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Absurde (benutzungspflichtige) Fahrradwege

Das ist schon deswegen Absurd, weil Behörden an Bürger, deren Gehölze und Bäume in öffentlichen Verkehrsraum hineinragen, Aufforderungen zur Entfernung bzw. Rückschnitt mit zum Teil kurzen Fristsetzungen verschicken. Bei Nachfrage wegen der kurzen Frist wird dann geantwortet, dass man sich halt Hilfe holen oder die Arbeit an eine Firma vergeben solle, wenn man es selbst nicht rechtzeitig schaffen könne.
Warum das dann öffentliche Institutionen nicht auch selbst so machen müssen, wenn sie ansonsten mit ihrer Arbeit nicht hinterherkommen, ist eigentlich gegenüber dem Bürger eine Frechheit.
 
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Re: Absurde (benutzungspflichtige) Fahrradwege
Das ist schon deswegen Absurd, weil Behörden an Bürger, deren Gehölze und Bäume in öffentlichen Verkehrsraum hineinragen, Aufforderungen zur Entfernung bzw. Rückschnitt mit zum Teil kurzen Fristsetzungen verschicken. Bei Nachfrage wegen der kurzen Frist wird dann geantwortet, dass man sich halt Hilfe holen oder die Arbeit an eine Firma vergeben solle, wenn man es selbst nicht rechtzeitig schaffen könne.
Warum das dann öffentliche Institutionen nicht auch selbst so machen müssen, wenn sie ansonsten mit ihrer Arbeit nicht hinterherkommen, ist eigentlich gegenüber dem Bürger eine Frechheit.
Ja das ist genauso wie mit dem Schneeräumen auf Gehwegen. Dazu ist der Anwohner verpflichtet und in meiner Heimatstadt gibt es ständig Androhungen von hohen Geldstrafen wenn man es nicht unverzüglich erledigt. Am schlechtesten geräumt sind die Gehwege vor Grundstücken der Kommune...
 
Am Wochenende in Witten. Die haben im Laufe dieses Jahres tatsächlich einiges für Radfahrer gemacht bzgl. Radwegen, zumindest mehr als viele andere kleine und größere Städte rundherum.

Dann wird erstmals ein Weihnachtsmarkt an einer Stelle genehmigt und veranstaltet, leider aber offensichtlich ohne sich vorher um die Parksituation auch nur eine Minute Gedanken gemacht zu haben.

Dass dann jede Menge Blechkistenbesitzer die sog. Schutzstreifen genutzt haben, um ihre Karre dort geschützt abstellen zu können........ so eine Veranstaltung soll ja auch sein und ist auch schön, dass es diese gibt, dass das aber so Auswüchse mit sich bringt, finde ich nicht lustig. Wo die Fussgänger dann bleiben sollten geschweige denn Radfahrer - ach Scheiß drauf. Wo einer es vormacht, machen jede Menge wie ein Haufen Lemminge es nach.

Der Stadt habe ich da bereits mit Schwung wohin getreten.
 

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Die Stadt Witten hat zwischenzeitlich darauf reagiert. Es sei anders vom Veranstalter geplant gewesen und nächstes Jahr soll dann auch ordentlich kontrolliert werden. Naja, warten wir es ab.

Aber auch die Stadt Wuppertal ist nicht gerade ein Beispiel für gute Radinfrastruktur. Da gibt es seit einigen Jahren die Nordbahntrasse, die super genutzt wird (was haben die Leute bloß alle früher gemacht, als es diese noch nicht gab?), die wurde jedoch von einer privaten Initiative auf den Weg gebracht und die Stadt Wuppertal rühmt sich nun damit, etwas tolles für den Radverkehr gemacht zu haben.

In anderen Bereichen tut sich dafür umso weniger:

Es ist zwar kein benutzungspflichtiger Radweg, aber der mit Abstand gefährlichste mir bekannte Schutzstreifen: die B7 bzw. Dahler Straße von Schwelm nach Wuppertal Oberbarmen.

Der Schutzstreifen hat eine Breite von 1,5 Metern, ein Trennstreifen zu den parkenden Auto fehlt. Wenn man also um einem Dooring-Unfall vorzubeugen recht weit links auf dem Schutzstreifen fährt, ist dort natürlich eine Fahrspur für den Autoverkehr. Da die Straße zweispurig in beide Richtungen ist und man einfach den Schutzstreifen der Fahrbahn abgeknapst hat, ist die verbliebene Breite für die beiden Fahrspuren jeweils 2,5 Meter. Da die Straße auch einigermaßen gut frequentiert ist, kommt es natürlich häufiger vor, dass PKW nicht versetzt zueinander fahren um auch einmal etwas ausweichen zu können sondern auch direkt nebeneinander, so wie in dem Bild schön zu sehen. Dann bleiben für den Radfahrer zwischen 0 und 10 cm Überholabstand.

Die Stadt Wuppertal hat bereits im Juni 2020 zugesagt, dass die Situation bekannt sei und daran gearbeitet würde, dass zu ändern. Getan hat sich seitdem absolut gar nichts. Für Radfahrer ist die Straße lebensgefährlich, ich fahre da wenn es irgendwie geht nicht her.

Der adfc schreibt dazu (bereits im August 2024):

„Aus unseren regelmäßigen Treffen mit der Stadtverwaltung Wuppertal beim „Runden Tisch Radverkehr“ kennen wir diese Diskussion zu genüge und wissen, dass das viele Situationen in Wuppertal immer noch unbefriedigend sind und nur langsam besser werden. Zur B7 im Osten:
  1. Der Schutzstreifen ist ein optionales Angebot ohne Benutzungspflicht. Wir ermuntern jeden Radfahrenden, an diesen Stellen so zu fahren, dass eine Eigengefährdung minimiert wird, sprich mit genügende Abstand (1m) zu parkenden Autos. Dadurch wird Überholern auch signalisiert, dass ein Überholen nur mit Spurwechsel möglich ist
  2. Die Stadt Wuppertal plant neue Markierungen nur noch mit Sicherheitsstreifen zu parkenden Autos.“
Das zeit mMn nur, wie realitätsfremd der adfc unterwegs ist. Wir kennen doch alle die Schreihälse, die dann extra dicht neben einem herfahren und in einer Art überholen, die nicht zulässig ist und „Radwäääääääch“ von sich geben.
 

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