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140er Bremsscheiben ja oder nein?

Meinst du damit diesen Tour-Test von 2014, wo sie eine komplette Abfahrt mit durchgehend angezogenen Bremsen gefahren sind, um dann festzustellen, dass Felgenbremsen zuverlässiger sind?
Ja, da haben sie bewusst komplett überlastet - was aber leider eigenen Beobachtungen nach nicht unbedingt komplett weltfremd ist, denn irgendwann kommt immer ein DAU ums Eck.
Und so weiß man immerhin, dass in der Kombi weder der Belag noch siedendes Öl der Schwachpunkt sind.
 
Shimano weiß halt auch, dass irgendwann der Alukern schmilzt.
ja, aber nicht bei den Temperaturen, die am Fahrrad an einer Bremsscheibe auftauchen (< 350°C), sondern bei >600°C. Da ist noch ordentlich Luft nach oben.
Selbst wenn doch mal die Temperatur auf knapp über 300°C an der Scheibe steigen sollte, was schon nicht so leicht hinzubekommen ist, bereiten die Beläge und bald auch das Bremsmedium (DOT, Mineralöl) mehr Probleme als ein potenziell schmelzender Alukern.
 
Ich bekomme das aus dem Gedächtnis nicht mehr ganz zusammen - flüssig geschmolzen sind die damals natürlich nicht, aber irgendwie hatten sich imho Alu und Stahl getrennt und Wellen geschlagen oder so.

Also unterm Strich ist die Sandwich-Bauart nicht zwingend der Gipfel der Ingenieurskunst; ich persönlich würde eine gescheite nur-Stahl-Scheibe immer vorziehen.
 
Die hatten sich gerade einmal so stark verformt, dass sie an den Belägen geschliffen haben. Außerdem hatten irgendwelche Tropfen an den Scheiben geklebt, von denen die Autoren behauptet haben, es wäre geschmolzenes Aluminium, ohne das näher betrachtet zu haben. Es kam nicht zu Bremsversagen oder Ablösungen.

Interessant, was das nach über 10 Jahren noch für eine Wirkung hat... Der Artikel hat auf jeden Fall sein Ziel - größtmögliches Drama - erreicht. Es gab damals keinen Rückruf, keine Feststellung von Produktmängeln, keine Unfälle im Betrieb durch das geschilderte "Problem".


Nur fürs Protokoll - ich fahre ganz normale Stahlscheiben und mache keine Werbung für irgendwas.
 
Die hatten sich gerade einmal so stark verformt, dass sie an den Belägen geschliffen haben. ...
Das tun die Dinger aber auch ohne Gewalttest regelmäßig - ist mir in größeren Gruppen häufiger aufgefallen dass man gut heraushören kann, wo sich Icetec-Fahrer befinden. 😉
 
Ich bekomme das aus dem Gedächtnis nicht mehr ganz zusammen - flüssig geschmolzen sind die damals natürlich nicht, aber irgendwie hatten sich imho Alu und Stahl getrennt und Wellen geschlagen oder so.

Also unterm Strich ist die Sandwich-Bauart nicht zwingend der Gipfel der Ingenieurskunst; ich persönlich würde eine gescheite nur-Stahl-Scheibe immer vorziehen.
Natürlich ist sie das nicht, denn beide Werkstoffe haben eine unterschiedliche Wärmeausdehnung und da ist es wenig verwunderlich, dass was schleift. Denn, die Spannung im Material muss "irgendwo hin" udn das ist bei deiner Scheibe als ebenes Bauteil fast nur in den Raum/aus der Ebene heraus möglich.
Ich selbst bin nie diese Icetec Scheiben gefahren, sondern nur reine Stahlscheiben und selbst dort musste ich bei manchen Herstellern bereits in der 180mm Größe beobachten, dass diese unter Hitze stark eierten und an Belägen schleiften. Speziell, je dünner die Scheibe ist bzw. je mehr Aussparungen/Löcher sie hat.
 
Immer diese Angst wegen den Ice-Tech Scheiben. Ich habe wegen diesem dämlichen Tour-Test von damals jedes Mal, wenn es in die Berge ging, die Ice-Tech Scheiben rausgemacht und gegen die RT30 getauscht.

Beim letzten Mal habe ich mir aber vorgenommen meine Bedenken zu überwinden und habe die Ice-Tech draufgelassen. Und siehe da: Abfahrten von Galibier, Telegraphe, Sarenne, Izoard, Agnel, und und und ... ohne jemals das Gefühl zu haben mit der Bremse am Limit zu sein. (Kampfgewicht 80kg bei 1,84m)
 
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