
Das kann doch nicht wahr sein, oder doch?
Hat da jemand Erfahrungen?
 

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Re: "ausschließlich mit Specialized SCS Laufrädern kompatibel"
Hier gibts was dazu: http://nextdevo.com/blog/2015/8/19/paypal (der Link sieht blöd aus, funkst aber).

Das Problem ist, daß Specialized keine Rennräder mit langen Kettenstreben bauen will. Das wäre aber nötig, wenn man normale MTB Naben für Disc RR benutzen würde (wie das bisher Shimano und alle anderen machen). Ansonsten würde die Kettenstreben zu steil nach aussen zeigen und man würde mit der Ferse dauernd drankommen und die Kettenlinie wäre mistig. SCS ist dafür die Lösung.

12 mm Vorderradachsen kommen noch dazu. Sind auch noch nicht wirklich verbreitet.

Scheint aber als wäre das die Zukunft für Disc Rennräder. Nur ein bisschen suboptimal auf den Markt gebracht, von den Spezialisten.
 
Die von Shimano und SRAM vorgegebene minimale Kettenstrebenlänge für "normale" scheibengebremste Räder ist 420mm. (So stehts in dem oben verlinkten Artikel). Das Crux hat 425mm und das Tarmac 405mm. Könnte sein, daß es deshalb mit dem Crux klappt, aber nicht mit dem Tarmac.
 
SCS ist dafür die Lösung.
Aber eigentlich ein bescheuerte....
Sinn einer breiteren Nabe ist doch (unter anderem) die Nabenflansche etwas weiter auseinander zu bekommen. Rücke ich jetzt den Freilauf 2,5mm ein, so wars das mit dem Vorteil.
Der Rückgriff auf vorhandene Komponenten kanns aber auch nicht sein, weil SCS ja keine normalen 135er Discnaben verwendet, sondern etwas, was genauso exotisch ist, als hätte man eben 130er Discnaben auf den Markt gebracht.
Dagegen sind Offset-Hinterbauten ja geradezu straight forward konzipiert.
Eine komplett-systemische Lösung hätte wohl genausogut (besser?) bei der Kurbel ansetzen können. Auch bei einer Q-147er (und drunter ist ja nix) wären 2-3mm drin die die Kettenblätter weiter raus können, ohne, daß man mit dem Kurbelarm die Kette aufwickelt.
Und nein, durch den Trend zu Mono wird das nicht zunichte gemacht, sondern noch einfacher, da ja die 2fach Ketten.
Das mit den vorhandenen Komponenten ist aber auch offensichtlich kein Argument, sonst hätts vorne auch eine 15mm Steckachse getan.
Die Fersenfreiheit halte ich nun für überhaupt kein Argument, im Zeitalter von Alu-Hydroforming und Carbon-Freiformen.
 
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Keine Ahnung wie sehr man so eine Kettenstrebe verbiegen kann.

Aber das Argument in diesem Artikel ist schon nicht ganz von der Hand zu weisen.

"Shimano would literally not sell us gruppos if we had a bike with short chainstays without such a solution,” said Specialized road engineer Brent Graves. “When a 135mm rear wheel is on a bike with short chainstays, a cross-chained chain (in the 36x11) could hang up on the pins.”

Daraus müsste man also schließen können, daß die derzeitigen Disc-Rennräder alle Enduros mit langen Kettenstreben sind und daß es "richtige" Rennräder mit kurzen Kettenstreben und Scheibenbremsen noch gar nicht gibt.
Werde mal recherchieren.
 
Also in diesem Test, haben alle Räder (15) kürzere Kettenstreben, als 420mm. Das geht bei 400 mm los, viele so um die 405. So wie das Tarmac auch.

Dann wäre der oben zitierte Kommentar vielleicht doch nicht ganz so ernst zu nehmen. Allerdings ist auch etwas unklar von 6 verschd. Achsstandards die Rede. Vlt. kochen da ja noch mehr Hersteller ihr eigenes Süppchen?
 
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