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Konfliktsituationen im Verkehr

Spätestens wenn man mal den Krankenwagen brauchte, weil beim über den Bordstein auf die Straße ausweichen die Dame mit ihrem Rollator gestürzt ist, vergeht einem jeglicher Humor. War überigens genau vorm Seniorenheim und das abgestellte Fahrzeug war vom Pysiotherapeuten der drinnen einen Termin hatte.
 
Mittlerweile finde ich Fußgänger fast schlimmer als Autofahrer...
Ich erlebe keinen Tag an dem keiner auf dem Fahrradweg läuft und wenn man sich dann bemerkbar macht schauen sie dich blöd an...könnt ich ausrasten.
 
Mittlerweile finde ich Fußgänger fast schlimmer als Autofahrer...
Ich erlebe keinen Tag an dem keiner auf dem Fahrradweg läuft und wenn man sich dann bemerkbar macht schauen sie dich blöd an...könnt ich ausrasten.
Dabei nicht vergessen: Als Radfahrer muss man auf Radwegen beim Vorbeifahren an oder Überholen von Fußgängern Schrittgeschwindigkeit fahren.
 
Dabei nicht vergessen: Als Radfahrer muss man auf Radwegen beim Vorbeifahren an oder Überholen von Fußgängern Schrittgeschwindigkeit fahren.
Mich hat gerade fast ein MTB Fahrer umgefahren.
Unsere Straße ist sehr schmal, die "Bürgersteige" sind nur farblich abgegrenzt. Ich komme als Fußgänger um die Hausecke, der MTB Fahrer fährt trotz null Autoverkehr und keinem parkenden Auto mit ungefähr 10cm Abstand zu unserer Hauswand mit ~25km/h auf dem farblich markierten Fußgängerbereich. Wenn ich nicht schon immer mit solchen Flachköppern rechnen würde, ....
Meine hinterhergerufene Frage ("Alter, merkst Du noch was?") blieb erwartungsgemäß unbeantwortet.
 
Spätestens wenn man mal den Krankenwagen brauchte, weil beim über den Bordstein auf die Straße ausweichen die Dame mit ihrem Rollator gestürzt ist, vergeht einem jeglicher Humor. War überigens genau vorm Seniorenheim und das abgestellte Fahrzeug war vom Pysiotherapeuten der drinnen einen Termin hatte.
Wenn auch Humor in meinen Beiträgen steckt, nehme ich die Sache ernst, habe aber keine Lösung für die Wegeparker.
 
Stimmt so pauschal nicht.
Das ist richtig. Die Schrittgeschwindigkeit gilt nicht grundsätzlich, ist nach einem Urteil des Amtsgerichtes Erfurt (5 C 1402/19) gegebenenfalls auf gemeinsamen Rad- und Gehwegen zu fahren.

§ 1 Grundregeln der STVO gilt ja immer:
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Toller Satz, finde ich.

Hier ein Zitat aus dem o.g. Urteil:
"Orientierungssatz
1. Radfahrer treffen bei einem gemeinsamen Fuß- und Radweg höhere
Sorgfaltspflichten als den Fußgänger. Dabei müssen Radfahrer jede Ge-
fährdung vermeiden. Fußgänger dürfen den gemeinsamen Fuß- und Rad-
weg auf der ganzen Breite benutzen und müssen insbesondere nicht fort-
während nach Radfahrern, die etwa von hinten herankommen könnten,
Umschau halten. Radfahrer haben dementsprechend die Belange der Fuß-
gänger auf solchen Wegen besonders zu berücksichtigen und insbesonde-
re bei unklaren Verkehrslagen ggf. Schrittgeschwindigkeit fahren, um ein
sofortiges Anhalten zu ermöglichen. Auf betagte oder unachtsame Fußgän-
ger muss ein Radfahrer besondere Rücksicht nehmen; mit Unaufmerksam-
keiten oder Schreckreaktionen muss er rechnen. Diese Maßstäbe gelten
erst recht auf reinen Gehwegen, die lediglich durch ein Zusatzschild für
Radfahrer freigegeben sind.(Rn.20)
2. Für die Geschwindigkeit von Radfahrern gilt zusätzlich § 3 Abs. 1 S. 4
StVO. Ein Radfahrer muss innerhalb der übersehbaren Strecke halten kön-
nen. Er muss auch damit rechnen, dass aus Eingängen oder Ausfahrten
Personen oder Fahrzeuge auf den Gehweg gelangen können.(Rn.20)"


In dem Fall vor dem Amtsgericht Erfurt ging es um einen Gehweg, auf dem Radfahren erlaubt war. Darauf darf man demnach nur Schrittgeschwindigkeit. Aber wer macht denn so was?
 
Heute morgen noch hier gepostet und dann leider direkt auf meiner heutigen Ausfahrt eine der heftigsten Konfliktsituationen bisher erlebt.

Zwischen zwei Ortschaften überholt mich ein Auto mit Anhänger laut hupend mit maximal 50cm Abstand. Habe mich wirklich ordentlich erschreckt....noch dazu war das ganze an einer Kuppe...

In der nächsten Ortschaft an der roten Ampel habe ich den Fahrer dann gefragt, ob ihm bewusst sei wie gefährlich das gerade war (noch dazu mit Anhänger). Dann die klassische Antwort: "Ja aber da ist ein Radweg!!!"

Auf meine Frage, ob das für ihn ein Grund sei mich zu verletzen oder gar umzubringen war seine Antwort "Dann gäbe es wenigstens einen weniger von Euch".

Konnte mich zum Glück zügeln und habe meinen Frust jetzt durch eine Online-Anzeige abgelassen...
 
Mittlerweile finde ich Fußgänger fast schlimmer als Autofahrer...
Ich erlebe keinen Tag an dem keiner auf dem Fahrradweg läuft und wenn man sich dann bemerkbar macht schauen sie dich blöd an...könnt ich ausrasten.
Manchmal lässt es sich halt nicht vermeiden, einen Fahrradweg zu begehen/zu queren, an Ausgängen von U‑Bahn‑Haltestellen z.b

Warum sollte ich dann als schwächster aller Verkehrsteilnehmer Platz machen. Du hast gefälligst zu bremsen!
 
Manchmal lässt es sich halt nicht vermeiden, einen Fahrradweg zu begehen/zu queren, an Ausgängen von U‑Bahn‑Haltestellen z.b

Warum sollte ich dann als schwächster aller Verkehrsteilnehmer Platz machen. Du hast gefälligst zu bremsen!
Ne ne ne, darum gehts mir nicht und ich bin ein sehr aufmerksamer und respektvoller Hobel Fahrer. Ich meine wenn weit und breit keine Ampel, Haltestelle oder sonstiges ist und man einfach auf dem Radweg läuft obwohl der Gehweg frei ist.
 
Ne ne ne, darum gehts mir nicht und ich bin ein sehr aufmerksamer und respektvoller Hobel Fahrer. Ich meine wenn weit und breit keine Ampel, Haltestelle oder sonstiges ist und man einfach auf dem Radweg läuft obwohl der Gehweg frei ist.
In Universitätsstädten (von Tübingen und Oldenburg kenn ich es aus eigener Anschauung) fällt zu Semesterbeginn regelmäßig auf das einige Erstsemester vor ihrem Umzug noch nie einen Radweg gesehen haben. Die latschen da rum ohne sich Gedanken zu machen warum der "Gehweg" eine andere Farbe hat.
Das Gleiche gillt für Touristen. Vor dem BB-Hotel in Oldenburg ist das besonders auffällig weil es da eh etwas eng zugeht. Den Ausgang hab ich wenn ich da vorbeifahre besonders im Blick. Aus der Tür raus ist von den 3 Leuten die da rauskommen mit hoher Wahrscheinlichkeit einer im Handumdrehen auf dem Radweg.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Universitätsstädten (von Tübingen und Oldenburg kenn ich es aus eigener Anschauung) fällt zu Semesterbeginn regelmäßig auf das einige Erstsemester vor ihrem Umzug noch nie einen Radweg gesehen haben. Die latschen da rum ohne sich Gedanken zu machen warum der "Gehweg" eine andere Farbe hat.
Das Gleiche gillt für Touristen. Vor dem BB-Hotel in Oldenburg ist das besonders auffällig weil es da eh etwas eng zugeht. den Ausgang hab ich wenn ich da vorbeifahre besonders im Blick. Aus der Tür raus ind von den 3 Leuten die da rauskommen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit einer im Handumdrehen auf dem Radweg.
Die latschen aber garantiert auch auf heimatlichen Radwegen merkbefreit herum.
 
Radwege sind für die meisten auch nur Fußwege mit sinnfreien Piktogrammen drauf. Da muss man auch nicht gucken oder auf den Verkehr achten... Und das ist überall gleich in unserem Land. Ich war letztes WE zu Besuch in Düsseldorf. Auf der Schadowstraße rechts ein Fußweg, links ein Fußweg und in der Mitte ein Radweg. Ja und wo sind alle spazieren gegangen...
 
Radwege auf Bürgersteigen sind halt auch komplett sinnfrei und für alle Beteiligten gefährlich. Sowas wird dann als "Infrastruktur" bezeichnet...
Sehe ich auch so, aber es wächst gerade wieder eine Generation von Neuradfahrern heran, die das gemeinsame Radfahrer- und Fußgängerghetto propagiert und Radstreifen, Fahrradstraßen oder gar Mischverkehr für Teufelszeug hält.
Das hat angefangen mit so nem Typen aus Berlin, wie hiess der nochmal gleich? Strößenreuther glaube ich.
 
Die latschen da rum ohne sich Gedanken zu machen warum der "Gehweg" eine andere Farbe hat.
Eingefärbte Verkehrswege, egal ob für Fußgänger oder Radfahrer, kennt die StVO nicht.
Warum sollten dann auswärtige Verkehrsteilnehmer wissen, was in einer Region/Stadt mit einem in irgend einer Farbe angepinselten Verkehrsweg gemeint sein soll?
 
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