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140er Bremsscheiben ja oder nein?

Jetzt fühle ich mich ein bisschen auf den Arm genommen. 😄

Klar, wenn ich vorne quasi nicht bremse, es lange sehr steil ist und die ganze Fuhre auch noch sehr schwer, dann bekomme ich mit gutem Willen und etwas Talent die 140er-Bremse hinten an ihre Grenze.

Der richtige Schluss hieraus wäre meines Erachtens aber, die Fahrtechnik zu überdenken, nicht die Bremsanlage. Hat denn hier überhaupt schon mal jemand gesehen, dass eine 140er-Scheibenbremse am Hinterrad merklich bis zum Fading überhitzt ist?

Ich will jetzt nicht weiter klugscheißern, aber statt der exemplarischen Rechnung oben, kann ich eine ganze Abfahrt simulieren - den Code dafür hätte ich sogar größtenteils - aber ich vermute, das interessiert hier niemanden ernsthaft.
 
Der richtige Schluss hieraus wäre meines Erachtens aber, die Fahrtechnik zu überdenken, nicht die Bremsanlage. Hat denn hier überhaupt schon mal jemand gesehen, dass eine 140er-Scheibenbremse am Hinterrad merklich bis zum Fading überhitzt ist?

Klar, wie der Kollege es geschafft hat hinten zu delaminieren aber vorne nicht ist mir auch ein Rätsel. Aber geschafft hat er es. Da muss die Bremsverteilung ganz offensichtlich eine andere gewesen sein als deine willkürlich gewählten 60/40.

Aber ich betrachte diesen Thread auch keinesfalls als eine Diskussion ausschließlich über die Frage 140 hinten. Das sagt bereits der Plural im Titel.

Mag sein dass du dich an meinem Beitrag 144 festgebissen hast, dort habe ich geschrieben dass man bei Nässe die Bremskraftverteilung eher nach hinten verschiebt als (noch!) weiter nach vorne. Und ja, dabei bleibe ich. Wenn's ins Schneematschig-eisige geht kann es sogar vorkommen dass ich 0 zu 100 verteile (weil querstellen dann viel mehr bringt als der Unterschied zwischen Vorderrad und Hinterrad, zumal der denkbar gering ist wenn sowieso fast keine Verzögerung geht). Und das thermische Problem hat man eben nie bei laufen lassen und gelegentlich mal eine Kurve scharf anbremsen sondern dann wenn man das Tempo viel niedriger hält. Und das sind, wenn es denn an ungünstigen Bedingungen liegt und nicht an fieser Strecke bei guten Bedingungen, eben tatsächlich genau die Szenarien in denen die Verteilung weiter nach hinten geht.

160er hat optimistisch betrachtet 15% mehr Kapazität (tatsächlich ist der Unterschied wohl kleiner weil der Bremskörper der gleiche ist und auch einen Teil aufnimmt bzw an die Umgebung abgibt). Die Frage nach vorne 160/hinten 140 vs beide 160 reduziert sich also auf die Fragen "kann ich generell an Grenzen kommen" (zB an Grenzen der 160 vorne) und "kann ich mehr als ca 56% Verteilung hinten erreichen". Wenn letztere verneint wird, dann wird tatsächlich die 160er vorne zum Problem bevor es die 140er hinten wird. Mein Delaminationsbeispiel (das ich selber enorm überraschend finde!) legt aber nahe dass die zweite Frage nicht annähernd so klar zu verneinen ist wie ich ohne dieses Beispiel angenommen hätte.
 
Das kommt auf den individuellen Fall an. Für mich ist es wesentlich einfacher und bequemer, eine 160er Scheibe zu fahren, statt an der Fahrtechnik zu feilen.:)
Ich glaube "feilen" ist hier nicht ganz das richtige Wort, weil es nach Optimierung auf hohem Niveau klingt. Ich würde ja nicht erwarten, dass jeder Rennradler hier versucht oder versuchen muss auf das Niveau von Amateur-Rennfahrern oder gar Profis zu kommen.

Beschreib doch mal ungefähr, wie du eine längere Abfahrt mit mehreren engen Kurven fährst. Welche Geschwindigkeit lässt du zu? Wie häufig und wie stark verzögerst du, wenn du zu schnell wirst? Wie bremst du Kurven an (wie früh, wie stark, in welcher Sitz- und Griffhaltung)? Und vor allem: wie stark bremst du vorne und hinten in diesen Situationen (geschätzter Vergleich Bremsdruck an den Hebeln und geschätzte Bremsverteilung Vorderrad-(Hinterradbremse).

Ich will damit nicht zeigen, dass du falsch abfährst, aber vielleicht bremst du wirklich ganz anders als ich das erwarte. Ich möchte übrigens auch niemand kleinere Bremsscheiben einreden - ihr dürft fahren, was ihr wollt. Nur die Ratschläge sollten sinnvoll sein.
 
Klar, wie der Kollege es geschafft hat hinten zu delaminieren aber vorne nicht ist mir auch ein Rätsel. Aber geschafft hat er es. Da muss die Bremsverteilung ganz offensichtlich eine andere gewesen sein als deine willkürlich gewählten 60/40.

Aber ich betrachte diesen Thread auch keinesfalls als eine Diskussion ausschließlich über die Frage 140 hinten. Das sagt bereits der Plural im Titel.

Mag sein dass du dich an meinem Beitrag 144 festgebissen hast, dort habe ich geschrieben dass man bei Nässe die Bremskraftverteilung eher nach hinten verschiebt als (noch!) weiter nach vorne. Und ja, dabei bleibe ich. Wenn's ins Schneematschig-eisige geht kann es sogar vorkommen dass ich 0 zu 100 verteile (weil querstellen dann viel mehr bringt als der Unterschied zwischen Vorderrad und Hinterrad, zumal der denkbar gering ist wenn sowieso fast keine Verzögerung geht). Und das thermische Problem hat man eben nie bei laufen lassen und gelegentlich mal eine Kurve scharf anbremsen sondern dann wenn man das Tempo viel niedriger hält. Und das sind, wenn es denn an ungünstigen Bedingungen liegt und nicht an fieser Strecke bei guten Bedingungen, eben tatsächlich genau die Szenarien in denen die Verteilung weiter nach hinten geht.

160er hat optimistisch betrachtet 15% mehr Kapazität (tatsächlich ist der Unterschied wohl kleiner weil der Bremskörper der gleiche ist und auch einen Teil aufnimmt bzw an die Umgebung abgibt). Die Frage nach vorne 160/hinten 140 vs beide 160 reduziert sich also auf die Fragen "kann ich generell an Grenzen kommen" (zB an Grenzen der 160 vorne) und "kann ich mehr als ca 56% Verteilung hinten erreichen". Wenn letztere verneint wird, dann wird tatsächlich die 160er vorne zum Problem bevor es die 140er hinten wird. Mein Delaminationsbeispiel (das ich selber enorm überraschend finde!) legt aber nahe dass die zweite Frage nicht annähernd so klar zu verneinen ist wie ich ohne dieses Beispiel angenommen hätte.
Die Verteilung von 60/40 bei nasser, vorsichtiger Abfahrt ist nicht willkürlich gewählt, noch hilft uns ein Vergleich zu Bedingungen wie Schneematsch. Aber lassen wir es gut sein; wir kommen hier nicht weiter und nerven nur die anderen.

Ich nehme mit, dass es bei dir (und/oder bei anderen) Rennradfahrern bei Abfahrten vorkommen kann, dass hinten (dauerhaft) mehr Bremsleistung erbracht wird als vorne und die Abfahrt dabei insgesamt noch so schnell/steil ist und die Verzögerungen so stark sind, dass es sein könnte, dass hinten eine 140er-Scheibe überhitzt.

Für mich kann ich das vollständig ausschließen - auch ohne mich darauf besonders zu konzentrieren. Ich habe auch weder das Abfahren, noch die Bremse erfunden.
 
Welche Geschwindigkeit lässt du zu?
In jungen Jahren waren es auch mal 80+, jetzt mit fortgeschrittenem Alter je nach Qualität des Belages und Windverhältnissen noch max. 50 - 60. Aber es gab auch schon Beläge die waren so miserabel, dass ich keine 30 fahren konnte.

Wie häufig und wie stark verzögerst du, wenn du zu schnell wirst?
Das kommt sehr auf den Untergrund und das Gefälle an. Idealerweise bremse ich in kurzen Intervallen, aber ich musste auch schon bei Strecken mit Gefälle von bis zu 20% und einem üblen, schlaglochübersähten Untergrund 600m Höhenmeter quasi mit nahezu permanent schleifenden Bremsen fahren. Dto. bei einer solchen Abfahrt hinter einer Autokolonne, die im Schrittempo fuhr und immer wieder ganz anhalten musste.

Wie bremst du Kurven an (wie früh, wie stark, in welcher Sitz- und Griffhaltung)?
Griffhaltung bei Talfahrten ist am Unterlenker.
Die Kurven befahre ich ganz unterschiedlich, je nach Ausbau der Strasse und abhängig davon, ob es im Aussenkreis (Linkskurve) oder im Innenkreis (Rechtskurve) ist und wie gross der Winkel der Kehre ist. Eine unübersichtliche Spitzkehre nach rechts auf schmaler Strasse befahre ich u.U. nur im Schritttempo, eine langgezogene, übersichtliche Linkskurve ziehe ich auch mal ohne gross zu bremsen durch.

Und vor allem: wie stark bremst du vorne und hinten in diesen Situationen (geschätzter Vergleich Bremsdruck an den Hebeln und geschätzte Bremsverteilung Vorderrad-(Hinterradbremse).
Geschätzt 60/40

Bem.:
Vom MTB bin ich halt extrem verwöhnt (Bremse Deore XT mit 203/180 mm, vorne Doppelkolben). Solche Bremsen, zusammen mit den 2,25 Zoll Reifen und der Vollfederung, welche die Unebenheiten perfekt ausbügelt, ist das Sicherheitsgefühl bei schnellen Abfahrten um Welten besser als auf dem RR.
 
Die Verteilung von 60/40 bei nasser, vorsichtiger Abfahrt ist nicht willkürlich gewählt
Sondern?

und nerven nur die anderen.
Da könnte was dran sein, gute Einstellung 🤝

Ich nehme mit, dass es bei dir (und/oder bei anderen) Rennradfahrern bei Abfahrten vorkommen kann, dass hinten (dauerhaft) mehr Bremsleistung erbracht wird als vorne
Für mich glaube ich das auch nicht, aber seit ich den Fall mit dem hinten delaminiert kenne halte ich ziemlich vieles für möglich. (das war nicht ich, aber kurioserweise der gleiche LRS bei dem ich es vorne geschafft hatte, und diese Fuhre habe ich nicht ein einziges Mal auf einen Anstieg jenseits der 300 Hm Differenz gebracht, möglicherweise auch nie 250, ist eben die Aero-Option im Fuhrpark)

Wenn ich mich auf ein Argument festlegen müsste warum ich auch hinten 160er fahre käme "140er könnte überhitzen" auch frühestens an dritter Stelle, vorher kämen Dinge wie "falls ich im Urlaub feststelle dass vorne langsam grenzwertig dünn wird möchte ich tauschen können", "falls im Urlaub vorne kontaminiert möchte ich tauschen können" und so weiter. Von der Bremskraft her würde ich der 140er sogar den Vorzug geben: ich bin bisher ungefähr alle meine richtigen Bergtouren mit D-Skeleton gefahren, also hinten nur Monopivot, und habe mich damit pudelwohl gefühlt (auf untroclenen Hügeltouren mit Carbonbremsflanken war ich aber mitunter heilfroh hinten nicht weniger Bremskraft zu haben als vorne, dort hätte ich die D-Skeleton verflucht)
 
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